Maniok wird zum Verkauf angeboten, © Eva Biele
Geschätztes BIP
48,14 Mrd US-$ (2018)
Pro Kopf Einkommen (Kaufkraftparität)
3953 US-$ (2017)
Rang der menschlichen Entwicklung (HDI)
0,516 (Rang 165 von 189) (2018)
Anteil Armut (unter 2 $ pro Tag)
46,3 % (2015)
Einkommensverteilung (Gini-Koeffizient)
41,7 (2015) keine neueren Daten verfügbar
Wirtschaftlicher Transformationsindex (BTI)
Rang 80 von 129 (2018)

Wirtschaftslage

Die Côte d´Ivoire entwickelte sich nach der Unabhängigkeit auf der Grundlage einer exportorientierten Wirtschaftspolitik zum ökonomischen Wunder Westafrikas. Das Land wurde nach Südafrika und Nigeria die drittgrößte Wirtschaftsmacht südlich der Sahara. Die günstige naturräumliche Ausstattung des gesamten südlichen und zentralen Teils der Elfenbeinküste, aber auch die liberale Politik unter Houpouët-Boigny kann als Basis dieses ökonomischen Aufstiegs angesehen werden. Allerdings wurde das Wirtschaftswunder auch „erkauft“ mit billigen Arbeitskräften aus den ärmeren afrikanischen Nachbarstaaten und einer Ausbeutung der Natur, die bis heute zu immensen ökologischen Problemen führt.

Auch heute noch nimmt die Côte d´Ivoire in der Kakaoproduktion weltweit den ersten Rang ein, 40% der globalen Produktion stammt aus der Elfenbeinküste. Der Kakao wurde unter dem ersten Präsidenten überwiegend in kleinbäuerlicher Landwirtschaft angebaut. Diese Agrarexportstrategie führte zur Schaffung einer zentralen Kakaovermarktung (CAISTAB), die erst unter dem Regime Bédié Ende der 90er Jahre aufgelöst wurde. Weitere wichtige Exportgüter sind bis heute Kaffee, Erdöl, Edelhölzer, Hevea (Kautschuk), Baumwolle und Bananen. Beim Kaffee liegt die Elfenbeinküste auf dem siebten Platz der weltweiten Produktion. Neben Kakao und Kaffee ist auch Holz als Exportprodukt bedeutend.

Heute versucht man, die ökologischen Nachteile durch Abholzung von Naturwaldflächen durch die Förderung der Plantagenproduktion abzumildern. Die Erdölförderung ist stark ausgebaut worden und soll so zum zweiten Standbein der Wirtschaft neben dem immer noch bedeutenden Kakaoanbau werden.

Über 50 Prozent der Einwohner leben von der Landwirtschaft. Ausländische, vor allem französische Firmen haben in den vergangenen 30 Jahren wichtige Positionen in den Hauptwirtschaftszweigen ausbauen können. Der agroindustrielle Sektor hat neben der Subsistenzwirtschaft Bedeutung. Durch den dynamischen Wirtschaftsaufschwung und die regionale Bedeutung in Westafrika bis 1999 galt die Côte d´Ivoire als Musterbeispiel für die Entwicklung eines subsaharischen Entwicklungslandes zu einem potenziellen Schwellenland. Die politischen Krisen 2002 und 2010/2011 haben auch die Wirtschaft der Côte d´Ivoire schwer getroffen und die ökonomische und soziale Infrastruktur geschwächt. 2002 blieben ausländische Direktinvestitionen weitgehend aus, der Mittelzuflusss bi- und multilateraler Geber wurde ausgesetzt. Dazu kamen die damals weltweiten Schwankungen der Kaffee- und Kakaopreise, die zu starken Einbußen der monostrukturellen Exportlandwirtschaft des Landes geführt haben. Außerdem wurde mit dem Putsch von 1999 auch eine kleine politische Elite von der Macht entfernt, die seit der Unabhängigkeit die Geschicke des Landes in den Händen gehalten hatte. Der neuen Regierung fehlten die praktischen Erfahrungen im Management komplexer wirtschaftlicher und politscher Entscheidungen, so dass die Wirtschaft einbrach. Aber insgesamt wurde die Wirtschaft nicht so gravierend tangiert wie befürchtet.

Heute erholt sich die Wirtschaft der Elfenbeinküste zusehends und man ist optimistisch, in den nächsten Jahren wieder hohe Wachstumsraten zu erzielen. Wachstumsimpulse sind dabei, neben der weiterhin bedeutenden Landwirtschaft, die steigende Förderung von Erdöl und der Ausbau der Industrie. Während die Wirtschaftsleistung des Landes 2011 noch schrumpfte, pendelt sie seit 2013 um die 8% bis 9% (2016: 8,0%). Das Land konnte in den letzten zwei Jahren wieder mehr nationale sowie internationale Investoren gewinnen. Die Inflationsrate ist niedrig (2015:1,2%, 2016: 1,0%, 2017 um die 1,6%) und die offizielle Arbeitslosenquote lag 2014 bei 4%. Obwohl französische Unternehmen wirtschaftlich bevorzugt werden, bemüht sich die Regierung um die Festigung einer marktwirtschaftlichen Wettbewerbsordung und die Stärkung des Privatsektors. Die Côte d´Ivoire ist heute wieder die dynamischste Volkswirtschaft Westafrikas.

Neben dem naturräumlichen Reichtum und Erdöl hat die Côte d´Ivoire zahlreiche weitere Bodenschätze wie Gold, Eisenerz, Mangan und Diamanten aufzuweisen. Der Abbau ist jedoch aufgrund fehlender Investitionen und mangelnder technischer Ausstattung niedrig; Schmuggel und finanzielle Unterstützung von Rebellen durch Diamanten ("Blutdiamanten") und Gold ist anzunehmen. Die Industrie ist im Vergleich zu den afrikanischen Nachbarstaaten sehr gut entwickelt. Ihr Beitrag zum BIP ist mit ca. 23% zwar nur niedrig, trotzdem gehört die ivorische Industrie zu der am besten diversifizierten Westafrikas. Die Nahrungsmittelindustrie im Wertschöpfungsbereich der Agroindustrie und der agraren Rohstoffe ist dominant, daneben sind jedoch auch Textilfirmen, Baustoff- und Düngemittelfabriken im Land aktiv. Die Erdölraffinerien nehmen seit den 1980er Jahren an Bedeutung zu. Der Hafen von Abidjan ist ein bedeutender Umschlagplatz für globale Importgüter, die nicht nur für die Côte d´Ivoire, sondern auch für die afrikanischen Nachbarstaaten des Nordens wichtig sind. Die moderne Infrastruktur ist in der Elfenbeinküste gut ausgebaut. Internet - und Stromversorgung sind gut. Aufgrund der historischen Entwicklung sind Frankreich, weitere EU-Staaten und die USA die wichtigsten Handelspartner.

Wirtschaftssektoren

Die Landwirtschaft

Als zentraler Faktor und Grundlage der Wirtschaftsentwicklung für die Côte d´Ivoire ist die Landwirtschaft von herausragender Bedeutung für die Zukunft des Landes. In den Jahren nach der Unabhängigkeit war die globale Nachfrage nach Kakao und Kaffee und die damit erreichten Importerlöse im globalen Handel die Basis für das ivorische Wirtschaftswunder. 40% der kultivierbaren Fläche des Landes werden landwirtschaftlich genutzt, die Landwirtschaft trägt jedoch heute nur mit 22% zum Bruttoinlandsprodukt bei, nach der Unabhängigkeit war es noch fast doppelt so viel (47%). Trotzdem werden auch heute noch über 50% der nationalen Exporterlöse durch landwirtschaftliche Produkte erzielt, allem voran durch Kakao. Zwei Drittel der Bevölkerung ist heute unmittelbar von der landwirtschaftlichen Produktion abhängig. 20% der Erwerbstätigen sind in der Kakaoproduktion tätig. Die Kakaoproduktion wächst stetig und hatte und hat durch ihre hohe Finanzkraft auch starken politischen Einfluss. Durch Kakao-Exporteinnahmen konnten z.B. verschiedene Rebellengruppen ihre Aktivitäten finanzieren und sich als Konfliktparteien konstituieren.

Doch die Landwirtschaft als ökonomisches Standbein ist Gefahren ausgesetzt:

  • Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen - hauptsächlich die Vernichtung der Primärwälder - führt zu ökologischen Problemen, die die landwirtschaftlichen Erlöse in Zukunft mindern könnten. Dazu trägt auch der Export von Holz bei, der in der Côte d´Ivoire zu den wichtigsten Ausfuhrgütern zählt.
  • Die ethnischen Konflikte sowie die bodenrechtlichen Probleme gefährden eine langfristige Planung agrarwirtschaftlicher Aktivitäten.
  • Landarbeiter wurden jahrelang auf Kosten der landwirtschaftlichen Produktion von Cash Crops ausgebeutet, was zu Konflikten führte, die auch die Politik beeinflussten.
  • Infolge der benötigten hohen Arbeitsintensität in der exportorientierten Landwirtschaft kamen mit den ersten Handelsspitzen viele Arbeitsmigranten aus den afrikanischen Nachbarstaaten ins Land, sodass die Côte d´Ivoire heute als einwanderungsreichster Staat in Westafrika gilt. Das blieb gesellschaftlich und politisch nicht ohne Folge, wobei Konflikte durch "Rassengesetze" wie das Gesetz der "Ivorité" noch geschürt wurden.
  • Bis heute werden Kinder als Arbeiter auf den Kakao- und Kaffeeplantagen eingesetzt. Die Produktion sollte in Zukunft international auf diese unmenschliche Praxis in der Landwirtschaft verzichten.
  • Monostrukturelle Pflanzungen sind anfällig für Schädlinge und Krankheiten, was den Einsatz von Pestiziden notwendig macht. Chemische Mittel sind jedoch für vielfältige Krankheiten verantwortlich und belasten Böden und Grundwasser.
  • Die kaum diversifizierte Landwirtschaft der Côte d´Ivoire, mit den Hauptprodukten Kakao, Kaffee und Palmöl, fördert die Abhängigkeit von globalen Weltmarktpreissystemen und deren Direktiven, so dass eine ökonomische Abfederung bei Preisschwankungen kaum möglich ist. Gleichzeitig fehlt zum Großteil die Verarbeitung der agraren Rohstoffe im Land selbst, was die Wertschöpfung extrem senkt und damit das Land zu verstärkter Produktion zwingt, um gewinnbringende Exporte zu erwirtschaften. 

Neben der exportorientierten Landwirtschaft mit riesigen Produktionsflächen ist die Subsistenzwirtschaft und kleinbäuerliche Landwirtschaft für eine Vielzahl von Ivorern der einzige Lebensunterhalt. 90% der Familien haben eine Fläche von weniger als 10 ha zur Verfügung, die durchschnittliche Hektargröße pro Familie liegt unter 5 ha. Agroindustrielle Betriebe haben sich außerdem dort angesiedelt, wo kleinbäuerliche Anbauflächen die erforderlichen Produkte liefern. Das sind häufig durch öffentliche Entwicklungsfirmen unterstützte Betriebe. Ein neuer, ehrgeiziger Plan sieht die Errichtung agroindustrieller Zonen vor. Die erste Teilzone in der Region um Yamoussoukro wurde Anfang 2017 finanziell bewilligt.

In den südlichen und zentralen Regionen der Côte d´Ivoire ist Regenfeldbau, d.h. Landwirtschaft ohne Bewässerung möglich, wohingegen im Norden nur mithilfe von kostenintensiven Bewässerungstechniken landwirtschaftlich intensiv produziert werden kann. Die armen Landwirte können sich teure Bewässerung und Düngemittel nicht leisten und leben daher überdurchschnittlich häufig unter der Armutsgrenze. Nur 2% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche werden bewässert. Die Anbaukulturen der kleinbäuerlichen Bevölkerung konzentriert sich auf Yams, Bananen, Hirse, Süßkartoffeln und Mais. Der Reisanbau nimmt eine besondere Rolle für die Ernährungssicherung ein. Da Reis ein bedeutender Teil der täglichen Ernährung für einen großen Teil der Bevölkerung ist, versucht man seit einigen Jahren, verstärkt Reis anzubauen, um dadurch von Importreis unabhängiger zu werden. Denn die Preise für den hauptsächlich aus Asien importierten Reis sind hoch und zwingen das Land in das Dilemma, viel Geld für die Ernährungssicherung der eigenen Bevölkerung auszugeben, die ihrerseits für den landwirtschaftlichen Export arbeitet. Gemüse wird zwar angebaut, doch übersteigt die Nachfrage die Produktion, so dass z.B. Zwiebeln aus dem Niger und aus Holland importiert werden.

Exportiert werden auch Kola-Nüsse und Karité, Mandeln und Cashewnüsse, allerdings nur in kleinen Mengen. Die meisten kleinen Familienbetriebe sind gemischte Betriebe, d.h. die Familien haben neben dem Ackerbau auch Vieh, meist Ziegen oder Kühe. Im Norden des Landes haben die Menschen häufig mit qualitativer und quantitativer Mangelernährung (Fehlernährung und Unterernährung) zu kämpfen.

Die Kakaofrucht, © Abobo Lassina
Die Kakaofrucht, © Abobo Lassina
Palmöl und Piments (Chili), © David Ohana
Palmöl und Piments (Chili), © David Ohana
Erdnüsse auf einem Markt in Korhogo, © Eva Biele
Erdnüsse auf einem Markt in Korhogo, © Eva Biele
Mangobaum, © Eva Biele
Mangobaum, © Eva Biele

Die Industrie

Ein Arbeiter prüft die Qualität von Baumwolle, © Abobo Lassina
Ein Arbeiter prüft die Qualität von Baumwolle, © Abobo Lassina

Die industrielle Entwicklung  der Côte d´Ivoire ist im Vergleich zu vielen westafrikanischen Nachbarstaaten weit fortgeschritten. Sie wird von kleinen und mittleren Unternehmen dominiert, aber auch große internationale Firmen sind vertreten. Die industrielle Aktivität trägt mit ca. 25% zum BIP des Landes bei. Die Côte d´Ivoire ist ein wichtiges Mitglied der WAEMU (= West African Economic and Monetary Union, frz. = UEMOA). Dieser regionale Zusammenschluss setzt makroökonomische Standards durch und vereinfacht damit die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Staaten in Westafrika. Das Finanzsystem und damit die Geldpolitik der Elfenbeinküste läuft über die WAEMU ab. Das Land hat daher keine eigene Zentralbank, sondern wird über die BCEAO (= Banque Centrale des États de l´Afrique de l´Est) in seinen Finanzen verwaltet.

Als Industrien sind in der Côte d´Ivoire meist Fabriken der Weiterverarbeitung von Früchten, Reis, Kaffee und Kakao sowie Zucker- und Fischfabriken zu nennen. Auch die Geflügelzucht ist bedeutend. Verstärkt investiert wird seit neuestem auch im Biersektor. Etwa 700 Unternehmen gehören diesen Agroindustrien an und beschäftigen zur Zeit ca. 30.000 Arbeitnehmer. Hier werden die landwirtschaftlichen Rohstoffe zu einem Teil veredelt, bevor sie das Land verlassen. Der bekannteste nahrungsmittelverarbeitende Konzern in der Côte d´Ivoire ist wohl Nestlé. Finanzielle Schwierigkeiten und der Vorwurf, auf seinen Kakaoplantagen Kinderarbeit zuzulassen, haben den Konzern in Bedrängnis gebracht. Die Reportage "Schmutzige Schokolade" hat weltweites Aufsehen erregt. Es wird hier aufgezeigt, wie Kinder als Sklaven auf den Kakaoplantagen der Côte d´Ivoire arbeiten müssen. Daraufhin hat Nestlé einen "Kakaoplan" ins Leben gerufen, der allen Kakaobauern faire Gehälter bieten soll und Kinderarbeit verbietet. Auch der Weltmarktführer im Kakaogeschäft Barry Callebaut (Sarotti, Alpia) produziert in zwei Fabriken in San Pedro und in Abidjan Kakaomasse. Verstärkt arbeitet die Regierung neuerdings daran, die Produktion von Schokolade voranzutreiben. Die Kontrolle bzw. Regulation der Kaffee- und Kakaoexporte der Côte d´Ivoire wird von der Organisation FRC (Fonds de régulation et de contrôle café-cacao) übernommen. Doch auch 2017 verschwindet die Kakaokonzerne nicht aus der Öffentlichkeit, denn auch große Flächen an Wald werden für den Kakaoanbau abgeholzt, Wald, der unwiederbringlich verloren ist.  

Neben einer teilweise industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte sind Erdölraffinerien in den letzten Jahren bedeutender geworden. Die Elfenbeinküste verarbeitet zur Zeit etwa 70.000 Barrel Rohöl pro Tag, mit steigender Tendenz. In den letzten Jahren ist auch die Automobilindustrie zu einem bedeutenden Industriezweig geworden, obwohl der Import von Gebrauchtfahrzeugen noch überwiegt. Produktionsdiversifizierung und Verarbeitungstiefe sind in der Industrie jedoch trotz relativ guter Infrastruktur nur schwach ausgebildet. Energie wird aufgrund der stärker ausgebauten Elektrifizierung der Industrien zu einem limitierenden Faktor, wenn die Stromversorgung nicht gedeckt werden kann. Die Regierung reagiert mit dem Bau neuer Kraftwerke - allerdings auf Kohlebasis.

Video: Schmutzige Schokolade, Teil 1 einer weltweit beachteten Reportage (Deutsch, ca. 44 Minuten)

Stofffabrik in Bouaké, © Issaak Touboui-Kento
Stofffabrik in Bouaké, © Issaak Touboui-Kento
Unilever in Abidjan, © Abdahllahh (CC BY 2.0)
Unilever in Abidjan, © Abdahllahh (CC BY 2.0)

Der Dienstleistungssektor

Stoffverkäuferin auf dem Markt von Abidjan, © Isaak Bayoko
Stoffverkäuferin auf dem Markt von Abidjan, © Isaak Bayoko

Wie in vielen afrikanischen Staaten ist der tertiäre Sektor von wachsender Bedeutung für den Staatshaushalt. Wachstumssektoren des tertiären Sektors sind die Kommunikationstechnologien, die Informationstechnologie, der Tourismus und der Handel mit Erdöl. Der Tourismus als einem immer bedeutender werdenden Wirtschaftsbereich hat auch zahlreiche Arbeitsplätze in der Gastronomie und Hotellerie zu bieten. Die grandiose landschaftliche Vielfalt der Côte d´Ivoire lockt immer mehr Besucher in das Land. An der Küste kann man sich beim Strandurlaub entspannen, im Westen die Regenwälder besuchen, der Norden bietet Savanne und geschichtliche und künstlerische Begegnungen. Das hat auch die ivorische Regierung erkannt und fördert die Tourismusbranche stark. Besorgniserregend ist jedoch die Entwicklung der Tourismuszahlen an der Küste, wo im März 2016 ein Terroranschlag mehrere Todesopfer forderte. Erfolgversprechende neue Beschäftigungsmöglichkeiten bieten dagegen Initiativen im Ökotourismus, im Bereich von Kunst und Kultur und im wachsenden Transportaufkommen in der Elfenbeinküste. Für die Menschen ist der informelle Sektor in der Côte d´Ivoire wesentlich, denn hier entstehen neue Jobs, hier überleben Menschen. Denn meist sind es Schulabbrecher oder Analphabeten, die sich in diesem Wirtschaftssegment ihren Lebensunterhalt verdienen. Der hohe Anteil des informellen Sektors, der dem Land kaum Steuern bringt, ist für die Regierung jedoch problematisch. Die Regierung der Elfenbeinküste unternimmt daher finanzielle Anstrengungen, v.a. jungen Menschen des informellen Sektors Bildung und Ausbildungschancen zu bieten, um sie in einen geregelten Arbeitsalltag zu überführen. Außerdem werden in letzter Zeit von Regierungsseite kleine und mittlere Unternehmen (PME) stark gefördert.

Die Verpackung und Verladung von Kaffee im Hafen von Abidjan, © Abobo Lassina
Die Verpackung und Verladung von Kaffee im Hafen von Abidjan, © Abobo Lassina

Wirtschaftsstatistiken und Analysen

Die AEO (African Economic Outlook) bietet einen guten Überblick über die ivorische Wirtschaft, ebenso verschiedene Artikel und Berichte der Weltbank. Hier wird auch über Anstrengungen im Investitionsbereich, Aktivitäten im Infrastrukturbereich und genderorientierte Projekte informiert. Die UN liefert aktuelle Wirtschaftsdaten zur Côte d´Ivoire. Verschiedene kleinere Seiten liefern Daten zu Handelsaktivitäten und zum GDP der Côte d´Ivoire bzw. zu den jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen. Analysen zur Wirtschaftsentwicklung versuchen, die aktuelle Effizienz der Wirtschaft der Elfenbeinküste zu berechnen, zeigen aber auch Schwachstellen und Probleme bzw. Risiken der politischen Einflussnahme auf die ökonomischen Strukturen der Côte d´Ivoire auf. 

Wirtschaftspolitik

Nach den soziopolitischen Krisen von 2002 und 2010, durch die die Côte d´Ivoire empfindlich an Wirtschaftskraft verloren hatte, befindet sich das Land momentan durch politische Stabilität wieder auf dem Weg der ökonomischen Erholung. Eine der Prioritäten der jetzigen Regierung liegt in der Förderung der Wirtschaft durch Vergünstigungen für Investoren in den Bereichen Agrobusiness, PPP (Public Private Partnerships), Ausbau kleiner und mittlerer Betriebe und erneuerbarer Energien. Bankenwesen und Versicherungen können wieder wachsen. Die Perspektiven für die Côte d´Ivoire, wieder zum Wirtschaftsmotor Westafrikas zu werden, sind gut. 

Das ivorische Institut für Wirtschaft und Soziales CIRES (Centre Ivorien de Récherches Economiques et Sociales) forscht u.a. momentan mit dem Programm CAPEC (= Cellule d´Analyse de Politique Enonomique du CIRES) in den Bereichen Humankapital, Arbeitsmarktpotenzial von öffentlichen Einrichtungen oder mittel- und langfristigen Planungen im Entwicklungsbereich und versucht Möglichkeiten und Kapazitäten einer an die Bedürfnisse des Marktes angepassten makroökonomischen Politik zu identifizieren. In diesem Bereich entstehen auch partnerschaftliche regionale Bündnisse z.B. mit Benin (CEFRED = Centre d´Etude, de Formatin et de Recherche en Développement) oder mit dem Senegal (CRES = Consortium pour la Recherche Économique et Sociale). Zwischen Ouagadougou in Burkina Faso und Abidjan soll die Eisenbahnlinie rehabilitiert werden.

Vom wirtschaftlichen Aufschwung der Côte d´Ivoire profitieren auch die afrikanischen Nachbarstaaten sowie ganz Westafrika. Es investieren wieder mehr Firmen in der Elfenbeinküste. Auch deutsche Firmen und Intitutionen sind darunter. Das Land steht wieder an 3. Stelle in Westafrika, hinter Benin und Senegal. Der von der Weltbank erstellte Wirtschaftsbericht "Doing Business" bestätigt die Entwicklung. Auch der durch die HIPC Initiative (Heavily Indepted Poor Countries) veranlasste Schuldenerlass 2012 von über 4 Milliarden US-Dollar hat zur Entspannung der wirtschaftlichen Lage beigetragen. Doch das Land muss neben der Förderung von Infrastruktur langfristige Wachstumsnischen finden, damit die Wirtschaft auch in Zukunft stabil bleibt. Dazu gehören Investitionen in das Humankapital und weniger der Ausbau der rohstofforientierten Nahrungsmittelindustrie, da hier nur wenige Arbeitsplätze geschaffen werden können. Gleichzeitig müssen Belastungen der Bevölkerung eingedämmt werden, da die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu einer sinkenden Kaufkraft führen, so dass sich auch die Wirtschaftsdynamik wieder verschlechtern könnte. Außerdem bleibt auch die hohe Arbeitslosigkeit - hier ist die Jugend besonders betroffen - in der Elfenbeinküste ein Problem. 

Regionaler und globaler Handel

Im Gegensatz zu vielen anderen afrikanischen Ländern hatte die Côte d´Ivoire bis zu den politischen Krisen, dank der hohen Kaffee- und Kakaoexporte, immer eine positive Handelsbilanz. Kakao, Kakaopaste und Kakaobutter sind die wichtigsten Exportprodukte, daneben ist Rohöl, Kokosnüsse, Bananen und Kautschuk zu nennen. Kaffeeexporte sind jedoch geringer geworden. Einen guten Überblick über den Handel der Côte d´Ivoire findet man hier.

Die wichtigste Exportregion ist die EU (40%), hier sind vor allem die Niederlande (12%), Deutschland (7,5%) und Frankreich (6%) zu nennen. Daneben wird hauptsächlich in die anderen UEMOA-Staaten (12,5%), die USA (12%) und asiatische Länder (4%) exportiert. Importiert wird hauptsächlich aus der EU (22%), aus Nigeria (23%), aus Asien (17%), aus den USA (3%), aber nur wenig aus den anderen UEMOA-Staaten (1%).

Zu den Importgütern zählen auch Rohöl und Erdölprodukte, beides Güter, die die Côte d´Ivoire ebenfalls exportiert. Verständlicherweise möchte die Côte d´Ivoire die Erdölweiterverarbeitung verbessern bzw. infrastrukurelle Maßnahmen ergreifen, um sie auszubauen. Mit der EU hat die Côte d´Ivoire 2008 ein Handelsabkommen (APE = Accord de partenariat économique) zur Verbesserung und Erleichterung des gegenseitigen Handels abgeschlossen. Die Côte d´Ivoire ist außerdem Mitglied in verschiedenen multilateralen Organisationen wie der WTO, der Weltbank, dem IMF oder der Afrikanischen Entwicklungsbank, deren Hauptsitz sich in Abidjan befindet. Regional möchte die Côte d´Ivoire, die neben Nigeria, Ghana und Senegal zu den wirtschaftlich stärksten Staaten Westafrikas zählt, ihre Handelsbeziehungen ausbauen. Der Diamantenhandel ist von prekärer Bedeutung für das Land. Die sogenannten Blutdiamanten, v.a. aus Liberia und Sierra Leone, wurden auch in die Côte d´Ivoire geschmuggelt. Eigene im Land geförderte Diamanten standen nach 2002 im Verdacht, die Rebellenaktivitäten im Norden der Elfenbeinküste zu unterstützen. Bereits 2002 fand der sogenannte Kimberley-Prozess statt, der durch das Einführen von eindeutigen Zertifikaten für Rohdiamanten garantieren sollte, dass keine Edelsteine aus zweifelhaften Quellen mehr auf den Weltmarkt gelangen und dass Rebellen nicht mehr mit den Erlösen Waffen kaufen. 2005 entschieden sich die Vereinten Nationen für ein Exportverbot für Diamanten aus der Côte d´Ivoire. 

Die Côte d´Ivoire zeichnet sich durch eine regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung aus. Während der Süden sich durch die Landwirtschaft zum ökonomischen Hauptgebiet entwickelte, blieben der Westen und der Norden stark hinter der wirtschaftlichen Ökonomisierung zurück. Diese regionalen Disparitäten versucht man heute auszugleichen. Integrativer Bestandteil des sogenannten ARSO (Autorité pour l´aménagement de la région du sud-ouest) ist der Ausbau des Hafens San Pedro. Auch der Luftverkehr wird weiter ausgebaut und gewinnt international an Bedeutung. Die ANADER (L´agence National d´Appui au Développement Rural) führt verstärkt landwirtschaftliche Projekte im Norden der Côte d´Ivoire durch.

Video über den Hafen in Abidjan (Deutsch, ca. 3 Minuten)

Maniokverkäuferin im ländlichen Raum - heute ähnlich wie noch vor 100 Jahren, © COCODEVI (CC BY-ND 2.0)
Maniokverkäuferin im ländlichen Raum - heute ähnlich wie noch vor 100 Jahren, © COCODEVI (CC BY-ND 2.0)
Trocknen von Kakaobohnen, © Tulane Public Relations (CC BY-NC-ND 2.0)
Trocknen von Kakaobohnen, © Tulane Public Relations (CC BY-NC-ND 2.0)

Entwicklung und Entwicklungspotenzial

Übersicht zu den staatlichen Leistungen der wichtigsten bilateralen Partner
Übersicht zu den staatlichen Leistungen der wichtigsten bilateralen Partner © OECD: Aid at a glance charts by recipient

Aufgrund der Tatsache, daß die Côte d´Ivoire vor den politischen Krisen, allem voran 2002, bereits zu den wirtschaftlich stärksten Staaten Westafrikas gehörte, scheint eine Entwicklung zu einem Schwellenland scheinbar leicht realisierbar. Viele Ivorer glauben, dass eine Rückkehr zur Wirtschaftspolitik Houphouët-Boignys genüge, um dem Land wieder zu dem ehemaligen Wirtschaftsstatus zu verhelfen. Doch die Zeiten und Entwicklungsbedingungen haben sich geändert: zwar ist eine starke Liberalisierung der Märkte im Land selbst möglich, doch verhindert beispielsweise der heutige starke globale Wettbewerb die ehemalige Positionierung im Weltgeschehen. Die starke Ausrichtung auf die Exportlandwirtschaft war nur durch die rücksichtslose Rodung der Primärwälder im Süden des Landes möglich; heute müssen die noch bestehenden Restwälder geschützt werden. Ouattara bemüht sich zwar außenpolitisch um Anerkennung und Unterstützung der Wirtschaftsdynamik, doch innenpolitisch kämpft er gegen die zahlreichen Anhänger des ehemaligen Präsidenten Gbagbo in den politischen Reihen, hat Probleme wie die Bevölkerungszunahme und deren Konsequenzen und besitzt wohl nicht wie Houphouët-Boigny das politische Talent, ethnische Spannungen mit diplomatischem Geschick zu begegnen und auszugleichen. Kritiker bemängeln außerdem, Ouattara habe nicht unbedingt den starken Willen und die Fähigkeit, tiefgreifende Reformen in der Wirtschaft und der Politikdynamik umzusetzen, die aber das Land dringend brauche.

Das zunehmende Wirtschaftswachstum der letzten Jahre (beispielsweise 9,8% 2012, 8,7% 2013, 9% 2014) hat den Armutsgrad nicht senken können, worüber viele Ivorer verstimmt sind. Die Côte d´Ivoire verharrt auf einem niedrigen HDI-Level (Rang 170 von 189). Die Gründe für diese "Persistenz der Armut" sucht man in der mangelnden Wertschöpfung im Land, in der Korruption und der schlechten Regierungsführung, in der Arbeitslosigkeit und der zunehmenden Saisonarbeit.

In der Entwicklungszusammenarbeit wird die Côte d´Ivoire von global agierenden Akteuren unterstützt, wie z.B. der Weltbank, des IWF, und der UN (UNDP) sowie von verschiedenen bilateralen Partnern wie Frankreich, Deutschland, der USA, der EU und Japan. Die Côte d´Ivoire ist Mitglied der CEDEAO, der Communauté Economique des Etats de l´Afrique de l´Ouest, die einen wichtigen wirtschaftlichen Zusammenschluss der westafrikanischen Staaten darstellt, aber außerdem auch für Frieden und Sicherheit der Mitgliedstaaten sorgen soll.

Die Millennium Development Goals (MDGs) sind nur zum Teil bis Ende 2015 erreicht worden. Dazu gehören  die HIV-AIDS-Bekämpfung und der Schutz der Umwelt in Ansätzen. Nicht erreicht worden sind wichtige Ziele wie die Reduzierung der Mütter- und Kindersterblichkeit, die Bereitstellung von flächendeckender Grundschulbildung und die Armuts- und Hungerreduzierung. Letztere wird zwar durch die Armutsbekämpfungsstrategien unterstützt, doch zu groß sind die negativen Voraussetzungen einer langfristigen Verbesserung der Lebensumstände hauptsächlich im Norden der Côte d´Ivoire. Hier muss noch viel getan werden, denn große Teile der ivorischen Bevölkerung hungern.

42% der Ivorer leben unter der Armutsgrenze, ein Wert, der seit 1993 kontinuierlich gestiegen statt gesunken ist. Viele Organisationen engagieren sich im Kampf gegen den Hunger und die Armut. Hier ist die ONG (Organisation Non Gouvernementale) ALCPI-CI (Actions et Lutte Contre la Pauvrété en Côte d´Ivoire) hervorzuheben. Auch international (AAHM, SPLAR, PNN oder UNICEF) gibt es viele Programme zur Behebung von Hunger und Armut, darunter das PAM (= Programme Alimentaire Mondial). Die Mangelernährungsrate bei Kindern ist trotz allen Anstrengungen jedoch gestiegen, und zwar von 14,7% im Jahr 1990 auf 26,7% im Jahr 2012.

Die Teilentschuldung durch die HIPC 2012 von insgesamt ca. 7 Milliarden Dollar hat dem Land sehr geholfen, wichtige Probleme anzugehen. Andererseits haben externe Finanzgeber durch die Entschuldungsinitiative die Möglichkeit, dem Land Reformen makroökonomischer Art aufzuzwingen, wo auch sozialkulturelle Missstände behoben werden müssten. Außerdem hat das Land immer noch mit den Folgen der politischen Krisen zu kämpfen; Korruption und Gewalt haben sich kaum verringert.

Innerhalb der PRSP, deren Oberziel die Armutbekämpfung insgesamt ist, wurde von Ouattara ein nationaler Entwicklungsplan für die "Herausragende Rolle der Côte d´Ivoire 2020 (= "Côte d´Ivoire émergente en 2020") entwickelt. Teilziele sind hier: eine in Frieden und Sicherheit lebende Bevölkerung in einem Rechtsstaat, die wirtschaftliche Entwicklung und die gerechte Verteilung von Wirtschaftsgütern, Zugang aller Bevölkerungsschichten - insbesondere der Frauen und Kinder - zu sozialen und gesundheitlichen Diensten, eine nachhaltige Schonung der natürlichen Ressourcen und die Wiedererstarkung der Côte d´Ivoire als regionaler und globaler Handelspartner. Dazu müssten alle ihren Beitrag leisten. Die Opposition, Wissenschaftler sowie internationale Beobachter glauben jedoch nicht an die Realisierung des Plans; zu viel Zeit und Gelder seien in den letzten Jahrzehnten verschwendet worden. Manche sprechen sogar von einem demagogischen Slogan.

Im landwirtschaftlichen Sektor ist die Côte d´Ivoire Mitglied der NEPAD (Initiative New Partnership for Africa´s Development) und nimmt hier mit verschiedenen Projekten am Programm PDDAA (= Programme détaillé de développement de l´agriculture en Afrique) teil. Die IDA-CI (= Innovation pour le Développement Agricole en Côte d´Ivoire) führt ebenfalls Projekte im Agrarbereich durch, um auch die kleinbäuerliche Landwirtschaft zu stärken. Der industrielle Bereich in der Côte d´Ivoire soll durch Privatisierungen und die Unterstützung der Exportwirtschaft gestärkt werden.

Die Côte d´Ivoire auf dem WCIT (World Congress on Information Technology) 2012 in Dubai, © ITU Pictures (CC BY 2.0)
Die Côte d´Ivoire auf dem WCIT (World Congress on Information Technology) 2012 in Dubai, © ITU Pictures (CC BY 2.0)

Entwicklungszusammenarbeit mit Deutschland

Die Entwicklungszusammenarbeit ist ein Schwerpunkt der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und der Côte d’Ivoire. Seit 1960 wurden dem Land insgesamt 569 Mio. EUR aus deutschen bilateralen Mitteln bereitgestellt, davon 401 Mio. EUR in Form der Finanziellen Zusammenarbeit und 168,6 Mio. EUR als Technische Zusammenarbeit. Die GIZ und ihre Vorgängerorganisationen unterstützen die Côte d´Ivoire seit 1975. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt die GIZ ein Programm zur ländlichen Wirtschaftsentwicklung und zum Erhalt der Biodiversität im Tai- und Comoé-Nationalpark bzw. seiner Umgebung durch. Ein weiteres Vorhaben fördert Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft, vor allem in der Landwirtschaft, wie z.B. die Förderung einer nachhaltigen Kakaowirtschaft, aber auch die Förderung von PPP-Partnerschaften der Côte d´Ivoire mit Ländern der Mano River Union. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes führt die GIZ zwei Vorhaben zur Reform des Justiz- und Polizeisektors durch. Für die EU und die Weltbank hat GIZ International Services (GIZ IS) ein umfangreiches Projekt für die Wiedereingliederung von Ex-Kombattanten umgesetzt. Auch die Förderung der Kommission der Kleinwaffenkontrolle in der Côte d´Ivoire wird durch ein weiteres Projekt unterstützt.

Darüber hinaus sind von deutscher Seite aus weitere Organisationen in der Côte d´Ivoire aktiv, z.B. politische Organisationen wie die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung oder die Konrad-Adenauer-Stiftung, die von ihrem Büro in Cotonou aus im Rahmen ihres Regionalprogramms "Politischer Dialog Westafrikas" mit der Côte d´Ivoire zusammenarbeitet. Daneben gibt es das in Abidjan angesiedelte Goethe-Institut, eine enge Zusammenarbeit mit dem DAAD und der KfW.

Deutschland trägt neben seiner bilateralen Unterstützung in erheblichem Umfang zur multilateralen Hilfe für die Côte d’Ivoire bei (im Rahmen des Europäischen Entwicklungsfonds (EEF), der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und des Systems der Vereinten Nationen).

Wissenschaftlich beteiligt sich Deutschland an dem BIOTA-Programm (Biodiversity Monitory Transcect Analysis), dem interdisziplinären Forschungsprojekt von BIOLOG (Biodiversity and Global Change), Abteilung West Africa

Das Länderinformationsportal

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Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Februar 2020 aktualisiert.

Die Autorin

Die Autorin Dr. Eva Biele hat in Geographie promoviert und war fast zehn Jahre lang in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und der Hochschullehre in Ost- (Rwanda, Burundi) und Westafrika (Elfenbeinküste, Benin) tätig. Ein intensiver wissenschaftlicher Austausch verbindet sie bis heute mit Dozenten der Universität Cocody in Abidjan und der Université Nationale du Bénin in Cotonou. Sie arbeitet heute für die GIZ, ist aber auch im schulischen Bereich und der Erwachsenenbildung tätig.

Trainingsangebote der Akademie

Die Akademie der GIZ gestaltet Lernangebote für die internationale Zusammenarbeit. Wir führen mehr als 2000 Fort- und Weiterbildungen durch und entwickeln innovative, wirksame und nachhaltige Lernkonzepte. Und das weltweit.

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