Straßenszene aus Santiago; (c) Carlos yo; Bild lizenzfrei GNU Free Documentation License und CC Attribution-Share Alike 4.0 International
Währung
chilenischer Peso
Wechselkurs
727 ChP pro € (03/2018)
Zeitzone
Bezeichnung
Landesvorwahl (Telefon)
+56
Klima (für Hauptstadt)
gemäßigt warm
Internationaler Flughafen (IATA)
SCL (Santiago/Chile)

Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen

Für die Einreise nach Chile benötigen deutsche Staatsbürger einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, wenn der Aufenthalt nicht länger als 90 Tage dauert. Eine einmalige Verlängerung dieses Touristenvisums ist gegen eine Gebühr von 100,- US-Dollar beim „Departamento de Extranjería“ (Santiago, Calle San Antonio 580 oder Calle Fanor Velasco 56, Tel. 600 626 4222) bzw. in anderen Regionen bei der jeweiligen „Gobernación Provincial“ möglich. Alternativ ist zu überlegen, ob man nicht einen Kurzausflug ins benachbarte Ausland macht und anschließend mit einem neuen Touristenvisum einreist (z.B. von Santiago aus ins argentinische Mendoza, ca. 6 bis 7 Stunden Fahrtzeit durch eine sehenswerte und atemberaubende Landschaft). Eine direkte Wiedereinreise ist nur einmal möglich. Es lohnt sich nachzufragen, wie lange man sich für eine weitere Verlängerung im Nachbarland aufhalten muss.

Für längere Aufenthalte ist ein Visum erforderlich. Es ist sinnvoll, sich rechtzeitig bei der chilenischen Botschaft bzw. den Konsulaten  über die gültigen Einreise- und Visabestimmungen zu informieren und das Visum  rechtzeitig zu beantragen.

Ständig aktualisierte Hinweise zu den Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen finden sich auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Wohnen und Versorgung

Typische chilenische
Typische chilenische "Feria", © Fotograph: Jorge Valdés R. Jorval, (Bild lizenzfrei unter upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/49/Feria_libre.jpg)

In Chile gibt es alle Waren problemlos zu kaufen. Für Lebensmittel und Alltagsgüter stehen in den Städten große Supermärkte in ausreichender Zahl zur Verfügung. Daneben gibt es zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte und Märkte. Obst und Gemüse kann auf den teilweise mehrfach wöchtentlich stattfindenen "Ferias", den Stadtteilmärkten, gekauft werden. Auch spezielle Güter sind in den größeren Städten ohne Probleme erhältlich.

Wohnraum steht in der Regel ohne Probleme zur Verfügung. Wer bereits im Voraus eine Wohnung oder ein Haus suchen möchte, kann etwa auf den Service von ContactChile  zurückgreifen.

Geld und Geldtransfer

Chilenische Geldscheine © Lara Schreier
Chilenische Geldscheine © Lara Schreier

Die Landeswährung ist der chilenische Peso (Ch$). Zum Berechnen der Kurse stehen zahlreiche Online-Währungsrechner zur Verfügung. In den Supermärkten und größeren Geschäften kann problemlos mit den gängigen Kreditkarten oder mit Debit-Karten (mit dem „Maestro-“ bzw. „Cirrus“-Zeichen) bezahlt werden. Geldautomaten sind in den Städten und größeren Dörfern in ausreichender Zahl vorhanden. Die bequemste Art, Geld zu transferieren, ist es gegen eine geringe Gebühr mit einer Debit-Karte einen Betrag an einem der in den Städten problemlos zugänglichen Geldautomaten vom heimischen Konto abzuheben.

Wer jedoch länger in Chile lebt, wird womöglich ein Konto bei einer chilenischen Banken eröffnen wollen. Dies ist möglich, kann aber je nach Bank mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand verbunden sein.

Reisen und Verkehr in Chile

Es ist kein Problem, sich in Chile fortzubewegen. Für längere Strecken stehen die Inlandsflüge von LanChile, Sky Airline oder Aerovias DAP zur Verfügung.

Chile verfügt über ein hervorragend ausgebautes Netz an komfortablen Mittel- und Langstreckenbussen. Für Reisen mit dem Auto steht ein gut ausgebautes Netz an Autobahnen und Nationalstraßen zur Verfügung. Teilweise sind diese Autobahnen privatisiert und somit gebührenpflichtig.

In den Großstädten gibt es ein umfassendes Netz an Bussen. In Santiago steht außerdem die moderne Metro zur Verfügung, mit der man sich selbst in den Stoßzeiten zügig innerhalb der Stadt bewegen kann.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6b/NS_93,_Metro_de_Santiago.jpg
Metro Santiago, © Ariel Cruz Pizarro; CC BY-SA 2.0; upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6b/NS_93,_Metro_de_Santiago.jpg
Die "Micro", der typische Stadtbus in Santiago, © Schwittus,  GNU Free Documentation License, Version 1.2, CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Microb%C3%BAs_del_sistema_de_transporte_colectivo_de_Santiago_de_
Die "Micro", der typische Stadtbus in Santiago, © Schwittus, GNU Free Documentation License, Version 1.2, CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported; es.wikipedia.org/wiki/Micros_amarillas

Familien

Für Familien, die nach Chile ausreisen, sind die Deutschen Schulen eine wichtige Anlaufstelle. Derzeit gibt es insgesamt 22 deutsche Schulen in Chile. Daneben finden sich v.a. in Santiago eine Reihe guter nationaler wie internationaler Schulen.

Sowohl das Land, als auch die Städte bieten für Familien zahlreiche interessante Ausflugsziele für Tages- oder Wochenendexkursionen, wie auch für längere Urlaube.

Sicherheit in Chile

Chile ist im Grunde ein sicheres Zielland. Mit Ausnahme des Mapuche-Gebietes gibt es keine gewaltsamen Konflikte. Hinsichtlich schwerer Verbrechen zählt Chile mit zu den sichersten Ländern. Laut UN-Angaben ist die Mordrate die niedrigste Lateinamerikas: Pro 100.000 Einwohner gibt es 3,2 Morde. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 0,8 Morde/100.000 Einwohner, in den USA 4,7. Das traurige Ende der Tabelle bilden El Salvador und Honduras mit 41,2 bzw. 90,4 Morden/100.000 Einwohner. Bei den Raubüberfällen/100.00 Einwohner hingegen liegt Chile mit 491,2 zwischen Ecuador und Nicaragua. Für Deutschland nennt die UN-Studie einen Wert von 58,5 Raubüberfälle/100.000 Einwohner.

Die Kriminalität selbst liegt in Santiago unterhalb des Niveaus vergleichbarer Großstädte Lateinamerikas. Dennoch ist es wichtig, allgemeine Sicherheitsvorschriften zu beachten (keine Wertgegenstände und teuren Schmuck offen tragen, keine Wertgegenstände im Auto liegen lassen, nachts nicht alleine zu Fuß in unsicheren Sektoren unterwegs sein etc.). Ein großer Vorteil Chiles gegenüber anderen lateinamerikanischen Ländern ist, dass die Polizei hier vergleichsweise zuverlässig und professionell agiert. Korruption ist im Vergleich zu anderen Staaten des Kontinents weit weniger ausgeprägt.

Aktuelle Reiseinformationen bieten die Seite des Auswärtigen Amtes, des chilenischen Außenministeriums sowie dies britischen Foreign Office.

Gesundheit

In gesundheitlicher Hinsicht ist Chile unbedenklich. In den vergangenen Jahren gab es vereinzelte Hinweise  auf Infektionskrankheiten, die aber v.a. in abgelegenen Regionen des Landes auftraten. Dennoch ist es vor der Ausreise sinnvoll, die aktuellen reisemedizinischen Hinweise zu beachten.

Im Krankheitsfall ist in den Städten in der Regel eine gute medizinische Versorgung gewährleistet. In Santiago gibt es eine Vielzahl guter Krankenhäuser. Die „Clínica Alemana“ etwa ist ein Krankenhaus, das höchsten internationalen Standards genügt.

Telekommunikation und Internet

Die Versorgung mit Mobil- und Festnetztelefonen sowie mit Breitband-Internet stellt in Chile kein Problem dar. In vielen Städten und Touristenorten gibt es viele kostenlose WiFi-Hotspots. Es ist wesentlich einfacher und schneller, eine Mobil-Nummer zu erhalten als einen Festnetz-Anschluss.

Das Länderinformationsportal

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Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzen Mal im März 2018 aktualisiert.

Der Autor

Veit Straßner (geb. 1975) studierte in Mainz, Santiago/Chile und Kaiserslautern Politikwissenschaft, Soziologie und Erziehungswissenschaft (Dr. phil.), Philosophie und katholische Theologie (Lic. theol.) sowie Organisationsentwicklung (M.A.); Studien- und Forschungsaufenthalte in Chile, Argentinien, Uruguay und Peru.
Von 2003 bis 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz, seit 2008 im Schuldienst.

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