Frisches Brot aus dem Lehmofen Symbol der Gastfreundschaft
Währung
Aserbaidschanischer (Neuer) Manat (AZN)
Wechselkurs
1,7 AZM = 1 € (Juni 2016)
Zeitzone
MEZ + 3 Stunden
Landesvorwahl (Telefon)
+994 (0)
Klima
gemäßigt bis subtropisch (8 Klimazonen)
Internationaler Flughafen (IATA)
GYD (Heydar Aliyev International Airport, Baku)

An- und Abreise

Zunächst zu den Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen. Diese sowie Zollvorschriften, Gesundheitshinweise und Sicherheitswarnungen können in aktuellster Form auf der Landesseite des Auswärtigen Amtes der BRD oder des Außenministeriums von Österreich eingesehen werden.

Einreisen in das armenisch besetzte Gebiet Berg-Karabach sind nicht möglich, Reisedokumente mit einem Stempel der völkerrechtlich nicht anerkannten "Republik Arzach" werden nicht anerkannt und verhindern somit die Einreise nach Aserbaidschan. Trotz des seit 1994 geltenden Waffenstillstandes wird von Reisen in die angrenzenden Bezirke Agdam, Füsuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kalbadschar abgeraten (Mienen, Schußwechsel).

Deutsche Staatsangehörige benötigen für Reisen nach Aserbaidschan ein Visum, das bereits vor Antritt der Reise bei der Konsularabteilung der aserbaidschanischen Botschaft in Berlin oder im Honorarkonsulat Stuttgart eingeholt werden muss. Seit dem 1.4.2013 müssen sich Deutsche und andere Ausländer, unabhängig von der Aufenthaltsdauer, innerhalb von 3 Tagen nach Ankunft beim Staatlichen Migrationsdienst registrieren. Die Verantwortung für die Registrierung liegt beim Einladenden bzw. bei der Person, die die Unterkunft zur Verfügung stellt. Im Falle einer Hotelunterkunft wird diese Verpflichtung vom Hotel erfüllt (unbedingt prüfen!). Die Registrierung sollte sofort nach Ankunft und kann auch elektronisch erfolgen. Allerdings liegt das Formular nur in aserbaidschanischer Sprache vor. Der Nachweis der Registrierung ist bei sich zu führen (gelegentliche Polizeikontrollen). Beachten Sie, dass auch bei der Ausreise die Gültigkeit des Visums und die Registrierung geprüft werden, bei späterer Ausreise kann ein Ausreisevisum beantragt werden (Bearbeitungszeit mindestens 4 Tage!), Überziehungen werden mit hohen Geldstrafen geahndet.

Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Es gibt keine besonderen Vorschriften hinsichtlich der Einreise eines alleinreisenden Minderjährigen bzw. bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil mehr.

Grenzübertritte nach Georgien, Iran und die Russländische Föderation sind mit jeweils gültigen Visa (RF-Aserbaidschan über Samur-Yalama, in den Iran über Astara) möglich, die Grenze zu Armenien ist gesperrt.

Flugverbindungen
Flugverbindungen

Nützliche Informationen zum Alltag A - Z

Arbeitszeiten

Kernarbeitszeiten sind in der Regel Montag bis Freitag von 9.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr. Allerdings arbeiten Unternehmen flexibler und gewöhnlich länger. Zeiten bis nach 18.00 Uhr sind durchaus üblich. Regierungsstellen und Behörden arbeiten auch am Samstag (zumindest bis Mittag).

Bei Terminen beachten:

-         rechtzeitig vereinbaren und nochmals vergewissern (am Tag vorher oder am gleichen Tag), ob es bei der Absprache bleibt,

-         ausreichend Zeit für die Anfahrt einplanen (der Verkehr in Baku ist chaotisch!)

-         ausreichend Pufferzeit zwischen zwei Terminen einplanen, da aserbaidschanische Partner zeitlich flexibel mit Terminen umgehen und ein Gespräch später beginnen und damit auch enden kann,

-         auch wenn Aserbaidschaner nicht immer pünktlich sind, wird man Pünktlichkeit von einem Deutschen unbedingt erwarten!

Ausführliche Auskünfte über Arbeitsbedingungen in Aserbaidschan erhalten Sie u.a. bei EuroKaukAsia GmbH in Berlin oder dem Deutsch-Aserbaidschanischer Wirtschaftsförderverein in Baku.

Begrüßung

Zur Begrüßung (und Verabschiedung) unter Männern ist ein kräftiger Händedruck üblich (nicht über die Türschwelle hinweg!). Frauen werden oftmals nicht mit Handschlag begrüßt, sondern mit einem Kopfnicken.

Freunde, Verwandte (auch Männer) begrüßen sich mit einem oder zwei Wangenküssen. Achtung! – keine fremden Frauen zur Begrüßung küssen, das kann Irritationen hervor rufen. Auch fremde Frauen werden dagegen vor allem von älteren Frauen im familiären Umfeld gern per Wangenkuss begrüßt.

Kennt man die Anwesenden noch nicht und wird man nicht offizielle „eingeführt“, so begrüßt man stets den Ältesten oder Ranghöchsten zuerst.

Üblichste Anrede für einen aserbaidschanischen Mann ist der Vornamen mit dem nachgestellten Wort „muallim“ /Lehrer-Herr (z.B. Mamed muallim) und bei Frauen mit „xanum“/Frau (gesprochen chanum), z.B. Namina xanum.

Interkulturelle Trainingseminare u.a. bei AIZ und EuroKaukAsia GmbH in Berlin.

 

Feiertage

In Aserbaidschan werden sowohl staatliche als auch religiöse Feiertage begangen. Folgende Feiertage sind keine offiziellen Werktage:

Neujahrstag 1. Januar

Internationaler Frauentag (UNO-Gedenktag) 8. März

Novruz (Neujahrs- und Frühlingsfest) 20. - 24. März

Tag des Sieges (1945) 9. Mai

Tag der Ausrufung der Republik (1918) 28. Mai

Tag der nationalen Rettung 15. Juni

Tag der Streitkräfte 26. Juni

Unabhängigkeitstag (1991) 18. Oktober

Tag der Nationalflagge 9. November

Tag der nationalen Auferstehung (1988) 17. November

Tag der Solidarität der Aserbaidschaner in aller Welt 31. Dezember

Ramadan (Beginn und Ende) 2 Feiertage, variieren nach islamischer Zeitrechnung

Islamisches Opferfest 2 Feiertage, variieren nach islamischer Zeitrechnung

Andere Feier- oder Gedenktage werden nicht oder nur regional oder nur von bestimmten Bevölkerungsgruppen begangen. Trotzdem kann es zu (regionalen) Beschränkungen der Geschäftstätigkeit kommen (vergleichbar etwa mit Rosenmontag in Deutschland).

Geschenke

Geschenke gehören nicht zwingend zur geschäftlichen Etikette sind jedoch gern gesehen und fast ein Muss, wenn man nach Hause eingeladen wird. Dabei geht es nicht unbedingt um den Wert, sondern um die Aufmerksamkeit und das Besondere. Typisches aus Deutschland, dekorative Kleinigkeiten des Kunsthandwerks, gute Kosmetika und Süßigkeiten sind willkommen. Achtung bei Blumengeschenken: Verschenken Sie keine gerade Anzahl, diese wird bei Blumen mit dem Tod verbunden!

Geldverkehr

Landeswährung ist der Aserbaidschanische Manat oder kurz Manat, welcher mit dem internationalen ISO-Code AZN abgekürzt wird. 1 EUR entspricht 1,2 AZN (Stand März 2015), 1 Manat wird in 100 Qäpik unterteilt. Der Geldumtausch ist in vielen Wechselstuben und Banken möglich, letztere sind zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. In der Hauptstadt ist die Bezahlung mit Kreditkarte in den meisten Geschäften möglich. Bei Reisen in die Landesteile sollte genügend Geld in der Landeswährung mitgenommen werden, da Barzahlung üblich ist und Wechselstuben nur in der Nähe von Basaren oder an Hauptstraßen zu finden sind.

Gewichte – Maße – Entfernungen

In Aserbaidschan gilt das metrische System. Vorsicht bei Angaben von Entfernungen durch Einheimische! Auch wenn der Gefragte nicht weiß, wo sich eine Ortschaft befindet oder wie weit es bis dorthin ist, wird er Erklärungen abgeben – Schätzungen von Entfernungen sind üblich und äußerst ungenau! Bei Überlandfahrten also eher einem erfahrenen Fahrer trauen und sich Auskunft geben lassen über den Straßenzustand und ungefähre Fahrzeiten.

Handel

„Es gibt nichts, was es nicht gibt!“ – Aserbaidschaner haben eine jahrtausendalte Tradition in der Abwicklung von Handelsgeschäften. (Fast) alles kann irgendwie besorgt werden und Grundnahrungsmittel sind rund um die Uhr in kleinen Straßengeschäften zu finden. Die Zahl der Einkaufszentren ist enorm gewachsen, so auch die Qualität von Angebot und Kundendienst. Deutsche Waren lassen sich bei "Supermarket" finden. Alle gängigen westlichen Boutiquen haben inzwischen Filialen in Baku eröffnet. Geschäfte haben in der Regel zwischen 9 und 21 Uhr, die Märkte/Basare zwischen 8 und 18 Uhr bzw. größere bis 21 Uhr geöffnet. Hier kann gehandelt werden und die Gewährung von großzügigen Rabatten ist möglich.

Kinder

Kinder sind der absolute Stolz jeder Familie und sie genießen – zumindest als Kleinkinder – „Narrenfreiheit“. Kindermädchen sind ebenso üblich wie (auch fremdsprachige) Kindergärten, Vorschulen und weiterführende Bildungseinrichtungen. Musikunterricht gehört zum „guten Ton“, genauso wie Ballettunterricht für Mädchen und Sporterziehung für Jungen. Das noch traditionell geprägte Geschlechterverhältnis hat also auch weitreichenden Einfluss auf die Kindererziehung.

Kleidung

Auf gute Kleidung inklusive Accessoires wird in Aserbaidschan großen Wert gelegt. Im geschäftlichen Umgang wird ein konservativer Stil bevorzugt: Frauen tragen meist klassische Kostüme (weniger Hosenanzüge) und Kleider mit modischem Beiwerk, Männer generell Anzug und Krawatte. Markendenken ist bei Männern, bei denen Autos, Handys und Uhren als Statussymbole gelten, und Frauen, mit den Themen Mode, Schmuck, Tücher sowie Kosmetika, stark verbreitet. In der Freizeit setzt sich inzwischen auch legere Kleidung durch, kurze Hosen bleiben jedoch dem Strand vorbehalten. Achtung beim Besuch einer Moschee: Vorher anfragen, ob eine Besichtigung möglich ist. Hier gilt es, die Schuhe auszuziehen und Frauen müssen ihren Kopf mit einem Tuch bedecken, welches aber auch ausgeliehen werden kann. In Aserbaidschan ist es üblich auch beim Betreten einer privaten Wohnung die Schuhe auszuziehen. Entweder greift man auf die meist angebotenen Gästehausschuhe zurück, oder bringt eigene Strümpfe zum Überziehen mit.

Kommunikation

Aserbaidschaner sind sicher Weltmeister im Telefonieren. Über ein flächendeckendes Mobil- und Festnetz funktioniert das wichtigste Kommunikationsmittel im Land. Eine Ausnahme bilden die Bergregionen, hier können Mobilfunkverbindungen eingeschränkt sein. Seit einigen Jahren funktionieren die Postämter wieder gut, allerdings erholt sich der Postversand immer noch von seiner tiefen Krise in den 1990er Jahre. Briefkästen sucht man vielerorts vergeblich, Briefmarken und Postkarten findet man oftmals nur auf der Hauptpost.

Achtung: seit Mai 2014 funktionieren ausländische Mobiltelefone nur noch nach Anmeldung des Gerätes beim Hauptpostamt in Baku. Es empfiehlt sich ein preiswertes Handy (ca. 50 Manat) mit aserbaidschanischer Nummer (ca. 20 Manat) direkt vor Ort zu kaufen und zu nutzen. Eine Kommunikation ist in fast allen Hotels aber problemlos (teilweise Zusatzkosten!) über Notebooks und Internet möglich.

Lebenshaltungskosten

Ausländische Touristen sind in Baku oftmals erstaunt über die Preise, die durchaus vergleichbar mit denen in Westeuropa sind. Bedeutend günstiger als die Preise im Supermarkt sind die auf dem Märkten. Nicht nur Obst und Gemüse finden sich hier in hervorragender Qualität zu weitaus günstigeren Preisen. Die relativ hohen Lebenshaltungskosten in Baku relativieren sich auf dem Lande.

Medizinische Hilfe

Vorsicht ist geboten beim Genuss von ungewaschenem Obst sowie ungekochten Speisen, insbesondere von mit Mayonnaise zubereiteten Salaten. Auf keinen Fall sollte das Leitungswasser getrunken werden, ebenso empfiehlt sich der Verzicht auf Eiswürfel. Beim Genuss von Tee und Kaffee bestehen keine Bedenken, kalte Getränke hingegen sollten aus versiegelten Flaschen bzw. Packungen stammen. Malaria ist nur in bestimmten Landesteilen gemeldet, Hepatitis B (7 % der Bevölkerung) und TBC sind verbreitet, die AIDS-Zahlen steigen. Eine medizinische Notfallhilfe erfolgt in der Regel kostenfrei, üblich ist jedoch eine Bezahlung jeglicher medizinischer Dienstleistung. Die Hilfsbereitschaft der Aserbaidschaner in Krankheitsfällen ist ausgeprägt und eine persönliche Empfehlung und Begleitung durch aserbaidschanische Bekannte ist empfehlenswert. Eine Auslandsreiseversicherung mit Rückholservice ist dringend anzuraten. Fremdsprachige Ärzte stehen zumindest in Baku zur Verfügung. Die International SOS Clinic in der Yusif Säfärov Straße 1 in Baku verfügt über englischsprachige Ärzte. Gut entwickelt ist das Apothekennetz, diese sind teilweise rund um die Uhr geöffnet. Hier sind auch Medikamente, die in Deutschland als verschreibungspflichtig gelten, käuflich zu erwerben. Auf jeden Fall sollte man auf Herstellungsort und Verfallsdatum achten.

Sicherheit

Aserbaidschan ist ein relativ sicheres Land. Touristen sind kaum von Kleinkriminalität betroffen, sollten jedoch auch nicht durch Leichtsinn Diebstahl provozieren. In den Nachtstunden sollte man nicht allein unterwegs sein, insbesondere nicht als Frau. Die Metro und abgelegene Stadtviertel sind in der Dunkelheit zu meiden. Einheimische begleiten ihre Besucher gern zum Taxi und verabreden die telefonische Rückmeldung. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die Konfliktregion Berg-Karabach sowie die im Südwesten gelegenen Bezirke Agdam, Füzuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kälbadschar, insbesondere in die unmittelbar auf aserbaidschanischer Seite der Waffenstillstandslinie angrenzenden Gebiete, ab. Hier muss mit Minen gerechnet werden. 

Stromversorgung

Standard sind 220/240 V und 50 Hz. So vielfältig wie die Bauherren sind elektrische Steckdosen und Stecker. In Baku kann man zwar zumeist den auch hier gebräuchlichen Eurostecker verwenden, für Reisen ins Landesinnere sollte man jedoch einen Adapter dabei haben. Zu Stromschwankungen und plötzlichen Stromabschaltungen kann es gelegentlich kommen, entsprechende Vorsorge ist zu treffen.

Verkehr

Meistgenutzte öffentliche Verkehrsmittel sind in Baku die Metro und Busse. Zusätzlich verkehren zahlreiche Kleinbusse, sogenannte Marschrudkas. Bevorzugtes Bewegungsmittel sind Taxen, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Achtung: Die Straßennamen haben sich in den letzten Jahren (teilweise mehrfach) geändert. Es ist gut, sich alte und neue Namen oder markante Gebäude in der Nähe zu merken. Wichtig ist auch, ausreichend Zeit einzuplanen. Trotz zahlreicher Neubauten, wie Umgehungsstraßen, Tunnel und Überführungen, gibt es viele Staus und der Verkehr in der Hauptstadt quält sich in Spitzenzeiten nur mühselig vorwärts. Inzwischen wurden auch die Hauptmagistralen im Landesinnern erneuert. Die Beschilderungen sind gewöhnungsbedürftig, Hinweisschilder und Entfernungsangaben äußerst selten. Wer es in Gemeinschaft mag, kann sich den Überlandbussen anvertrauen, die mehrmals täglich aus Baku in alle Landesteile abfahren oder auch einen Zug nehmen. Wer über die Grenze nach Georgien oder aus Nachtschivan nach Iran will, muss hier jedoch lange Wartezeiten einplanen. Für diejenigen, die es eilig haben: Es gibt wieder inneraserbaidschanische Fluglinien. Allerdings hat die Versorgung der Exklave Nachtschivan absoluten Vorrang, so dass man nie ganz sicher sein kann, ob der Flug auch tatsächlich stattfindet.

Wasser

Leitungswasser ist nicht überall und zu allen Zeiten verfügbar. Große Hotels haben inzwischen Notversorgungseinrichtungen. Auf keinen Fall darf das Leitungswasser getrunken werden. Quellwasser in PET-Flaschen gibt es an allen Verkaufsständen. Grundsätzlich sollte bei der Anmietung einer Wohnung geklärt werden, ob sie über eine sichere Strom- und Wasserversorgung verfügt.

Zoll

Das Auswärtige Amt nennt folgende Beschränkungen für die Ausfuhr: - Kaviar (höchstens 125 g) - Alkohol (höchstens 3 l) - Bargeld (kostenlose Ein- und Ausfuhr von max. 10.000 Euro) - Gold (Wert bis max. 1000 USD, darüber 1,5 % Zoll) - Zigaretten (höchstens 3 Stangen).

Für die Ausfuhr kulturhistorisch wertvoller Objekte ist eine Bescheinigung des Ministeriums für Kultur und Tourismus nötig. 

Zeitzone

MEZ + 3 Stunden, UTZ + 4 Stunden (Sommer- und Winterzeitumstellungen)

Gesundheit

Als Impfschutz wird seitens des AA empfohlen: Polio, Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A (Auffrischungsimpfungen alle 10 Jahre). Bei besonderer Exposition können folgende weitere Impfungen empfohlen sein: Hepatitis B (z.B. Langzeitaufenthalte), Typhus (z.B. Aufenthalt unter einfachen hygienischen Bedingungen), Tollwut (z.B. Langzeitaufenthalt - Tierkontakte). Ein potenzielles Malariarisiko besteht im Süden des Landes, im Grenzgebiet zum Iran, im Nordosten, in der Chadschmaz-Region sowie in der Umgebung von Baku.

Aserbaidschan gilt als ein Schwerpunktland bei behandlungsresidenten Tbc-Erkrankungen. In jüngster Zeit werden Hepatitis C Erkrankungen vor allem in Baku registriert (u.a. durch mangelnde Hygiene in Nagelstudios). Prostitution gilt als Ordnungswidrigkeit und Homosexualität als unmoralisch. Die HIV-Raten sind steigend (1987-2011: 3267 registrierte Infizierte), werden jedoch vor allem auf Drogenmißbrauch zurück geführt (26 Tausend registrierte Drogenabhängige 2011).

Dringend abzuraten ist vom Verzehr von ungewaschenem Obst und Gemüse. Kostproben auf den Basaren auch bei Käse vermeiden! Wasser sollte in Baku und Umgebung nur im abgekochten Zustand verwendet werden - auf keinen Fall Leitungswasser trinken!

Bei Reisen in die ländlichen Regionen ist mit mangelhaften Toiletten zu rechnen. Die asiatischen "Örtchen" verlangen oftmals gutes "Standvermögen" und eine hohe Toleranzschwelle in Bezug auf die Hygiene. Vorsorge (Papier, Feuchttücher, Wasserflaschen) treffen!

Novruz xonçası (aserb. Postkarte)

Feiertage:

28. Mai (Tag der Republik; zum Gedenken an die erste Republik 1918 bis 1920) – weitere: 15. Juni (Tag der nationalen Rettung), 18. Okt. (Tag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit  1991), 12. Nov. (Verfassungstag; 1995), 17. Nov. (Tag der nationalen Wiedergeburt), sowie weitere staatliche und religiöse Feiertage.

Geschenke:

Geschenke gehören nicht zwingend zur geschäftlichen Etikette sind jedoch gern gesehen und fast ein Muss, wenn man nach Hause eingeladen wird. Dabei geht es nicht unbedingt um den Wert, sondern um die Aufmerksamkeit und das Besondere. Typisches aus Deutschland, dekorative Kleinigkeiten des Kunsthandwerks, gute Kosmetika und Süßigkeiten sind willkommen. Achtung bei Blumen: keine gerade Anzahl verschenken, eine gerade Zahl von Blumen wird mit dem Tod verbunden!

Geldverkehr:

Landeswährung ist der Neue Aserbaidschanische Manat (Orientierungskurs: 1 Euro = 1,10 Manat). Für den neuen Manat gibt es Münzen zu 1, 3, 5, 10, 20 und 50 Qəpik, wobei letztere eine Bimetallmünze ähnlich der 2-Euro-Münze ist, sowie Banknoten zu 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Manat. Geldumtausch ist in vielen Wechselstuben und Banken möglich, letztere sind zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. In der Hauptstadt ist die Bezahlung mit Kreditkarten (Visa) in Hotels und größeren Geschäften möglich, bei Reisen in die Landesteile sollte man genügend Geld in der Landeswährung bei sich haben, da Barzahlung üblich ist und Wechselstuben nur in der Nähe von Bazaren oder an Hauptstrassen zu finden sind. Aktuelle Kurse mit Währungsumrechner des Bundesverbandes deutscher Banken.

Gewichte – Maße - Entfernungen

In Aserbaidschan gilt das metrische System.

Vorsicht bei Angaben von Entfernungen durch Einheimische! Auch wenn der Gefragte nicht weiß, wo sich eine Ortschaft befindet oder wie weit es bis dorthin ist, wird er Erklärungen abgeben. Schätzungen von Entfernungen sind üblich und äußerst ungenau! Bei Überlandfahrten also eher einem erfahrenen Fahrer trauen und sich Auskunft geben lassen über den Straßenzustand und ungefähre Fahrzeiten.

Handel

„Es gibt nichts, was es nicht gibt!“ – Aserbaidschaner haben eine Jahrtausende alte Tradition in der Abwicklung von Handelsgeschäften. (Fast) alles kann „besorgt“ werden und Grundnahrungsmittel sind rund um die Uhr in kleinen Straßengeschäften zu finden. Die Zahl der Einkaufszentren ist enorm gewachsen, auch die Qualität von Angebot und Kundendienst.  Größte Handelskette in Baku ist (noch) „Ramstore“, deutsche Waren finden sich bei „Supermarket“. Alle gängigen westlichen Boutique-Marken haben inzwischen Filialen in Baku eröffnet. Geschäfte haben in der Regel zwischen 9.00 Uhr und 21.00 Uhr geöffnet, die Märkte/Bazare zwischen 8.00 und 18.00 (kleinere) bzw. 21.00 Uhr geöffnet. Handeln ist hier angesagt, Rabatte sind möglich.

Kinder

Kinder sind der absolute Stolz jeder Familie und sie haben (zumindest als Kleinkinder) „Narrenfreiheit“. Das bedeutet, dass Kinder überall gern gesehen sind und maximale Aufmerksamkeit genießen. Kinderfrauen sind ebenso üblich wie (auch fremdsprachige) Kindergärten, Vorschulen und weiterführende Bildungseinrichtungen. Musikunterricht gehört immer noch zum „guten Ton“, wie Ballett (Mädchen) und Sport (Jungen). Zu allen Tätigkeiten außer Haus werden sie nach Möglichkeit begleitet.

Kleidung

Auf Kleidung mit allen Accessoires wird großer Wert gelegt. Bevorzugt wird ein konservativer Stil im geschäftlichen Umgang: generell tragen Männer Anzug und Krawatte, Frauen lieben klassische Kostüme (weniger Hosenanzüge) und Kleider mit modischem Beiwerk. Markendenken ist bei Männern (Autos, Handys, Uhren...) und Frauen (Mode, Schmuck, Tücher, Kosmetik...) stark verbreitet.

In der Freizeit setzt sich inzwischen auch legere Kleidung durch, kurze Hosen bleiben jedoch dem Strand vorbehalten.

Achtung beim Besuch einer Moschee: vorher anfragen, ob eine Besichtigung möglich ist. Schuhe ausziehen, Frauen bedecken ihren Kopf mit einem Tuch (kann auch ausgeliehen werden).

Privatbesuche: In Aserbaidschan ist es üblich auch beim Betreten einer Wohnung die Schuhe auszuziehen. Es ist also normal, wenn Hausschuhe angeboten werden. Man kann sich darauf einstellen und eigene Strümpfe mitbringen, die man nach dem Ausziehen der Schuhe überstreift.

Kommunikation

Aserbaidschaner sind sicher Weltmeister im Telefonieren. Über ein flächendeckendes Mobil- und Festnetz funktioniert das wichtigste Kommunikationsmittel.

Von Bak

  • Azercell (GSM 900) phone: 050 + seven digit number - GSM Code  400 01
  • (Tbilisi Ave. 61a, Tel: +99 412 496-70-07, Fax: +99 412 430-05-68)
  • Bakcell (GSM 900) phone: 055 +  six digit number - GSM Code 400 02
  • (U.Hadgibekov 24, Tel: +99 412 498-94-44, Fax: +99 412 498-38-82)

(Tbilisi Ave. Alatava str.2 , Tel: +99 412 444-07-30, Fax: +99 412 444-07-31)

Beim Anruf einer Mobilrufnummer ist dem Landescode eine 5 anzufügen (Beispiel: +994 5...)

Von Mobiltelefonen ins Festnetz ist eine 012 der Festnetznummer voranzustellen.   

Öffentliche Fernsprecher finden sich nur noch selten und sind mit Karten zu bedienen. Auslandsverbindungen kann man in den Poststellen herstellen lassen. Firmen, Geschäfte und Hotels haben inzwischen fast alle Fax, Computer, Internetanschluss und Telefonverbindungen (auch ins Ausland). Ausnahmen: Bergregionen, hier können Mobilfunkverbindungen eingeschränkt sein. GPS ist für 2010 geplant.

Seit einigen Jahren funktionieren die Postämter wieder gut, allerdings erholt sich der Postversand immer noch von seiner tiefen Krise der 1990er Jahre. Briefkästen sucht man vielerorts vergeblich, Briefmarken und Postkarten findet man oftmals nur auf der Hauptpost (in Baku Azerbaijan Avenue, 41 - tel. 984000).

Express mail services:

Vorwahlnummern, Auskünfte über die Flächendeckung verschiedener Mobilfunkanbieter, express services (UPS, DHL u.a.) finden sie auf den Informationsseiten von azer.com.

Kultur

Schauspie, Oper, Operette, Konzerte, Puppentheaeter, Zirkus, Kinos, Clubs und Museen - alles hat Baku zu bieten, siehe Kulturinformationen .

Teestube in der Karawansaraj in Scheki
Teestube in der Karawansaraj in Scheki &copy eva-Maria Auch

Küche

Die aserbaidschanische Küche ist vielfältig wie die Natur Aserbaidschans. Auf äußerst "leckere Art und Weise" vereinigen sich orientalische und kaukasische Esskultur. Auf keinem Tisch fehlen frische Gartenkräuter (Minze, Koriander, Kerbel, Estragon u.a.) und Gemüse, die zu allen Gerichten einfach dazu gegessen werden und der Verdauung dienen.

Die dickflüssige Suppe Piti z. B. ist ein Hammelfleischeintopf mit Kichererbsen. Dovğa ist eine Suppe aus scharfem Joghurt, Spinat, etwas zerkleinertem Knoblauch je nach Geschmack und anderen Kräutern mit Reis und Fleischklößchen oder ohne (je nach Region).

Eine Variante des Hauptgerichtes Dolma besteht aus u. a. mit Kräutern gewürztem Hackfleisch und Reis, gefüllt in Weinblätter oder auch in Auberginen, Paprika und Tomaten.

Nicht fehlen darf "Kabab" (Schaschlyk), wie gegrillte Fleischspieße in Aserbaidschan genannt werden. Wer "Lülä Kabab" bestellt, erhält Grillstücke aus Lammhackfleisch. Wer es vegetarisch mag, wird sich in die Grilltomaten und gegrillten Kartoffelbrei verlieben!

Der Höhepunkt jeder Tafel ist Plow, welcher in der Regel aus duftendem Reis und Hammelfleisch mit zusätzlichen Zutaten wie Kräutern Kastanien, Trockenfrüchten besteht. Das Gericht gibt es in unzähligen Arten auch mit Hühnerfleisch, Fisch oder nur Früchten (z. B. Granatapfelkernen), Gemüse, Kräutern oder Trockenobst (Rosinen, Aprikosen, Berberitze). Im Unterschied zu zentralasiatischen Küchen werden Reis, Fleisch und Kräuter extra serviert.

Ein beliebtes Erfrischungsgetränk ist Şərbət (Schärbät), das aus Milch oder Zitrone, Minze oder Basilikum, aber auch aus vielen anderen verschiedenen Früchten zubereitet wird.

Lebenshaltungskosten

Ausländische Touristen sind in Baku oftmals erstaunt über die Preise, die durchaus vergleichbar mit denen in Westeuropa sind. Bedeutend günstiger als die Preise im Supermarkt sind die auf dem Märkten. Nicht nur Obst und Gemüse (in hervorragender Qualität) finden sich hier zu weitaus günstigeren Preisen. Die relativ hohen Lebenshaltungskosten in Baku relativieren sich auf dem Lande.

Massenmedien

Zahlreiche einheimische Zeitungen und Zeitschriften sowie Nachrichtenagenturen sind auf Aserbaidschanisch, Russisch und Englisch (teilweise als Online-Version, z. B. TURAN) verfügbar. Größere Hotels bieten englischsprachige Informationsdienste. Via Satellit ist der Empfang deutscher und internationaler Sender kein Problem. Fernsehkanäle, Radiosender, Zeitschriften und Nachrichtenredaktionen über azercom.

Medizinische Hilfe

Vorsicht ist geboten beim Genuss von ungewaschenem Obst sowie ungekochten Speisen, insbesondere von mit Mayonnaise zubereiteten Salaten. Auf keinen Fall sollte das Leitungswasser getrunken werden, ebenso empfiehlt sich der Verzicht auf Eiswürfel. Beim Genuss von Tee und Kaffee bestehen keine Bedenken, kalte Getränke hingegen sollten aus versiegelten Flaschen bzw. Packungen stammen.

Malaria ist nur in bestimmten Landesteilen gemeldet, Hepatitis B (7% der Bevölkerung) und Tbc sind verbreitet, die AIDs-Zahlen steigend.

Eine akut medizinische Hilfe erfolgt in der Regel kostenfrei, üblich ist jedoch eine Bezahlung jeglicher medizinischer Dienstleistung. Die Hilfsbereitschaft der Aserbaidschaner in Krankheitsfällen ist ausgeprägt und eine persönliche Empfehlung und Begleitung durch aserbaidschanische Bekannte ist empfehlenswert. Eine Auslandsreiseversicherung mit Rückholservice ist dringend zu empfehlen.

Fremdsprachige Ärzte stehen zumindest in Baku zur Verfügung. Die „SOS-Klinik“ in Baku verfügt über englischsprechende Ärzte verfügt. Anschrift: Rashid Behbudov Street 30, 1014 Baku, Tel.: +994 12 937 354, Mobil: 050 – 212 69 21, e-mail:easos.baku@ans-dx.com

Die Dental Clinic von Dr. Erdal Vural befindet sich: Mamadaliyev küc. 17, Baku AZ 1005, Tel: 498 96 98, 498 11 98, Fax: 493 73 87. Dr. Vural ist ein türkischer Zahnarzt, der gut Englisch spricht.

Gut entwickelt ist das Apothekennetz (teilweise rund um die Uhr geöffnet). Hier sind auch Medikamente, die bei uns verschreibungspflichtig sind käuflich zu erwerben. Auf jeden Fall sollte man auf Herstellungsort und Verfallsdatum achten.

Überblick über medizinische Versorgungseinrichtungen unter: azcom.

Sicherheit

Aserbaidschan ist ein relativ sicheres Land. Touristen werden kaum von Kleinkriminalität belästigt, sollten jedoch auch nicht durch Leichtsinn Diebstahl provozieren. In den Nachtstunden sollte man nicht allein unterwegs sein (insbesondere nicht als Frau). Metro und abgelegene Stadtviertel sind in der Dunkelheit zu meiden. Einheimische begleiten ihre Besucher gern zum Taxi (bezahlen manchmal auch) und verabreden die telefonische Rückmeldung.

Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die Konfliktregion Berg-Karabach sowie die im Südwesten gelegenen Bezirke Agdam, Füsuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kalbadschar, insbesondere in die unmittelbar auf aserbaidschanischer Seite der Waffenstillstandslinie angrenzenden Gebiete ab. Hier muss mit Minen gerechnet werden. Auch kommt es an der Waffenstillstandslinie gelegentlich zu Schusswechseln. Mit letzterem muss auch an dem von Armenien anerkannten Teil der aserbaidschanisch-armenischen Grenze gerechnet werden, einschließlich der Grenze der aserbaidschanischen Autonomen Republik Nachitschewan zu Armenien.

Sport

Traditionell werden in Aserbaidschan Kampfsportarten gepflegt. Auch das Reiten (Karabach-Pferde!) ist verbreitet, wie rhythmische Gymnastik, Volleyball und Fußball. In den letzten Jahren wurden in allen Provinzzentren „Olympische Komplexe“ erbaut, die jedoch kaum genutzt werden. In Baku gibt es eine Reihe von Clubs, in denen man Fitness- und Kraftsport treiben kann oder auch Schwimmen (Olympic Club/lBaku Entertainment Center) gehen kann. Neu ist der elitäre Yachtclub, hier liegt auch die Yacht der Präsidentenfamilie.

Sprache:

Amtssprache ist Aserbaidschanisch, die Mehrheit der Einwohner – vor allem in Baku - spricht jedoch auch fließend Russisch. In Unternehmen, Behörden, Hotels und Restaurants wird zunehmend mit den Gästen auch Englisch gesprochen. Deutsch ist relativ wenig und fragmentarisch verbreitet. Eine Frage der Höflichkeit ist es, zumindest ein freundliches "Salam!" als Begrüßung und das aserbaidschanische "Tschoch sagh olun!" (Vielen Dank) auf den Lippen zu haben.

Stromversorgung:

Standard sind 220/240 V und 50 Hz. So vielfältig wie die Bauherren sind elektrischen Steckdosen und Stecker. Auf alle Fälle sollte man Zwischenstecker parat haben, um eigene elektrische Gerte anschließen zu können. Auch vor akuten Stromschwankungen und plötzlichen Stromabschaltungen ist zu warnen. Entsprechende Vorsorge ist zu treffen.

Verkehr

Meistgenutzte öffentliche Verkehrsmittel sind U-Bahn (Metro) und Kleinbusse (Marschrudka). Seit zwei Jahren werden zunehmend neue Omnibusse zur Bedienung fester Buslinien (auch international nach Tbilisi und in den Iran) eingesetzt. Bevorzugtes Bewegungsmittel sind Taxen, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Achtung: die Straßennamen haben sich in den letzten Jahren (teilweise mehrfach) geändert. Es ist gut, sich alte und neue Namen und/oder markante Gebäude in der Nähe zu merken. Man bedenke: man fährt ohne Navigationssystem! Wichtig ist auch, ausreichend Zeit einzuplanen, trotz zahlreicher Neubauten (neue Umgehungsstrassen, Tunnel, Überführungen) gibt es ständig Staus und der Verkehr in der Hauptstadt quält sich nur mühselig vorwärts.

Inzwischen wurden auch die Hauptmagistralen im Landesinnern erneuert. Achtung: Beschilderungen sind gewöhnungsbedürftig, Hinweisschilder, Entfernungsangaben äußerst mangelhaft! Wer es in Gemeinschaft mag, kann sich den Überlandbussen anvertrauen, die mehrmals täglich aus Baku in alle Landesteile abfahren oder auch einen Zug nehmen (Achtung: wer über die Grenze nach Georgien oder aus Nachitschewan nach Iran will, muss lange Wartezeiten einplanen! Eine Karte mit regionalen Zugverbindungen findet sich hier, der Fahrplan der Staatsbahn als Orientierungshilfe hier, allerdings müssen Zeiten jeweils vor Ort abgefragt werden, ebenso sind Fahrkarten direkt am Bahnhof zu erwerben!)

Für diejenigen, die es eilig haben: es gibt wieder inneraserbaidschanische Fluglinien. Allerdings hat die Versorgung Nachitschewans absoluten Vorrang, so dass man nie ganz sicher sein kann, ob der Flug tatsächlich stattfindet. Also vergewissern! Oder: inzwischen gibt es auch Privatjets, anmieten ist mit dem nötigen „Kleingeld“ möglich.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum, das vor Antritt der Reise bei der Aserbaischanischen Botschaft in Berlin (Hubertusallee 43, 14193 Berlin) oder einer anderen aserbaidschanischen Auslandsvertretung beantragt werden muss.

Informationen zur Visabeantragung und Visaanträge können auf den websites der Aserbaidschanischen Botschaften oder des Außenministeriums Aserbaidschans abgerufen werden. Hier finden Sie auch einen Überblick über die Unterlagen, welche bei einer Visabeantragung eingereicht werden müssen. Bisher ist eine Visabeschaffung auf dem Flughafen in Baku möglich. Da das Verfahren eingestellt werden soll, ist eine Nachfrage bei der Konsularabteilung der Botschaft ratsam.

Für den Flughafentransit am Flughafen Baku benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum.

Reisende, deren Pässe armenische Visa enthalten, müssen bei der Einreise nach Aserbaidschan mit längeren Wartezeiten rechnen.

Reisenden, deren Pässe Visa und/oder Einreisestempel der sog. „Republik Berg-Karabach” enthalten, wird kein Visum für die Einreise nach Aserbaidschan erteilt.

Hinweise für den Grenzübertritt nach Armenien, Georgien, Iran und Russland

Die Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan ist gesperrt.

Ein Grenzübertritt über Jalama nach Russland (Dagestan) ist für Ausländer, die nicht Angehörige eines der GUS-Staaten sind, nicht möglich.

Ein Grenzübertritt in den Iran (über den Grenzübergang Astara) ist für Touristen mit gültigem aserbaidschanischen und iranischen Visa möglich.

Die Einreise aus Georgien auf dem Landweg ist mit einem aserbaidschanischen Visum ebenfalls möglich. Dieses kann in Notfällen auch bei der aserbaidschanischen Botschaft in Tbilisi beantragt werden.

Wasser

Leitungswasser ist nicht überall und zu allen Zeiten verfügbar. Große Hotels haben inzwischen Notversorgungseinrichtung. Auf keinen Fall Leitungswasser trinken! Quellwasser in PET-Flaschen gibt es an allen Verkaufsständen. Grundsätzlich sollte bei der Anmietung einer Wohnung geklärt werden, ob sie über eine sichere Strom- und Wasserversorgung (beachte auch Wasserdruck für Waschmaschinen) verfügt.

Zoll

Aktuelle Zollinformationen sind erhältlich beim Staatlichen Zollkomitee. IATA hat Zollinformationen für den Luftverkehr ins Netz gestellt, für deren Aktualität jedoch nicht garantiert werden kann. Beschränkungen gibt es bezüglich Alkohol, Zigaretten und Kaviar. Wer mit dem Flieger im EU-Raum umsteigt und vielleicht noch Flüssigkeiten über 100 ml im Duty Free erwirbt, muss damit rechnen, dass ihm diese abgenommen werden, da die Versiegelung nicht anerkannt wird.

Für die Ausfuhr kulturhistorisch wertvoller Objekte ist eine Bescheinigung des Ministeriums für Kultur und Tourismus nötig.

Gute Reise Helenendorf Göy Göl
Gute Reise Helenendorf Göy Göl &copy Eva-Maria Auch

Das Länderinformationsportal

Das Länderinformationsportal
Das Länderinformationsportal

Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2015 aktualisiert.

Alltagsimpressionen

© K. Vohrer
© Auch
© Auch
© Auch

Wichtige Kontaktdaten

Notfallruf der deutschen Botschaft in Baku: +994 (0) 50 2100761

Adresse der deutschen Botschaft in Baku:

Bürokomplex ISR Plaza

Nizami Str. 69

Baku-Az

Tel.: +994-12-4654100

Fax: +994-12-4654128

Fax der Visastelle: +994-12-4654125

Kontakt zur "Deutschenliste": deutschenliste@baku.diplo.de

 

Botschaft der Republik Aserbaidschan in Deutschland:

- Konsularabteilung -
Hubertusallee 43
14193 Berlin

Telefon: +49 (30) 206 480 63
Fax: +49 (30) 219 161 52
E-mail: z_fataliyev@mfa.gov.az

Honorarkonsulat Stuttgart

Kriegsbergstr. 32
70174 Stuttgart – Germany

Tel  +49 (0)711 128-48519
Fax +49 (0)711 128-48300
honorarkonsulat@stuttgart-aserbaidschan.de

Visastelle


Aserbaidschanischer Migrationsdienst:

Address:
202 Binagadi Highway,
3123 Block, Binagadi district,
Baku city, Azerbaijan Republic,
AZ1114.

Tel: 
(+994 12) 562 56 23
       (+994 12) 562 57 73
       (+994 12) 562 57 74
       (+994 12) 562 57 90
       (+994 12) 562 57 93
       (+994 12) 562 46 82

Fax: (+994 12) 498 01 50
E-mail: info@migration.gov.az

Mailadresse des Staatlichen Migrationsdienstes zur elektronischen Registrierung: qeydiyyat@migration.gov.az

Telefon: 919 (Hotline, vom Mobiltelefon: 012 919); 012 598 09 76 (Info)

Öffnungszeiten: Mo.- Fr. von 09:00 - 18:00 Uhr; Pause 13:00 -14:00 Uhr

 

SOS-Klinik

International SOS, Yusif Safarov St 1, Khatai District, Baku, AZ 1014 Tel.: 493 73 54, Mobil: 050 – 212 69 21.

                         

Trainingsangebote der Akademie

Die Akademie der GIZ ist der führende Weiterbildungsanbieter für die internationale Kompetenzentwicklung. Wir stehen für innovative, wirksame und nachhaltige Lösungen.

> Angebote aus dem Weiterbildungskatalog

Gerne konzipieren wir für Sie maßgeschneiderte Trainingskurse, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen orientieren.

> Wir freuen uns über Ihre Anfragen!

Kontakt

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Kommentare zu diesem Länderbeitrag oder zum LIPortal insgesamt. Richten Sie Ihre Anfrage an:

Thorsten Hölzer
(Akademie für Internationale Zusammenarbeit)

+49 (0)2224 926 - 144

Zum Kontaktformular