Ob Heinrich Rudolf Dieseldorff, der als erster Deutscher in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Guatemala auswanderte und dort die ersten Kaffeeplantagen begründete (1865), oder der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry der das Land schätzen lernte, viele wurden in dessen Bann gezogen.

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Studie: "Der deutsche Rohstoffhunger und seine menschenrechtlichen Folgen im Globalen Süden"

In einer Palmölplantage in Guatemala
Kleinbauern beklagen den Verlust ihrer Existenzgrundlage, Plantagenarbeiter die prekären Arbeitsbedingungen. "Der deutsche Rohstoffhunger hat katastrophale soziale und ökologische Auswirkungen. Unternehmen dürfen nicht länger ungeachtet der massiven Schäden an Mensch und Natur wirtschaften", so ein Co-Autor der Studie. © Prensa Libre, Hemeroteca Prensa Libre CC BY-NC-ND 4.0

Die Christliche Initiative Romero hat im September eine Studie veröffentlicht, die die Zerstörung der Umwelt und die Missachtung der Menschenrechte durch den Plantagenanbau der Palma Afrikana in Guatemala untersucht. Aus der Palme wird Palmöl gewonnen, das in der Lieferkette auch seinen Weg in den deutschen Handel findet, wo es zum Beispiel in Produkten von Supermärkten, wie Käsekuchen oder Mini-Donuts verarbeitet wird. Im Jahr 2017 wurden in Deutschland der Studie zufolge 1.244.160 Tonnen Palm- und Palmkernöl verbraucht.

"Für die Palmöl-Produktion nehmen deutsche Unternehmen die Zerstörung tausender Hektar Wald und die Kontaminierung von Gewässern in Kauf", so Gesche Jürgens von Greenpeace. Die Christliche Initiative Romero, Greenpeace und weitere Organisationen fordern ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen zur Einhaltung von Umweltstandarts verpflichtet.

 

 

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Über den Autor

Johannes Mayr, Jahrgang 1953, ist schon viele Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und hat von 2002 bis 2008 als Entwicklungshelfer für den ehemaligen DED (heute GIZ GmbH) in Guatemala gearbeitet. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er Landestrainer der heutigen AIZ für Guatemala. Seine Themenschwerpunkte sind: berufliche Bildung, Demokratieförderung und ländliche wirtschaftliche Entwicklung.

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