Straßenstand in Yogyakarta ©Klaus Fuhrmann
Währung
Rupiah (IDR)
Wechselkurs
16.367 Rupiah = 1 € (Mai 2020)
Zeitzone(n)
UTC +7 bis UTC +9
Landesvorwahl (Telefon)
+(62)
Klima (für Hauptstadt)
tropisch-monsunal

Reiseinformationen

Umfassende Reiseinformationen zu Reisezielen, Kosten- und Geldfragen und Hotels vor Ort bieten die Internetplattform des Reiseführers 'lonely-planet', sowie die Seite IndoJunkie. Zusätzliche Informationen und Fotos finden Sie z.B. unter der regierungseigenen Homepage des Tourismusministeriums. Ein Werbevideo des Tourismusministeriums liefert Ihnen erste Eindrücke von der Vielfalt der Reiseziele.

Mit deutlichem Abstand ist Bali die beliebteste Insel für ausländische Touristen.

Transport und Verkehr

Schwertransport auf 2 Rädern © Klaus Fuhrmann
Zweirädriger Schwertransport © Klaus Fuhrmann

In Indonesien herrscht Linksverkehr. Die Wahl des Verkehrsmittels richtet sich in Indonesien stark nach den regional unterschiedlichen Möglichkeiten. Der meiste Überlandverkehr findet per Bus statt. Komfortablere Überlandreisen mit Transport von Haus zu Haus sind mit sogenannten "Travel" (eine Art Sammeltaxis) möglich. Im öffentlichen Personennahverkehr kann man auf Mikrolet oder Bemos zurückgreifen. Alternativen zum Taxi bieten Becak, Ojek und Bajaj. Die Zahl klassischer Taxis geht in den letzten durch Platformen wie Gojek und Gokar zurück. Dort können Fahrten mit Motorrad-, oder Autotaxis von Privatpersonen angefragt werden. Wer das billigste Angebot macht bekommt dann die Fahrt.

Insbesondere am Ende des Fastenmonats Ramadan sind öffentliche Verkehrsmittel auf den Hauptstrecken oft überfüllt.

In Indonesien ist die Verkehrsinfrastruktur häufig sehr mangelhaft. Das gilt sowohl für den Straßen- als auch für den Schiffs- und den (fast nur auf Java vorhandenen) Schienenverkehr. Die Gesamtlänge der Eisenbahnstrecken liegt bei 8159 km, davon sind allerdings nur 4.816 km in Betrieb. Ein Großteil der in Betrieb befindlichen Bahnstrecken sind in marodem Zustand. Die indonesische Bahn ist jedoch - mit Hilfe großer staatlicher Hilfen - bestrebt, dies zu ändern. Unter anderem werden einige jahrelang stillgelegte Bahnstrecken aktuell reaktiviert. Tickets sind inzwischen online buchbar.

Insbesondere der Straßenverkehr ist von einem geringen Risikobewusstsein der Verkehrsteilnehmer geprägt. Die Sicherheitsanforderungen und -vorkehrungen liegen im Transportsektor deutlich unter europäischem Niveau. Der Straßenverkehr ist unfallträchtig. Das gilt insbesondere für die Hauptverbindungsstrecken zwischen größeren städtischen Zentren.

In großen Städten wie z.B. Jakarta stehen Verkehrsteilnehmer meist deutlich länger im Stau als gefahren werden kann. Dies gilt für fast alle Verkehrsmittel.

In den letzten Jahren häuften sich zudem schwere Flugzeug- und Schiffsunglücke. Die staatliche Reederei Pelni unterhält insgesamt 24 relativ sichere (in Deutschland gebaute) Schiffe, die nach einem festen Fahrplan das gesamte Archipel durchfahren. Eine Schiffsreise von Jakarta bis nach West-Papua dauert jedoch bis zu 7 Tage. Informationen über aktuelle Fahrpläne sind am besten bei den lokalen Pelni-Büros zu erfragen.

Indonesische Flugunternehmen durften mehrere Jahre aufgrund einer Reihe von, u.a. durch mangelnde Sicherheitskontrollen hervorgerufenen, schweren Flugzeugunglücken keine EU-Flughäfen anfliegen. Das Verbot wurde 2009 aufgehoben. Innerhalb Indonesiens gibt es, sofern man nicht über viel Zeit verfügt, aufgrund der riesigen Entfernungen allerdings selten Alternativen zum Luftverkehr.  Alle größeren Fluggesellschaften, (z.B. Garuda Indonesia, Lion Air, Silkair, AirAsia, Wings Air) sind online buchbar und fliegen die größeren Zentren in regelmäßigen Abständen an. Die in staatlichem Besitz befindliche Fluggesellschaft Merpati, die viele kleinere Flughäfen anflog hat am 1. Februar 2014 aufgrund hoher Schulden ihre Dienste eingestellt.

Für den Zeitraum zwischen dem 24.4. und dem 31.5.2020 wurde der kommerzielle Flugverkehr wegen des Covid-19 Virus eingestellt.

Einreisebestimmungen

Seit dem 2. April 2020 besteht eine Einreisesperre für ausländische Staatsangehörige nach Indonesien.  

Derzeit (Stand 28.4.2020) müssen Indonesien-Reisende damit rechnen, während des Aufenthalts in Indonesien in Einzelfällen auch ohne Anzeichen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus zur Quarantäne in indonesischen Krankenhäusern bzw. Quarantänezentren verpflichtet zu werden. Die Entscheidungskriterien für die zum Teil drastischen Maßnahmen zur Quarantäne sind oft unklar. Die Unterbringung entspricht nicht europäischen Hygienestandards. Beachten Sie daher die aktuellen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Seit 2015 wird deutschen Touristen die visumfreie Einreise für die Dauer von maximal 30 Tagen ermöglicht. Eine Verlängerung des visumfreien Aufenthalts ist nach der Einreise nicht möglich. Aktuell (Stand 30.3.2020) ist die visafreie Einreise aufgrund des Covid-19-Virus nicht möglich.

Für alle anderen Zwecke (z.B. Forschungstätigkeit, Studienaufenthalt, Seminarteilnahme als Redner) sollten sicherheitshalber bei der zuständigen indonesischen Auslandsvertretung Informationen darüber eingeholt werden, ob ein Sozial-, Dienst-, Geschäfts- oder Journalistenvisum erforderlich ist. Die diesbezüglichen Bestimmungen können sich von Zeit zu Zeit ändern.

Ende 2015 wurde u.a. eine Bestimmung erlassen, nach der z.B. für Teilnahmen an Besprechungen, Qualitätskontrollen und Firmenbesuche Arbeitsvisa erforderlich sind.

Informationen erhalten Sie in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes und der Homepage der indonesischen Botschaft in Berlin.

Visa bzw. Einreisestempel des Staates Israel können, nach Angaben des Auswärtigen Amtes, unter Umständen zu Problemen bei der Einreise führen. Die indonesische Botschaft in Deutschland erklärte jedoch gegenüber dem Autor dieser Seite, dass es diesbezüglich keine offiziellen Bestimmungen gäbe.

Geld- und Geldfragen

Die indonesische Währung ist der Rupiah, der unterteilt ist in 100 Sen. Der geringe Wert des Rupiah bringt es jedoch mit sich, dass das kleinste derzeit noch übliche Geldstück die 100-Rupiah-Münze ist. Daneben gibt es noch Geldstücke zu 500 und 1000 Rupiah. Außerdem sind Banknoten zu 1000, 5000, 10.000, 50.000 und 100.000 Rupiah in Umlauf.

Geldüberweisungen nach Indonesien funktionieren in der Regel, zumindest bei den größeren Banken, problemlos. Es ist aber auch möglich mit Kreditkarten (auch der EC-Karte) an vielen Geldautomaten gegen Gebühr Geld abzuheben. Meist können dort aber nur kleinere Beträge abgehoben werden.

Bargeld lässt sich bei Wechselstuben oder Banken wechseln. Außerhalb von Java und Bali geben Banken zum Teil sehr viel schlechtere Wechselkurse. Die Differenz kann bei bis zu 20% liegen.

Der Rupiahkurs schwankte zwischen 2015 und 2019 um bis zu 20%.

Wohnen und Versorgung

Luxus-Shoppingmall in Medan © Klaus Fuhrmann
Shoppingmall in Medan ©Klaus Fuhrmann

Die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich zu Deutschland deutlich geringer, allerdings regional sehr unterschiedlich. Besonders preiswert lebt es sich vor allem, wenn man lokalen Produkten den Vorzug gibt. Die indonesische Küche ist regional außerordentlich vielfältig. Wenn sie die authentische lokale Küche testen wollen, gilt es insbesondere das Angebot kleinerer Straßenstände zu probieren. Fast alle Gebiete haben ihre eigenen, im ganzen Land bekannten Spezialitäten.

Große Unterschiede gibt es auch bei den jeweils üblichen Mietpreisen. Die Mietpreise für Wohnungen von vergleichbarer Qualität können in den großen Metropolen um ein mehrfaches höher liegen wie z.B. in Mitteljava und der Region Yogyakarta.

In allen größeren Städten gibt es z.T. sehr große und luxuriöse Shoppingmalls, in denen sich mehr oder weniger das gleiche Angebot internationaler Konzerne findet wie in westlichen Ländern.

Mit Kindern in Indonesien

Spielende Kinder © Klaus Fuhrmann
Spielende Kinder © Klaus Fuhrmann

In allen größeren Metropolen gibt es internationale Kindergärten und internationale Schulen. Eine Deutsche Schule gibt es allerdings nur in der Region Jakarta. Die Schule ist in Tangerang nahe des German Centre.  Schüler, die im Zentrum von Jakarta wohnen, müssen daher aufgrund der Verkehrssituation oft lange Anfahrtswege in Kauf nehmen.

Insbesondere Jakarta bietet für Kinder zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Unter anderem gibt es mehrere Freizeitparks wie z.B. Dunia Fantasi oder Taman Mini, der auch für Erwachsene sehr interessant ist, da man dort ganz Indonesien im Kleinformat bestaunen kann.

Sicherheit

In Indonesien hat es in den letzten Jahren mehrfach Bombenanschläge islamistischer Extremisten gegeben, zuletzt im Januar 2016 und im Mai 2018 bei Selbstmordanschlägen auf 3 Kirchen und ein Polizeihauptquartier in Ostjava. Laut der Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes gelten vor allem Hotels, Einkaufszentren, Diskotheken, Flugplätze, christliche Kirchen und westliche oder nicht-muslimische Einrichtungen insbesondere im großstädtischen Bereich, wie Jakarta, Bandung, Medan, Makassar und Surabaya sowie auf der Insel Bali,  als besonders anschlagsgefährdet. Reisenden wird empfohlen, sich in den Medien über die aktuelle Sicherheitsentwicklung zu informieren.

Im Herbst 2019 kam es insbesondere in den großen Städten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Proteste waren die stärksten seit 20 Jahren.

In einzelnen Regionen, wie z.B. den Molukken, Papua, Aceh und Zentralsulawesi (Region Poso) kann sich die Sicherheitslage plötzlich anspannen. In Aceh hat sich die Lage seit dem Friedensabkommen 2005 zwar deutlich verbessert, dennoch hat es seit 2007 auch vereinzelt Bombenanschläge gegeben.

Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage rät das Auswärtige Amt von einem Besuch der Provinzen derzeit (März 2020) von einem nicht notwendigen Besuch der Provinzen Papua und West-Papua ab.

Grundsätzlich sind jedoch (auch für Ausländer) die Gefahren des Straßenverkehrs deutlich höher als die Sicherheitsgefahren, die durch religiös oder politisch motivierten Extremismus drohen. Besonders in großem Gedränge und in öffentlichen Bussen ist die Gefahr, Opfer eines Taschendiebstahls zu werden, relativ hoch. Insbesondere in von Touristen stark frequentierten Verkehrsmitteln gibt es relativ viele, teilweise in Banden organisierte Diebe. Gewaltkriminalität gegenüber Ausländern ist jedoch sehr selten.

In indonesischen Gewässern ist es auch in den letzten Jahren wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen.

Gesund bleiben

Jamu-Kräutermedizin © Klaus Fuhrmann
Jamu- Kräutermedizin © Klaus Fuhrmann

In Indonesien sind grundsätzlich die gleichen Vorkehrungen zur Gesundheitsvorsorge  zu treffen wie in vielen anderen tropischen Ländern auch. So sollte z.B. grundsätzlich kein Leitungswasser getrunken werden.

Lassen Sie sich über die erforderlichen Maßnahmen zur Gesundheitsvorbeugung von einem erfahrenen Tropenarzt eines Tropenmedizinischen Zentrums beraten - auch weil die erforderlichen Impfmaßnahmen stark davon abhängen, in welcher Region Indonesiens Sie vornehmlich eingesetzt werden. Insbesondere das Malariarisiko ist regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Rund 80% der vom indonesischen Gesundheitsministerium registrierten Malariafälle verteilen sich auf die Molukken, West-Papua und die Provinz Ost-Nusatenggara - Regionen die von Ausländern nur selten besucht werden. Ein mittleres Riskio besteht in den Provinzen Riau und Lampung in Kalimantan, im Hochland von Westpapua unterhalb von 2000 m. Auf den Inseln Java, Bali und Lombok, also den Inseln, die der weitaus größte Teil der ausländischen Touristen besucht, gibt es nur ein nur ein sehr geringes Malariarisiko.
In Jakarta und anderen großen Städten gibt es eine Reihe von recht guten privaten Krankenhäusern. Außerhalb der großen Zentren muss jedoch mit einer eher lückenhaften Gesundheitsversorgung gerechnet werden.

Bei leichteren Beschwerden kann es lohnend sein, auch mal die "Jamu" genannte indonesische Kräutermedizin zu versuchen.

In Indonesien sind in den vergangenen Jahren im Durchschnitt mehr als 100 Tote durch illegalen gepanschten Schnaps gestorben, vorwiegend auf Bali und Lombok. Davon waren auch Touristen betroffen.

Während der Trockenzeit hat es, insbesondere in Kalimantan, in den letzten Jahren häufiger große Waldbrände gegeben, die bei vielen Menschen Atembeschwerden verursacht haben.

Aktuell (Stand 30.3.2020) gibt es in Indonesien laut offizieller Statistik gemessen an der Bevölkerungszahl nur wenige Todesfälle durch das Covid-19 Virus. Dies dürfte jedoch, nach Vermutung des Autors, vor allem daran liegen, dass - insbesondere in ärmeren entlegenen Regionen - so gut wie keine Testungen durchgeführt werden.

Indonesische Literatur in deutscher Sprache

Sie müssen nicht unbedingt Indonesisch lesen können, um sich über die Literatur einen weiteren Zugang zur indonesischen Gesellschaft ermöglichen zu können. Übersetzungen von Schriftstellern wie Mangunwijaya, Leila S. Chudori,  Mochtar Lubis, Umar Kayam, Pramoedya Ananta Toer, Rendra, Ayu Utami und Armijn Pane liegen auch in deutscher Sprache vor. Von anderen Autoren, wie Eka Kurniawan, gibt es ebenfalls deutschsprachige Übersetzungen.

Auf der Seite des Goethe-Instituts sind zahlreiche ins Deutsche übersetzte indonesische Kurzgeschichten zu finden.

Da Indonesien 2015 Gastland der Buchmesse war, sind viele neue Veröffentlichungen aus Indonesien auf den Markt gekommen. Ein großer Teil der SchriftstellerInnen widmet sich literarisch der Aufarbeitung der Massaker von 1965/1966.

Das Buch "Alle Farben Rot" von Laksmi Pamuntjak erhielt 2016 einen deutschen Literaturpreis.

Lassen Sie diese Möglichkeit, ihr zukünftiges Gastland kennenzulernen, nicht aus.

Die Lyrik ist ein besonders populäres Genre der indonesischen Literatur. Lyriklesungen von Dichtern, oft mit viel Pathos verbunden, sind in Indonesien außerordentlich populär und finden nicht selten vor mehreren hundert Zuhörern statt.

Die Bereitschaft Bücher zu lesen ist unter Indonesiern sehr gering. Allenfalls seichte Romane, Ratgeber und islamische Literatur erreichen höhere Auflagen.

Unter jungen Lesern werden insbesondere Comics zunehmend populär.

Deutsch-Indonesische Kontakte

Zahlreiche lokale Vereinigungen bemühen sich in Deutschland um die Förderung deutsch-indonesischer Kontakte. Die deutsch-indonesische Gesellschaft gibt außerdem das Magazin "Kita" heraus, dass sich in deutscher Sprache ausschließlich mit Indonesien beschäftigt.

Goethe-Institute gibt es in Jakarta, Bandung und Surabaya. Deutsche Kultur wird in der Regel sehr positiv wahrgenommen. 

Die Online Publikation "Indonesien Magazin" widmet sich insbesondere den indonesisch-deutschen Fragen.

Rund 4.200 IndonesierInnen studierten 2017 in Deutschland. In Europa ist Deutschland damit das beliebteste Studienland für IndonesierInnen.

Um den wissenschaftlichen Austausch bemühen sich unter anderem der DAAD und eine Vereinigung von Alumni, die in Deutschland studiert haben. Der DAAD bietet sowohl Stipendien für Deutsche, die in Indonesien forschen wollen, wie auch für Indonesier, die in Deutschland forschen wollen. Zudem gibt es Stipendien der Indonesischen Botschaft.

Berlin hat seit 1994 eine Städtepartnerschaft mit Jakarta.

Die heute wohl einflussreichste deutschstämmige Persönlichkeit Indonesiens ist Pater Franz Magnis Suseno, der sich seit vielen Jahren für die Förderung des interreligiösen Dialogs einsetzt.

Kenntnisse über Zusammenhänge der deutschen Geschichte sind bei Indonesiern in etwa so häufig vorhanden wie Kenntnisse der indonesischen Geschichte bei Deutschen. Daher gibt es auch einen relativ ungehemmten Umgang mit Nazi-Symbolik als hippes Symbol. Internationale Proteste können jedoch durchaus Folgen haben: Als 2017 in einem neu eröffneten Selfie-Museum Joko Widodo, Darth Vader und Adolf Hitler in einem Raum ausgestellt wurden, musste Adolf Hitler weichen. Der indonesische Präsident und die "Geißel der Galaxis" durften bleiben.

Deutsche Küche findet in Indonesien nur vereinzelte Liebhaber  © Klaus Fuhrmann
Deutsche Küche findet in Indonesien nur vereinzelte Liebhaber © Klaus Fuhrmann
Straßenstand in Yogyakarta mit Bild vom Reichsparteitag© Klaus Fuhrmann
Straßenstand in Yogyakarta verkauft Bild vom Reichsparteitag © Klaus Fuhrmann
Karl May Comics in indonesischer Sprache © Klaus Fuhrmann
Karl May Comics in indonesischer Sprache © Klaus Fuhrmann
Bayern-München Fanclub in Jakarta © Klaus Fuhrmann
Bayern-München Fanclub in Jakarta © Klaus Fuhrmann

Internet, Telefon und Post

In den großen Städten gibt es häufig schnelle Internetverbindungen. In den eher entlegenen Regionen außerhalb der Hauptinseln sind gute Internetverbindungen (zumindest über Festnetz) noch eine Rarität. Durch die hohe Verbreitung von Smartphones sank die Zahl der Internetcafés in den letzten Jahren sehr stark.

Mehr als die Hälfte der Indonesier ist regelmäßig online. Vor allem die junge urbane Mittelklasse nutzt das Internet mit großer Begeisterung. Das Mitteilungsbedürfnis übers Internet ist außergewöhnlich groß. 90% aller Indonesier, die Zugang zum Internet oder ein Smartphone haben, nutzen soziale Netzwerke. Die meisten gehen über das Smartphone ins Internet.

Nirgendwo in ganz Asien wird so viel getwittert wie in Indonesien. Ca. 20 Millionen Indonesier nutzen Twitter. Jakarta ist sogar bei Twitter die weltweit aktivste Stadt - was von vielen Bewohnern auf die langen Wartezeiten im Stau zurückgeführt wird.

Auch Pokemon Go erfreute sich sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit. Die Nationalpolizei und die Marine hatten daher ihren Kräften inzwischen offiziell verboten, das Spiel während der Dienstzeit zu spielen.

Schätzungen des Internetdienstes "Inside Facebook" gingen davon aus, dass 2011 Indonesien die zweitgrößte Facebook- Gemeinde (nach den USA) stellte.  Inzwischen ist Indonesien mit 126 Millionen monatlichen Usern bei Facebook auf dem vierten Rang. Facebook ist mittlerweile auch ein wichtiges Medium für den politischen Protest geworden.

Auch viele Menschen der ärmeren Bevölkerungsschichten besitzen heute ein Mobiltelefon. Die Zahl der Mobiltelefone wird auf 182 Millionen geschätzt. Mobilverbindungen nach Deutschland sind ab 10 Cent pro Minute möglich. Inzwischen wird zunehmend über WhatsApp telefoniert.

Briefe nach Deutschland brauchen, je nachdem von wo sie abgeschickt werden, unterschiedlich lange. Von Jakarta oder Bali sind es meist 3-5 Tage, von entlegenen Inseln jedoch bis zu mehreren Wochen.

Seefracht braucht 2-3 Monate. Generell ist die indonesische Post jedoch relativ zuverlässig.

Das Länderinformationsportal

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Mai 2020 aktualisiert.

Der Autor

Dr. Klaus Fuhrmann - Dr. Klaus Fuhrmann führt für die GIZ Landesvorbereitungskurse zu Indonesien durch. Nach seinem Ethnologiestudium (u.a. in Yogyakarta) hat er mehrere Jahre in Indonesien geforscht. Später war er in Indonesien als Dokumentarfilmer, Radioreporter und Studienreiseleiter sowie in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Derzeit arbeitet er vornehmlich als interkultureller Trainer für das AMIKO- Institut für Migration, Kultur und Gesundheit.

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