Ahnenfiguren in Sulawesi ©Klaus Fuhrmann
Amtssprache
Indonesisch (Bahasa Indonesia)
Regionalsprachen
Javanisch, Sundanesisch und ca. 250 weitere
bedeutendste Religion
Islam 88%
weitere bedeutende Religionen
Christentum 9,7 %, Hinduismus 1,7%
Städtische Bevölkerung
34 %
Lebenserwartung
69/74 Jahre

Die indonesische Sprache

Auch 71 Jahre nach Erklärung der Unabhängigkeit spricht ein großer Teil der Indonesier im Alltag eher die jeweilige Lokalsprache als Indonesisch. Viele Kinder lernen daher Indonesisch auch erst als zweite Sprache. Im Prozess des Nationbuilding spielt daher neben der Einheit des Staates und der Nation auch die gemeinsame Sprache als äußeres Zeichen und verbindendes Kommunikationsmittel eine wichtige Rolle.

Ein gutes indonesisch-englisches und ein ausbaufähiges deutsch-indonesisches Online Wörterbuch erleichtern das Erlernen der Sprache. Im Internet gibt es sogar mehrere kostenlose indonesisch-Kurse in englischer Unterrichtssprache.

Der Buchhandel bietet einige gute deutsch-indonesische , und indonesisch-deutsche Wörterbücher. 

Den Einstieg in die Erlernung der Sprache erleichtert der Kauderwelsch Sprachführer Indonesisch.

Konsensprinzip

Die 'indonesische Gesellschaft' ist eine Konsens-Gemeinschaft - zumindest in der Selbstdarstellung und bei oberflächlicher Betrachtung. Das Prinzip der 'Einheit in der Vielfalt' greift auch hier. Die Pluralität der Meinungen wird solange gefiltert, bis ein Konzentrat entsteht, in dem sich jeder Einzelne wiederfinden kann oder muss. Der Prozess dieser Konzentrierung basiert auf der Grundlage von musyawarah und mufakat, d.h. der ausgiebigen Diskussion, deren Ergebnis der Beschluss aller im Konsens ist. Diesem Prinzip widerspricht die hierarchisch geordnete Struktur der indonesischen Gesellschaft. Der Jüngere kritisiert den Älteren nicht, der Untergebene folgt den Anweisungen des Vorgesetzten. Damit kann der Konsens zum konzentrierten Willen einiger Weniger werden, dem sich alle anzuschließen haben. Musyawarah und Mufakat Diskussion und Konsens auf gesellschaftlicher Ebene - können damit zur politischen Waffe werden, die nicht hinterfragt werden darf, weil es sich um den Willen und die Meinung aller handelt. Auch auf individueller Ebene bleibt die Einheit in der Vielfalt oft eine Floskel. Kemunafikan - Heuchlerei – ist eine oft vernommene Vokabel. Wenn es um den eigenen Vorteil geht, werden gesellschaftlich relevante Formeln ausgehebelt.

Insbesondere in der Suharto-Ära gab es einen regelrechten gesellschaftlichen Zwang alle Entscheidungen im Konsens zu treffen. Wer gegenteilige Meinungen öffentlich äußerte hatte mit Konsequenzen zu rechnen, die bis zur Verhaftung und Anklage auf Subversion gehen konnte - ein Vergehen auf das damals die Todesstrafe stand. Die Parteienpluralität hat jedoch heute dazu geführt, dass in den Parlamenten zunehmend strittige Themen kontrovers diskutiert und abgestimmt werden. Die Veränderung traditioneller Werte - hin zu mehr offener Konfrontation- ist auch an der Rolle der in den letzten Jahren deutlich erstarkten Gewerkschaften spürbar. Für viele Indonesier ist dieser Umstand noch gewöhnungsbedürftig, was z.B. in der verbreiteten Sehnsucht nach einem "starken Mann" an der Spitze des Staates spürbar wird.

 

 

Harmonie

Tänzerinnen am Hof des Sultans von Yogyakarta ©Klaus Fuhrmann

Gesellschaftliche Werte anderer Art, wie z.B. das ausgeprägte Harmoniebedürfnis, sind ähnlich zweideutig interpretierbar. Sie sind durchaus vorhanden, man spürt sie im Alltagsleben ständig, wie z.B. durch stets nur vorsichtig artikulierte Kritik, positiven Verbalisieren von Negativen u.ä. Dennoch gibt es auch hier die andere Seite. Der gesellschaftliche Zwang zur permanenten Harmonie erlaubt so gut wie keine Ventile zum ausleben von Emotionen. Amok (übrigens ein malaiisches Wort) als Reaktion ist ein nicht selten auftretendes Regularium. Allerdings führt der zunehmende Wandel der indonesischen Gesellschaft - insbesondere in den urbanen Zentren - zu einer freieren Möglichkeit der Persönlichkeitsentfaltung.

Landeskundetipp:

Bereiten Sie sich eingehend auf gesellschaftliche Unterschiede  zu Ihrem eigenen kulturellen Umfeld vor. Wenn Sie nicht wissen, was die indonesische Seite erwartet, kann das zu 'Gesichtsverlust' führen. Informationen zum "richtigen" Verhalten in Indonesien bieten Werke wie   z.B. 'Culture Shock-'Indonesia, 'Kunci budaya''Beruflich in Indonesien' und (vom Autor dieser Seite besonders empfohlen)  'KulturSchock Indonesien'.

Kunst

Javanisches Schattenspiel © Klaus Fuhrmann

Vor allem in den bevölkerungsreichen Inseln Java und Bali sind die traditionellen Künste stark durch indische Traditionen beeinflusst. Bei dem populären Wayang Puppenspiel werden,  im heute vornehmlich islamischen Java, populäre hinduistische Epen aufgeführt.

Das Wayang- Stabpuppenspiel wurde 2003 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Zum Weltkulturerbe zählen heute auch der in vielen Regionen Indonesiens verbreitete Krisdolch und die Kunst der Batikherstellung. Auch zahlreiche historische Stätten stehen auf der Liste des indonesischen UNESCO- Weltkulturerbes.

Die Kunst der Ikatweberei ist im Osten Indonesiens zu besonders hoher Perfektion gebracht worden.

Gamelan- Musik, ist vor allem auf Java und Bali beheimatet. Sie basiert meist auf einem Fünf- oder Siebentonsystem. Ein komplettes Orchester besteht in der Regel  aus 30-40 Musikern die verschiedene Xylophone, Trommeln, Rasseln, Gongs und Streichinstrumente spielen. 

Dangdut- Musik erfreut sich in Indonesien heute großer Beliebtheit. Bei diesem Musikstil handelt es sich um eine einzigartige Symbiose von malaiischem, nahöstlichen und westlichen Elementen mit Bollywood- Liedgut. Dangdut gilt vielen Indonesiern als Musikstil der Unterschicht. Zu den populärsten Vertretern dieses Musikstils zählen Inul Daratista und Rhoma Irama. Keroncong- Musik trifft hingegen eher den Geschmack der Mittel- und Oberschicht.

Auch Hard Rock Musik hat in Indonesien viele Freunde, einschließlich des amtierenden Präsidenten. Punkmusik fristet jedoch eher ein Nischendasein.

Viele zeitgenössische Künstler Indonesiens finden auch international Beachtung. Unter dem Diktator Suharto engagierten sich viele dieser Künstler mit teils drastischen Werken für eine Demokratisierung des Landes.

Ikatweberei aus Sumba © Klaus Fuhrmann

Wertewandel

Selfie am Prambanan Tempel ©Klaus Fuhrmann

Wohlstand, westlicher Einfluss und eine häufig daran orientierte Jugendkultur aber auch eine zunehmende Bedeutung 'islamischer Wertvorstellungen' haben in den letzten Jahrzehnten zu einem deutlichen Wandel geführt. Eine verbessertes Bildungssystem eine verbesserte Schulbildung und der zunehmende Kontakt zur 'Außenwelt' haben eine Hinterfragung der alten Werte zur Folge. Der Verlust der Großfamilie und die Geburt des Einfamilienhaushaltes haben eine Umorientierung der Wertevorstellungen im Nukleus der indonesischen Gesellschaft, der Familie, mit sich gebracht. Das Wort des Familienoberhauptes ist nicht mehr unbedingt 'Gesetz'. Die 'adat'-Systeme, die die hierarchische Struktur der Gesellschaft als notwendige Grundlage des menschlichen Zusammenlebens sahen, werden damit ihrer Basis beraubt.

Gerne werden äußerliche Zeichen der westlichen Modernität (z.B. Handys, Facebook, Kleidung) übernommen. Der von westlichen Ausländern häufig unternommene Versuch daraus auf die gleichen damit verbundenen Werte zu schließen geht jedoch oft genug schief, wie z.B. bei der Verwendung von Nazi-Symbolen. Dies gilt selbst für die in indonesischen Städten verbreitete Punkszene, die jedoch durch den zunehmenden politischen Einfluss von Islamisten immer mehr unter Druck gerät.

"Westliche" Jugendkultur als Leitbild (Poster in Jakarta) © Klaus Fuhrmann

Ein entscheidender Unterschied zu westlichen Staaten, wie z.B. der Bundesrepublik Deutschland, liegt in der Diskrepanz zwischen Stadt und ländlicher Region. Während in Jakarta der Wandel zum globalen Zentrum vollzogen ist, hat vor allem in entlegeneren Gegenden des riesigen Landes das Alte seine Gültigkeit noch bewahrt haben. Und: der rasante Wandel der Gesellschaft führt dazu, dass kleine Gruppen alte Werte orthodoxer vertreten als sie jemals Bestandteile des indonesischen Systems waren (vgl. orthodoxer Islam in Indonesien).

Am besten lernen Sie Indonesien und seine Menschen kennen, wenn Sie bereit sind, sich bewusst zu öffnen. Lernen Sie Indonesisch und suchen Sie den Kontakt zu Indonesiern. Sie werden, wie in jedem anderen Land, Vor- und Nachteile feststellen. Die schönen Seiten Indonesiens sollte man genießen, die negativen aber nicht verschweigen. Und denken Sie immer an das Staatsmotto 'Bhinneka Tunggal Ika' – Einheit in der Vielfalt.

Indonesien hat viele Gesichter. Unterschiedliche Ethnien, Sprachen, Religionen, Landschaften, Klimata und Kulturdenkmäler demonstrieren die einmalige Vielfalt, die z.T. auf engstem Raum zu finden sind.

Beispielhaft hierfür sind die buddhistischen (Borobodur) und hinduistischen (Prambanan) Tempelanlagen in der Nähe von Yogyakarta (Zentraljava), die nur wenige Kilometer auseinander liegen und fast zeitgleich erbaut wurden.

Impressionen kultureller Vielfalt

Menschen in West-Papua © Klaus Fuhrmann
Im Hochland von West-Papua © Klaus Fuhrmann
Hofzeremonie in Yogyakarta © Klaus Fuhrmann
Hofzeremonie des Sultans von Yogyakarta © Klaus Fuhrmann
Megalithen in Sumba © Klaus Fuhrmann
Megalithkultur in West-Sumba © Klaus Fuhrmann
Moderne Hochhäuser in Jakarta © Klaus Fuhrmann
Hochhäuser in Jakarta © Klaus Fuhrmann

Gender

Marktverkäuferin mit Kind © Klaus Fuhrmann

Generalisierende Aussagen zu Gender- Fragen sind aufgrund der großen ethnischen Heterogenität des Landes nahezu unmöglich. So haben sich in einzelnen Landesteilen matrilineare Traditionen erhalten - in den meisten anderen haben Männer eine sehr viel stärkere Rolle, die gleichwohl je nach sozialer Schicht sehr unterschiedlich ausfallen kann.

Obwohl sich die Mehrheit der Bevölkerung zum Islam bekennt, ist Polygamie eher selten und wird gesellschaftlich zunehmend geächtet.

Homosexuelle Menschen und Transsexuelle sehen sich in den letzten Jahren immer deutlicher zunehmenden gesellschaftlichen Druck insbesondere islamistischer Kreise ausgesetzt zu einem "gottesfürchtigeren" Leben zurückzukehren und sind zunehmend auch Opfer gewalttätiger Angriffe. Homophobe Einstellungen nehmen aber auch insgesamt zu, was in der letzten Zeit zunehmend durch homophobe Äußerungen von Politikern zum Ausdruck kommt. Anders als in den meisten Ländern mit islamischer Bevölkerungsmehrheit steht Homosexualität jedoch nach nationalen Gesetzen nicht unter Strafe. Zunehmend häufiger werden in der Öffentichkeit und in der Politik Forderungen laut dies zu ändern.

Vielen gilt Homosexualität vor allem als sexuelle Störung. Mehrere Minister haben allerdings 2016 dazu aufgefordert schärfer gegen Homosexualität vorzugehen. Laut Vizepräsident Jusuf Kalla soll das Entwicklungsprogramm der UNDP aufgefordert worden sein alle Programme zugunsten von LGBT-Gruppen einzustellen.

Die weltweit einzige Koranschule für Transsexuelle wurde aufgrund von Druck aus islamistischen Kreisen 2016 geschlossen.

Laut einem UN-Report sind 49% aller indonesischen Frauen unter 15 Jahren beschnitten. Die in Indonesien praktizierten Formen der weiblichen Genitalbeschneidung haben in der Regel nicht die gleich schlimmen Folgen wie viele der im afrikanischen Raum praktizierten Varianten.

Prostitution wird in den letzten Jahren sowohl auf nationaler wie auf regionaler Ebene zunehmend bekämpft. Viele "verrufene" Viertel wurden inzwischen, auch unter dem Druck islamistischer Muslime, geschlossen.

Im Vergleich mit vielen südostasiatischen Nachbarländern, wie z.B. Thailand, Philippinen oder Kambodscha ist der internationale Prostitutionstourismus in Indonesien nur von geringer Bedeutung

"Islamkonforme" Bademode © Klaus Fuhrmann
"Islamkonforme" Bademoden © Klaus Fuhrmann

In Indonesien gibt es eine große Anzahl von NGO, die sich mit Gender- Thematiken auseinander setzen. Zahlreiche Frauenorganisationen kämpfen für die Gleichberechtigung der Geschlechter.

Vor den nationalen Gesetz werden Männer und Frauen, mit einigen Ausnahmen im Familienrecht, weitgehend gleich behandelt. In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens werden dennoch Frauen klar diskriminiert. Daran hat auch die Tatsache nichts geändert, dass 30% der Kandidaten bei Wahlen weiblich sein müssen.

In einzelnen Regionen (z.B. Aceh) führt die Stärkung islamischer Gerichte und die Schaffung von Distriktsverordnungen zu erheblichen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Frauen.

Im Oktober 2008 wurde nach langer und heftiger Diskussion vom Parlament das sogenannte "Antipornographiegesetz" verabschiedet, in dem der Begriff Pornographie deutlich weiter gefasst wird als bislang. Unter anderem steht jetzt die "erotisierende Darstellung von Körperteilen" unter Strafe. Da die Öffentlichkeit in dem Gesetz offen aufgefordert wird gegen Amoralität anzugehen, stand zu befürchten, dass Islamisten in den folgenden Jahren zunehmend Prozesse gegen Frauen anstrengen würden, die sich nicht in einer (aus Islamistensicht) mit dem Islam konformen Weise kleiden.

Grundsätzlich wäre es nun auch möglich das Tragen einer Reihe von traditionellen Trachten nicht islamischer Ethnien zu verbieten.

In der Praxis ist dieses Gesetz allerdings bisher noch äußerst selten angewendet worden, wie z.B. im sogenannten "Peter Porn"-Prozess, gegen den Sänger der in Indonesien populären Band "Peter Pan".

Künstler, die Aktdarstellungen verbreiten, aber auch Schriftsteller, die offen über das Thema Sexualität schreiben, laufen nun Gefahr verklagt zu werden. 

Anfang 2016 mehrten sich in Indonesien die Stimmen jener, die dazu aufforderten Homosexualität unter Strafe zu stellen, darunter mehrere Minister. Vizepräsident Jusuf Kalla forderte die UNDP im März 2016 auf ihre Programme zugunsten von LGBT-Gruppen einzustellen.

Nicht wenige gemäßigte indonesische Muslime sehen keinen Widerspruch zwischen Homosexualität und dem Islam. Allerdings wächst, spätestens seit Verabschiedung des Antipornographiegesetzes, auch der Druck von islamistischer Seite auf die indonesischen Homosexuellen.  In der Provinz Aceh wird Homosexualität mit Peitschenhieben bestraft. Obgleich es in Indonesien eine vielfältige Transgender-Tradition gibt wird diese Gruppe zunehmend von islamistischen Fundamentalisten bedroht.

Bildung

Grundschulkinder in Schuluniform ©Klaus Fuhrmann
Kinder in Schuluniform ©Klaus Fuhrmann

Das indonesische Bildungssystem ist chronisch unterfinanziert.

Das Schulsystem ist dreigliedrig. Es besteht aus einer sechsjährigen Grundschule (Sekolah Dasar – SD) einer dreijährigen Mittelschule (Sekholah Menengah Pertama – SMP) und einer dreijährigen Oberschulen (Sekolah Menengah Atas- SMA).

Vor allem in ruralen Gebieten sind Mittel- und Oberschulen für die Schüler oft nur schwierig zu erreichen.

Ferner gibt es Mittel- und Oberschulen, in denen auch berufsrelevante Kenntnisse vermittelt werden. Trotz zunehmender Bemühungen des Bildungsministeriums findet noch wenig direkte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft statt. Im Vergleich mit anderen Ländern der Region ist das geringe Bildungsniveau in Indonesien aus Sicht ausländischer Investoren ein deutlicher Standortnachteil.

Im Rahmen der Dezentralisierung bekommen die Regionen derzeit mehr Rechte die Lehrpläne auf den Bedarf auf den lokalen Wirtschaft abzustimmen. Weite Bereiche des Bildungssystems werden mittlerweile auch eigenverantwortlich von den Distrikten und Provinzen verwaltet. Dies führt unter anderem dazu, dass sich die  Qualität der Schulbildung in armen oder von besonders korrupten lokalen Führern beherrschten Distrikten und Provinzen deutlich verschlechtert hat. Das gilt insbesondere für entlegene Provinzen, wie West-Papua.

Die Qualität der Schulbildung ist, verglichen mit anderen südostasiatischen Ländern, gering. Bei der Pisa- Studie von 2009 landete Indonesien bei den Lesefähigkeiten auf Rang 57  und im Bereich Naturwissenschaften auf Rang 59 und im Bereich der Mathematik auf Rang 61 (von 65 Ländern). Bei der Pearson-Study, die die Bildungsqualität misst, landete Indonesien auf dem letzten Rang von 40 untersuchten Ländern. Naturwissenschaften spielen im staatlichen Bildungssystem eine eher untergeordnete Rolle. Wichtiger Teil der schulischen Bildung ist im Rahmen des Nationbuilding auch die Erziehung zu einem nationalen Zusammengehörigkeitsgefühl.

Rund die Hälfte der indonesischen Arbeitnehmer hat lediglich einen Grundschulabschluss.

Auch die Qualität der Hochschulen kann, bis auf wenige (meist staatliche) Eliteuniversitäten, im internationalen Vergleich kaum mithalten. 

Einige von Saudi-Arabien finanzierte Universitäten tragen derzeit zur Radikalisierung innerhalb des indonesischen Islam bei.

Neben dem staatlichen Schulsystem gibt es in der indonesischen Bildungslandschaft auch eine große Zahl von Schulen und Hochschulen unter christlicher oder islamischer Trägerschaft. In diesen religiös gebundenen Schulen bekommen die Schüler und Studenten oft ein besseres Bildungsangebot als im staatlichen Schulsystem.


Ein wichtiger Schwachpunkt der beruflichen Bildung in Indonesien ist ihr mangelnder Praxisbezug.

Gesundheit

Mobiler Verkaufsstand für traditionelle Kräutermedizin ©Klaus Fuhrmann

Die Rolle der traditionellen Medizin für die Gesundheitsversorgung geht insgesamt zurück. Gleichzeitig passt sich die traditionelle Medizin in teils erstaunlicher Form modernen Bedürfnissen an. Bis heute stellt sie, gerade für die Armen, eine kostengünstige Alternative zum staatlichen Gesundheitssystem dar. Die Grundversorgung der Bevölkerung wird meist von Basisgesundheitsstationen (Puskesmas) übernommen.

Nach einem 2004 verabschiedeten Sozialversicherungsgesetz, dass im Januar 2014 in Kraft trat sollen bis 2019 alle Indonesier als Mitglieder der staatlichen Krankenversicherung JKN pflichtversichert werden. Noch wenige Monate vor der Implementierung waren viele gesetzliche Rahmenbedingungen ungeklärt.

Auch Ausländer, die sich mehr als 6 Monate in Indonesien aufhalten werden in dem Programm mit versichert.

Die derzeit anlaufende Phase umfasst nur die Krankenversicherung. Im Laufe dieses Jahres kommen auch noch eine Unfallversicherung und Altersvorsorge mit hinzu.

Schwierig gestaltet sich derzeit vor allem die Einbindung von Angehörigen des informellen Sektors in das neue Krankenversicherungssystem. Hier gibt es die Möglichkeit die Höhe der Beiträge und den damit verbundenen Leistungsumfang selbst zu wählen

Bis Ende 2013 lag der Anteil der gesetzlich und privat versicherten bei nur 51% der arbeitsfähigen Indonesier, was auch auf den hohen Anteil der Beschäftigten im informellen Sektor zurückzuführen ist.

Ein Schwachpunkt des staatlichen Gesundheitssystems lag damals in den häufig zu hohen Zuzahlungen.

Die Herausforderungen für das staatliche Gesundheitssystem und die Gesundheitspolitik liegen unter anderem in der Sicherstellung der Versorgung in allen Gebieten des Landes und der nach wie vor hohen Kinder- und Müttersterblichkeit, besonders in den ärmeren östlichen Provinzen.

Die Rate der Kindersterblichkeit liegt etwa 8x höher als in Deutschland, die Rate der Müttersterblichkeit ist sogar 20x höher als in Deutschland.

Dengue- Fieber und Malaria sind in vielen Landesteilen weit verbreitet.

Unabhängig vom staatlichen Gesundheitsprogramm haben einige Distrikte und Provinzen eigene Gesundheitsprogramme aufgelegt, die z.T. eine kostenfreie (Basis)gesundheitsversorgung ermöglichen.

Die Gesundheitspolitik ist einer der Schwerpunkte des politischen Programms des amtierenden Präsidenten Joko Widodo.

Menschenrechtsorganisationen haben wiederholt den Umgang mit psychisch kranken Menschen kritisiert.

Immer wieder kommt es auch, vor allem in den ärmeren und unterversorgten Regionen, zum Ausbruch von Epedemien. In einigen dieser Gegenden ist auch Lepra noch weit verbreitet.

Lungenkrankheiten sind unter anderem deshalb sehr verbreitet, weil nirgendwo auf der Welt mehr Männer rauchen. Unter ihnen ist auch eine steigende Anzahl von Jugendlichen. Nichtraucherschutz ist so gut wie unbekannt. Das Gesundheitsministerium beziffert die Zahl der Todesfälle die mit Rauchen in Verbindung stehen auf etwa 600 täglich. Dennoch ist es schwer für das Ministerium sich gegen die Tabaklobby durchzusetzen.

 Vermutlich starben 2015 auch mehrere tausend Indonesier an den gesundheitlichen Folgen des durch Waldbrände verursachten Smog.

Die Infektionsrate mit HIV/Aids ist derzeit, mit Ausnahme der großen Städte und West-Papua, noch relativ niedrig. Allerdings wird befürchtet, dass die Infektionsrate in den nächsten Jahren erheblich ansteigen wird.

Schwangerschaftsabbrüche können in Indonesien nicht legal durchgeführt werden.

Aus Sicht der Weltbank  gibt die indonesische Regierung weiterhin zu wenig Geld für die Finanzierung des Gesundheitssystems aus.


Auch die Armut wirkt sich direkt auf den Gesundheitszustand aus. 2015 galten 7,6% der indonesischen Bevölkerung als unterernährt.

Arbeit und Arbeitsmarkt

Zigarettenfabrik in Kudus (Java) © Klaus Fuhrmann

Nach Angaben des nationalen Statistikamtes liegt die Arbeitslosigkeit bei 8 %. In diesen Zahlen finden jedoch nur registrierte Arbeitnehmer Berücksichtigung, die zuvor einen (sozialversicherungspflichtigen) formalen Arbeitsvertrag hatten. 

Mehr als die Hälfte der Indonesier arbeiten jedoch ohne Arbeitsvertrag im informellen Sektor. Je nach zugrunde gelegten Parametern fallen die Zahlen über Arbeitslosigkeit und Beschäftigung sehr unterschiedlich aus. 

Da Frauen zu einem geringeren Teil im formalen Sektor beschäftigt sind, sind sie beim Zugang zu sozialen Sicherungssystemen deutlich benachteiligt. 

Für Arbeitnehmer mit formalen Arbeitsverträgen existieren Mindestlohnregelungen die das örtliche Preisniveau berücksichtigen und daher regional sehr unterschiedlich ausfallen können. So fällt der z.B. der Mindestlohn in der Hauptstadt Jakarta etwa doppelt so hoch aus wie in östlichen Regionen Javas. 

Die Struktur des Arbeitsmarktes ist in Indonesien  durch eine große Zahl kleiner und mittlerer Unternehmen gekennzeichnet. In ihnen sind die meisten Arbeitnehmer beschäftigt.

Durch die geringe Qualifikation eines großen Teils der indonesischen Arbeitskräfte, die hohe Arbeitslosigkeit und durch den schwachen Organisationsgrad von Arbeitnehmern ist die Durchsetzung von Arbeitnehmerrechten derzeit noch sehr schwierig. Arbeitsrechte und Mindestlohnregelungen werden daher in der betrieblichen Praxis häufig missachtet. Starke Gewerkschaften gibt es nur in wenigen Arbeitsfeldern.

Dennoch haben die Gewerkschaften vor allem seit 2012 erhebliche Erfolge erzielen können und konnten sogar in einigen Regionen deutliche Erhöhungen der staatlichen Mindestlöhne durchsetzen.

Migration

Im Unterschied zu vielen anderen asiatischen Ländern gibt es nur relativ wenige indonesische Migranten, die sich dauerhaft in  westlichen Ländern niedergelassen haben. 

Permanente Migration findet eher innerhalb von Asien statt. Rund eine halbe Million in Indonesien geborener Menschen leben in Malaysia.

Nach Angaben des indonesischen Arbeitsministeriums arbeiteten 2013 ca. 2,9 Millionen Indonesier mit offiziellen Arbeitsvisa im Ausland.  Diese indonesische Arbeitsmigranten sind häufig gering gebildet und meist weiblich. Ein großer Teil dieser Arbeitsmigrantinnen (weit über eine Million) arbeiten als Haushaltshilfen. Die größten Gruppen von offiziellen Arbeitsmigrant/innen finden sich in Saudi Arabien (ca. 670.000) und Malaysia (ca. 1,5 Millionen).

Auch in Singapur arbeiten tausende von indonesischen Haushaltshilfen - teilweise und unwürdigen Arbeitsbedingungen.

Hinzu kommt etwa eine Million Indonesier, die ohne entsprechende Papiere im Ausland arbeiten. 

Mit rund 5 Milliarden Dollar sind die Rücküberweisungen von im Ausland arbeitenden Indonesier/innen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Aufgrund vieler Misshandlungen indonesischer Hausangestellter spielt die Indonesische Regierung derzeit dennoch mit dem Gedanken die Arbeitsmigration von Indonesischen Arbietskräfte nach Saudi-Arabien und in den Nahen Osten vollständig zu stoppen.

Seit 1997 sind durch innere Konflikte und Naturkatastrophen rund 1,4 Millionen Menschen intern vertrieben worden. Teile dieser intern vertriebenen Menschen wurden umgesiedelt.

Flüchtlinge, die (meist auf dem Weg nach Australien) in Indonesien aufgegriffen werden, landen meist in Gefängnissen

 Der Urbanisierungsgrad Indonesiens liegt  bei 53%. Die Urbanisierung nimmt derzeit weiter zu. So wächst z.B. im Ballungsraum um Jakarta derzeit die Bevölkerung um 3% jährlich. Nach neuesten Schätzungen leben dort inzwischen 21 Millionen Menschen, viele davon in illegalen Armutssiedlungen.

 

 

Gesellschaftlicher Wandel

Geschäftswerbung mit Schattenspielfigur © Klaus Fuhrmann
Geschäftswerbung mit Schattenspielfigur © Klaus Fuhrmann

 

Alte Strukturen brechen auf. Der Wandel ist in vielerlei Hinsicht feststellbar. Die Popularität von Wayang-Vorstellungen hat seit der Einführung des Fernsehens deutlich abgenommen, Gamelan-Orchester existieren zwar noch in großer Zahl: Aber die Jugend hört vornehmlich moderne Popmusik. Auch traditionelle Kommunikationsstrukturen werden in Indonesien je nach Anlass beibehalten, während gleichzeitig nirgendwo in der Welt mehr getwittert wird als in Indonesien. Die zusammenwachsende Welt hat damit auch Indonesien spürbar geprägt. Jugendliche in Jakarta oder anderen Großstädten Indonesiens unterscheiden sich zwar, zumindest äußerlich, nicht wesentlich von denen in anderen Metropolen der Welt. Aber eine äußerlich "westliche" Kleidung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass überlieferte Wertvorstellungen (Familie, Ehe, Hierarchie) im Privatleben auch für diese Jugendlichen noch eine wichtige Rolle spielen.


Religionen

Alle großen Religionen sind auch in Indonesien vertreten. 88% der Indonesier sind Muslime. Der Islam in Indonesien zeigt verschiedene Strömungen. Große Teile der islamischen Bevölkerung (insbesondere im ländlichen Java) orientieren sich an einer traditionalistischen, vom Mystizismus beeinflussten Form des Islam. In diesen Bevölkerungsgruppen ist der Glaube an Geister und die Wirksamkeit von Magie weit verbreitet. Der traditionalistisch-mystische Islam zeigt eine hohe Anpassungsfähigkeit an lokale Bräuche und Traditionen, von dem u.a. auch die Reaktionen auf Naturkatastrophen mit beeinflusst werden.

Der Islam wird allerdings insbesondere seit Beginn der Demokatisierung nach dem Sturz Suhartos zunehmend konservativer und enger interpretiert. Das zeigt sich auch in der deutlich zunehmenden Verbreitung von Kopftüchern, die in der Suharto-Zeit noch selten zu sehen waren.

Der Islam wahabbitischer  und salafitischer Ausrichtung gewinnt derzeit an Popularität - auch aufgrund einer zunehmenden Unterstützung aus Saudi Arabien. Immer mehr Indonesier wünschen eine stärkere Beachtung der Sharia im Rahmen der Gesetzgebung. So ist z.B. seit April 2015 Mini-Supermärkten der Verkauf von Bier und Mixgetränken verboten

Die Dezentralisierung führt derzeit dazu, dass in Distrikten, in denen islamische Parteien große Stimmenanteile gewinnen konnten, Verordnungen erlassen werden, die von ihren Unterstützern als "shariakonform" betrachtet werden. In derartigen Distrikten herrscht dann z.B. ein striktes Alkoholverbot, weibliche Schüler und Verwaltungsangestellte müssen dort einen Schleier tragen, Frauen dürfen ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr alleine auf die Straße und vereinzelt werden auch  für Glücksspiel und Ehebruch Prügelstrafen verhängt.  In der Provinz Aceh werden derartige shariakonforme Regeln besonders strikt angewendet.

Das Innenministerium hat im Juli 2015 einen Vorstoß gestartet insbesondere solche regionale Bestimmungen zu verbieten, die Frauen benachteiligen oder Angehörige von ethnischen und religiösen Minderheiten diskriminieren

Schwere innerislamische Konflikte gab es 2008 über die Frage des Verbots der Ahmadiyah-Sekte.Der Sekte wurde schließlich vom Innen- und Religionsministerium per Dekret untersagt ihre Glaubensgrundsätze weiter zu verbreiten, die von fundamentalistischen Muslimen als ketzerisch betrachtet werden. Viele Beobachter sehen dieses Dekret als einen schweren Eingriff in die Religionsfreiheit. Bestärkt durch dieses Dekret greifen Gruppen aus dem islamistisch-terroristischen Spektrum, wie die ca. 200.000 Mitglieder starke Front Pembela Islam (FPI) zunehmend zu Gewalt. Diese Gewalt erreichte im März 2011 ihren vorläufigen Höhepunkt. Damals wurden bei einem Angriff der FPI auf Mitglieder der Ahmadiyah-Sekte vier Menschen getötet.

Die großen islamischen Vereinigungen, wie die Muhammadiyah und die Nahdlatul Ulama mit insgesamt 70-80 Millionen Mitgliedern verurteilen diese Anschläge.

Seit 2011 wird auch die schiitische Minderheit zunehmend zur Zielscheibe gewaltbereiter sunnitischer Extremisten. 

Die Polizei geht meist nur sehr zögerlich gegen gewalttätige Demonstrationen von islamistischen Hardlinern vor. In einigen Fällen scheint es auch eine direkte Zusammenarbeit mit Islamisten zu geben, die Forderungen der Polizei nach Korruptionsgeldern indirekt Nachdruck verleihen.

In der Politik hört man heute zunehmend Stimmen die eine stärkere Rolle des Islam in der Gesetzgebung fordern. Wer gegen diese Stimmen Position bezieht läuft Gefahr als "antiislamisch" abgestempelt zu werden. Ein Vorwurf, dem man sich in einem Land mit 88% Muslimen lieber nicht aussetzen will. Die große Mehrheit der meist moderaten indonesischen Muslime schweigt daher lieber und wird nicht politisch aktiv. Allerdings kann man auch ganz klar von einer zunehmenden Akzeptanz islamistischer Grundpositionen sprechen.

Die schweigende Mehrheit der moderaten Muslime ist heute mit verantwortlich dafür, dass Fundamentalisten zunehmend die öffentliche Diskussion beherrschen. Ihr Schweigen hat auch mit dazu beigetragen, dass sich die interreligiösen Beziehungen in den letzten Jahren deutlich verschlechtert haben.

In Gebieten mit islamischer Bevölkerungsmehrheit wird der Bau von nicht-islamischen Gotteshäusern und die Ausübung der jeweiligen Religion zunehmend von Seiten der lokalen Administration behindert.

Auch die Gewalt islamistischer Hardliner gegenüber indonesischen Christen und gegenüber der der islamischen Glaubensgemeinschaft der Ahmadiyah nimmt deutlich zu.

Der durch die Pancasila-Staatsphilosophie garantierte religiöse Pluralismus scheint derzeit mehr denn je gefährdet.

 

 

Moschee in Aceh © Klaus Fuhrmann
Moschee in Banda Aceh © Klaus Fuhrmann

Der islamistische Terrorismus hat in Indonesien, gemessen der Zahl der Muslime, nur sehr wenige Unterstützer. Die Gefahren des islamistischen Terrors für die Entwicklung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die wirtschaftliche Entwicklung Indonesiens sind dennoch außerordentlich hoch.

Der Anteil der christlichen Bevölkerung beträgt rund 8%. Dennoch sind die Christen in einigen größeren Landesteilen, wie z.B. Ost Nusa Tenggara, sogar in der Mehrheit. 

Hindus gibt es fast ausschließlich auf Bali. In entlegenen Regionen des Archipels werden z.T. noch traditionelle Religionsformen gelebt, deren wesentliche Merkmale der Ahnenkult und die Verehrung von Geistwesen sind.

Priester der Marapu-Religion (Sumba) © Klaus Fuhrmann

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Letzte Aktualisierung

Diese Seite wurde zuletzt im Dezember 2016 aktualisiert.

Über den Autor

Dr. Klaus Fuhrmann - Seit 2003 führe ich für die GIZ Landesvorbereitungskurse für Indonesien durch. Nach meinem Ethnologiestudium (u.a. in Yogyakarta) habe ich mehrere Jahre in Indonesien geforscht. Später habe ich in Indonesien im Rahmen eines Tsunami-Wiederaufbauprojekts sowie als Dokumentarfilmer, Radioreporter und Studienreiseleiter gearbeitet. Derzeit arbeite ich vor allem als interkultureller Trainer für das Institut für Migration, Kultur und Gesundheit (AMIKO).

 

 

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