Das Tal von Viñales; Foto: Alfredo Avila, public domain
Offizieller Name
Kuba
Fläche
109.886 km²
Einwohner
11,45 Mio.
Regierungssitz
Havanna (La Habana)
Klima (für Hauptstadt)
subtropisch
Landessprache
Spanisch
Bevölkerungsentwicklung
+ 0,1%
Reliefkarte von Kuba
Reliefkarte von Kuba. Foto: Central Intelligence Agency's World Factbook, Public Domain

Die Bezeichnung "Kuba" geht auf den Namen der Insel zurück, wie er von den karibischen UreinwohnerInnen verwendet wurde:"Cubagua", was soviel heißt wie: "Ort, an dem man Gold findet".

Ein Blick auf das Satellitenfoto lässt erkennen, warum der kubanische Dichter Nicolás Guillén Kuba als "Grünen Kaiman" im blauen Meer der Karibik bezeichnete.

Lage und Größe

Die Republik Kuba ist naturräumlich ein Archipel, bestehend aus der Hauptinsel "Isla de Cuba", der südlich gelegenen "Isla de la Juventud" ("Insel der Jugend") sowie 1.600 kleineren, meist unbewohnten Inseln, den so genannten "Cayos". Der kubanische Archipel gehört zu den Großen Antillen und grenzt im Süden an das Karibische Meer, im Nordwesten an den Golf von Mexiko und im Nordosten an den Atlantischen Ozean. Die Hauptinsel hat eine Länge von 1.250 km, die Breite schwankt zwischen 32 und 210 km. Eine ganze Reihe der vorgelagerten Cayos wurde seit den 90er Jahren für den internationalen Tourismus erschlossen.

Kuba ist mit 109.886 km2 etwa so groß wie die ehemalige DDR und hat 11,2 Mio. EinwohnerInnen. Das vom Nationalen Statistikamt herausgegebene Demografische Jahrbuch führt Daten zur Emigration nur bis 2012, als mehr als 46.000 KubanerInnen die Insel dauerhaft verließen; seitdem liegen durch die veränderten Migrationsbestimmungen keine entsprechenden Angaben mehr vor. Bemerkenswert ist auch die innerkubanische Migration: Trotz vielfältiger administrativer Hindernisse verzeichnet die Hauptstadt einen jährlichen Netto-Zustrom von mehr als 10.000 EinwohnerInnen, während vor allem die im Osten des Landes gelegenen Provinzen kontinuierlich Bevölkerungsverluste verzeichnen.

Administrative Gliederung

Küste von Baracoa, Provinz Guantánamo, Kuba. CC License
Küste von Baracoa, Provinz Guantánamo, Kuba. CC License

Kuba gliedert sich seit der grundlegenden Verwaltungsreform von 1976 in 14 Provinzen plus der Sonderverwaltungszone "Isla de la Juventud". Zu beachten ist die Unterscheidung zwischen "Ciudad de La Habana", die Hauptstadt Havanna mit rund 2,5 Millionen EinwohnerInnen, und der Provinz "La Habana", die das vor allem ländlich geprägte Umland bis zur Südküste hin umfasst und lediglich 700.000 EinwohnerInnen zählt. Zum 1. Januar 2011 wurde die Provinz La Habana aufgelöst. An ihre Stelle traten zwei neue Provinzen namens Artemisa (der westliche Teil) und Mayabeque. Auf kommunaler Ebene bestehen 169 Gemeinden (Municipios). Seit Jahren ist von einer geplanten Gemeindereform die Rede, die die Zahl der Municipios reduzieren würde. Ein konkreter Entwurf liegt jedoch noch nicht vor.

In der spanischen Kolonialzeit gab es erst drei und später sechs Provinzen. Auch wenn die Verwaltungsreform 1976 diese abschaffte, ist umgangssprachlich immer noch der Name "Oriente" für den Ostteil der Insel (die heutigen Provinzen Las Tunas, Holgúin, Guantánamo, Santiago de Cuba und Granma) gebräuchlich.

Eine Besonderheit stellt die US-amerikanische Marinebasis in der Bucht von Guantánamo dar ("Guantánamo Bay", nicht zu verwechseln mit der kubanischen Stadt Guantánamo). Legale Grundlage dafür ist ein 1903 abgeschlossener Pachtvertrag, dessen Gültigkeit die kubanische Regierung jedoch bestreitet. In der Folge fordert sie seit Jahrzehnten die Rückgabe von Guantánamo Bay an die Republik Kuba. 

Schlagzeilen hat Guantánamo Bay insbesondere durch die Errichtung von Internierungslagern nach den Anschlägen vom 11. September gemacht. Die USA nutzen hierfür den spezifischen Status der Marinebasis aus, um einen de facto rechtsfreien Raum im Umgang mit den Gefangenen zu schaffen. Da es sich nicht um US-Territorium, sondern um gepachtetes, kubanisches Staatsgebiet handele, müsse normales US-Recht dort keine Anwendung finden.

Städte und Verkehrswege

Drei Viertel der KubanerInnen leben in Städten. Die Hauptstadt Havanna ist mit 2,241 Millionen EinwohnerInnen die mit Abstand größte des Landes. Es folgen Santiago de Cuba (440.000), Camagüey (293.961), Holguín (242.085) und Guantánamo (207.796).

Von Ost nach West erschließt sowohl eine Autobahn als auch eine Eisenbahnlinie die Insel. Bahnfahren ist allerdings langwierig und mühsam, da Investitionen in Modernisierung der Infrastruktur über Jahrzehnte vernachlässigt wurden. Die Regierung hat mit russischer Finanzierung ein Programm zur Modernisierung des Eisenbahnnetzes gestartet, bei dem jedoch zunächst der Güterverkehr im Vordergrund steht. So dürfte sich auch in den kommenden Jahren wenig daran ändern, dass für den Personenverkehr die staatlichen "Via Azul"-Überlandbusse wesentlich effizienter und zuverlässiger sind als die Eisenbaht.

Neben dem Hafen von Havanna haben insbesondere die Häfen von Mariel (westlich von Havanna) und von Cienfuegos im Süden wirtschaftliche Bedeutung. Mit der von Obama eingeleiteten Entspannungspolitik Washingtons wurden wieder reguläre Direktflüge aus den USA eingerichtet und auch das Anlegen von US-Kreuzfahrtsschiffen in Kuba ist seitdem möglich.

Der mit Abstand wichtigste Flughafen des Landes ist der Aeropuerto José Martí südlich von Havanna. Angesichts des in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Besucherstroms ist seine Kapazität insbesondere in der Hochsaison strukturell überlastet. 2016 wurde ein ambitioniertes Ausbauvorhaben mit einem französischen Konzern vereinbart. 

Naturräumliche Gegebenheiten und Rohstoffe

Im Tal von Viñales: Tabakfeld mit Trockenhütte, im Hintergrund Mogotes und Bergketten
Im Tal von Viñales: Tabakfeld mit Trockenhütte, im Hintergrund Mogotes und Bergketten. Foto: H.V.

Kuba erstreckt sich auf 1250 km Länge in Ost-West-Richtung und ist an seiner schmalsten Stelle gerade einmal 31 km breit. Siebzig Prozent der Fläche Kubas bestehen aus ebenem bis leicht hügeligem Flachland. Dieses besteht weithin aus Kalkstein und bietet nahezu ideale Voraussetzungen für die Anlage von Plantagenkulturen und Viehzucht. Auf fruchtbaren Böden im Zentrum der Insel wird vorwiegend Zuckerrohr angebaut, auf den roten Laterit-Böden, hauptsächlich im Westen, der weltberühmte Tabak. Ausgedehnte Zitrusplantagen finden sich besonders auf der Insel der Jugend.

Drei ausgedehnte Bergketten und -massive, mit einer Höhe zwischen 700 und 2.000m, bestimmen die Topographie der Insel und machen rund ein Viertel der Landesfläche aus: Das größte dieser Gebirge ist die Sierra Maestra im Osten der Insel, das internationale Berühmtheit erlangte, als die Rebellen unter Führung Fidel Castros von dort aus ihren Guerilla-Krieg begannen. Im Zentrum der Insel erhebt sich das Escambray-Gebirge. Der dritte Gebirgszug schließlich erstreckt sich westlich von Havanna in der Provinz Pinar del Río. Hier findet sich mit dem Tal von Viñales eine der schönsten Landschaften Kubas: Zwischen der roten Erde der Tabakfelder ragen einzeln stehende Kugelfelsen ("Mogotes") auf. In dieser Gegend finden sich auch teils spektakuläre Kalksteinhöhlen.

Im Süden der Insel erstrecken sich auf der Zapata-Halbinsel große Sumpfgebiete, die inzwischen zu einem schützenswerten Ökosystem erklärt worden sind.

Kuba besitzt in seinen Karstgebieten ein ausgedehntes Netz unterirdischer Wasserläufe. Die mehr als 200 oberirdischen Flüsse sind eher kurz und verlaufen in Nord-Süd-Richtung. In der Trockenperiode führen sie kaum Wasser, zur Regenzeit sind weite Überschwemmungen keine Seltenheit. Zur Sicherstellung der Bewässerung in der Landwirtschaft wurde eine Vielzahl von Stauseen angelegt. Der mit 340 km längste und wasserreichste Fluss Kubas, Río Cauto, entspringt in der Sierra Maestra. Die über 5.700 km lange Küste ist gesäumt von Korallenriffen, Mangroven-Buchten, Salzwiesen, Sümpfen und Schwemmländern. 54% der Küste ist ein bis zu 200 km breiter, flacher Schelf vorgelagert.

Die kubanischen Korallenriffe gehören zu den am besten entwickelten Riffen der Karibik und haben hohe wirtschaftliche Bedeutung, besonders für den Küstenschutz, die Fischerei und als Devisenbringer im internationalen Tauchtourismus. Sandstrände sind auf der Hauptinsel relativ selten, der bekannteste befindet sich auf der Halbinsel von Varadero. Für den Tourismus werden deshalb immer mehr Cayos erschlossen.

Flora und Fauna

Zur Zeit der Eroberung durch die Spanier war Kuba zu 90% bewaldet. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Waldbestand für die Anlage landwirtschaftlicher Nutzflächen, den Anbau von Zuckerrohr und zur Deckung des Bedarfs an Edel- und Nutzhölzern um die Hälfte reduziert. Heute sind nur noch ca. 18% der Insel mit Wald bedeckt. Dennoch ist die Vegetation üppig und mit etwa 8.000 Pflanzenarten auch für karibische Verhältnisse sehr vielfältig.

In den südöstlichen Gebirgen wächst noch immergrüner Feuchtwald. Auf der Halbinsel Zapata befinden sich große Mangroven- und Sumpfwälder. Die Ebenen im Landesinneren werden von der bis zu 40m hohen Königspalme dominiert. Unter den rund 300 Palmenarten der Insel ist die seltene 100 Mio. Jahre alte Korkpalme hervorzuheben, die vor allem im Valle de Viñales wächst.

In der wissenschaftlichen Bearbeitung der kubanischen Flora gibt es eine eindrucksvolle deutsch-kubanische Forschungstradition, die bis auf Alexander von Humboldt zurückreicht und derzeit etwa in Digitalisierungsprojekten seine Fortsetzung findet, die der Botanische Garten Berlin und der Botanische Garten Havanna gemeinsam betreiben.

Flamingos in Camaguey, Kuba
Flamingos in Camaguey, Kuba. Foto: Yazle, Public Domain

Die kubanische Tierwelt ist ebenfalls artenreich. Besonders attraktiv ist die Unterwasserwelt mit ihren 900 verschiedenen Fischarten. Weiterhin lassen sich auf Kuba 350 Vogelarten, 185 Schmetterlingsarten und über 7.000 Insektenarten zählen. Im Norden sind beeindruckende Flamingo-Brutkolonien anzutreffen. Die Mehrzahl der an Land lebenden Fauna zählt zur Gattung der Reptilien, darunter Krokodile, Leguane, Salamander, Schildkröten und 15 Spezies ungiftiger Schlangen. Aus Kuba stammt der kleinste Vogel der Welt: Der Schimmerkolibri oder Zunzúncito ist kaum größer als eine Heuschrecke und wiegt nur zwei Gramm. Dank seines rot-weiß-blauen Gefieders - den Farben der kubanischen Flagge - wurde der Kuba-Trogon zum Nationalvogel erkoren.

Besonders markant ist generell die hohe Anzahl an endemischen Arten, die bei den Pflanzen über 50%, bei den Tieren 43% ausmachen. Im Land existieren mehr als 200 Naturschutzgebiete, die 22% des nationalen Territoriums einnehmen. Sechs Zonen wurden von der UNESCO zu Biosphärereservaten erklärt. Ein herausragendes Projekt ist der Alexander von Humboldt Nationalpark im Osten der Insel. Hierzu ist eine umfangreiche Forschungsarbeit im Netz verfügbar.

Klima und ökologische Probleme

Karte mit Klimazonen der Karibik (aus: www.beste-reisezeit.org; Verwendung mit Genehmigung des Autors)
Karte mit Klimazonen der Karibik (aus: www.beste-reisezeit.org; Verwendung mit Genehmigung des Autors)

In Kuba herrscht ein wechselfeuchtes Randtropenklima. Es gibt zwei Jahreszeiten: der schwül-heiße Sommer, von Mai bis Oktober, ist die Hauptregenzeit mit durchschnittlich 27°C. Die Luftfeuchtigkeit erreicht fast 100%. Die Durchschnittswerte im Winter, von November bis April, liegen bei 20°C und 77% Luftfeuchtigkeit. Eine ausführliche Übersicht mit Klimatabellen für die unterschiedlichen Regionen Kubas sowie das aktuelle Wetter in Havanna bietet die Website beste-reisezeit.org.

Tropische Wirbelstürme - Hurrikans - drohen in Kuba vor allem in den Monaten August, September und Oktober. In den vergangenen Jahren war Kuba mehrmals schwer betroffen. Dank Kubas gut funktionierendem Zivilschutz sind allerdings auch bei starken Hurrikans nur selten Todesopfer zu beklagen. Kubas Chef-Meteorologe José Rubiera, der seit mehr als 30 Jahren im Fernsehen den Kubanern alljährlich die drohenden Hurrikans erklärt, ist eine Institution des öffentlichen Lebens im Lande.

Im Oktober 2016 traf Hurrikan "Matthew" den Osten der Insel. Im Jahr darauf traf Hurrikan "Irma" die Insel mit großer Wucht. Zwei Million Personen wurden zeitweilig evakuiert, dennoch kamen diesmal zehn Menschen ums Leben. Die Schäden an Straßen, Häusern und Infrastruktur, insbesondere entlang der Nordküste, sind groß. Die landwirtschaftlichen Schäden, aber auch die Zerstörung eines erheblichen Teils der touristischen Infrastruktur in den Badeorten der Nordküste trifft die Wirtschaft des Landes hart. Auch Havanna wurde in bisher unbekanntem Ausmaß von den  Wassermassen überflutet. 

 

Aus ökologischer Sicht ist insbesondere der Tourismus auf den kleinen vorgelagerten Inseln, den Cayos, problematisch. Neben dem hohen Wasserverbrauch der Hotels stehen insbesondere die oft bis zu 50km langen Dämme, die zur Erschließung der Inseln gebaut wurden, im Zentrum der Kritik. Sie verhindern die natürliche Zirkulation des Meerwassers mit schweren Schädigungen für die lokale Fauna. Immer wieder wird Kuba auch von Dürren heimgesucht. Betroffen sind dabei insbesondere die östlichen Provinzen. Schwere Ernteschäden und Wasserknappheit sind die Folge

Der globale Klimawandel hat in Kuba seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem Anstieg der Temperaturen um 0,9°C im Jahresdurchschnitt geführt - wobei insbesondere der Durchschnitt der gemessenen Niedrigstwerte mit 1,9°C noch auffälliger ist. Die erhöhte Häufigkeit von Dürreperioden trifft die Landwirtschaft und auch eine Zunahme der Hurrikanfrequenz und -intensität wird mit den globalen Klimaveränderungen in Verbindung gebracht. Für die Küstenräume ist die Erhöhung des Meeresspiegels eine existenzielle Bedrohung. 

Kuba hat das UN-Rahmenabkommen zum Klimawandel (UNFCCC) 1994 und das Kyoto-Protokoll 2002 ratifiziert. Für die Emission von Treibhausgasen wurde zwischen 1990 und 2011 ein Rückgang um 17.43% registriert, was insbesondere auf die tiefe Wirtschaftskrise und die damit verbundene Stilllegung vieler Industrieanlagen sowie Drosselung des Konsums zurückzuführen ist.

Politisch sind ökologische Fragen beim Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Umwelt konzentriert. Dem Ministerium untersteht auch die 1997 gegründete Nationale Klimawandel-Kommission. Nachhaltige Entwicklung, der Kampf gegen den Klimawandel und die Förderung erneuerbarer Energiequellen sind erklärte Politikziele der Regierung.

Nationale Symbole

Kubanische Flagge. Public Domain
Kubanische Flagge. Public Domain

Die kubanische Flagge wurde erstmals bei dem Aufstand gegen die spanische Kolonialherrschaft im Jahre 1850 benutzt. Am 20. Mai 1902 wurde sie offiziell als Nationalflagge gehisst. Das rote Dreieck und der weiße Stern stehen für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und das dafür im Unabhängigkeitskampf vergossene Blut. Die drei blauen und weißen Streifen stehen für die sechs damaligen Provinzen des Staates.

Staatswappen von Kuba. Public Domain.
Staatswappen von Kuba. Public Domain.

Das Staatswappen zeigt im Schildhaupt mittels eines goldenen Schlüssels (aus dem Wappen von Havanna) unter der aufgehenden Sonne die Lage der Insel am Golf von Mexiko. Darüber, als Freiheitssymbol, eine phrygische Mütze über einem Liktorenbündel, als Symbol der Autorität. Im gespaltenen Schild finden sich links Schrägbalken in Blau und Silber, und rechts eine Palmenlandschaft, als Symbol für die Agrarstruktur.

Die Nationalblume: Weiße Mariposablüte
Nationalblume Mariposa. Foto: Kurt Stüber, GFD License

Die Nationalblume ist die Mariposa Blanca, eine einheimische Jasminart mit leichtem Duft. Sie wurde von den kubanischen Frauen in den Unabhängigkeitskriegen benutzt, um Botschaften in die Schlachtfelder zu übermitteln.

Königspalme
Königspalme. Foto: US Forest Service Photo, Public Domain

Der Nationalbaum ist die Königspalme. Obwohl sie im gesamten karibischen Raum zu finden ist, dominiert sie in der Landschaft des Landes und liefert seit ewigen Zeiten Holz und Palmblattstiele für ländliche Konstruktionen. Die Früchte der Palme dienen zur Fütterung der Tiere und geben Öl für die Bevölkerung.

"La Bayamesa" (Das Bayamo-Lied) ist die Nationalhyme der Karibikinsel. Sie wurde erstmals während der Bayamo-Schlacht im Jahre 1868 aufgeführt. Pedro Figueredo, der an der Schlacht teilnahm, schrieb und komponierte das Lied. Figueredo wurde zwei Jahre später durch die Spanier gefangen genommen und hingerichtet. 1902 übernahm man die Hymne, die auch nach der kommunistischen Revolution im Jahre 1959 erhalten blieb.

Der kubanische Nationalfeiertag ("Día de la Revolución") ist der 26. Juli. An diesem Tag im Jahr 1953 führte Fidel Castro einen bewaffneten Angriff auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba an. Obwohl dieser Angriff fehlschlug, wird dieser Beginn des revolutionären Kampfes als zentraler Feiertag begangen und nicht etwa der 1. Januar - der Tag, an dem fünfeinhalb Jahre später, im Jahr 1959, die siegreichen Revolutionäre in Havanna Einzug hielten.

Grunddaten

Ausführliches Zahlenmaterial findet sich auf den Seiten des kubanischen Nationalen Statistikbüros.

Die Kuba-Informationen des Auswärtigen Amtes bieten aktuelle Übersichten insbesondere über Politik und Wirtschaft.

Aktuelle Grunddaten zur sozialen Entwicklung bietet der Human Development Index des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP).

Einige Grunddaten liefert die kubanische Website Hicuba.com.

Eine Auswahl thematischer Karten hat die FAO ("Food and Agriculture Organization for the United Nations") veröffentlicht.

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zuletzt im Dezember 2017 aktualisiert.

Der Autor

Porträtfoto Bert Hoffmann
Bert Hoffmann

Prof. Bert Hoffmann ist Politikwissenschaftler am Institut für Lateinamerika-Studien des GIGA German Institute of Global and Area Studies (Hamburg) und Professor für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.

Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu Kuba, u. a. die Landeskunde "Kuba" (C. H. Beck Verlag, München, 3. akt. Aufl. 2009) und "Debating Cuban Exceptionalism" (with L. Whitehead, Palgrave 2007).

Zur persönlichen Homepage des Autors.

Nicolás Guillén (1958): Kuba, Kaiman lang und grün

Auf dem Meere der Antillen
(auch Karibisches genannt),
hart vom Wellenschlag getroffen
und mit zartem Schaum geschmückt,
von der Sonne arg bedrängt
und im Wind, der es zurücktreibt,
schwimmt, mit wilder Träne singend,
Kuba hin auf seiner Karte:
Kaiman, lang und grün,
Augen ganz aus Stein und Wasser.
(...)

GIZ Literaturdatenbank

Literatur zu Kuba

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