Die Demokratische Republik Kongo besitzt die größte Regenwaldfläche Afrikas. Das Land hat ein noch unerfasstes Potenzial zur Land- und Forstwirtschaft. Unter der Erde schlummern unendlich scheinende Bodenschätze. Und doch sind die Menschen bitter arm - zudem blockieren Kriege und Habgier das große Entwicklungspotenzial des Landes.

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Flüchtlingsdrama in den Kasai Provinzen

Die Zahl der Vertriebenen und der Flüchtlinge nimmt in der DR Kongo beängstigend zu. Waren es im vergangenen Jahr, laut Berichten der Vereinten Nationen, 900.000 Menschen, so sind es in den ersten Monaten dieses Jahres bereits 800.000 Binnenvertriebene und Flüchtlinge die registriert wurden.

Damit ist die DR Kongo weltweit das Land mit den meisten Flüchtlingen und Vertriebenen. Neben den endlosen Flüchtlingsströmen aus dem Osten des Landes kommen heute die Menschen aus den Kriegsgebieten  der Kasai-Provinzen. „Kamuina Nsapu“ nennt sich der Rebellenverbund, der mit der kongolesischen Armee einen brutalen Busch- und Flächenkrieg führt. – Ein Krieg bei dem es u.a. um Rohstoffe und traditionelle Machtansprüche geht. Korruption und die Handlungsunfähigkeit des Staates forcieren die Auseinandersetzungen.

Die Vereinten Nationen registrieren täglich 8.000 neue Flüchtlinge, deren Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten stellt die Helfer vor unlösbare Aufgaben. 

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Der Autor

Karl Wirtz ist Diplomagraringenieur und seit 40 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit tätig.
Seit 1981 bereist er regelmäßig die DR Kongo. Neben ländlicher Entwicklung und Ernährungssicherung interessiert er sich besonders für sozialpolitische Aufgaben, Ökologie, Konfliktlösungen und interkulturelle Zusammenarbeit.

Er ist als Fachberater für verschiedene Organisationen wie Misereor, Brot für die Welt, GIZ u.a. im südlichen Afrika aktiv. Als Landestrainer unterstützt Herr Wirtz die Arbeit der GIZ/AIZ für die DR Kongo und Südafrika.

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Thorsten Hölzer
(Akademie für Internationale Zusammenarbeit)

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