Kambodscha ist stolz auf seine tausendjährige Kultur. Das Erbe der angkorianischen Hochkultur spiegelt sich allerorts wider. Traditionen und buddhistische Werte sind lebendig, doch Jahrzehnte des Krieges, Bürgerkrieges und Völkermordes lasten schwer auf der Nation. Heute ist Kambodscha stabil, aber Demokratie exisiert nur auf dem Papier.

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Oberstes Gericht verkündet Auflösung der Opposition

Wenn der Tod der kambodschanischen Demokratie der 3. September war – die Verhaftung von Oppositionsführer Kem Sokha und der letzte Arbeitstag des Cambodia Daily –, dann wurden am 16. November, ihre sterblichen Überreste zu Grabe getragen: Kambodschas durch und durch politisierter oberster Gerichtshof hat mitgeteilt, dass die Partei zur Rettung der Kambodschanischen Nation (PRKN/CNRP) aufgelöst wird. Wohlgemerkt mitgeteilt, denn die Entscheidung dürfte ganz sicher ein Mann ganz alleine getroffen haben, und zwar vor Wochen, wenn nicht gar seit viel längerer Zeit. Premierminister Hun Sen entledigt sich mit der CNRP jedenfalls der einzigen relevanten Oppositionspartei, der durchaus zugetraut wurde, den Langzeit-Autokraten bei zumindest halbwegs freien und fairen Parlamentswahlen – angesetzt für den 29. Juli 2018 – zu schlagen. Lesen Sie den vollständigen Bericht hier.

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Der Autor

Markus Karbaum

Dr. Markus Karbaum ist Politologe und beschäftigt sich seit 2002 mit Kambodschas Regierungssystem und der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation des Landes. Als selbständiger Gutachter und Berater arbeitet er im Auftrag nationaler und internationaler Organisationen.

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