Mayafrauen auf dem Weg nach Hause
Währung
Quetzal (Q)
Wechselkurs
8,43 Quetzales für 1 Euro (November 2015)
Zeitzone
UTC -6h
Landesvorwahl (Telefon)
+502 (0)
Klima (für Hauptstadt)
ganzjährig mildes Klima
Internationaler Flughafen (IATA)
GUA (Stadt)

Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen

Bei der Einreise erhalten deutsche Staatsangehörige von der Einwanderungssbehörde eine visafreie 90tägige Aufenthaltsgenehmigung, die bei der selben Behörde um weitere 90 Tage verlängert werden kann. Wer über Land einreist muss am Grenzübergang  darauf achten, dass der Reisepass tatsächlich mit einem Einreisestempel versehen wird. Die Aufenthaltsgenehmigung ist für die vier mittelamerikanischen Länder Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua gültig („CA-4”-Region).

Wird eine längere Aufenthaltsgenehmigung benötigt, kann diese auch schon vor der Reise bei der Botschaft Guatemalas in Deutschland beantragt werden.

Bei Reisen über die USA empfiehlt das Auswärtige Amt, sich rechtzeitig über die Reisebestimmungen (Visa Waiver-Programm) zu informieren.

Wohnen und Versorgungslage

Metzgerei in einem Markt
Metzgerjunge in einem Markt in Guatemala © J. Mayr

Familien und Alleinstehende, die längere Zeit in Guatemala leben wollen, können relativ schnell auch in grösseren Städten im ländlichen Raum eine Wohnung finden, die sich an europäischen Standards orientiert und auch erschwinglich ist (nach oben ist die Preisskala je nach Art der Wohnung offen). Bei der Auswahl der Wohnung oder des Hauses, sollten auf jeden Fall Aspekte, die die Sicherheit betreffen (z.B. Gitter an Türen und Fenstern, Bewachung, Generator, Zisterne , Wasserpumpe, Hochtank) in Betracht gezogen werden. Es ist ebenfalls ratsam sich zu erkundigen, wie die Wasserversorgung “im Viertel” funktioniert (zeitweise kann es zu Wassermangel kommen) und man sollte auch im Auge haben, dass manche Strassenzüge in der Regenzeit unter Wasser stehen könnten. In der Regel wird mit den Hauseigentümern ein Mietvertrag abgeschlossen.

Stromversorgung: 120 Volt, 60 Hertz (Adapter für Schuko-Stecker sind in Guatemala überall zu erhalten)

Maβeinheiten: In Guatemala wird in metrischen und in nicht-metrifizierten Einheiten gemessen (z.B. Zoll oder Gallonen).

Die Versorgungslage ist, was die Grundverpflegung angeht, überall gewährleistet. Das Angebot an Konsumgütern ist in der Hauptstadt und in den Provinzhauptstädten sehr breit und wird in Guatemala Stadt, wo es viele groβe Supermärkte und Einkaufszentren im Stil der amerikanischen Malls gibt, den europäischen Ansprüchen durchaus gerecht. In der Zeit der Hurrikane sollte man für mindestens eine Woche Vorräte im Haus haben, da die Versorgung im Land nach einem Tropensturm zusammenbrechen kann.

Geld und Geldtransfer

Präsentation der Rechnung in einem Restaurant
Rechnung in einem Restaurant © J. Mayr

Die Währung Guatemalas ist der Quetzal. Ein Quetzal hat 100 „Centavos”. In fast allen gröβeren Städten gibt es Geldautomaten an denen mit Kreditkarten (am gebräuchlichsten sind American Express, VISA und Master Card) und in manchen Banken auch mit der EC-Karte Geld abgehoben werden kann. Vor Antritt der Reise sollte die Hausbank über den Aufenthalt in Guatemala informiert werden, damit sie die EC-Karte für das Land freischalten kann.

Da auch in Guatemala Geldautomaten manipuliert sein können (Skimming-Gefahr), sollte beim Abheben die PIN immer verdeckt eingegeben und auf Auffälligkeiten, zum Beispiel am Tastenfeld, geachtet werden.

In den groβen Supermärkten, es gibt sie fast überall, kann auch mit Kreditkarten bezahlt werden. Weiterhin gibt es überall Geldtransfer-Büros, die Geldüberweisungen aus dem Ausland annehmen und auszahlen. Diese Büros sind deshalb so verbreitet, da die illegal Ausgewanderten über den Service ihren Verdienst als so genannte „remesas” in die Heimat schicken.

Reisen, Transport & Verkehr

Lokomotiveaus dem Jahr 1897 im Eisenbahnmuseum
Die Eisenbahn verbindet seit 1877 Guatemala Stadt mit Puerto Barrios am Pazifik, wird aber aufgrund des schlechten Zustands des Schienennetzes nicht genutzt. ©Descubre Guatemala

Das von Touristen am meisten genutzte Verkehrsmittel für Überlandreisen ist der Bus. Es gibt viele kleinere Buslinien die aus Sicherheitsgründen gemieden werden sollten. Es existiert aber auch ein Angebot an zuverlässigen internationalen Firmen, die ganz Zentralamerika verbinden. Im Land operieren auch Busunternehmen die eine Luxusklasse anbieten und bei Überlandfahrten ohne jeden Zwischenstop an den Zielort reisen, was der Sicherheit sehr zugute kommt.

An den für den Fremdenverkehr wichtigen Reisezielen wie den attraktiven archäologischen Fundstätten, dem Touristenzentrum Antigua de Guatemala, das Zentrale Hochland und der Atitlansee und in der Karibik und an der Pazifikküste, finden sich viele Unterbringungsmöglichkeiten vom Bed&Breakfast bis zu Luxushotels.

Für Überlandfahrten sind die Verkehrswege oft gefährlich zu befahren. Der Verkehr auf der Interamaricana von der Hauptstadt zum Atlantischen Ozean (CA-9) ist durch die vielen Container-Trucks, die zwischen der Hauptstadt und dem Hafen in der Karibik pendeln, oft behindert. Die (CA-1) von Guatemala Stadt Richtung Atitlansee ist besonders in der Regenzeit (zwischen Juni und November kann es zu Wirbelstürmen kommen) in schlechtem Zustand und ebenfalls überlastet. Auf  der Schnellstrasse an der Pazifikküste (CA-2) aber auch auf der CA-9 ist es in letzter Zeit zu bewaffneten Überfällen gekommen.

Die unbefestigten Nebenstrecken sollten nur mit Allradfahrzeugen befahren werden. Vor solchen Fahrten sollten grundsätzlich Informationen über die Sicherheitslage eingeholt werden. Auf den etwas abgelegenen Strecken gibt es auch kaum Wegweiser und Strassenschilder, die bei der Orientierung helfen würden. Unkundige müssen die Fahrt unterbrechen, um den richtigen Weg zu erfragen. Nachtfahrten sind in Guatemala grundsätzlich zu vermeiden.

In den Städten wird Reisenden empfohlen, sich in Taxis fortzubewegen. In der Hauptstadt empfiehlt es sich die gelben Taxis, die nur per Telefon bestellt werden können, zu benutzen. Taxis sollten auf jeden Fall die gut sichtbare Lizenznummer an den Seitentüren haben.

Sicherheit

Für eine waffenfreie Kommune
Für eine waffenfreie Kommune (Poptún, 2008) © J. Mayr

Wie weiter oben schon beschrieben wurde, ist Guatemala ein sehr unsicheres Reiseland. Ausländerinnen und Ausländer die dort leben und arbeiten, sollten sich permanent an grundlegende Sicherheitsregeln halten. Dies gilt für den Strassenverkehr, wo von nächtlichen Überlandfahrten ganz abgeraten wird, da es durchaus vorkommen kann, dass Lastwagen ohne Beleuchtung fahren, oder nachts in ländlichen Gebieten Pferde auf der Strasse stehen.

Die Gewaltrate in Guatemala ist in urbanen Gebieten aber mehr und mehr auch auf dem Land sehr hoch, wobei besonders in der Hauptstadt bestimmte Stadtteile zu meiden sind. In den Städten breiten sich sehr brutal agierende Jugendbanden aus (Maras) und teilweise sind ganze Stadtviertel und Landstriche von Drogenkartellen kontrolliert. Im Departement Petén hatte deshalb die Regierung Coloms bis in den Oktober 2011 hinein den Ausnahmezustand  erklärt.

Gesund bleiben

In ganz Guatemala gibt es in den urbanen Zentren eine gute Gesundheitsversorgung was Arztpraxen und Apotheken angeht. In Guatemala Stadt finden sich gut ausgestattete Privatkliniken und Ärztezentren,  in denen zumeist im Ausland ausgebildete Ärzte und Ärztinnen arbeiten.

Bei der Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet ist für alle Reisenden (Kinder über einem Lebensjahr eingeschlossen) eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Der Aufenthalt in Guatemala ist gesundheitlich problemlos, wenn einige einfache Hinweise  beachtet werden. Als Trinkwasser sollte ausschliesslich im Handel verkauftes Wasser benutzt werden.  In Guatemala sind  Malaria und das Dengue-Fieber verbreitet. Es wird empfohlen sich auch tagsüber gegen Mückenstiche, zum Beispiel mit speziellen Sprays die im Land erhältlich sind,  zu schützen. Da Krankheiten wie Hepatitis A, und Darmerkrankungen durch Speisen übertragen werden, sollte auf den Verzehr von Speisen auf Märkten oder von Strassenständen abgesehen werden. Die deutsche Botschaft führt eine Liste  von Ärzten verschiedener Fachgebiete, die in Guatemala Stadt arbeiten.

Telekommunikation & Internet

Selbstgebastelte WLAN-Instalation in einem kleinen Städtchen
Selbst gebastelte WLAN-Antenne in einem kleinen Dorf © J. Mayr

Guatemala hat ein gut ausgebautes Telefon-Festnetz (Hauptanbieter sind: Telgua, Telefónica und Cablenet) und mehrere Anbieter für Mobil-Telefonie, die dementsprechend auch Internet-Service anbieten. In ländlichen Gebieten kann es vorkommen, dass nicht alle Netze der Mobil-Anbieter erreichbar sind. In allen kleinen und groβen Zentren gibt es Zugang zum Internet, wodurch für Anrufe ins Ausland die Internet-Telefonie entsprechende Bedeutung erlangt hat.

In Landgemeinden, wo die großen Telefonunternehmen keinen Internet-Service anbieten, finden sich häufig auch private Dienstleister, die mit Hilfe einer Internet-Satellitenverbindung lokale kabellose Netzwerke aufgebaut haben und vermarkten.

Ein weiteres überall verbreitetes Kommunikationsmittel ist das Radio. Im ganzen Land gibt es Radiosender, die auf AM-, FM- und Kurzwellen-Frequenzen senden und persönliche Benachrichtigungen ausstrahlen.

Hilfreiche Adressen

Botschaft der Republik Guatemala

Joachim-Karnatz-Allee 45-47, 2. OG.
10557 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-16 Uhr
Tel.: +49 (030) 206 43 63      
Fax: +49 (030) 20 64 36 59
E-Mail: embaguate.alemania@t-online.de
Web: www.botschaft-guatemala.de

Embajada de la República Federal de Alemania

Avenida La Reforma 9-55, Zona 10
Edificio Reforma 10, Nivel 10
Ciudad de Guatemala
Tel.: (00502) 23 64 67 00      
Fax: (00502) 23 65 22 70
E-Mail: info@guatemala-stadt.diplo.de
Web: www.guatemala.diplo.de

Postanschrift:

Embajada de la República Federal de Alemania
Apartado Postal 87a
Ciudad de Guatemala
Guatemala

Zum guten Schluss

Einige Textpassagen und Internet-Links sind von der Webseite, die mein Vorgänger erstellt hat, mit in dieses neue Format eingeflossen. Der Autor dankt Herrn Wyrwinski an dieser Stelle für die Vorarbeit.

Das Länderinformationsportal

Das Länderinformationsportal
Das Länderinformationsportal

Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Mai 2016 aktualisiert.

Über den Autor

Johannes Mayr, Jahrgang 1953, ist schon viele Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und hat von 2002 bis 2008 als Entwicklungshelfer für den ehemaligen DED (heute GIZ GmbH) in Guatemala gearbeitet. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er Landestutor der heutigen AIZ für Guatemala. Seine Themenschwerpunkte sind: berufliche Bildung, Demokratieförderung und ländliche wirtschaftliche Entwicklung.

Anregungen und Kommentare sind herzlich willkommen. Sie tragen zur Qualität des Inhalts und der Form dieser Webseite bei.

Literaturhinweise

Innerhalb der Bibliothek und Mediathek diverse Datenbankangebote einen Überblick Publikationen zu Entwicklungszusammenarbeit, Entwicklungsländern und Globaler Strukturpolitik.

Guatemala verstehen

Cover des SympathieMagazins Costa Rica, Guatemala und Nicaragua
SympathieMagazin

In kompakter Form gewähren SympathieMagazine ihren Lesern überraschende Einblicke in andere Länder und Kulturen. Unterhaltsam informieren und durch besseres Verständnis Sympathie wecken,  ist das Ziel dieser Reihe.

Trainingsangebote der Akademie

Die Akademie der GIZ ist der führende Weiterbildungsanbieter für die internationale Kompetenzentwicklung. Wir stehen für innovative, wirksame und nachhaltige Lösungen.

> Angebote aus dem Weiterbildungskatalog

Gerne konzipieren wir für Sie maßgeschneiderte Trainingskurse, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen orientieren.

> Wir freuen uns über Ihre Anfragen!

Kontakt

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Kommentare zu diesem Länderbeitrag oder zum LIPortal insgesamt. Richten Sie Ihre Anfrage an:

Thorsten Hölzer
(Akademie für Internationale Zusammenarbeit)

+49 (0)2224 926 - 144

Zum Kontaktformular