Währung
Gourde (HTG)
Wechselkurs
67,48 pro € (21.11.2016)
Zeitzone
Eastern Standard Time (EST)
Landesvorwahl (Telefon)
00(509)
Klima (für Hauptstadt)
subtropisch - tropisch
Internationaler Flughafen (IATA)
PAP (Port-au-Prince)

Einreise und Aufenthaltsbestimmungen

Aufgrund seiner schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage gehört Haiti nicht zu den typischen Reisezielen und ist touristisch kaum erschlossen. Es empfiehlt sich daher unbedingt, die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes durchzulesen. Informationen erhält man auch durch die Haitianische Botschaft in Berlin oder die Deutsche Botschaft in Port-au-Prince.

Geld und Finanzen

Bei Reisen nach Haiti sollte man sich nicht ausschließlich auf elektronische Zahlungsmittel verlassen. Es ist zwar an einigen Stellen möglich mit der EC-Karte Geld abzuheben, die Funktion der Automaten ist aber nicht immer garantiert. Zahlreiche größere Geschäfte, Hotels und Restaurants akzeptieren offiziell verschiedene Kreditkarten, aber auch sollte man ausdrücklich nachfragen, ob die Zahlung per Karten möglich ist.  Geld wechselt man am günstigsten in großen Supermärkten, die in der Regel über eine Wechselstube verfügen.  Die Wartezeiten in Banken sind enorm lang und die Wechselkurse ungünstiger. Die haitianische Währung ist der Gourde, der Wechselkurs steht bei ungefähr 55 Gourde/ 1 US-$. Es ist ebenfalls möglich Euros zu tauschen; für einen Euro bekommt man ca. 63 Gourde.  In manchen Geschäften und auf den Märkten begegnet man Preisangaben in Dollar. Man muss dabei allerdings beachten, dass es sich nicht um die US-Währung handelt sondern um sogenannten haitianische Dollar, einer fiktiven Währung, bei der 1 Dollar 5 Gourde entspricht. Diese Angaben stammen noch aus der Zeit, als der Kurs des Gourde fest an den Dollar gekoppelt war.

  • den aktuellen Währungskurs findet man bei OANDA

Alltag und Sicherheit

Das Auswärtige  Amt hat für Haiti derzeit eine Reisewarnung ausgesprochen. Besonders in der Hauptstadt Port-au Prince ist die Kriminalität hoch und die Sicherheitslage angespannt. Entführungen und Überfälle sind an der Tagesordnung. Für Neuankömmlinge ist es daher ratsam, sich bei der Ankunft vom Flughafen abholen zu lassen. Generell sollte man sich zumindest anfangs in Begleitung einer ortskundigen Person bewegen, da das Stadtbild von Port-au-Prince noch vom Erdbeben geprägt ist und Karten oftmals nicht bei der Orientierung helfen. Darüber hinaus kann  man als außenstehende Person nicht ohne weiteres alle Bereiche der Stadt ungefährdet betreten. In den ländlichen Regionen ist die Sicherheitslage wesentlich entspannter

Straße in Port-au-Prince,©Andrea Viala
Straße in Port-au-Prince,©Andrea Viala

Gesundheit

Die Gesundheitsversorgung in Haiti ist generell, aber vor allem auf dem Land, eingeschränkt. Bei Reisen nach Haiti sollte man beachten, dass vor allem in der Zeit von Mai bis November erhöhte Gefahr einer Malariainfektion besteht. Daher ist auf entsprechende Prophylaxe, bzw. das Mitführen von Medikamenten und eines Moskitonetzes angeraten. Aufgrund der  noch immer bestehenden Gefahr einer Cholerainfektion sollte man sehr penibel auf die Einhaltung hygienischer Maßnahmen achten. AIDS stellt ein weiteres Gesundheitsproblem in Haiti dar. Generell sollte man beachten, dass haitianische Apotheken nicht immer gut bestückt sind und regelmäßig benötigte Medikamente sowie eine Notfallapotheke sicherheitshalber mitführen. Allgemeine Hinweise zum Impfschutz erhält man bei niedergelassenen Ärzten oder Tropeninstituten. Seit 2014 ist in Haiti das Chikungunya-Fieber weit verbreitet, welches von Moskitos übertragen wird und zu Fieber, Gelenkschmerzen und Übelkeit führt. Zwar ist die Anzahl der Krankheitsfälle seit Oktober 2014 gesunken, aber die Gefahr einer Infektion besteht nach wie vor. Da es keine wirksame Prophylaxe gegen diese Viruserkrankung gibt, ist ausreichender Insektenschutz von vordringlicher Wichtigkeit. Seit Ende 2015 besteht in Haiti, wie auch in anderen lateinamerikanischen Ländern, die Gefahr sich mit dem Zika-Virus zu infizieren. Das Virus wird den Stich der Aedes-Mücke, wie auch durch Geschlechtverkehr übertragen. Die Infektion bleibt häufig unbemerkt, kann aber auch zu Syptomen, die einer Erkältung ähneln, oder zu Hautausschlägen führen. Das Virus kann für Schwangere gefährlich werden, da es bei neugeborenen Kindern zu Mikrozephalie führen kann.

Transport und Verkehr

Aufgrund der defizitären Infrastrukturen gestalten sich Reisen im Land schwierig.  Der Nahverkehr besteht im Wesentlichen  aus Sammeltaxis, den sogenannten Tap-Taps und ist informell. Das bedeutet, dass sich die Abfahrtzeit nach dem Füllstand des Verkehrsmittels richtet und nicht genau festgelegt ist.  Ein Schienennetz ist nicht vorhanden. Außerhalb der Städte beschränkt sich das ausgebaute Straßennetz auf zwei Hauptverkehrsadern: Die Route Nationale 1 in den Süden  und die Route Nationale 2 nach Cap Haitien. Selbst diese beiden Straßen befinden sich in desolatem Zustand, vor allem die Straße in Richtung Süden ist nach dem Erdbeben noch immer nicht vollständig in Stand gesetzt.  Landstraßen sind in der Regel unbefestigt und während der Regenzeiten aufgrund von Überschwemmungen häufig nicht befahrbar. Vor allem in der Nacht gestalten sich Überlandfahrten wegen der Straßenverhältnisse und der riskanten Fahrweise vieler Verkehrsteilnehmer ausgesprochen schwierig.  Dennoch ist das private Auto  neben den Sammeltaxis das Hauptverkehrsmittel.  Inzwischen ist es möglich, Autos zu mieten. Man sollte aber das Fahrzeug vor Abschluss eines Vertrages genau überprüfen. Größere Städte verfügen in der Regel über einen Flughafen.

Straße in der Nähe von Hinche, ©Alexandre Viala
Straße in der Nähe von Hinche, ©Alexandre Viala

Familie

Wer mit Kindern nach Haiti reist und dort längere Zeit bleiben möchte, sollte nicht vergessen, dass das Land noch immer von dem schweren Erdbeben im Januar 2010 gezeichnet ist. So sollte man sich lange im Voraus erkundigen, wie der Schulbesuch zu organisieren ist, denn noch nicht alle Schulen haben die Betrieb wieder uneingeschränkt aufnehmen können. Ein weiterer Punkt, der Beachtung fordert, ist die allgemeine Sicherheitslage, durch die die Bewegungsfreiheit, vor allem die von Kindern, deutlich eingeschränkt ist. Ebenfalls eingeschränkt sind die Freizeitangebote, die sich vor allem auf Petionville konzentrieren.

Streetart in Petion-Ville, ©Andrea Viala
Streetart in Petion-Ville, ©Andrea Viala

Das Länderinformationsportal

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im November 2016 aktualisiert.

Schmetterling, ©Andrea Viala
Schmetterling, ©Andrea Viala

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