Offizieller Name
Republik Irak
Fläche
435.050 km² (2017; Quelle: BMZ)
Einwohner
38.274.618 (2017; Quelle: BMZ)
Bevölkerungswachstum
2,55 % pro Jahr (geschätzt 2017)
Regierungssitz
Bagdad
Amtssprachen
Arabisch, Kurdisch
Regionalsprachen
Turkmenisch, Neo-Aramäisch

Lage und Größe des Landes

Lage des Iraks
Lage des Iraks
Quelle: Izzedine; (CC BY-SA 3.0)
Nordirak im Frühling; ©Kyselak; CC-BY-SA-4.0

Die Staatsgrenzen des Iraks sind von einflussreichen Groß- und Regionalmächten des Völkerbundes (= Großbritannien, Frankreich, Türkei) in mehreren Etappen nach dem 1. Weltkrieg bestimmt worden. Einzelne Grenzabschnitte mit Saudi-Arabien, dem Iran und Kuwait sind auch lange Zeit danach noch strittig gewesen. Sie wurden am Ende sowohl einvernehmlich, mit Saudi-Arabien, wie auch konfliktreich, mit dem Iran und Kuwait, ausgehandelt.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden die bis dato gültigen Nord- und Westgrenzen auf der Konferenz von Lausanne neu festgelegt. Dies geschah im Jahre 1923. Das heutige irakische Kurdengebiet ist, entgegen des kurdischen Votums für Unabhängigkeit und entgegen des Friedens von Sèvres, 1925 dem irakischen Territorium zugeteilt worden. Die Ölfelder nordwestlich von Mossul wurden erst ein Jahr später dem Irak zugeordnet - gegen den erbitterten Widerstand Syriens. Die Grenze mit Kuwait wurde 1930 zwischen Großbritannien und Kuwait vertraglich festgelegt und zwei Jahre später noch einmal bekräftigt. Saddam Hussein stritt die Rechtmäßigkeit dieser Vereinbarungen ab und versuchte damit seinen Einmarsch nach Kuwait zu legitimieren.

1937 gab es die erste Grenzfestlegung der Neuzeit zwischen den souveränen Staaten Irak und Iran. Im Vertrag von Saadabad, geschlossen zwischen Iran, Irak, Türkei und Afghanistan, wurden die Nutzungsrechte des Shat al-Arab vereinbart. Die genaue Grenzziehung aber blieb offen, eine damit beauftragte Kommission kam zu keiner Einigung, was weitere Konflikte geradezu vorprogrammierte. So ist der Vertrag von Saadabad, nominell ein Gewaltverzichtsabkommen, 1959 zuerst vom Irak aufgekündigt worden. Zehn Jahre später zog der Iran dann nach. Schließlich aber wurde 1975 im Vertrag von Algier ein neuer Grenzverlauf vereinbart. Der hatte allerdings auch nur Bestand bis zum September 1980. Damals annullierte Saddam Hussein den Vertrag und erklärte wenige Tage später den Krieg mit Iran. Seit 1990 akzeptieren beide Länder nun wieder die Grenzregelungen des Algier-Vertrags. Als Grenze gilt somit die sogenannte "Talweglinie", also die direkte Verbindung der tiefsten Punkte im Flussbettverlauf. 

Übersichtskarte und weitere Karten

Karte des Iraks; Quelle: CIA World Factbook; gemeinfrei

Zwei lange Zeit fragliche Abschnitte zwischen Irak und Saudi-Arabien hat man als einvernehmliche Staatsgrenze erst zwischen 1980 und 1983 genau festgelegt. 

Aktuell besteht zwischen Saudi-Arabien und dem Irak ein etwa 1000 Kilometer langer und mit Hochtechnologie gesicherter Grenzzaun, der das Eindringen von IS-Terroristen nach Saudi-Arabien verhindern soll.

Iraks Ostgrenze oberhalb des Shat al-Arab entspricht noch immer der alten Reichsgrenze zwischen Persien und dem Osmanischen Reich, wie sie bis zum Ende des 1. Weltkriegs bestand.  

Weitere  Karten:    

Landesimpressionen

Einen kleinen Blick auf Gesichter und Landschaften des Nachkriegs-Iraks liefert dieser kurze Film des reisenden Regisseurs Janssen Powers, der das Land seit 2016 regelmäßig besucht.

Arthelps ist ein Kunstprojekt, das ebenfalls Einblick in das Leben und die Landschaft im Irak bietet.

Die meisten Impressionen des Landes konzentrieren sich jedoch auf das politische Geschehen oder die humanitäre Lage, wie diese Foto-Strecke des Spiegels zu den Protesten in Basra und dieses kurze Video von Arthelps, gedreht an einer Schule in einem Flüchtlingscamp.

Grunddaten zum Irak

Es gibt im Internet eine Vielzahl an Statistiken und Datenbanken, die brauchbare Informationen zum Irak liefern. Nicht alle aber aktualisieren sie in regelmäßigen Abständen oder geben für verschiedene Indikatoren dasselbe Jahr als Erhebungsgrundlage an. Bei einigen Datensammlungen ist weder die Herkunftsquelle noch die Methode der Datenerhebung nachvollziehbar. Manchmal gibt es völlig unterschiedliche Bemessungsparameter; selbst bei physischen Daten, wie der Landesfläche beispielsweise. Daher gelten Datensammlungen der Vereinten Nationen immer noch als die sichere Wahl, hier eine Datenübersicht der Weltbank, die zuletzt in 2017 erneuert wurde.

Naturräumliche Gegebenheiten

Boot auf dem Euphrat in Basra; ©Christiaan Briggs; (CC BY-SA 2.0)

Geographie und Bodenschätze

Zagros-Gebirge - Irak; ©Kyselak;(CC BY-SA 4.0)

Der Irak zeichnet sich durch sehr unterschiedliche Landschaften aus. Sand- und Geröllwüsten sowie Steppen bedecken etwa 70-75% des Landes. Sie sind vornehmlich im Nordwesten, Westen und Südwesten des Landes zu finden. Diese Gegenden gehören zu den am dünnsten besiedelten Gebieten. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Bereich der sogenannten Schwemmlandzone. Darunter versteht man den Kernbereich des Landes, der sich quasi wie eine Blase um die Hauptströme Euphrat und Tigris legt. Dieses Gebiet macht etwa ein Fünftel der gesamten Landesfläche aus.

Im Süden hatte das Baath-Regime die Sümpfe trocken legen lassen. Das Marschland und seine Kultur erholen sich seit einigen Jahren.

Im Norden wird der Irak auf natürliche Weise von zwei Gebirgen umschlossen. Im Grenzgebiet zur Türkei durch die Ausläufer des Taurus-Gebirges; im Osten, zum Iran hin, durch das Zagros-Gebirge. Darin findet sich, nah an der irakisch-iranischen Grenze, auch die höchste Erhebung. 

Klima

Der Norden des Irak liegt im Bereich eines subtropischen, halb-trockenen Klimas. Wobei der Nordosten viele Mikroklimate aufweist, die z.T. recht stark von ihrer Nähe zu den erwähnten Gebirgen abhängen. Die Sommer erreichen Durchschnittswerte um die 34° Celsius. Allerdings sind in den Gegenden um Erbil oder Kirkuk an Spitzentagen auch Temperaturen knapp unter 50° C möglich. Solche Werte werden ganz im Süden, um Basra herum, an besonderen Tagen noch überschritten. Auch in Bagdad gibt es Sommertage, welche die 50°-Marke erreichen oder zeitweise gar darüber hinaus gehen. Öffentliches Leben ist dann sehr beschwerlich und ohne funktionierende Klimaanlagen eine wirkliche Strapaze. Der Süden des Irak zeichnet sich durch Halbwüsten- oder vollständiges Wüstenklima aus. Die Sommer sind dort trocken und heiß, in Flussnähe stellenweise aber auch feucht. Im Frühjahr gibt es regelmäßig Überschwemmungen in der Kernzone von Euphrat und Tigris.

Iraks Winter stellen sich als relativ mild dar. Durchschnittlich liegen die entsprechenden Werte zwischen 0°-15° Grad Celsius. Hier allerdings auch mit örtlich starken Abweichungen. Im Zagros-Gebirge fällt das Thermometer auch schon mal unter 0°. Einige Berge dort haben schneebedeckte Gipfel bis ins Frühjahr hinein. 

Marschland im Süden des Iraks; ©Mohammed Alsoufi, (CC BY 2.0)

Iraks Pflanzenwelt ist, je nach Landschaftsformation, sehr unterschiedlich ausgeprägt. In den nördlichen Ebenen des Landes findet man kleinwüchsige Sträucher sowie eine Vielzahl an Kräutern und Gewürzen . Beifuß, Thymian, Kardamom und Wurzelstock kommen dort vor. Ebenso unterschiedliche Seidenpflanzen und Gänsefußgewächse. Manche davon werden noch heute zu medizinischen Zwecken verwandt. Speziell zu Zeiten des Embargos in den 90er Jahren behalf man sich der breiten Anwendungspalette von Kräutern. In Richtung der Bergregionen, bis hinauf zu mittleren Höhen, wachsen Hagedorn, Wacholderbeere und eine Art Krüppelkiefer. Aber auch exotische Gewächse wie Terebinthe oder wilde Birne gedeihen dort. In der zentralen Schwemmlandzone gibt es viele Grasarten, die sich in den Marschen noch einmal variantenreicher zeigen. Dort sind Schilfgras, Riedgras, Papyrus zu finden – ebenso wie irakische Wicken und eine spezielle Art von Gauchheil. An den Flussufern von Euphrat und Tigris stehen abschnittsweise noch immer Dattelpalmen und Weiden. Die gehörten jahrtausendelang zu den Allerweltspflanzen dort. Nun aber sorgen Trockenheit und sinkende Wasserstände für ein Schrumpfen der Bestände.

In den Wüstenregionen des Landes ist der Bewuchs naturgemäß recht spärlich. Nur sehr genügsame und robuste Pflanzen, wie irakische Schafgarben, Queller oder Tamarisken, findet man dort.

Älteste Kirchenruine im Irak, nahe Kerbala; 2. Jahrhundert;©David Stanley; (CC BY 2.0)

Ökologische Probleme

Regulierung von Tigris und Euphrat; ©Philippe Rekacewicz, Delphine Digout, UNEP/GRID-Arendal; (CC BY-NC-SA 2.0)

Der Irak sieht sich einer Vielzahl ökologischer Probleme gegenüber. Die Kriege der letzten 50 Jahre und der Versuch des Baath-Regimes die Natur, einschließlich der Flussverläufe, nach eigenen Vorstellungen zu formen, sind nicht spurlos an der Natur vorbeigegangen. Umweltverschmutzung, Dürre und der Rückgang der agrarwirtschaftlich nutzbaren Fläche sind Hauptfolgen. Der Tigris-Staudamm in der Türkei entzieht dem Land wesentliche Lebensgrundlagen. Und schließlich gibt es regionale wie globale Klimaphänomene, die dem Irak zu schaffen machen. Die mangelnde Rechenschaft seit Ende des Irakkrieges 2003 verschärft die zum Teil industrielle Verschmutzung und führt in größeren Städten wie Basra laut eigenen Angaben zu 17000 Infektionen aufgrund der Wasserverschmutzung.

Der Irak verfügt nur über eine handvoll geschlossener Waldsysteme, die sich an einigen wenigen Stellen des Zagros-Gebirges befinden. Daneben gibt es offene oder fragmentierte Waldgebiete im selben Gebiet sowie in der Provinz Maysan. Freistehende Gehölze und Sektionen von Sträuchern bzw. Stauden gibt es in gehäufter Form nur am Fuße des Zagros-Gebirges. Daneben noch an den Flussufern von Euphrat und Tigris sowie im südlichen Marschland. Gerade, was die geschlossenen Waldgebiete betrifft, so sind viele von ihnen bereits Ende der 1960er Jahre von Saddams Streitkräften abgeholzt worden, um speziell der kurdischen Guerilla ihre natürliche Deckung und den Schiiten eine wichtige Lebensgrundlage zu entziehen. Auch infolge des sogenannten Bruderkrieges zwischen den kurdischen Parteien PUK und KDP, als eine darbende Bevölkerung weder über Brennstoff noch über ausreichend Nahrung verfügte, wurden Wälder abgeholzt. Sie fehlen heute als Luftfilter, als Feuchtigkeitsregulatoren, zum Schutz gegen Bodenerosion sowie als Heimstätte vieler Tier- und Pflanzenarten.

Zwar gibt es Programme zur Wiederaufforstung sowohl von Seiten der kurdischen Regionalregierung als auch von Bagdad aus. Das Problem jedoch ist, dass sie erst morgen gegen ein Problem wirken werden, dass heutzutage schon gravierend ist: Die Desertifikation. Daher hat die Zentralregierung im April 2013 ein umfassendes Paket zur Gegensteuerung beschlossen. Die Rede ist von umgerechnet 10,4 Mio. US$. Wie viel davon aber tatsächlich in konkrete Maßnahmen fließen wird und wie nachhaltig der Erfolg am Ende sein wird, das bleibt abzuwarten. Denn einige Faktoren, die zur Desertifikation beitragen, sind ebenfalls effektvoller geworden. So steigt die Trockenheit in der gesamten Region kontinuierlich an. Sandstürme aus der arabischen Wüste wehen mittlerweile bis ins nördliche Kurdistan hinein. In allen Bereichen des Iraks verschärft das nicht nur die Wüstenbildung und einen Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Hinzu kommt, dass Syrien verstärkt Wasser aus dem Euphrat entnimmt, und die Türkei durch ihren Atatürk-Staudamm sowie 21 weiteren Staudammprojekten in Südostanatolien den Wasserfluss der beiden Flüsse Euphrat und Tigris regelt. Der Irak sieht sich sozusagen am Ende der Leitung und fürchtet um genügend Wasser für seine Lebensader Euphrat. 

Sozialgeographische Gegebenheiten

Boeing 737/8 of Iraqi Airways on rwy.35L at Istanbul-IST departing, 06/06/18;©Alec Wilson; (CC BY-SA 2.0)

Es gibt zwei Hauptsiedlungsgebiete im Irak. Eines entlang der Nord-Süd-Achse von Euphrat und Tigris. Das andere im Nordosten, als ein dem Zagros-Gebirge vorgelagertes Habitat. Die Vereinten Nationen schätzten die Bevölkerung für 2017 auf 38,3 Mio.

Der Irak hat acht Städte mit über einer Million Einwohner. Worldatlas.org schätzt die Anwohnerzahl der wichtigsten Städte so ein: Bagdad (7,2 Mio.), Basrah (2,75 Mio.), Mossul (1,1 Mio.) und Erbil (1 Mio.). Zählt man registrierte und noch nicht erfasste Flüchtlinge und IDPs zu den Städten des Nordens hinzu, so erhöhen sich die Anwohnerzahlen über die Schätzungen des WorldAtlas. Im Jahr 2017 schwanken die Angaben über Iraks städtische Bevölkerung ganz erheblich. Die teils unklaren statistischen Erhebungskriterien sowie stark volatile Flüchtlingskontigente sind die Ursachen dafür. UNHCR schätzt im Dezemeber 2018 die Zahl syrischer Flüchtlinge im Irak auf ca. 253 Tausend, die Zahl der IDPs ging im Laufe des Jahres 2018 zurück auf 2,86 Mio.

Iraks Verkehrswege orientieren sich naturgemäß an diesen Hauptsiedlungsgebieten. Es gibt ein recht weit verzweigtes und gut ausgebautes Fernstraßennetz. Daneben existieren auch drei durchgängige Eisenbahnlinien. Eine in Nord-Süd-Richtung, von Mossul nach Basra. Zwei weitere von Kirkuk bzw. Bagdad bis zur Endstation Akashat im Westen der Provinz Anbar. Für den Personenverkehr spielt die Eisenbahn aber nur eine untergeordnete Rolle. Und auch im Warenverkehr besteht eine ganze Reihe von Einschränkungen. Einerseits, weil es nur mäßigen politischen Willen gibt, den Schienenverkehr auszubauen; in Kapazitäten und Logistik zu investieren. Andererseits aber auch, weil es bis heute weder ein tragendes Sicherheitskonzept gibt noch das Geld bewilligt wird, dass für zahlreiche Reparaturen an Strecken und Anlagen nötig wäre.

Überaus wichtig für Iraks Warenverkehr ist der Hafen von Umm Qasr, ganz im Süden des Landes gelegen. Von hier aus wird das gesamte In- und Exportgeschäft abgewickelt, das über den Seeweg erfolgen soll. An vorderster Stelle stehen dabei natürlich Ölexporte. Daneben existieren noch zwei weitere Häfen die, je nach Wassertiefe, für unterschiedliche Zwecke und Schiffstypen ausgelegt sind. Dementsprechend gibt es hier auch Handels- und Personenschifffahrt.

Während der vergangenen Jahre ist sehr stark in den Flugverkehr investiert worden. Zu Zeiten Saddams lag der zivile Flugverkehr innerhalb des Iraks quasi lahm. Heute kann jedoch wieder zu erschwinglichen Preisen geflogen werden. Innerhalb des Iraks und im Verbund der größten Städte. Aber natürlich auch international von den Flughäfen: Bagdad, Basra, Nadschaf, Erbil und Sulaimaniyya. Der Flughafen von Mossul wurde wegen der Lufteinsätze gegen den IS lange gesperrt. Aber auch innenpolitische Aspekte sorgen gelegentlich für eingeschränkten Flugverkehr. So unterband der vormalige Premierminister, al-Maliki, während seiner letzten Amtstage und inmitten heftiger Auseinandersetzungen mit den Kurden, noch den Lufttransport von Industriegütern zwischen Bagdad, Erbil und Sulaimaniyya.

Strasse zum Flughafen Bagdad; (CC BY-SA 3.0)

Nationale Symbole

Der Irak verfügt gleich über zwei Flaggen mit Hoheitsanspruch: die Irakische und die des Autonomiegebiets Kurdistan.

Die Nationalflagge des Iraks
Salahuddin-Adler; Irakisches National-Wappen; cc0;©tonyjeff and others

Iraks Nationalflagge wurde am 22.01.2008 letztmals angepasst. Die zuvor im Mittelteil stehenden drei grünen Sterne hat man entfernt. Sie sollten ehedem auf die angestrebte Vereinigung von Ägypten, Syrien und Irak hindeuten – also ein panarabisches Ideal symbolisieren. Die Farbe Rot stellt die arabische Revolution während des Ersten Weltkriegs dar. Weiß steht für die Zukunft, Schwarz für die Vergangenheit. Die grüne Aufschrift vor dem weißen Hintergrund läßt sich mit "Gott ist größer" übersetzen. Die Aufschrift wurde 1991 zunächst in der angeblichen Handschrift Saddam Husseins eingefügt, um religiöse Kräfte zwischen den Kriegen zu umgarnen. Nach dem Fall des Baath-Regimes wurde die originär irakische, eckige Kufi-Schrift angenommen.

Das Nationalwappen des Iraks ist der Adler des Nationalhelden Salahuddin Al-Ayyubi. Auf der Brust trägt das Wappentier die Aufschrift: "Allahu Akbar!" (Gott ist groß!). In den Krallen des Adlers ist "Irakische Republik" auf grünem Hintergrund vermerkt. Der Wappen ist eigentlich so alt wie die Republik Irak und wurde bereits mit der Ausrufung dieser 1958 eingeführt. Die wichtigste Veränderung am Wappen war die Entfernung der drei, grünen Sterne im Jahre 2018. Diese standen für den Wunsch, sich Syrien und Ägypten in einem Bündnis anzuschließen.

Die Nationalhyme des Iraks seit 2004 ist ein Statement des Säkularismus und der Einbindung in die Region. Mautini ist eine unter arabischen Säkularisten beliebte Hymne des palästinensischen Dichters Ibrahim Touqan, vertont durch den libanesischen Musiker Mohamed Flayfel.

Die Flagge der Autonomen Zone Kurdistan

Die Bedeutung der kurdischen Flagge ist nicht zweifelsfrei geklärt. Je nach dem, wie weit man ihre Herkunft zurückdatiert, ergeben sich z.T. unterschiedliche Interpretationen. Unter Kurden unbestritten ist ihre identitätsstiftende Bedeutung. Sie wird in allen Positionen der Kurdistan Regional Government zum Teil neben der irakischen Flagge zum Teil allein gehisst.

Die Region Kurdistan hat auch eine eigene Nationalhymne, hier eine Version mit Text, und eine instrumentale Version.

Das Länderinformationsportal

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Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Februar 2019 aktualisiert.

Die Autorin

©Nesrine Shibib

Nesrine Shibib ist freie Redakteurin, Trainerin und Gutachterin. Bei der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ bietet sie seit Jahren regelmäßig Landesanalysen für Jordanien und Irak an. 

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Die Akademie der GIZ gestaltet Lernangebote für die internationale Zusammenarbeit. Wir führen mehr als 2000 Fort- und Weiterbildungen durch und entwickeln innovative, wirksame und nachhaltige Lernkonzepte. Und das weltweit.

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