Mütter mit ihren Babys in Mulanje, Südostmalawi / © Heiko Meinhardt
Währung
1 Kwacha (MWK) = 100 Tambala
Wechselkurs
810 MWK pro € (November 2019)
Zeitzone
GMT + 2
Landesvorwahl (Telefon)
+265
Klima
subtropisch

Einreise und Aufenthalt

Für die Einreise nach Malawi ist seit dem 1. Oktober 2015 für deutsche Staatsbürger (und alle Schengen-Staatsbürger) grundsätzlich ein Visum erforderlich. Für eine Aufenthaltserlaubnis bis zu drei Monaten mit einmaliger Einreise werden 75 US-Dollar, bei mehrmaliger Einreise innerhalb von sechs Monaten 150 US-Dollar und innerhalb von 12 Monaten 250 US-Dollar erhoben. Ein Transitvisum, das bis zu sieben Tage gültig ist, kostet 50 US-Dollar. Seit Mitte November 2016 erhalten deutsche Staatsangehörige das Visum regelmäßig bei der Einreise an den Flughäfen in Lilongwe und Blantyre. Seit 1. November 2019 kann auch ein elektronisches Visum online beantragt werden. Nach Ausfüllen des Formulars und dem Hochladen der Dokumente inkl. Passfoto wird die Visagebühr elektronisch per Kreditkarte bezahlt. Nach Prüfung erhält man eine Bestätigung, die bei der Einreise vorzulegen ist. Das Visum kann auch vorab bei der malawischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Es kostet dort derzeit EUR 90 für die einmalige Einreise. Für die mehrmalige Einreise werden EUR 200 (6 Monate) bzw. EUR 270 (12 Monate) verlangt. Das Transitvisum kostet EUR 65. Die Visakosten können variieren. Es empfiehlt sich auf jeden Fall ein Anruf bei der Botschaft. Kinder unterliegen ebenfalls der Visapflicht und zahlen den gleichen Betrag wie Erwachsene. Die Botschaft Malawis in Berlin gibt Auskunft, ob nach aktuellem Stand das Visum für nichtdeutsche, aber in Deutschland lebende, Staatsangehörige vor Antritt der Reise dort beantragt werden muss oder bei der Einreise erhältlich ist. Für den Kauf eines Visums bei der Einreise ist es dringend zu empfehlen, die Visagebühr in Höhe von 75 US-Dollar in passender Stückelung in bar dabeizuhaben, da es keine Geldwechselmöglichkeit vor der Einreise an den internationalen Flughäfen Lilongwe und Blantyre gibt. Zahlung per Karte ist nur an den Flughäfen möglich. Es kommt aber dabei bisweilen zu technischen Problemen. Die Visagebühren passend in US-Dollar dabei zu haben, ist auch für die Einreise auf dem Landweg dringend anzuraten. Aktuell werden bei der Einreise auf dem Landweg keine Visa für mehrfache Einreise vergeben. Regelmäßig wird bei der Einreise nur eine Aufenthaltsbewilligung für 30 Tage erteilt, die dann nach Ablauf zweimal um je 30 Tage gegen eine Gebühr von K 5.000 beim Immigration Department in Lilongwe, Blantyre, Zomba und Mzuzu verlängert werden kann.

Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und ausreichend Platz für die Sichtvermerke haben.

Der Hintergrund für die Einführung der Visapflicht ist, dass Staatsbürger der Staaten, die Visa von Malawiern verlangen, im Zuge der Reziprozität ebenfalls der Visapflicht unterzogen werden. Damit sollen sicherlich auch die Deviseneinnahmen erhöht werden. Die meisten afrikanischen Staaten verlangen Visa. Die aktuellen Einreisebestimmungen können beim Auswärtigen Amt oder der Botschaft Malawis in Berlin eingeholt werden. Zahlreiche Informationen zur Einreise, Aufenthalt und Arbeitserlaubnis (inklusive Formulare zum Download) hält das Immigration Department vor.

Wohnen und Versorgung

Eine besondere Delikatesse: Chambo (Heiko Meinhardt)
Eine besondere Delikatesse: Chambo (Heiko Meinhardt)

In den großen Städten Lilongwe, Blantyre, Mzuzu und Zomba gibt es Hotels internationalen Standards. Das gleiche gilt für die Touristendestinationen am Lake Malawi. Alternativ zu diesen teuren Häusern findet man eine Reihe kleinerer Hotels, Lodges und Guest Houses von unterschiedlicher Qualität. Abseits der touristisch erschlossenen Gegenden gibt es auf dem Lande zumeist nur sehr einfache Unterkünfte, die sicherheitstechnisch und hygienisch problematisch sein können.

Der Wohnungsmarkt ist relativ solide, aber übersichtlich. Da Apartments und Etagenwohnungen fast nicht vorhanden sind, werden in der Regel freistehende Häuser zur Anmietung angeboten. Häuser, die an Ausländer vermietet werden, entsprechen einem für einheimische Verhältnisse gehobenem Standard. Mehrere Zimmer und ein großer Garten auf einem eingezäunten Gelände sind üblich. Es gibt eine Reihe von Immobilienmaklern, die auch Häuser zur Miete anbieten. Die Stromversorgung ist sehr unzuverlässig, da das Angebot an Elektrizität die Nachfrage nicht decken kann. Das führt regelmäßig zu Abschaltungen. Hier wäre die Anschaffung eines Generators oder einer Solaranlage zu erwägen. In Blantyre und Lilongwe ist auch die Wasserversorgung zeitweilig problematisch, so dass ein Wassertank nützlich sein kann.

Oftmals wird eine halbe oder sogar eine ganze Jahresmiete im Voraus verlangt. Das Internetforum Lilongwe Chat - mit über 4500 Mitgliedern - ist eine gute Nachrichtenbörse für Expats.

In Malawi gibt es einige sehr gute internationale Schulen. Dazu gehören in Lilongwe die Bishop Mackenzie School und die Kamuzu Academy in Kasungu (ca. 150 km nördlich von Lilongwe) sowie in Blantyre die St. Andrew's International High School sowie die Phoenix Primary School.

Nur in den vier Städten Lilongwe, Blantyre, Mzuzu und - mit Einschränkungen - Zomba halten die großen ausländischen Supermarktketten ein breites Angebot an Lebensmitteln und Haushaltsgütern bereit. Lokal produzierte Produkte (Obst, Gemüse, Fisch) kann man gut und günstiger auf den lokalen Märkten einkaufen. Die Versorgungslage auf dem Lande ist schwieriger. Den Grundbedarf an Lebensmitteln bekommt man aber in jedem Distrikthauptort im malawischen Supermarkt. Gemüse, Obst und andere Frischwaren gibt es zudem auf jedem größeren Dorfmarkt. 
Vor einigen Jahren kam es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Benzin und Diesel. Mehrmals kam es so für einige Tage fast zum vollständigen Erliegen des Straßenverkehrs. Man sollte sich bei Zeiten einen Vorrat zulegen, da bei akuter Knappheit der Treibstoff rationiert wird und Reservekanister nicht aufgefüllt werden dürfen. Nach der Devaluierung des Kwacha im Mai 2012 hat sich die Versorgungslage mit Benzin und Diesel verbessert. Landesweite Engpässe hat es seitdem nicht mehr gegeben. Allerdings kam es in 2016 zu örtlicher Treibstoffknappheit, da malawische Tanklaster bei den wieder aufgeflammten Zusammenstößen zwischen der Regierung und der Rebellenbewegung RENAMO in Mosambik angegriffen worden sind.

Erfahrungsberichte geben gute Tipps, wie das alltägliche Leben der Expats aussieht.

Endloser, menschenleerer Strand (Archiv Meinhardt)
Endloser, menschenleerer Strand (Archiv Meinhardt)

Kulinarisches

Chambo mit Pommes [Angela Meinhardt]
Chambo mit Pommes [Angela Meinhardt]

Die malawische Küche weist große Ähnlichkeiten mit der Küche der weiteren Länder im südlichen und östlichen Afrika auf. Das Hauptnahrungsmittel ist Nsima, ein aus Mais hergestellter fester Brei. Dieser wird in den Dörfern täglich gegessen, zusammen mit Blattgemüse (zum Beispiel Kürbisblätter), roten Bohnen (Nyemba) und, wenn saisonal und lokal verfügbar, kleinen Flussfischen (Matemba) oder Champignons. Aufgrund der Armut wird nur zu besonderen Anlässen (Weihnachten, Verwandtenbesuch aus der Stadt) dazu ein Hühnchen geschlachtet. An der Küste des Lake Malawi wird selbstgefangener Fisch (z.B. Chambo, Usipa, Catfisch) mit Nsima und Gemüse verzehrt. Seit 2017 steht Nsima sogar auf der Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO.

Diese traditionellen Essgewohnheiten finden sich auch in den Städten und in der Oberschicht. Man ist stolz darauf, auch ausländischen Gästen traditionelles malawisches Essen anzubieten, egal, ob man beim Nachbarn in Lilongwe, beim Arbeitskollegen oder beim Staatsoberhaupt eingeladen ist.

Für die urbane Mittel- und Oberschicht ist das kulinarische Angebot vielfältiger: Neben Nsima werden auch im Lande produzierter Reis und Speisekartoffeln (die hier Irish Potatos heißen) angeboten. Zu den verschiedenen Blattgemüsebeilagen gibt es Hühnerfleisch, Rind, Schwein (bei Nicht-Muslimen) sowie Ziegenfleisch und Lamm. Nicht selten wird auch der sehr schmackhafte Fisch Chambo aus dem Malawisee serviert, der zeitweilig auch in gut sortierten Supermärkten angeboten wird. Es gibt aber auch zahlreiche andere Fischsorten aus dem See oder den Flüssen. Dazu zählt der schon erwähnte Usipa, ein kleiner Trockenfisch, der mit Kopf und Gräten verzehrt wird.

Wer es gerne scharf mag, verwendet die im Lande produzierte Nali-Chili-Sauce.

In edlen Restaurants (z.B. im Mount Soche Hotel in Blantyre oder im Capital Hotel in Lilongwe) bekommt man gelegentlich Krokodilfleisch. Die Verfügbarkeit hängt von den Abschüssen der staatlichen Jäger ab, die im Shire River die Krokodilbestände regulieren. Das zarte Fleisch des Schwanzes (nur das wird verzehrt) ist delikat und schmeckt nach Fisch.

Es gibt sehr guten malawischen schwarzen Tee (z.B. Chombe) und Kaffee. Im Restaurant oder Cafe sollte man auf Mzuzu Coffee bestehen, wenn man kein Freund von importiertem löslichem Kaffee ist.

Wer gerne kocht, findet eine Reihe von landestypischen Rezepten.

Mbewa (geräucherte Feldmäuse)
Etwas Erlesenes für den besonderen Geschmack: Mbewa (geräucherte Feldmäuse) (Heiko Meinhardt)
Fertig zubereitetes Krokodilfleisch
Das Reptil in weniger furchteinflößender Pose: Fertig zubereitetes Krokodilfleisch (Heiko Meinhardt)

Feiertage

In Malawi gelten neben den nationalen Feiertagen auch christliche und (oft bewegliche) muslimische Feiertage, wie die Aufstellung zeigt. Fällt der Feiertag auf einen Sams- oder Sonntag, ist der darauf folgende Montag arbeitsfrei. Während die meisten Behörden und Banken an offiziellen Feiertagen geschlossen haben, haben viele Geschäfte und Märkte geöffnet.

Der 2. Weihnachtsfeiertag ("Boxing Day") wurde als Feiertag bereits vor Jahren abgeschafft. 

Geld

2012 eingeführte neue Kwacha-Münzen
2012 eingeführte neue Kwacha-Münzen

Malawis Währung ist seit 1971 der Kwacha, der sich in 100 Tambala unterteilt. Kwacha bedeutet Sonnenaufgang und ist das Symbol für die Unabhängigkeit des Landes. Tambala bedeutet Hahn. Aufgrund des Geldwertverfalls werden Tambala-Münzen heute nicht mehr verwendet. 2006 wurden 5 und 10 Kwacha-Münzen eingeführt, die die gleichlautenden Banknoten sukzessive ersetzt haben. Zudem wurden 2012 neue, deutlich kleinere, Münzen zu 1, 5 und 10 Kwacha in Umlauf gesetzt. Banknoten gibt es zu 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 Kwacha. Im Mai 2012 wurde eine neue Serie in Umlauf gebracht. Die Noten zeigen auf der jeweiligen Vorderseite historische Persönlichkeiten des Landes und auf der Rückseite Bauwerke und Natur. Die bis 2012 gebräuchlichen Banknoten wurden im Mai 2013 außer Kurs gesetzt. Seit Mitte 2014 werden Banknoten verausgabt, die auch für Blinde lesbar sind. Ende Dezember 2016 wurde erstmals eine 2000 Kwacha-Banknote in Umlauf gebracht.

Vorderseiten der Kwacha-Banknotenserie von 2012
Kwacha-Banknotenserie von 2012
Rückseiten der Kwacha-Banknotenserie von 2012
Ende 2016 eingeführte 2000 Kwacha-Banknote mit dem Bild des Freiheitskämpfers John Chilembwe
Ende 2016 eingeführte 2000 Kwacha-Banknote mit dem Bild des Freiheitskämpfers John Chilembwe

Der Wechsel von Bargeld (Euro oder US-Dollar) kann sowohl in Geschäftsbanken als auch in lizensierten Wechselstuben erfolgen. Die Kurse in letzteren sind oft, aber nicht immer, günstiger. Reiseschecks werden bei Banken akzeptiert, aber fast immer zu einem schlechteren Kurs als Bargeld. Zudem fallen Gebühren an.

In den großen Hotels und bei Autovermietern kann mit Kreditkarte bezahlt werden. Es ist durchaus üblich, dass bei Kartenzahlung ein prozentualer Aufschlag erhoben wird. Mit Kreditkarten kann auch Bargeld abgehoben werden. Die Geldautomaten sind in Bezug auf internationale Bankkarten mittlerweile recht zuverlässig. Es gibt sie allerdings nur in den großen Städten. Bisweilen funktionieren sie allerdings gar nicht (z.B. bei Stromausfall). Man benötigt US-Dollar in bar - und möglichst in kleiner Stückelung - zur Beschaffung von Visa nach Sambia, Mosambik, Simbabwe und Tansania. Der Geldumtausch außerhalb von Banken und lizensierten Wechselstuben/Hotels ist verboten. Während in den genannten Ländern Euro problemlos in Landeswährung umgetauscht werden können, werden in Mosambik (mit Ausnahme der großen Städte) fast ausschließlich US-Dollar umgetauscht.

Die zwei größten Geschäftsbanken National Bank of Malawi und Standard Bank bieten auch ausländischer Kundschaft mit Arbeitsvertrag im Land die Eröffnung von Girokonten an. Sie unterhalten zahlreiche Filialen und Geldautomaten in den Städten und vielen Distrikten Malawis.

Reisen, Transport und Verkehr

Chileka International Airport, Blantyre (Heiko Meinhardt)
Chileka International Airport, Blantyre (Heiko Meinhardt)

Das Reisen im Land ist, jedenfalls abseits der großen Städte, nicht immer ganz unproblematisch. Die staatliche Fluglinie Air Malawi bediente täglich die Strecken Lilongwe-Blantyre und zurück. Sporadisch gab es auch Flüge nach Club Makokola am Südende des Lake Malawi. Ende Dezember 2012 ging das Unternehmen in die geordnete Insolvenz, und stellte später seinen Geschäftsbetrieb ein. Im Februar 2014 erfolgte die Neugründung der Gesellschaft unter Beteiligung von Ethiopian Airlines unter dem Namen Malawian Airlines. Diese nahm ihren Flugbetrieb zunächst auf der Strecke Lilongwe-Blantyre und seit dem 17. Februar 2014 auch im Regionalbetrieb auf.

Nottankstelle in Chiradzulu
Nottankstelle in Chiradzulu (Heiko Meinhardt)
Mit dem Einbaum auf dem Lake Malawi, Karonga-Distrikt
Mit dem Einbaum auf dem Lake Malawi, Karonga-Distrikt (Heiko Meinhardt)

Zwischen den Städten Blantyre, Lilongwe und Mzuzu verkehren relativ komfortable und sichere Fernbusse (Coachline). Ansonsten gibt es eine Reihe weiterer, fast ausschließlich private, Busunternehmen, Minibusse und — aber nur in den Städten — wenige Taxis.

Schon aus Sicherheits- und Zeitgründen ist es ratsam, ein eigenes Fahrzeug zu mieten, auch wenn man nur in der Stadt zu tun hat.

Wer ein Kraftfahrzeug in Malawi anmelden will oder einen Führerschein umschreiben lassen muss (dabei ist ein Theoriefahrtest und ein Sehtest obligatorisch) braucht oft viel Geduld, Gelassenheit und starke Nerven. Zuständig ist die Verkehrsbehörde, die über Niederlassungen in Lilongwe, Blantyre und Mzuzu verfügt. Es empfiehlt sich, die An- oder Ummeldung des Kfz einer Ortskraft zu überantworten. 

In Malawi herrscht Linksverkehr. Die großen Überlandstraßen auf der Nord-Süd-Achse als auch zu den Teeplantagen in Thyolo und Mulanje und die Straßen von Lilongwe nach Salima und nach Mchinji (Grenze zu Sambia) sind geteert und in einem guten Zustand. Nach Einbruch der Dunkelheit (ca. 18 Uhr) ist dringend angeraten Überlandfahrten aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. Auch auf Fahrradfahrten sollte man aus verkehrstechnischen Sicherheitsgründen lieber verzichten. Die Verkehrspolizei ist eifrig im Ausstellen von Strafmandaten. Der (Auto-)Versicherungsmarkt ist dereguliert und lädt zum Preisvergleich ein. Es empfiehlt sich eine Vollkaskoversicherung (Comprehensive insurance) und die Vereinbarung einer höheren Versicherungssumme, obwohl Personenschäden nicht so hoch bewertet werden wie in Deutschland.

Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober. Während der Regenzeit (Ende November bis Anfang April) sind Überschwemmungen in vielen Gegenden möglich. Über das Wetter in Malawi können Sie sich aktuell informieren. Das Land bietet eine ganze Reihe von Touristenattraktionen, die einen Besuch lohnen.

Einen guten Einstieg in das Land bietet die Tourismusbehörde Malawis, die neben einem kurzen Überblick über Land und Leute auch Touristenziele, Hotels und Unterkünfte sowie Safariangebote enthält. Leider wird die Seite nicht regelmäßig aktualisiert. Den neuesten Stand kann man indes bei Lonely Planet abrufen. Interessante Reiseinformationen hält auch der Hupe-Verlag bereit. Reisetipps und Kurzreportagen finden sich bei Abendsonne Afrika.

Fährschiff Ilala (Archiv Meinhardt)
Fährschiff Ilala (Archiv Meinhardt)

Sicherheit

Dienstsitz eines Chiefs im Mangochi-Distrikt
Dienstsitz eines Chiefs im Mangochi-Distrikt (Heiko Meinhardt)

Landesspezifische Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt beziehen sich auf zunehmende Zahlen von Einbrüchen und Diebstählen in den Städten und Touristengegenden am Lake Malawi sowie auf Fälle von Fahrzeugentführungen. Ende 2017 waren vor allem in der Südregion Fälle von durch Aberglauben ("Vampire") ausgelöste Lynchjustiz aufgetreten, die im Land und bei Reisenden für Unruhe sorgten. Gute Hinweise zur Sicherheitslage bietet das US-State-Department. Es wird aber ein Anstieg von Kriminalität konstatiert, der sich vor allem auf Lilongwe, Blantyre und die Touristenorte Senga Bay, Cape Maclear und Nkhata Bay konzentriert. Von Demonstrationen oder politischen Kundgebungen sollte man sich fern halten, da diese - wie im Juli 2011 - gewalttätig verlaufen können. Das gilt aktuell auch für Demonstrationen im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen. Hier kommt es leider immer wieder zu Gewalt, Vandalismus und Steinwurf, auch auf Unbeteiligte.

Vor allem - aber nicht nur - nach Einbruch der Dunkelheit kann es zu Fahrzeugdiebstählen, auch unter Gewaltanwendung, kommen. Spaziergänge und Fahrradfahrten am Abend oder nachts sollten ganz vermieden werden. An belebten Orten (Märkte, Einkaufszentren) sind — wie in Europa auch — Taschendiebe und Trickbetrüger aktiv.

In Malawi lebende Deutsche können sich beim Auswärtigen Amt über das ELEFAND-System registrieren lassen, damit in Krisenfällen (z. B. auch bei Naturkatastrophen) und bei Evakuierungen eine konsularische Betreuung erfolgen kann. Die Aufnahme in die Liste ist freiwillig, kann aber sinnvoll sein.

Gesund bleiben

Entspannen am Lake Malawi
Entspannen am Lake Malawi (Heiko Meinhardt)

Malariaprophylaxe und Impfempfehlungen

Der reisemedizinische Infoservice "Fit for Travel" bietet ständig aktualisierte Reisehinweise für Malawi mit Informationen über Impfempfehlungen und Impfvorschriften, Malariarisiko und spezielle Gesundheitsrisiken. Zudem gibt es eine Klimatabelle. Bitte beachten Sie zudem die medizinischen Hinweise des Auswärtigen Amtes.

Telekommunikation und Internet

Die Verbreitung des Internets ist in Malawi noch immer geringer als in den Nachbarstaaten. Es wird von UNDP geschätzt, dass knapp 14% der Einwohner (Anfang 2019) Zugang zum Internet haben. Das ist auch auf die mangelhafte Infrastruktur zurückzuführen. Der führende Internetprovider ist MalawiNet. Während die meisten Institutionen und Unternehmen, nicht aber Primarschulen und nur wenige Sekundarschulen, über Internetzugänge verfügen, gibt es bisher nur relativ wenige private Nutzer. Häufige Stromausfälle erschweren die Nutzung. Es gibt zwei Mobilfunkanbieter: TNM und Airtel, die auch Internetnutzungsverträge (auch prepaid) anbieten. Es gibt verschiedene Pakete, die sich am Datenvolumen und/oder an Laufzeiten orientieren.

Der Internetzugang vor Ort hat sich in letzter Zeit deutlich verbessert. Mobiles Internet ist bei den städtischen Mittel- und Oberschichten weit verbreitet und ermöglicht auch Gespräche über z. B. Skype oder WhatsApp. Diese werden mehr und mehr zur günstigen Alternative zum Mobiltelefondienst. Es gibt nur noch wenige Internetcafés in den Städten Blantyre, Lilongwe, Zomba und Mzuzu. Die großen Hotels halten W-LAN-Anschluss für ihre Gäste bereit, der meistens für Hausgäste gratis ist. In ländlichen Gebieten ist mobiles Internet hingegen noch wenig verbreitet. Die Kosten für das mobile Telefonieren sind im internationalen Vergleich im Verhältnis zur Kaufkraft sehr hoch.  

19 von 1.000 Malawiern verfügen über einen Festnetz-Telefonanschluss (2016), während die Zahl der Mobiltelefonkunden bei 400 von 1.000 Malawiern 20 mal so hoch liegt. Auch Internettelefonie wird immer beliebter und ist eine gute Alternative zu den hohen (internationalen) Telefongebühren.

Telefonieren nach Malawi

Zurzeit (Stand: November 2019) günstigstes Angebot:
01015   11,0 Cent pro Minute zu einem Festnetzanschluss
010058 29,9 Cent pro Minute zu einem Mobiltelefon (billigere Tarife funktionieren oft nicht)
00265 + 1 + sechsstellige Anschlussnummer (Festnetz)
00265 + neunstellige Anschlussnummer (Mobiltelefon)
Da sich die Preise regelmäßig ändern, empfiehlt sich ein Blick in  den Tarifrechner.

Nützliche Adressen

Links, Experten und andere Ressourcen

Wer nach Links zu Malawi sucht, findet zahlreiche in der Auflistung der kalifornischen Stanford University. Auf der Suche nach Experten und Ressourcen kann die Datenbank "Internationale Beziehungen und Länderkunde" (IBLK) der Universität Karlsruhe hilfreich sein. Die Datenbank umfasst über eine halbe Million Literaturnachweise ab 1980. Zu den berücksichtigten Fachgebieten zählen: Internationale Politik, Sicherheit, Wirtschaftsbeziehungen sowie die Außenpolitik und die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung einzelner Länder. Die National Archives of Malawi sind das größte Archiv im Lande. Viele Dokumente unterliegen jedoch einer dreißigjährigen Sperrfrist. Regelmäßig in deutscher Sprache informiert die von der Informationsstelle Südliches Afrika herausgegebene Zweimonatszeitschrift Afrika Süd. Eine Anlaufstelle für Informationen ist zudem der British Council in Lilongwe. Seit einiger Zeit ist auch die malawische Botschaft in Berlin wieder im Internet präsent. Im August 2009 wurde die Deutsch-Malawische Gesellschaft mit Sitz in Berlin gegründet. Die DMaG versteht sich als Forum für Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen und Einzelpersonen, die ein spezielles Interesse an Malawi haben. Sie arbeitet eng mit der Botschaft Malawis in Berlin zusammen. Ein auf der Homepage abrufbarer Newsletter bietet eine Reihe interessanter und aktueller Informationen. Von Interesse ist auch die malawische Botschaft in London.

Für Sprachinteressierte ist das Online-Wörterbuch Chichewa von Interesse.

Malawi — The warm heart of Africa... (Archiv Meinhardt)
Malawi — The warm heart of Africa... (Heiko Meinhardt)

Was wirklich zählt ...

Viel Spaß in einem Land, das in erster Linie für seine friedlichen und gastfreundlichen Menschen bekannt ist und nicht zu Unrecht den Ehrentitel "The Warm Heart of Africa" trägt!

Also dann: Takulandirani ku Malawi!

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im November 2019 aktualisiert.

Über den Autor

Dr. Heiko Meinhardt, Politikwissenschaftler. Global tätiger International Consultant und Wahlexperte.

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