Blick über das nächtliche Teheran (eigenes Bild)
Offizieller Name
Islamische Republik Iran
Fläche
1.648.195 km²
Einwohner
80,3 Mio. (2016, geschätzt)
Bevölkerungswachstum
1,22 % pro Jahr (2016, geschätzt)
Regierungssitz
Teheran
Amtssprache
Persisch
Regionalsprachen
Azeri, Kurdisch, Arabisch u.a.

Übersichtskarte

Landkarte der Islamischen Republik Iran
Politische Karte Irans (CIA World Factbook, PD-USGov)

Weitere Karten:

Naher Osten (politische Karte)

Iran (Reliefkarte)

Die Straße von Hormuz

StadtplanTeherans

Des Weiteren bietet das Internet verschiedene Sammlungen topographischer, politischer und thematischer Karten zu Iran. Eine große Zahl weiterer Karten, sowohl historische als auch aktuelle, stellt die University of Texas zur Verfügung.

Grunddaten

Im Internet finden sich zahlreiche Seiten, die einführende Informationen zu Iran bieten, allerdings variieren die statistischen Daten leicht. Informationen von staatlicher deutscher Seite finden sich auf den Seiten des Auswärtigen Amtes. Große Mengen an Daten liefern das CIA World Factbook, die Iranseite der Vereinten Nationen sowie das statistische Zentrum Irans. Im Länderprofil der Library of Congress kann man sich ebenfalls sehr umfassend informieren. Die Bibliographia Iranica bietet eine kaum zu überschauende Menge an Literatur zu Iran. Dank einer übersichtlichen Gliederung ist sie dennoch gut handhabbar und ermöglicht eine zielgerichtete Literatursuche.

Eine wissenschaftliche Encyclopädie zur iranischen Geschichte, Kultur und Gegenwart ist die auch online verfügbare Encyclopaedia Iranica. Die Artikel stammen von ausgewiesenen Fachleuten und bieten dem Interessierten die Möglichkeit, sich fundiert zu informieren.

Lage und Größe des Landes

Der Iran erstreckt sich zwischen dem Kaspischen Meer im Norden und dem Persischen Golf im Süden. Mit einer Fläche von 1.648.195 km² ist das Land etwa viereinhalb Mal so groß wie Deutschland. Sein westlicher Nachbarn ist der Irak (1609 km gemeinsame Grenze), die Türkei (511 km), Aserbaidschan (759 km) und Armenien (48 km) liegen im Nordwesten. Im Nordosten grenzt Iran an Turkmenistan (1205 km), im Osten an Afghanistan (945 km) und Pakistan (978 km). Einige Inseln im Persischen Golf gehören ebenfalls zum iranischen Staatsgebiet: Qeschm, Kisch, Kharg, Farsi, Abu Musa sowie Groß- und Klein Tonb. Der Besitz der letzten drei ist allerdings zwischen Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten umstritten.

Naturräumliche Gegebenheiten

Fruchtbare Reisfelder liegen vor bewaldeten Hängen am Kaspischen Meer (eigenes Bild)
Reisfelder an den Küsten des Kaspischen Meeres (eigenes Bild)
In den Bergen im Norden Teherans liegt ein beliebtes Skigebiet (eigenes Bild)
Skigebiet in den Bergen nördlich von Teheran (eigenes Bild)
Die dürre Landschaft nahe der irakischen Grenze zeigt sich im fasst ausgetrockneten Flussbett des Karun (eigenes Bild)
Flußlauf des Karun nahe der irakischen Grenze (Eigenes Bild)
Ein Bergdorf im Alborz liegt in einem kleinen Wäldchen und wenigen bebauten Feldern im ansonsten sehr kargen Gebirge (eigenes Bild)
Bergdorf im Alborz (eigenes Bild)

Bedingt durch seine Geographie hat der Iran mehrere Klimazonen, in denen sich die klimatischen Bedingungen mitunter stark unterscheiden. Diese Klimazonen bestimmen auch die Flora und Fauna des Landes. Ihre Grenzen verlaufen vor allem entlang der beiden großen Gebirgszüge, dem Zagros (von Nordwesten nach Südosten, in etwa parallel zur irakischen Grenze) sowie dem Alborz (von Westen noch Osten, in etwa parallel zur Küste des Kaspischen Meeres).

Das zentraliranische Hochland ist extrem trocken und wird von den beiden Wüsten Dascht-e Kavir und Dascht-e Lut dominiert. Hier herrscht arides Klima. Die Sommer sind lang und relativ warm, im Winter kann es hingegen auch schneien. An den Rändern dieses Hochlandes, wo viele der großen Städte Irans liegen, kommt es hingegen zu ausgiebigen Regenfällen. Dank der Höhenlage auch der Randgebiete wird es etwa in Teheran, das im Mittel auf 1600 Metern liegt, auch im Sommer nicht oft unangenehm heiß, die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 18° C.  

Der Südwesten Irans liegt im Tigrisbecken. Aufgrund der Nähe zur irakischen Wüste sind hier im Sommer Temperaturen von bis zu 50° C keine Seltenheit, im Winter bleiben die Temperaturen fast immer über dem Gefrierpunkt. Gleiches gilt für die Küsten des Persischen Golfes. Die Stadt Bandar-e Abbas etwa kommt auf eine Durchschnittstemperatur von 29,6° C.

Im Norden des Landes, im dünnen Küstenstreifen zwischen dem Kaspischen Meer und dem Alborz-Gebirge, herrschen hingegen teilweise subtropische Klimaverhältnisse. Da die feuchte Meeresluft an den Gebirgsrändern hängenbleibt, sind Niederschlagsmengen bis zu 2000 mm möglich. Die Berghänge waren bis in die jüngere Gegenwart von dichten Wäldern bewachsen, sind mittlerweile jedoch stark abgeholzt, insbesondere durch illegale Rodung.  

Der Iran verfügt über große Mengen an Erdöl und -gas. Der genaue Umfang der Vorkommen kann weiterhin allenfalls geschätzt werden, darf aber zu den größten der Welt gezählt werden. Darüber hinaus werden Eisenerz, Kohle, Magnesium, Gips, Kupfer und Blei abgebaut. Ein weiterer, für den iranischen Staat ebenfalls bedeutsamer Rohstoff ist Uranerz, das im Iran in nicht geringen Mengen vorkommt und seit den 1990er Jahren gefördert wird.

Ökologische Probleme

Wie in anderen Schwellenländern auch, genießt der Klimaschutz in Iran keine hohe Priorität, das Umweltbewusstsein der meisten Iraner ist nicht übermäßig ausgeprägt. Dies führt in der weiterhin wachsenden Gesellschaft eines Landes, dessen Wirtschaft in nicht geringem Maß auf der Förderung fossiler Brennstoffe basiert, zu einer Vielzahl von ökologischen Problemen.

Eines der Hauptprobleme ist die Beschaffenheit des Bodens und dessen Nutzung. Da bereits in der Antike die meisten Wälder der Region abgeholzt worden sind, ist die dünne Humusschicht vielerorts seit langer Zeit verschwunden, so dass heute 53 % des Landes aus Wüstengebieten bestehen, in denen kaum Landwirtschaft möglich ist. Zudem sind viele Gebiete durch Überweidung zusätzlich belastet. So überstrapaziert die im 20. Jahrhundert explosionsartig gewachsene Bevölkerung Irans weiterhin ihre natürlichen Ressourcen und produziert zudem konstant mehr Müll.

Ein inzwischen hinlänglich bekanntes ökologisches Problem ist Wasserknappheit. Obgleich inzwischen auch staatlicherseits anerkannt, bleibt es weiterhin vielerorts akut. Moorlandschaften trocknen ebenso wie Flüsse und Seen zunehmend aus. Dieses Problem ist durch künstliche Veränderungen von Flussverläufen sowie Dammbauten weitestgehend hausgemacht. Zudem werden weiterhin unterirdische Wasserreservoirs angezapft, so dass gerade in den Städten, und insbesondere in Teheran, der Boden absinkt und immer wieder Senklöcher auch mitten in der Stadt auftreten.

Zudem sind die ökologischen Folgen der Erdölförderung mitunter gravierend. Durch die internationalen Sanktionen war es dem Iran in den letzten Jahrzehnten kaum möglich, seine Infrastruktur in diesem Bereich zu modernisieren. So sind heute weitestgehend noch die Förderanlagen und Raffinerien in Betrieb, die die USA in den 1970er Jahren an den letzten Schah geliefert haben. Dass sich diese weder im Wirkungsgrad noch in der Umweltverträglichkeit mit Anlagen auf heutigem Stand messen können, führt gerade in den ölreichen Provinzen im Südwesten des Landes zu immensen Verschmutzungen des Bodens.

Ein großes Problem der iranischen Städte, welches sich vermutlich noch weiter verschärfen wird, ist die Luftverschmutzung, die zu einem nicht geringenTeil durch den Straßenverkehr verursacht wird. Wegen der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Situation, und da auch die iranische Automobilindustrie in den letzten Jahren von den internationalen Sanktionen betroffen war, ist im Straßenbild Irans immer noch häufig der Peykan anzutreffen, ein nach einem englischen Modell seit 1967 gefertigter Wagen der unteren Mittelklasse. Dank seiner robusten wie einfachen Konstruktion kann er jahrzehntelang gefahren werden, die ältesten Modelle dürften inzwischen jedoch ebenso viel Öl wie Benzin verbrauchen. So ist vor allem er verantwortlich für die teilweise gesundheitsgefährdende Luftverschmutzung in iranischen Großstädten, allen voran in Teheran.

Vor allem in den 1990er Jahren gab es verstärkte Anstrengungen, diese Probleme zu beheben. So sollte unter anderem durch Wiederaufforstungsprojekte der Raubbau an der Vegetation eingeschränkt werden. Fahrverbote, Modernisierung der Autoindustrie und ein Ausbau der Teheraner U-Bahn sollten helfen, dem Verkehrsinfarkt entgegenzusteuern und die Luftverschmutzung zu verringern. Der Elan späterer Regierungen ist in vielen dieser Bereiche jedoch spürbar erlahmt, wenn auch der Ausbau der Teheraner U-Bahn immer weiter vorangeschritten ist.

Durch die extreme Luftverschmutzung in und über Irans Hauptstadt Teheran kann man im Sommer, wenn man in den Bergen oberhalb der Stadt steht, kaum durch die Dunstglocke hindurchsehen.
Durch Smog verschwommener Blick auf Teheran (eigenes Bild)

Sozialgeographische Gegebenheiten

Das Bild der iranischen Gesellschaft hat sich im 20. Jahrhundert stark gewandelt. Seit den Reformen Reza Schahs, des Gründers des letzten iranischen Königshauses, zu Beginn des letzten Jahrhunderts gibt es, mit einigen Ausnahmen in den Bergregionen im Südwesten, heute kaum noch relevante nomadische Teile der iranischen Gesellschaft. Zusätzlich setzte in den 1960er Jahren durch die beginnende Industrialisierung eine verstärkte Landflucht ein. Heute leben etwa 70% der Iraner in den Städten, die somit teilweise explosionsartig gewachsen sind und vermutlich weiter wachsen werden. Neben der Hauptstadt Teheran, die - je nachdem, ob man die Vorstädte einbezieht - zwischen sieben und 14 Millionen Einwohner hat, hat Iran mit Maschhad, Esfahan, Tabriz, Karadsch, Schiraz und Ahvaz sechs weitere Millionenstädte. Diese waren und sind dem Zustrom oft nicht gewachsen, es fehlt häufig an einer adäquaten Infrastruktur. Eine Ausnahme bilden lediglich die breiten Stadtautobahnen, die der Sohn Reza Schahs, Mohammad Reza Schah, als Zeichen der Modernisierung des Landes schachbrettartig durch die Städte ziehen ließ. Diese wurden in den 90er Jahren noch einmal erneuert und erweitert.

Da weite Teile vor allem des zentralen Hochlandes kaum bewohnbar sind, konzentriert sich der Großteil der Bevölkerung in den Ballungsräumen an dessen Rändern. So wachsen auch die kleineren iranischen Städte mitunter rasant und die Anbaufläche für landwirtschaftliche Produkte, die aufgrund des Klimas und der Bodenbeschaffenheit ohnehin beschränkt ist, nimmt weiter ab.

Der Iran verfügt über ein vergleichsweise gut ausgebautes Straßen- und Eisenbahnnetz. Von dem insgesamt 172 927 km langen Straßennetz sind 125 908 km befestigt. Zudem gibt es ein 8442 km langes Schienennetz, das fast alle größeren Städte miteinander verbindet. Schließlich hat Iran etwa 850 km Wasserstraßen, vor allem auf dem Karun und dem Urmia See im Westen des Landes, der heute allerdings durch die Änderung des Miniklimas und die zunehmende Stauung seiner Zuflüsse einen großen Teil seiner einstigen Fläche eingebüßt hat.

Vor einigen Jahren wurde der Imam Khomeini Flughafen südlich von Teheran in Betrieb genommen, der bei weitem größte des Landes. Obwohl auch andere große Städte über internationale Flughäfen verfügen, wird der größte Teil des internationalen Flugverkehrs weiterhin über Teheran abgewickelt. Da zudem immer mehr iranische Städte über nationale Flughäfen verfügen, stieg die Zahl privater Fluglinien für Binnenflüge in den letzten Jahren stark an. Die internationalen Verbindungen sind allerdings nach wie vor unter dem Monopol der staatlichen Fluggesellschaft Iran Air.

Das wichtigste Verkehrsmittel in den Städten sind Busse und Taxis. Einzig Teheran und seit kurzem Esfahan verfügen über ein U-Bahn-Netz. Die Teheraner Metro steht zwar vor allem wegen der großen Höhenunterschiede innerhalb des Stadtgebietes vor enormen geographischen Hindernissen, doch ihr Ausbau, der mit enormem technischen und finanziellen Aufwand betrieben wird, schreitet trotzdem von Jahr zu Jahr voran.

Die wichtigsten Häfen des Landes befinden sich in Bandar-e Anzali am Kaspischen Meer und Assaluyeh, Bandar-e Imam Khomeini und Bandar-e Abbas am Persischen Golf.

Nationale Symbole

Die Flagge der Islamischen Republik Iran hat drei Längsstreifen, oben grün, in der Mitte weiß und unter rot. In der Mitte ist ein Symbol aus Schwertern zu sehen.
Flagge der Islamischen Republik Iran (Pumbaa80, public domain)

Flagge:

Die Flagge der Islamischen Republik Iran, gültig seit dem 29.07.1980, hat drei gleich breite Querstreifen. Der oberste ist grün, dies ist die Farbe des Islam. Der mittlere Streifen ist weiß, dies ist die Farbe des Friedens und der Freundschaft. Der untere rote Streifen symbolisiert Mut, Tapferkeit und vergossenes Blut. An den Übergängen der Streifen steht insgesamt 22 Mal "Allahu Akbar", Gott ist am größten. Die Zahl steht für den 22. Bahman (11.02.1979), den offiziellen Tag des Sieges der Islamischen Revolution. Das Symbol in der Mitte der Flagge zeigt ein Schwert und vier Halbmonde. Es symbolisiert die Macht des Islam, den Globus und den weltweiten Kampf der unterdrückten Völker. Zudem zeigt das Symbol das Wort "Allah", Gott. 

Die heutige Flagge enthält viele Elemente, die aus früheren iranischen Flaggen übernommen worden sind.

Nationalhymne:

Die neue Nationalhymne der Islamischen Republik Iran wurde im März 1980 eingeführt, nachdem in den Monaten zuvor noch die Nationalhymne des Schahs benutzt wurde.

Nationalfeiertag:

Der Nationalfeiertag ist der 22. Bahman (circa 10./11. Februar). An diesem Tag wurde 1979 der Sieg der Revolution erklärt.

Der Iran im Netz

Zu einem Land das so stark polarisiert wie die Islamische Republik Iran finden sich im Internet unweigerlich eine große Bandbreite an Meinungen. Die Seiten staatlicher und wissenschaftlicher Einrichtungen wie die des Auswärtigen Amtes oder der Stiftung Wissenschaft und Politik bieten qualitativ hochwertige Analysen. Da diese jedoch oft per definitionem auf politische Themen beschränkt sind, finden andere Aspekte dieses Landes und seiner Kultur notwendigerweise weniger Beachtung.

Zudem finden sich eine Vielzahl weit weniger seriöser Seiten im Netz, und, darüber hinaus, weitere mit eindeutig tendenziöser Absicht. Während viele der in den letzten Jahren gestürzten Diktaturen der arabischen Welt eine eher traditionelle Medienpolitik verfolgten und versuchten, den Informationsfluss aus ihrem Land so weit wie möglich zu unterbinden (und nicht zuletzt deshalb die Deutungshoheit über die Ereignisse des sogenannten "Arabischen Frühlings" verloren), verfolgt die Islamische Republik Iran hier seit Jahren eine andere Linie.

Sie bietet direkt und indirekt Informationen an, die auf den jeweiligen Rezipientenkreis abgestimmt werden, sprachlich wie inhaltlich. So soll die eigene Sicht auf aktuelle Entwicklungen, aber auch Hintergrundanalysen, möglichst weit verbreitet werden. Eines der wichtigsten Instrumente dazu ist der staatliche Nachrichtensender PressTV, der alleine für die englischsprachige Welt konzipiert ist. Innerhalb Irans ist der Sender nicht zu empfangen.

Darüber hinaus finden sich eine Vielzahl anderer Seiten im Netz, deren Intention eine ähnliche ist. Die Vorstellung, hier technisch veraltet umgesetzte und eindeutige "Propaganda" vorzufinden, trifft allerdings längst nicht mehr zu. Vieler dieser Seiten sind sehr professionell gemacht und meist in perfektem Deutsch.

Seit einigen Jahren ist hier etwa irananders zu nennen. Die Seite liefert nach eigener Aussage einen alternativen Blick auf die Auseinandersetzungen mit der Islamischen Republik, innen- wie außenpolitische. Dort finden sich durchaus auch Beiträge, die Kritik enthalten, die Intention ist allerdings stets die gleiche: Der Seite ist an der Darstellung der Islamischen Republik als einem pluralistischen System gelegen, das es so de facto nicht gibt. Zahlreiche weitere Seiten haben andere Schwerpunktsetzungen wie Wirtschaft oder Religion, funktionieren aber nach demselben Prinzip.

Auch andere Stimmen sind keinesfalls still im Netz. Exiliraner verschiedenster politischer Ausrichtung betreiben eine Vielzahl von Blogs, die die Islamische Republik, nicht selten auch den Islam als Religion verunglimpfen, seien es nationalistische, anti-islamische oder eher monarchistische. Die Übergänge sind dabei häufig fließend, die Verbindungen eng, etwa auch zwischen einigen dieser Gruppen und Organisationen deutscher Islamkritiker.  

Einen ausführlichen Internetauftritt hat der Nationale Widerstandsrat Irans. Die in Paris ansässige Organisation sieht sich als einzig legitime Vertretung der Opposition gegen die Islamische Republik und hat ihre Vorsitzende Maryam Radschavi zur Übergangspräsidentin für die Zeit nach der Islamischen Republik gewählt. Allerdings gibt es immer wieder Kritik an dieser Organisation, unter anderem, da ihr die von der EU als terroristische Organisation eingestuften Volksmodschahedin angehören. 

Letzten Endes muss es dem Leser selbst überlassen bleiben, die zahlreichen Informationen des Netzes zu werten. Da es unzweifelhaft interessant ist, sich mit der Sicht des Anderen auseinanderzusetzen, lohnt ein Blick auf diese Seiten in jedem Fall, solange man sich ihrer potentiellen Intentionsgebundenheit bewusst ist.

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im September 2017 aktualisiert.

Der Autor

Dr. Tilmann Trausch arbeitet an der Universität Bonn. Seit 2008 ist er Landestrainer für den Iran und Betreuer des LIPortals bei der GIZ.

Literaturhinweise

Weiterführende Literatur zu den Themen:

Hinweise zu den Links

Die Links des LIPortals Iran sollen dem an Iran interessierten Leser weitergehende Informationen zu den hier behandelten Themen bieten. Dabei ist allerdings auf drei Dinge zu achten:

1) Der iranische Staat hat ein gespanntes Verhältnis zur Idee des freien Informationszugangs im Internet. Innerhalb Irans ist der Zugang zum Internet daher eingeschränkt und immer mal wieder unterbrochen, zudem sind viele Seiten gesperrt. Außerhalb Irans kann dies den Zugriff auf iranische Seiten erschweren oder zumindest die Ladezeiten verlängern. Es kommt daher vor, dass Links auf iranische Seiten nicht funktionieren, obwohl die Seiten weiterhin unter der angegebenen Adresse vorhanden sind. Die entsprechenden Seiten sind dann in aller Regel nach einer gewissen Zeit wieder erreichbar.

2) Die meisten Seiten offizieller iranischer Stellen gibt es auch auf Englisch, allerdings lässt sich die Sprachauswahl oft nicht speichern. Links auf Seiten iranischer Ministerien etwa werden daher auch im LIPortal Iran häufig zunächst auf Persisch angezeigt. Dies lässt sich jedoch leicht umstellen, das einzige Wort in lateinischen Buchstaben ist "English".

3) Die Meinungen, die auf den verlinkten Seiten vertreten werden, sind nicht notwendigerweise die des Autors.

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