Restaurantszene in Addis Ababa ©Maria Scurrell
Währung
1 Birr = 100 Santim
Wechselkurs
ca. 31,16 Birr pro € (Dezember 2018)
Zeitzone
UTC +3
Landesvorwahl (Telefon)
+251
Klima (für Hauptstadt)
gemäßigt

Kalender und Uhrzeit

Kalenderblatt mit Datumsangabe nach gregorianischem und äthiopischem Kalender ©Maria Scurrell
Kalenderblatt mit Datumsangabe nach gregorianischem und äthiopischem Kalender ©Maria Scurrell

Wenn man sagt, „Dort gehen die Uhren anders!“, dann ist dies im übertragenen Sinne, sind damit andere Handlungsweisen, Werte oder Ähnliches gemeint. In Äthiopien ist es wörtlich zu nehmen: Äthiopien hat 2007 den Beginn des neuen Millenniums gefeiert. Der äthiopische Kalender ist eine Sonderform des koptischen Kalenders, die Jahreszählung läuft dem gregorianischen Kalender sieben Jahre und ca. neun Monate hinterher, ist dem koptischen Kalender jedoch 276 Jahre voraus. Das Kalenderjahr beginnt am 11. September, im Jahr vor einem Schaltjahr am 12. September. Auch im äthiopischen Kalender ist die Grundlage für die Jahreszählung Christi Geburt. Zum oben erwähnten Unterschied von fast acht Jahren kommt es durch die unterschiedliche Berechnung des Jahres der Geburt Christi. Das führt auch dazu, dass christliche Feiertage (z.B. Weihnachten und Ostern) zu denen der westlichen Kirchen zeitversetzt stattfinden.

Der äthiopische Kalender hat 13 Monate:

  • Meskerem: 11. September - 10. Oktober
  • Tikemt: 11. Oktober - 9. November
  • Hidar: 10. November - 9. Dezember
  • Tahsas: 10. Dezember - 8. Januar
  • Tir: 9. Januar - 7. Februar
  • Yekatit: 8. Februar - 9. März
  • Megabit: 10. März - 8. April
  • Miyazya: 9. April - 8. Mai
  • Ginbot: 9. Mai - 7. Juni
  • Sene: 8. Juni - 7. Juli
  • Hamle: 8. Juli - 6. August
  • Nahase: 7. August - 5. September
  • Paguemen: 6. - 10. September


Das äthiopische Haushaltsjahr geht vom 1. Hamle (8. Juli) bis zum 30. Sene (7. Juli).

Auch die Angabe der Uhrzeit unterscheidet sich von der international üblichen Art und Weise: Der Tag beginnt nach äthiopischer Zeitzählung zum Sonnenaufgang. Durch die Äquatornähe Äthiopiens findet dieser täglich fast genau zur gleichen Zeit, um sechs Uhr der europäischen Zeitzählung, statt. Nach äthiopischer Zählung ist es also zum Sonnenaufgang 0 Uhr und zum Sonnenuntergang 12 Uhr.

Während der Sommerzeit ist es in Äthiopien eine Stunde später als in Deutschland, während der Winterzeit sind es zwei Stunden.

Gebildete Äthiopier, vor allem die Menschen in den Städten, sind es gewohnt, problemlos zwischen den Kalendern zu wechseln. Vor allem für die Interaktion mit ausländischen Gästen, aber auch im Geschäftsleben (z. B. im internationalen Geldtransfer) ist dies unerlässlich geworden. Zu Problemen und verpassten Terminen kommt es allenfalls durch Missverständnisse was die Zeitangabe angeht. Hier lohnt es sich manchmal, noch einmal nachzufragen.

Einreise- und Aufenthaltsgenehmigung

Für die Einreise nach Äthiopien benötigen Bürger aller Staaten, außer Kenia und Dschibuti, ein gültiges Visum. Seit Anfang 2015 gibt es neue Visakategorien. Für Staatsangehörige der Bundesrepublik Deutschland sind Touristenvisa (Visum mit einmaliger Einreise für Aufenthalte bis zu 30 Tage oder für bis zu 3 Monate) bei Einreise am Flughafen Bole International in Addis Abeba erhältlich. Im Zuge der Einführung der neuen Visakategorien sind auch die Bearbeitungsgebühren erhöht worden. Bei Ausstellung eines Visums am Flughafen werden aktuell 50 bis 80 US-Dollar bzw. 45 bis 72 Euro verlangt. Da es bei der Ausstellung von Visa am Flughafen oft zu erheblichen Wartezeiten kommt, kann es sinnvoll sein, sich in der Äthiopischen Botschaft vor Abreise ein Touristenvisum ausstellen zu lassen. Für Business- und Transitvisa gelten andere Bedingungen und Gebühren. Diese sind bei der Botschaft zu erfragen. Seit Juni 2017 gibt es die Möglichkeit, online ein Touristenvisum zu beantragen.

Alle weiteren Registrierungen (nationaler Ausweis, Führerschein, Kontoeröffnung etc.) erfolgen in der Regel relativ schnell und sind recht einfach in Addis Abeba zu erledigen. Weitergehende Informationen zu den aktuell gültigen Einreisebestimmungen finden sich beim Auswärtigen Amt.

Für mitausreisende Partner, bspw. von Entwicklungshelfern, ist es sehr schwierig, eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Wie in Deutschland auch, ist nachzuweisen, dass die Stelle nicht mit einem einheimischen Staatsbürger besetzt werden kann. Anderen Ländern ist es allerdings in bilateralen Vereinbarungen gelungen zu vereinbaren, dass Mitausreisende Arbeitserlaubnisse erhalten.

Wohnen und Versorgung

Äthiopier wie Ausländer wohnen in aller Regel in einstöckigen, freistehenden Häusern. Wohngebäude mit mehreren Wohnungen, also mehrstöckige Mietshäuser werden seit einigen Jahren zunehmend in Addis Abeba und anderen Städten gebaut. Die Mietpreise sind sehr unterschiedlich und abhängig von Lage, Ausstattung, Qualität sowie der Nachfrage nach Häusern einer bestimmten Gegend. Insgesamt steigen die Preise seit einigen Jahren rapide an. Dennoch gilt Addis Abeba als eine der für Ausländer preiswertesten Städte der Region. Mieten sind normalerweise in nationaler Währung zu begleichen, zunehmend finden sich in Inseraten jedoch Angaben des Mietpreises in US-Dollar. Es gibt traditionell weder in Addis Abeba noch in anderen Städten Wohngebiete oder abgeschlossene Siedlungen, die Ausländern oder reicheren Bevölkerungsteilen vorbehalten sind. Erst in den letzten Jahren sind in Addis Abeba und seinen Vororten einige so genannte "Gated Communities", umzäunte Villenviertel mit eigenem Wachpersonal, entstanden.

Neues Villenviertel in einem Vorort von Addis Abeba ©Maria Scurrell
Neues Villenviertel in einem Vorort von Addis Abeba ©Maria Scurrell

Städtische Infrastruktur wie Wasserversorgung, Sanitäreinrichtungen und Strom, aber auch Telefon und Müllentsorgung sind in aller Regel gegeben, im ländlichen Bereich allerdings eher die Ausnahme.

In fast allen Städten werden inzwischen Verbrauchsgüter und langlebige Konsumgüter angeboten. In Addis Abeba ist das Warenangebot sehr umfangreich.

Eines der großen neuen Einkaufszentren in Addis Abeba mit Weihnachtsdekoration im westlichen Stil ©Maria Scurrell
Eines der großen neuen Einkaufszentren in Addis Abeba mit Weihnachtsdekoration im westlichen Stil ©Maria Scurrell
Stoffläden auf dem Mercato, dem größten überdachten Markt Afrikas ©Maria Scurrell
Stoffläden auf dem Mercato, dem größten überdachten Markt Afrikas ©Maria Scurrell

Kulinarisches

Die äthiopische (und eritreische) Küche unterscheidet sich stark von den Küchen anderer afrikanischer Länder. Charakteristisch ist der Sauerteigfladen Injera, der aus Teff, einem vom Horn von Afrika stammenden, glutenfreien Getreide, hergestellt wird. Auf dem Injera werden Saucen aus bzw. mit Gemüse, Fleisch, Hülsenfrüchten und vielen verschiedenen Gewürzen serviert. Gleichzeitig dient der Fladen als Esswerkzeug, mit dem die Saucen aufgenommen und gegessen werden.

Viele Gerichte werden mit einer Berberé genannten Gewürzmischung (bestehend aus gemahlenen Chilischoten, Ingwer, Piment und anderen Gewürzen) zubereitet und sind daher sehr scharf.

Da sowohl die äthiopisch-orthodoxe Kirche, als auch der Islam den Verzehr von Schweinefleisch verbieten, gibt es in der traditionellen äthiopischen Küche ausschließlich Geflügel, Schafs- und Rindfleisch sowie Fisch.

Ein weiteres Merkmal der äthiopischen Küche ist die Vielfalt an vegetarischen bzw. veganen Speisen. Diese rührt daher, dass die äthiopisch-orthodoxe Kirche ihren Gläubigen an jedem Mittwoch und Freitag sowie an einer Reihe von Feiertagen den Verzicht auf tierische Produkte (davon ausgenommen ist Fisch) gebietet.

Die genaue Zusammensetzung von Mahlzeiten ist regional und saisonal unterschiedlich, hängt aber auch sehr stark von den finanziellen Möglichkeiten der Haushalte ab. So ist der Verzehr von Fleisch und teuren Gemüsesorten den Besserverdienenden vorbehalten.

Traditionelle Getränke sind Tej, ein dem Met ähnlicher Honigwein, Telba, das aus Leinsamen hergestellt wird, und Tela, ein hausgemachtes, ungefiltertes Bier.

In Äthiopien gibt es mehrere große Brauereien, auch verschiedene Weine werden im Land gekeltert und gern getrunken.

Ein wichtiger Bestandteil äthiopischer Esskultur und Gästebewirtung ist Kaffee. Dies äußert sich nicht zuletzt in der typisch äthiopischen Kaffeezeremonie.

Bei der Kaffeezeremonie werden die noch grünen Kaffeebohnen vor den Augen der Gäste geröstet. Dazu wird Weihrauch verbrannt. © Maria Scurrell
Bei der Kaffeezeremonie werden die noch grünen Kaffeebohnen vor den Augen der Gäste geröstet. Dazu wird Weihrauch verbrannt. © Maria Scurrell

Geld und Geldtransfer

Die äthiopische Währung ist der Birr, der in 100 Santim unterteilt wird. Im Umlauf sind Münzen im Wert von 1, 5, 10, 25 und 50 Santim, 1 Birr sowie Banknoten zu 1, 5, 10, 50 und 100 Birr. Aufgrund der geringen Lebensdauer und der vergleichsweise hohen Produktionskosten wird die 1-Birr-Note seit 2010 schrittweise durch eine neue 1-Birr-Münze ersetzt.

Geld wechseln ist in Städten problemlos bei Banken möglich. Auch am Flughafen kann direkt nach der Ankunft Geld gewechselt werden. Hier ist allerdings nicht der beste Wechselkurs zu erwarten.

Es gibt in allen Landesteilen private und staatliche Banken, bei denen man als Inhaber einer Aufenthaltsgenehmigung (Residence Permit) leicht ein Konto eröffnen kann. Mit Touristenvisum ist eine Kontoeröffnung nicht möglich.

In Addis Abeba gibt es inzwischen auch einige Geldautomaten. Kreditkarten werden nur in einigen Hotels und Geschäften, meist in Addis Abeba, angenommen, Bargeldabhebungen sind per Kreditkarte bei den Geldautomaten der Dashen Bank möglich. Einige äthiopische Banken bieten ihren Kunden seit 2006 Kreditkarten an.

Geld kann von Deutschland nach Äthiopien unkompliziert überwiesen werden.

Die Höchstgrenze für Ein- und Ausfuhr von Bargeld in Landeswährung beträgt pro Person 200 Äthiopische Birr. Die Einfuhr von Bargeld in Fremdwährung muss ab einem Wert von über 3000 US-Dollar pro Person angezeigt werden.

Bankschalter  © Ralf Bäcker
Bankschalter © Ralf Bäcker

Reise, Transport und Verkehr

Äthiopien ist in den vergangenen Jahren aufgrund seiner atemberaubenden Natur, seiner anhand der vielfältigen Sehenswürdigkeiten erlebbaren Geschichte und nicht zuletzt wegen seiner herzlichen Menschen zu einem immer attraktiveren Reiseland geworden. Die Hauptstadt Addis Abeba wurde von Lonely Planet für 2013 als eine der zehn attraktivsten Städtedestinationen weltweit gelistet.

Nach Äthiopien gelangt man am besten mit dem Flugzeug. Es gibt viele internationale Fluglinien, die Addis Abeba anfliegen. Täglich sind dadurch mehrere Flugverbindungen nach Europa möglich. Ethiopian Airlines zählt zu den zuverlässigsten und sichersten Fluglinien in Afrika. Die Linie wurde 1945 gegründet. Sie verfügt heute über eine moderne Flotte und fliegt alle Landeshauptstädte sowie touristische Ziele in Äthiopien an. Ethiopian Airlines hat ein Codeshare Abkommen mit Lufthansa.
Für inländische Reisen gibt es regelmäßige Flugverbindungen in alle Teile des Landes. 

Pferdewagen am Stadtrand von Addis Abeba ©Maria Scurrell
Pferdewagen am Stadtrand von Addis Abeba ©Maria Scurrell
Typisches Minibustaxi in der Innenstadt von Addis Abeba ©Maria Scurrell
Typisches Minibustaxi in der Innenstadt von Addis Abeba ©Maria Scurrell

Die großen Überlandstraßen sind meist gut ausgebaut. Die Regel sind aber Schotterpisten oder unbefestigte Straßen. Das Land mit dem PKW von Nord nach Süd zu durchqueren kann 5 Tage dauern. Gleiches gilt für eine Fahrt von West nach Ost.

Die gängigen Verkehrsmittel in den Städten sind Busse, Minibustaxis, Lada-Taxis und dreirädrige Motor-Rikschas (in Äthiopien Bajaj genannt). In manchen Städten sind auch Pferdewagen sehr verbreitet, in Addis Abeba nur in einigen Randgebieten.

Für die Busse und Minibustaxis gelten feste Preise je nach zurückgelegter Entfernung. Die Fahrpreise in Lada-Taxis, deshalb auch Contract Taxis genannt, werden in der Regel mit dem Fahrer ausgehandelt. Seit Anfang 2009 gibt es in Addis Abeba vereinzelt auch Taxen mit Taxameter.

Alle Fahrzeuge müssen jährlich zum TÜV. Man kann allerdings den Eindruck gewinnen, dass bei der technischen Prüfung andere Maßstäbe als in Deutschland angelegt werden. Die Menge alter und nur mäßig verkehrstüchtiger Fahrzeuge geht aber langsam zurück. Ende 2010 hatte das Parlament ein Gesetz verabschiedet, dass den Import überalterter und technisch meist mangelhafter Gebrauchtfahrzeuge verbietet.

Liebhaber von VW-Käfern kommen in Äthiopien auf ihre Kosten: Während in Deutschland der letzte Käfer vor etwa 40 Jahren vom Band lief, erfreut er sich hier wegen der geringen Kosten und seiner Robustheit großer Beliebtheit.

Die im Jahre 1917 eröffnete Eisenbahnverbindung zwischen Addis Abeba und Dschibuti war aufgrund des schlechten Schienenzustandes und der damit verbundenen Sicherheitsrisiken lange Zeit nur abschnittsweise genutzt worden. So verkehrten bspw. zwischen Addis Abeba und Dire Dawa überhaupt keine Züge mehr. Nach mehrjähriger Bauphase wurde in 2016 jedoch eine neue Zugstrecke mit modernen Elektrozügen in Betrieb genommen. Der weitere Ausbau des Eisenbahnnetzes ist in Planung.

Sicherheit

Wachmann  © Ralf Bäcker
Wachmann © Ralf Bäcker

Äthiopien ist im afrikanischen Vergleich ein relativ sicheres Land. Taschendiebstahl kommt aber vor, ebenso der Versuch z.B. über Tricks an Wertsachen in Autos zu kommen.

Es gibt Landesteile und Gegenden, in denen räuberische Banden oder auch politisch motivierte Überfälle und Entführungen vorkommen. Es kann erforderlich sein, diese Gebiete nur während des Tages und in Gruppen mit mehreren Fahrzeugen zu befahren. Bei Reisen außerhalb von Addis Abeba empfiehlt sich im Zweifelsfall die Konsultation der deutschen Botschaft oder ggf. der eigenen Entsendeorganisation über aktuelle Gefährdungseinschätzungen einzuholen.

Gesund bleiben

Eine Reise nach Äthiopien sollte besser erst nach einer reisemedizinischen Beratung durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle oder ggf. den entsendenden Arbeitgeber angetreten werden. Vor Ort sollte man sich bei einer Klinik als Patient/in einschreiben, um im Bedarfsfall problemlos Hilfe zu bekommen. Die medizinische Versorgung in Addis Abeba ist gut, in anderen Landesteilen eher eingeschränkt.

Telekommunikation und Internet

Internet ist in Äthiopien verfügbar, ist aber nach wie vor ein Privileg einiger Weniger. Schätzungen zufolge hatten im Jahr 2017 nur etwa 15,4% der Bevölkerung Zugang zum Internet. Damit ist die Rate in den vergangenen Jahren zwar erheblich gestiegen, ist jedoch immer noch eine der niedrigsten auf dem afrikanischen Kontinent.

Die meisten Internetnutzer gibt es in den großen Städten, vor allem in der Hauptstadt. Zugang zum Netz erhält die Großzahl der Nutzer in Internetcafés. Das drahtlose Internet hat sich in den letzten Jahren nur wenig verbessert, sodass die Nutzung desselben - wenn auch fast ausschließlich bei jungen (und finanziell besser gestellten) Leuten in den Städten - mit Smartphones inzwischen sehr beliebt, wegen der niedrigen Bandbreite aber oft sehr frustrierend ist. Viele Hotels mit internationalen Gästen und auch einige Cafés in Addis Abeba bieten ihren Gästen die Nutzung einer drahtlosen Internetverbindung an.

Die Schnelligkeit und Verfügbarkeit der drahtgebundenen Internetverbindung hat sich in den letzten fünf Jahren vor allem in Addis Abeba und anderen Städten erheblich verbessert. Dennoch kann das Herunterladen größerer Datenmengen zum Geduldsspiel werden. Besonders an Feiertagen oder in den Abendstunden sind sowohl Telefon- als auch Internetverbindungen oft überlastet.

Telefon gibt es in Äthiopien schon vergleichsweise lange. Die erste Telefonverbindung in wurde 1890 zwischen dem Palast des Kaisers und der Schatzmeisterei gelegt. Dennoch hat bis heute nur ein Bruchteil der Bevölkerung Zugang zu einem Telefon. Wie in anderen afrikanischen Ländern hat der Mobilfunk die Versorgung mit Telefonen verbessert. Unterschiedliche Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 40 bis über 50% der äthiopischen Bevölkerung Zugang zu mobilen Telefonen hat.

Reisenden werden von vielen Hotels SIM-Karten meist relativ problemlos zur Verfügung gestellt. Es gibt auch Geschäfte, die SIM-Karten vermieten. Alternativ können SIM-Karten von der Äthiopischen Telekom gekauft werden. Dies ist jedoch in der Vergangenheit mit erheblichen Wartezeiten verbunden gewesen.

Nützliche Adressen

Sehr wenige Anbieter von Dienstleistungen haben eine eigene Internetseite. Sie sind telefonisch zu erreichen, fast immer auch per E-Mail. Aber selbst wenn sie eine Website haben, ist diese nicht immer aktuell. Auch aus diesem Grund haben sich die Äthiopischen Gelben Seiten etabliert.

Es gibt eine Reihe von Reiseführern, Karten etc. zu Äthiopien. Zu empfehlen ist z.B. der Know How Verlag mit seinem Äthiopien-Angebot. Dort finden sich auch Karten und Sprachkurse. Die Benutzung eines Onlinewörterbuches für Amharisch kann in manchen Situationen hilfreich sein.

Addis Abeba ist kulturell sehr lebendig. Es gibt viele Galerien, Restaurants, Musik-Kneipen, Kinos, Modenschauen, Jazzlokale, Lesungen, Konzerte klassischer Musik und gut sortierte Buchläden. Als Europäer ist man mit eigenen künstlerischen Beiträgen sehr gern gesehen.

Der Deutsch-Äthiopische Verein hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Beziehungen zwischen Äthiopien und Deutschland zu pflegen. Der Verein bietet auch Informationen zu weiteren interessanten Äthiopien-Links und weiteren Adressen.

In Addis Abeba gibt es seit 1955 eine deutsche Schule. Seit 1964 gibt es die internationale Schule International Community School.

Das Goethe Institut in Addis Abeba liegt in der Nähe der Universität und ist ein lebendiger und beliebter Platz des Austausches zwischen Äthiopiern und Deutschen.

Kino in Kazanchis, Addis Abeba ©Maria Scurrell
Kino in Kazanchis, Addis Abeba ©Maria Scurrell

Das Länderinformationsportal

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Letzte Aktualisierung

Dieser Länderbeitrag wurde zuletzt im Dezember 2018 aktualisiert.

Über die Autorin

Maria Scurrell (Jahrgang 1985) hat Interkulturelle Pädagogik mit dem Schwerpunkt „Nord-Süd“ studiert. Ihre Abschlussarbeit schrieb sie über die Rolle von traditionellem Wissen und indigenen Institutionen bei der Armutsbekämpfung in Äthiopien. Seit 2007 lebt sie in Addis Abeba und Berlin.

Trainingsangebote der Akademie

Die Akademie der GIZ gestaltet Lernangebote für die internationale Zusammenarbeit. Wir führen mehr als 2000 Fort- und Weiterbildungen durch und entwickeln innovative, wirksame und nachhaltige Lernkonzepte. Und das weltweit.

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