Schulschluss. © Anke Timmann
Anteil alphabetisierte Erwachsene
80 % (Frauen 73 %, Männer 87 %)
Bedeutende Religionen
Buddhismus (ca. 67 %), Animismus (ca. 30 %)
Städtische Bevölkerung
40,7 % (2017)
Lebenserwartung (w/m)
67/63 Jahre (geschätzt, 2018)
Gender Inequality Index (GII)
Rang 109 von 160 (2017)
Anzahl der Geburten
2,7 pro Frau (geschätzt, 2018)
Kindersterblichkeit bis 1 Jahr
48 / 1000 Lebendgeburten (geschätzt, 2018)

Makrosoziale Struktur

Angehörige der Hmong beim Neujahrsfest (© Anke Timmann)
Angehörige der Hmong beim Neujahrsfest (© Anke Timmann)
Angehörige der Hmong beim Neujahrsfest (© Anke Timmann)
Angehörige der Hmong beim Neujahrsfest (© Anke Timmann)

Die Bevölkerung von Laos lässt sich anhand von anthropo-geographischen, ethno-linguistischen und sozio-kulturellen Merkmalen in 49 ethnische Gruppen einteilen.

Identität

Immer wieder wird versucht, die unzähligen ethnischen Gruppen zu kategorisieren. Eine der Einteilung der Bevölkerung in drei Gruppen je nach Lebensraum ist immer noch weit verbreitet, obwohl sie offiziell schon abgeschafft wurde. Kein Wunder, auf dem 1000 Kip-Schein geht sie tagtäglich durch viele Hände.

  • die Lao Loum (Lebensraum Tiefland) stellen etwa 68 Prozent der Bevölkerung und dominieren in Wirtschaft, Politik und Administration.
  • Die Lao Theung (Lebensraum Berghänge und Hügel) stellen etwa 22 Prozent und die
  • Lao Sung (Lebensraum höher als 1000 Meter) als zahlenmäßig kleinste Gruppe ungefähr 9 Prozent.
  • Chinesen und Vietnamesen machen etwa 1-2 Prozent aus.

Sprache

Lao (Pasa Lao) bildet im multiethnischen Laos die überdachende Kommunikationssprache des Landes, aufgrund der französischen Kolonialgeschichte sprechen vor allem viele ältere Laoten noch Französisch, das durch den massiven Einfluss des Englischen mehr und mehr verdrängt wird. Die Anzahl der im Land existierenden 82 Sprachen spiegelt die ethnische Heterogenität und Komplexität der nationalen Zusammensetzung wider.

Das Center of Southeast Asian Studies der Northern Illinois University bietet auf seiner Seite Lao Language Culture and Learning Ressources Übungen zum Erlernen der laotischen Sprache, viele Fotos, Kurzgeschichten, Hörbeispiele und weitere interessante und umfassende Informationen zur laotischen Geschichte und Kultur.

Internationaler Frauentag (© Anke Timmann)
Internationaler Frauentag (© Anke Timmann)
Geldbaum zum Frauentag (© Anke Timmann)
Geldbaum zum Frauentag (© Anke Timmann)

Geschlechterverhältnis

Laos ist eine Männergesellschaft, auch wenn in der laotischen Verfassung die gleichberechtigte Stellung der Frau festgeschrieben ist. Männer sind lediglich für die "schweren" Arbeiten verantwortlich. Alles andere ist Frauensache und bürdet der laotischen Frau Mehrfachbelastungen auf. Auch die Finanzen unterstehen den Frauen, sie haben Sorge zu tragen, dass genügend Geld im Haus ist. Kindererziehung ist Frauensache, und auch wenn sich die Geburtenrate in den letzten Jahren von durchschnittlich sechs Kindern pro Frau halbiert hat, sind die Frauen häufig mit der Bewältigung des Alltags überfordert und die Kinder sich selbst überlassen.

Dennoch, der sozialistische Einfluss hat die Frauen per Dekret gestärkt. Im Vergleich zu anderen südostasiatischen Staaten sind die Frauen in Laos emanzipierter. Ein ganz Laos überspannendes Netzwerk mit viel Eigeninitiative bildet die Lao Women's Union.

Soziokulturelle Differenzierung

In den letzten zehn Jahren ist eine soziokulturelle Differenzierung der laotischen Gesellschaft zu beobachten gewesen. Die Lebensbedingungen der Stadt- und der Landbevölkerung unterscheiden sich immer mehr voneinander. Durch den Aufbau einer Marktwirtschaft und den Ausbau der Infrastruktur vor allem in den Städten wurde die Anbindung an internationale Märkte verbessert und besser bezahlte Arbeitsmöglichkeiten geschaffen. Es entstand eine zwar zahlenmäßig geringe jedoch kaufkräftigere Mittelschicht, die sich die angebotenen Waren und Konsumgüter leisten kann. Die soziale Ungleichheit steigt - vor allem in der Hauptstadt - sichtbar an.

Soziale Ungleichheit

Trotz Ressourcenreichtums und einem konstanten Wirtschaftswachstum ist die soziale Ungleichheit gestiegen und vor allem in den ländlichen Gebieten leben noch immer viele Menschen in Armut. Einwohner ländlicher Gebiete finden kaum Arbeit außerhalb des Agrarsektors und haben nur geringe Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren. Die am meisten benachteiligte Gruppe der Frauen und Mädchen auf dem Land benötigt dringend verbesserte Möglichkeiten, ihre Schulausbildung bis zu Ende zu absolvieren und eine berufliche Qualifikation zu erlangen, um ihre Zukunft zu gestalten. Die Dropout-Raten der Mädchen auf dem Land sind noch immer deutlich höher als die von Mädchen im urbanen Raum und die von Jungen.   

Marktstände in Vientiane (© Anke Timmann)
Marktstände in Vientiane (© Anke Timmann)

Bildung

Alphabetisierung

Zwischen 2005 und 2015 stieg die Alphabetisierungsrate von 73 auf 85 Prozent. Etwa 90 % der Männer und 80 % der Frauen über 15 Jahre können lesen und schreiben. In den ärmeren Provinzen Bokeo, Phongsaly und Luang Namtha sowie in den östlichen Teilen der Provinzen Savannakhet und Saravan ist jedoch die Rate insgesamt niedriger und der Anteil von Frauen, die nicht lesen und schreiben können deutlich höher als auf nationaler Ebene.

Einige Leseprojekte versuchen Abhilfe zu schaffen, den Kindern Spaß am Lesen zu vermitteln und den nötigen Lesestoff bereit zu stellen. Eine Lesekultur ist in Laos kaum ausgeprägt.

Für diejenigen, die lesen können, bietet das Internet - neben den sozialen Medien - eine Menge Information auch auf Laotisch. Internetnutzung in Laos ist jedoch oft gekennzeichnet durch oberflächliches Scrollen der sozialen Medien. Frei verfügbare Information, die einen enormen Wissenszuwachs bedeuten würde, bleibt so ungenutzt unter der glitzernden Oberfläche der sozialen Medien verborgen.

Schul-, Berufs- und universitäre Bildung

Immer noch bricht ein Drittel der laotischen Kinder vorzeitig die sechs Jahre dauernde Grundschule ab, u.a. um zum Lebensunterhalt der Familie etwas beitragen zu können. Weitere Probleme bestehen in der unzureichenden Ausbildung von Lehrkräften. Arbeitsplätze in entlegenen Gegenden zählen nicht zu den begehrten Arbeitsplätzen. Teilweise fehlt es in den Schulen auf den Dörfern an einfachen Mitteln wie Stiften und Heften.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert auf Wunsch des laotischen Partners den Aufbau eines nachfrageorientierten dualen Berufsausbildungssystems.

Die National University of Laos (NUOL) ist die einzige Universität des Landes. In Kooperation u.a. mit europäischen und asiatischen Partneruniversitäten sind bereits erste technische Masterstudiengänge entstanden.

Begrenzte Buchauswahl in Laos (© Anke Timmann)
Begrenzte Buchauswahl in Laos (© Anke Timmann)
Schreibübungen für Klein und Groß in Luang Prabang (© Anke Timmann)
Schreibübungen für Klein und Groß in Luang Prabang (© Anke Timmann)

Gesundheit

"Geckosaft" soll Krankheiten heilen (© Anke Timmann)
"Geckosaft" soll Krankheiten heilen (© Anke Timmann)

Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen in Laos ist unterentwickelt. Nur knapp 2,8 % des BIP entfielen 2011 auf das Gesundheitssystem. Ein flächendeckendes Krankenversicherungssystem existiert nicht. Ein Großteil der ländlichen Bevölkerung hat keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung und nur wenig Wissen und Informationen, was Ernährung und Gesundheit betrifft. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist noch nicht in allen Landesteilen gesichert. Die hohen Raten der Kleinkindersterblichkeit und der Müttersterblichkeit stellen aktuell die größten Herausforderungen bei der Entwicklung des Landes dar.

Mangelernährung

Laos verzeichnet nach Osttimor die zweithöchste Rate der Mangelernährung bei unter Fünfjährigen in der Region. Landesweit sind 36 Prozent (2015) der Kleinkinder mangelernährt, in einigen der ärmeren Provinzen sogar 58 Prozent. Die ersten fünf Lebensjahre von Kindern sind jedoch zentral für die Entwicklung motorischer und kognitiver Fertigkeiten sowie für das Immunsystem.

Viele Mütter müssen kurz nach der Geburt wieder auf den Reisfeldern arbeiten, es ist nicht ungewöhnlich, dass Neugeborene kurz nach der Geburt Klebreis zu essen bekommen. Weniger als die Hälfte aller Säuglinge unter sechs Monaten werden voll gestillt. An den gesundheitlichen Folgen der Mangelernährung sterben jährlich mehr als 5000 Säuglinge.

Gründe für die unzureichende Ernährung sind eine Mischung aus geographischer Abgeschiedenheit mancher Dörfer, unzureichendem Wissen über den Zusammenhang zwischen ausgewogener Ernährung und den Einflüssen auf die Gesundheit sowie kulturelle Essgewohnheiten. Die meisten Dörfer leben von Subsistenzackerbau, ihre Ernährungssicherheit hängt stark von Saison und Wetter ab.

Seit 2011 nimmt Laos am Programm Scaling Up Nutrition (SUN) teil. Der multisektorale Ansatz des Programms bezieht Gesundheit, Hygiene, Entwicklung und Weiterbildung speziell von Frauen mit ein. Zur Verbesserung der Ernährungssituation ist eine Mischung aus Entwicklung und Verhaltensänderung notwendig, die Zeit braucht.

2017 startete das 5-Jahres-Programm (EU/UNICEF) "Partnership for Improved Nutrition in Lao PDR" in zehn Provinzen.

HIV / AIDS

Im Vergleich zu seinen Nachbarn hat Laos mit 0,3 % HIV-Infizierten eine niedrige AIDS-Rate. Anti-retrovirale Therapien zur Behandlung der Krankheit sind nur in knapp der Hälfte der Fälle möglich. Männer sind aufgeklärter, was die Risiken betrifft, sich mit AIDS anzustecken. Im Zuge der Modernisierung hat sich das Sozialverhalten junger Leute gewandelt. Traditionelle Moralvorstellungen verblassen, das Nachtleben in Clubs und Diskotheken der Hauptstadt boomt. Kondome sind zwar fast im ganzen Land erhältlich, ihr Gebrauch aber bleibt ein verbreitetes gesellschaftliches Tabu. Mit jeder Verbesserung der Infrastruktur, zunehmender Wanderarbeit, Tourismus und dem grassierenden Problem der Armutsprostitution wächst die Bedrohung.

Umfassende Informationen und Statistiken zum Gesundheitssystem und damit zusammenhängenden Themen in Laos liefert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNAIDS in Laos.

Soziale Probleme

Landraub

Landgrabbing ist eines der gravierendsten sozialen Probleme in Laos. Es fehlen einheitliche internationale Rahmenwerke, die bestehende Gesetze konsequent umsetzen und dadurch weiteren Landraub verhindern. Im Mai 2013 erregte der Fall vietnamesischer Unternehmen großes internationales Medienaufsehen: der vietnamesische Konzern Hoang Anh Gia Lai (Hagl) vertrieb in Laos und Kambodscha brutal Menschen von ihrem Land. Die Deutsche Bank war über ihre Finanzierung beteiligt. Im Dezember 2013 verkaufte die Deutsche Bank die Anteile am vietnamesischen Konzern Hagl.

Bis 2015 vergab die Laotische Regierung offiziell keine neuen Bergbaulizenzen und Landkonzessionen für Kautschuk. Bestehende Projekte wurden geprüft. Zurzeit sollen neue Projekte sorgfältiger als bisher geprüft werden. Im Fokus soll auch eine verbesserte Bürgerbeteiligung stehen.

Menschenhandel

Menschenhandel wird ein immer wichtigeres Thema in Laos. Die Zahl der ins Ausland verschleppten Menschen stieg vor allem im Jahr 2010 stark an.

Skrupellose Menschenhändler locken Kinder, vornehmlich Mädchen, ins benachbarte Ausland.

In den vergangenen Jahren sind über Hunderte von jungen Mädchen nach China gelockt worden. Die Mädchen gehen unter mit dem Versprechen, Arbeit zu bekommen, ins Ausland oder werden an Chinesen verheiratet. Betroffen sind vor allem Mädchen, die der ethnischen Gruppe der Khmu angehören aus den nördlichen Provinzen Louang Namtha, Oudomxay, Bokeo, and Phongsaly.

Fehlende Ressourcen erschweren es, die Mädchen zu finden und wieder zu ihren Familien zurück zu bringen. In China gibt es keine Anti-trafficking-Büros. In Laos gibt es diese zwar inzwischen in jeder Provinz, allerdings sind die Büros oft unterfinanziert, verfügen teilweise nicht über die nötigen Befugnisse oder entsprechendes Wissen, um etwas zu bewirken.

Kultur

Die "PDR Laos" (People's Democratic Republic) wird unter Laos-Experten gerne zur "Please don't rush"-Gesellschaft umbenannt. In Laos ticken die Uhren eben anders, was im übrigen auch im Lieblingsslogan der Laoten deutlich wird: "Bo pen njang - das macht nichts - wenn nicht heute, dann eben morgen!" Zeit hat jeder Laote, und Harmonie, ausgedrückt in Sanftmut und Lächeln, ist oberster Grundsatz des laotischen Beziehungsgeflechtes und Alltagslebens. Nur im Zustand der Konfliktlosigkeit kann man Verdienste für die künftigen Wiedergeburten sammeln.

Das Grundprinzip des Verhaltens, besonders der buddhistischen Laoten, ist "Het Bun - dai Bun" (Tue Gutes und dir wird Gutes widerfahren). Daraus rühren allerdings auch Verhaltensmuster, die auf interkulturelles Missverstehen stoßen können. Die laotische Gesellschaft ist eine inhomogene, von vor- und transbuddhistischem Brauchtum und einem extrem lokal beeinflussten Theravada-Buddhismus geprägte Gesellschaft.

In der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes ist Laos seit 1995 mit der ehemaligen Königsstadt Luang Prabang und seit 2001 mit dem in Südlaos gelegenen Wat Phou vertreten.

Erzählkultur und Literatur

Laos besitzt eine reiche Tradition der mündlichen Überlieferung von Erzählungen, Legenden, Sagen, Sprichwörtern, Gedichten und Fabeln, die sich immer noch großer Beliebtheit erfreut.  

Die ältesten schriftlichen Werke in Form von Palmblatthandschriften - Bai Laan reichen bis in das 15. Jahrhundert zurück, die in den Bibliotheken der rund 2.800 buddhistischen Klöstern (Vat) des Landes aufbewahrt werden.

Die schriftlichen Überlieferungen umfassen:

Die Anfänge der jüngeren Literatur in Laos datieren in die französische Kolonialzeit (1893-1954) zurück.

Religion

Mönch in Luang Prabang beim Holzschnitzunterricht  (© Anke Timmann)
Mönch in Luang Prabang beim Holzschnitzunterricht (© Anke Timmann)
Mönch beim Reparieren eines Klosters
Mönch beim Reparieren eines Klosters (© Anke Timmann)
Mönche beflaggen Tempel (© Anke Timmann)
Mönche beflaggen Tempel (© Anke Timmann)

Per Gesetz existiert Religionsfreiheit in Hinsicht darauf, welchem Glauben jemand angehört. Im Zensus 2015 wurde Religion als "eine spirituelle Ordnung mit verschriftlichten Glaubenssätzen" definiert. Nach dieser Definition werden in Laos vier Religionen identifiziert: Buddhismus (64,7 %), Christentum (ca. 1,7%), Islam und Bahai. Irritierenderweise werden weitere praktizierte Glaubensrichtungen und Religionen wie Hinduismus, Taoismus oder Konfuzianismus in der Kategorie "sonstige" zusammengefasst, in der auch animistische Glaubensrichtungen erfasst sind. Diese Kategorie macht insgesamt 31 % aus.

Von außen betrachtet erscheint Laos als ein durch und durch buddhistisches Land. Von 1353 bis 1975 war der Buddhismus Staatsreligion und mehr als 90% der Lao Loum bezeichnen sich auch als Buddhisten. Bei näherer Betrachtung fällt jedoch der massive Einfluss von Ahnenkult, Animismus und vor allem Geisterglaube auf, so dass man von einer extrem spezifischen Ausprägung des laotischen Buddhismus sprechen sollte.

Der laotische Buddhismus ist durch und durch von dem Glauben an Geister (Phi) durchdrungen. Durch wohlwollendes Verhalten können die Laoten ihre Beziehung im täglichen Leben zu den einzelnen Geistern regeln. Laotische Geister mischen sich aktiv in das Alltagsleben der Laoten ein!

Der Buddhismus vermittelt moralische und zivilisatorische Werte, an denen sich die laotische Gesellschaft orientiert. Man spricht derzeit von einer Renaissance des Buddhismus in Laos, wobei sich das allerdings weniger im geistig-moralischen Bereich, als vielmehr am Wohlstand der Pagoden dokumentiert. Fast jeder Laote tritt im Laufe seines Lebens ins Kloster ein - oft auch nur für ein paar Tage.

Trotz gesetzlicher Religionsfreiheit werden viele religiöse Aktivitäten jedoch durch weitere Gesetze eingeschränkt, z.B. ein 2016 erlassenes Dekret, das religiöse Aktivitäten in den Dienst nationaler Entwicklung stellt und eine Spaltung der Bevölkerung verbietet. Für Religionsangelegenheiten sind das Innenministerium und die Lao Front for National Construction (NFNC) zuständig. Alle Gruppen müssen sich dort registrieren. Seit einigen Jahren werden vermehrt religiös motivierte Übergriffe gegen Christen vor allem in ländlichen Gebieten registriert. Muslime und die Bahai-Gemeinde in Laos scheinen relativ ungestört ihre religiösen Aktivitäten ausüben zu können.  

Mönche beim morgendlichen Almosengang (© Anke Timmann)
Mönche beim morgendlichen Almosengang (© Anke Timmann)

Das Länderinformationsportal

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Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im September 2019 aktualisiert.

Die Autorin

Anke Timmann. Studium der Sprachen und Kulturen des südostasiatischen Festlandes in Kombination mit Kommunikationswissenschaft. Seit über 20 Jahren regelmäßige Arbeits-, Studien- und Rechercheaufenthalte in Laos und weiteren Ländern der Region Südostasien. Darunter die Mitarbeit bei der Vientiane Times und Deutschunterricht an der National University of Laos (NUOL) in Vientiane. Regelmäßige Veröffentlichungen, u.a. zum laotischen Mediensystem. Seit mehreren Jahren bereitet sie Ausreisende auf das Arbeiten, Wohnen & Leben in Laos vor. Die Herzlichkeit der Menschen in Laos sowie die unglaubliche Kreativität bei der Ermöglichung von Unmöglichem faszinieren sie nach wie vor noch immer.

Filmtipp

Die französische Geschichte von Laos
[12 min | 2018 | Quelle: arte]
Zwischen Thailand, Kambodscha und Vietnam liegt Laos, ein tropisches und bergiges Land. Siebzig Jahre lang gehörte es als Protektorat zu Französisch-Indochina. Der französische Einfluss ist bis heute in der Architektur, dem Stadtbild und sogar der Gastronomie zu spüren, sei es in Luang Prabang am Mekong oder in der Hauptstadt Vientiane.

Laos und sein bretonischer Nationalheld
[6 min | 2018 | Quelle: arte]
Es ist einer der größten und meistfotografierten Tempel in Laos. Mitten in der Hauptstadt Luang Prabang, in der Nähe des königlichen Palasts gelegen, erkennt man Wat Mai schon von weitem an seinem fünfstöckigen roten Dach. Beschützt wird der Tempel von Nagas, Schlangengottheiten – und manchmal von durchreisenden Forschern...

Schätze der Welt: Luang Prabang
[15 min | 2001 | Quelle: SWR]
Der Bericht porträtiert das Leben in der ehemaligen Königsstadt Luang Prabang, das geprägt ist durch eine Mischung aus Buddhismus und Geisterglaube.

Hörtipps

Laos- Land zwischen den Zeiten
[26 min | 26.12.2017 | Quelle: BR]
Die laotische Gelassenheit und die Spuren französischer Lebensart tragen bis heute zum großen Charme des Landes bei. Doch im Boden lauert eine große Gefahr: Millionen Bomben aus einem Krieg, den es offiziell nie gab. 

Mythos Mekong
[21 min | 11.04.2017 | Quelle: BR 2]
Der Mekong verbindet Länder, Völker, Kulturen. Seit Jahrhunderten fasziniert der 5.000 Kilometer lange Fluss: Er ist Lebensader, todbringender Strom, Mythos und für die Bewohner die "Mutter aller Wasser". 

Linktipps zum Thema Landgrabbing

  • Land Issues Working Group (LIWG) in Laos
  • Auf der Webseite farmlandgrab.org gibt es tagesaktuelle Nachrichten zur weltweiten Landnutzung
  • Zusammenfassung des Reports von Global Witness, Mai 2013

Laotische Sprache & Literatur

Das Center of Southeast Asian Studies der Northern Illinois University bietet auf seiner Seite Lao Language Cultur and Learning Ressources Übungen zum Erlernen der Laotischen Sprache, viele Fotos, Kurzgeschichten, Hörbeispiele und weitere interessante und umfassende Informationen zur laotischen Geschichte und Kultur.

Trainingsangebote der Akademie

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