Kambodscha ist stolz auf seine tausendjährige Kultur. Das Erbe der angkorianischen Hochkultur spiegelt sich allerorts wider. Traditionen und buddhistische Werte sind lebendig, doch Jahrzehnte des Krieges, Bürgerkrieges und Völkermordes lasten schwer auf der Nation. Heute ist Kambodscha stabil, aber Demokratie exisiert nur auf dem Papier.

Aktuelles

Friedliche Gemeinderatswahlen

Die am 4. Juni stattgefundenen Gemeinderatswahlen sind nach einhelliger Schilderung friedlich und weitgehend frei von unerlaubten Eingriffen staatlicher Organe geblieben. Knapp 86% der 7,86 Millionen registrierten Wählerinnen und Wähler gaben am Sonntag ihre Stimme ab, was einen absoluten Zuwachs von 1,7 Millionen Wählern im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2012 bedeutet. Ersten unbestätigten Angaben zu Folge gewann die regierende Kambodschanische Volkspartei (KVP) in 70,7% der Gemeinden die Mehrheit (2012: 97,5%), während die oppositionelle Partei zur Rettung der Kambodschanischen Nation (CNRP) in 29,3% aller Stimmbezirke vorne lag. In einer der 1.646 Gemeinden siegte wiederum die Khmer National Unity Party. Nach Angaben der Nationalen Wahlkommisson errang die KVP insgesamt 51,4% aller abgegebenen Stimmen, während auf die CNRP 44,2% entfielen. Die offiziellen Ergebnisse sollen am 25. Juni bekanntgeben werden. Lesen Sie hier den vollständigen Bericht.

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Der Autor

Markus Karbaum

Dr. Markus Karbaum ist Politologe und beschäftigt sich seit 2002 mit Kambodschas Regierungssystem und der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation des Landes. Als selbständiger Gutachter und Berater arbeitet er im Auftrag nationaler und internationaler Organisationen.

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Thorsten Hölzer
(Akademie für Internationale Zusammenarbeit)

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