Geschätztes BIP in Mrd. (2012)
155,4 US-$
Geschätztes Pro Kopf Einkommen (2012)
4,600 US-$
Rang der menschlichen Entwicklung (HDI)
Rang 131 von 184
Anteil Armut (unter 2 $ pro Tag / 2008)
25,0 %
Einkommensverteilung (Gini-Koeffizient)
3,557
Anteil alphabetisierte Erwachsene (15+)
78,2 %

Die wirtschaftliche Lage im Überblick

Die gesamtwirtschaftliche Lage im Irak zeigt seit dem Jahr 2006 eine ausgeprägte Robustheit. Obwohl die Ökonomie des Landes strukturell noch immer unter den Folgen von Kriegswirren, Embargo und einer weit verbreiteten Korruption leidet, haben sich doch maßgebliche Wirtschaftsindikatoren positiv entwickelt. Allerdings gibt es regional sehr starke Unterschiede die nicht zuletzt mit der allgemeinen Sicherheitssituation in den jeweiligen Gebieten korrelieren.

Die jährlichen Steigerungsraten des nominalen Bruttoinlandprodukts (BIP) von durchschnittlich 5.3% zeugten lange Zeit davon. So wurden für das Jahr 2012 von German Trade and Invest (GTAI) 8,4% kalkuliert; für das Jahr 2013 ging man sogar von 9,0% aus. 2014 lag das kaufkraftbereinigte Wirtschaftswachstum erstmalig wieder im Minusbereich. Für das laufende Jahr wird mit 1,3% realen Wachstums aber wieder einer leichter Anstieg prognostiziert. (Aktualisierte Daten bei GTAI jeweils halbjährlich). Allerdings sollten Wirtschaftsprognosen für den Irak mit großer Vorsicht beurteilt werden. Denn jede Art der Voraussage geht von erfahrungsgeleiteten Modellen und Parametern zum Zeitpunkt X aus. Angesichts der wechselhaften Lage in puncto Sicherheit und politischer Stabilität können sich modellhafte Annahmen in der Realität nicht immer behaupten.

Die Anzahl der Erwerbstätigen hat sich, nach Angaben der Weltbank im Zeitraum von 2006 bis 2010 um rund 1 Millionen erhöht. Sie dürfte aktuell zwischen 8 und 9 Millionen Menschen liegen. In derselben Periode konnte auch das BIP pro Kopf gesteigert werden: von 4.000 US$ im Haushaltsjahr 2008 auf prognostizierte 4.600 US$ für das Jahr 2012 und 6.850 für 2013. Seit dem Jahr 2014 ist das BIP pro Kopf jedoch wieder rückläufig. Aktuell werden für das laufende Jahr 2015 nur noch etwa 4.700 US$ je Einwohner kalkuliert. 

Auch ein nur geringfügiger Anstieg der Verbraucherpreise sowie Lohnerhöhungen im Dienstleistungssktor wirken für einen Großteil der Bevölkerung kompensatorisch. Daneben sind es speziell Gehaltserhöhungen in der boomenden Bau-, Öl- oder auch Telekommunikationsbranche, die den relativen Kaufkraftverlust wieder wettmachen. Und alle Industriesektoren zusammen machen etwa 64,5% bei der Entstehung des Bruttoinlandprodukts aus. Laut CIA Factbook entfielen im Jahr 2014 weitere 32,2% auf Dienstleistungen und 3,3% auf Landwirtschaft. 

Straßenhändler in Kirkuk

Die Hauptrolle für Iraks Wirtschaft spielt jedoch die Ölförderung. Das Land gehört zur Gruppe der fünf Länder mit den weltweit größten Ölreserven. (Zusammen mit Venezuela, Saudi-Arabien, Kanada und dem Iran). Und die sollen bei der jetzigen Fördermenge noch mindestens 90 Jahre vorhalten, was quasi eine gegenläufige Einschätzung zu den Welt-Prognosen bedeutet. Allerdings sind alle weitreichenden Prognosen zu Ölreserven und deren Vorhaltedauer sehr mit Vorsicht zu genießen. Denn die verschiedensten Vorhersagemodelle beruhen auf sehr unterschiedlichen Parametern für die Zukunftsprojektion. Außerdem läßt sich der Verbrauch über sehr lange Zeitperioden nur mit relativ großen Schwankungen prognostizieren; er ist von zu vielen Variablen abhängig. Schließlich werden völlig neuartige Ausbeutungsverfahren und die steigende Bedeutung von Gasreserven den weltweiten Energiemarkt eventuell in einer Weise verändern, wie sie jetzt noch gar nicht abzuschätzen ist.

Bis Mitte 2013 hatte der Irak den Iran bereits als zweitgrößten Exporteur von Rohöl abgelöst. Bis dato waren, nach Angaben des irakischen Ölministeriums, mehr als 3 Millionen Barrel Rohöl pro Tag gefördert worden. Davon wurden regelmäßig über 81% ins Ausland verkauft. Nach der Lockerung des internationalen Embargos gegen den Iran einerseits und bilateraler Verhandlungen zwischen Irak und Iran andererseits, drosselte die Bagdader Regierung den Ölexport wieder, um den Iranern entgegenzukommen. Da die Ölpreise seit Februar 2015 aber weltweit gesunken sind, produziert der Irak jetzt wieder in größerem Umfang und verkauft monatlich mehr als 90 Millionen Barrel ins Ausland. Alle Öleinnahmen aus in dem in- und ausländischen Geschäft machten in den vergangenen vier Jahren jeweils über 90% der Staatseinnahmen aus. Alles Indikatoren also, die den Wert des Öls unterstreichen. Aber es sind nicht nur wirtschaftliche Aspekte, die dem Öl seine herausragende Bedeutung im Irak verleihen.

Es hängen auch geostrategische, politische, psychologisch-taktische und nicht zuletzt konstitutionelle Fragen damit zusammen.

Geostrategisch insofern, als der Irak ein immer mächtiger werdendes Mitglied der OPEC wird, das verstärktes Mitreden über Förderquoten, Preise und die internationale Vertriebspolitik beansprucht. Dabei hat die irakische Regierung immer auch einen gewissen Drahtseilakt zu vollführen: Einerseits strebt man eine höchstmögliche Fördermenge an. Andererseits will man auch dem Iran nicht in die Quere kommen, bei dem Versuch, seinerseits wieder größere Weltmarktanteile zu erzielen. Gleichzeitig aber wiederum nicht zu viel Öl auf den internationalen Markt zu bringen, und somit einen weiteren Preisverfall zu begünstigen, stellt für den Irak ein gewisses Dilemma dar.   

Eine stark innenpolitische Konnotation hat die Ölpolitik hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Bagdad und der kurdischen Regionalregierung. Abgesehen davon, dass Bagdad einen beträchtlichen Teil der kurdischen Ölkonzessionen an ausländische Firmen nicht anerkennt; dass es die Ausschreibepraxis und den Verbleib der sogenannten "royalties" (Nutzungsabgaben) in kurdischen Händen anficht – abgesehen davon, geht es bei allen Ölstreitigkeiten indirekt auch immer um Kirkuk; und somit um die "Umstrittenen Gebiete". Dort befinden sich die größten Öl- und Gasreserven des Landes. Und dort liegt zugleich die Wirtschaftsbasis eines zwar visionären, aber aus kurdischer Sicht doch potenziellen Staates Kurdistan.

Daten: EIA / Irakisches Ölministerium. © Grafikelemente: MS-Office 2010

Auf Seiten der kurdischen Regierung bedeutet das einen gewissen Balanceakt: Man möchte der eigenen Bevölkerung verdeutlichen, dass die politische Führung in der Kirkuk-Frage ökonomisch zwar hart bleibt und daher ein Höchstmaß an wirtschaftlicher Souveränität gegenüber Bagdad beansprucht. Dass man aber rechtspolitisch, also den Status Kirkuks betreffend, zugleich mit Zurückhaltung und Besonnenheit agieren müsse. Ein de facto Verzicht auf Kirkuk, wie von den Hardlinern kurdisch-nationalistischer Politik immer wieder mal unterstellt und von einigen Teilen der  Bevölkerung durchaus befürchtet, sei dies nicht. Und auch die Unabhängigkeitsvision sei dadurch nicht tangiert. Außerdem treibe man ja zusehends die Ausbeutung von Gasreserven im anerkannt-autonomen Gebiet voran, sodass auch damit, zumindest schrittweise, eine gewisse ökonomische Selbständigkeit zu erzielen sei. Das hat natürlich psychologisch wirksame Strahlkraft. Denn ökonomische Selbständigkeit befördert den Glauben an nachhaltige Eigenständigkeit; in welcher Form, in welcher Zeitspanne und unter welchen Bedingungen auch immer. Insofern haben die neuen Gaskraftwerke in der Nähe von Suleimaniya und Dohuk auch emblematische – und nicht nur wirtschaftliche Bedeutung.

Gleichzeitig sendet  man damit starke Signale nach Bagdad – und gleich auf zwei Kanälen. Kanal 1: Es bitte nicht zu politischer Eskalation in den Fragen Kirkuk und kurdische Öleinnahmen kommen zu lassen. Ansonsten würde sich der innerirakische Konflikt womöglich noch verschärfen und weitere Eskalationsstufen wären denkbar. (Nach einer längeren Ruhephase, in der man einen gewissen modus vivendi für beide Seiten gefunden hatte, ist der Ölkonflikt neuerlich wieder voll ausgebrochen und jede Seite wirft der anderen den Bruch von 2014 geschlossenen Verträgen vor). Kanal 2: Das gegenwärtige, offizielle Zurücksetzen des Themas "Unabhängigkeit" auf der politischen Agenda Kurdistans müsse der eigenen Bevölkerung quasi abgerungen werden. Nach wie vor bekenne man sich aber zum Föderalismus und vertrete ihn auch gegenüber den Gegnern im eigenen Lager. Die Zentralregierung in Bagdad solle dies doch bitteschön anerkennen und deshalb im eigenen Interesse nicht den Handlungsspielraum der kurdischen Führung einengen.

Aber auch Bagdad will Stärke beweisen. Mit harten Attacken gegen die kurdische Ölpolitik möchte es sich profilieren. Denn die nationale Regierung weiß, dass sie gegenüber den Kurden noch einige Pfeile im Köcher hat. Beispielsweise die Gewissheit, dass sowohl die Regierungs- wie auch die Parlamentsmehrheit gegen eine Integration Kirkuks in die autonome Kurdenregion sind. Und dass sie ebensolche Einwände gegen die kurdische Pipeline zwischen Kirkuk und der Türkei haben. Dieses Projekt bedeutet für die Zentralregierung einen beonderen Stein des Anstoßes. Denn nach Bagdader Lesart sind die separaten Lieferverträge mit der Türkei unrechtmäßig. Dies, weil der Ölexport durch nationale Rohrleitungen, nach ihrer Interpretation der Verfassung, eine hoheitliche Aufgabe des föderalen Staates ist und dort auch die Profite verbucht werden müssten. Die kurdische Regionalregierung ihrerseits wirft Bagdad vor, dass nicht ausreichend raffiniertes und somit verwertbares Öl von der Zentralregierung nach Kurdistan geliefert würde. Außerdem stünden der autonomen Region noch Gewinne des gesamtirakischen Ölverkaufs aus den Jahren 2013-2014 zu. Deshalb müsse man nun eigenes Öl per Pipeline zum Raffinieren in die Türkei schicken und dies auch auf eigene Rechnung tun.

Im Zuge dieser gegenseitigen Schuldzuweisungen ist nun eine neue Eskalationsstufe erreicht. Denn Bagdad hat die Zahlungen von 17% des nationalen Haushalts eingestellt, die der kurdisch-autonomen Zone laut Verfassung zustehen. Ohne diese Überweisung aus der Hauptstadt und ausländische Direktinvestitionen ist die kurdische Wirtschaft nur bedingt lebensfähig - was die kurdische Regierung wiederum zum Anlass nimmt, ihren eigenen Ölverkauf zu rechtfertigen. Denn noch muss fast alles importiert werden: Konsumgüter, Fertigwaren, Produkte der Hochtechnologie, Medikamente und Maschinen jeder Art. Selbst die meisten Nahrungsmittel können nicht ausreichend erzeugt werden. Die Fronten zwischen Bagdad und Erbil sind in der Ölfrage verhärtet. Eine Lösung ist vorerst nicht abzusehen. Und wenn die Kurden ihre Verkaufsmenge von derzeit 700.000 Barrel pro Tag noch auf 900.000 Barrel gegen Ende des Jahres steigern wollen, dürfte neuer Ärger bereits vorprogrammiert sein.  

Andere Schlüsselbereiche der irakischen Wirtschaft liegen fest in den Händen ausländischer Firmen. So haben in der Bau- und Elektrowirtschaft türkische Unternehmen mittlerweile eine Markt beherrschende Stellung. Maßgebliche Zweige des Handels wie Haushaltselektronik, Textil & Bekleidung sowie Lebens- und Genussmittel beziehen ihre Waren primär aus der Türkei. Desweiteren aus Jordanien, dem Iran und fernöstlichen Staaten, allen voran China. Eine produzierende wie auch weiterverabeitende Industrie steckt noch weitestgehend in den Kinderschuhen. Importiert wird also vorrangig aus Nachbarländern. Und die betrachten ein autonomes, nach wirtschaftlicher Autarkie strebendes Kurdistan eher mit Skepsis. Das wiederum bringt Bagdad in eine relative Position der Stärke.

© Le Monde diplomatique / taz Verlags und Vertriebs GmbH, 2007

Dennoch: Beide Seiten sind sich auch bewusst, dass, im Falle einer Eskalation um die Öleinnahmen, politisch höchstens eine Patt-Situation zu erreichen ist. Beide Seiten wissen, dass sie unter den gegebenen Umständen nichts gewinnen können, aber viel an Handlungsspielraum und an de-eskalierenden Optionen verlören, sollte sich der Konflikt verschärfen. Und jeder wirtschaftspolitische Konflikt unterminiert auch die Bereitschaft zu einer gemeinsamen Konfliktlösung auf anderen Gebieten. Sollte jedoch in Zukunft kein neues und konsensfähiges Öl- und Gasgesetz im nationalen Parlament eingebracht werden oder wenigstens eine Abgleichung des kurdischen mit dem nationalstaatlichen Ölgesetz, auf Basis einvernehmlicher föderaler Zuständigkeiten erfolgen, werden sich die lang anhaltenden Spannungen zwischen Erbil und Bagdad wohl kaum lösen lassen.

Im Hintergrund all dieser Aspekte wird eines recht deutlich: In allen Lagern gibt es ganz unterschiedliche Interpretationen von Föderalismus und autonomen Wirtschaftsrechten. Das zeigt sich überaus deutlich anhand der Öl-Legislation. Die stellenweise starke Ambiguität in der irakischen Verfassung, insbesondere  Art. 112(1) der nationalen Verfassung, trägt ihren Teil zur politischen Instrumentalisierung der Ölfrage bei.

Beziehen sich demnach die Konzessionsrechte nur auf 2005, also auf bereits bestehende Ölfelder im Jahr der Verfassungsannahme; oder gelten diese auch für danach entdeckte Reserven? Dürfen Erschließungs- und Ausbeutungsrechte nur für bereits produzierende oder auch für nicht-produzierende Felder vergeben werden? Wer darf die Ausschreibestandards überhaupt festlegen: Föderaler Staat oder Autonome Region Kurdistan? Wieviel Mitspracherecht hat die Provinzregierung des größten Ölfördergebiets in Basra; wer darf in den "Umstrittenen Gebieten" entscheiden? Solche Fragen sind nicht nur politisch und konstitutionell strittig, sie werden auch von Rechtsexperten unterschiedlich bewertet.

Die Einnnahmen aus dem Ölverkauf bescheren dem Irak insgesamt zwar eine wirtschaftlich solide Basis, allerdings partizipieren nicht alle Einwohner gleichermaßen davon.

Teilt man alle irakischen Einkommensempfänger je nach Verdienst in Quintile ein, also fünf Gruppen zu jeweils 20%, dann zeigt sich die sehr ungleiche Verteilung des Nationaleinkommens. Nach Angaben der Weltbank verfügen die obersten, also die reichsten 20% der Iraker, über 40% des gesamten Volkseinkommens. Allein die obersten 10% der Bevölkerung besitzen 25% des Gesamtaufkommens. Die untersten 10% hingegen partizipieren nur zu 4% daran. Zwar stammen diese Daten aus dem Jahr 2007 (neuere kann das Institut leider nicht ausweisen), aber die grundsätzlichen Proportionen dürften sich strukturell nicht wesentlich geändert haben.

Verantwortlich für dieses Phänomen sind sowohl ökonomisch-strukturelle, wie auch politisch-historische, ausbildungstechnische und steuerrechtliche Probleme. Große Schwierigkeiten bestehen insbesondere mit der flächendeckenden Eintreibung von Steuern und der effektiven Kontrolle geleisteter Abgaben. Die Korruption im Lande ist nach wie vor stark ausgeprägt. So rangiert der Irak beim Korruptionsindex von Transparency International zurzeit auf Rang 170 von insgesamt 174 untersuchten Ländern.

Festzuhalten ist auch eine relativ niedrige Erwerbsquote des Irak. Sie ist eine der niedrigsten des Mittleren Ostens. Daneben entspricht die berufliche Qualifikation irakischer Arbeitnehmer, und selbst vieler Hochschulabgänger, nicht mehr ganz den Bedürfnissen eines sich modernisierenden Arbeitsmarktes. Daten aus 2010, publiziert im März 2011, zeigen 69.2% der Männer im Alter ab 15 Jahren, die im Irak einer bezahlten Arbeit nachgehen. Nach derselben Erhebungsgrundlage von Indexmundi beträgt der Frauenananteil innerhalb ihrer eigenen Referenzgruppe ab 15 Jahren nur 17.5%. Das ist im statistischen Ranking des Mittleren Ostens, nach Saudi-Arabien, die zweitletzte Stelle. Nur jede fünfte arbeitende Person ab 15 Jahren ist 2010 eine Frau. Das sind relativ niedrige Werte, die sich im Zeitverlauf allerdings als linear ansteigend zeigen. Die Gründe dafür: Zum einen der konservativ normierte Rollentypus, wonach die Frau ihre Erfüllung als Mutter und "Haushaltsvorstand" zu finden habe. Abgeleitet daraus, die fehlende familiäre und professionelle Unterstützung für weibliche Berufstätigkeit. Und schließlich der noch immer unzureichende Zugang zu Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen. Würden speziell Frauen mehr gefördert werden, so hätte das, langfristig gesehen, sicherlich positive Effekte auf den gesamten Beschäftigungsgrad.


EZ zwischen Deutschland und Irak

Iraks "Human Development Index" im Vergleich

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit dem Irak findet gegenwärtig vor allem im Bildungsbereich statt. Im Zeitraum von 2004 bis 2009 wurden die höchsten EZ-Investitionen der vergangenen Dekade aufgebracht. Dabei spielte vor allem der Gesundheitssektor eine tragende Rolle. Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt deutscher EZ auf Projekten zur beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie zur Arbeitsmarktreform in Richtung sozialer Marktwirtschaft. Die GIZ ist aktuell mit einem Berufsbildungsprogramm in der kurdisch-autonomen Zone vertreten.

Im Rahmen des Programms Labour market-oriented development (LMOD-TVET)wurden bis zum Jahr 2014 Beratungsdienste und Schulungen zur Weiterbildung von graduierten Berufstätigen im Irak angeboten. Das Programm Sustainable Economic Development in Iraq (SEDI) zielte auf unterstützende Maßnahmen zur Strukturreform des Arbeitsmarktes. Dies speziell auf den Gebieten ökonomische Rahmenbedingungen, Weiterentwicklung der Privatwirtschaft und Management von beruflicher Bildung.

Der DAAD fördert kurdische Studenten wie auch Wissenschaftler, die in Deutschland studieren möchten. Es ist Teil des großangelegten Stipendienprogramms Human Capacity Development Programme der kurdischen Regierung. Zusätzlich ist der DAAD federführend bei der Einrichtung von Hochschulpartnerschaften im gesamten Irak.

Das vom Auswärtigen Amt gesponserte gemeinnützige Unternehmen Media in Cooperation and Transition (MICT) bietet Beratung und Schulungen für Medienschaffende an. 

Das Länderinformationsportal

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Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Oktober 2015 aktualisiert.

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Die Akademie der GIZ ist der führende Weiterbildungsanbieter für die internationale Kompetenzentwicklung. Wir stehen für innovative, wirksame und nachhaltige Lösungen.

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