Fassade des Museums Soumaya der Fundación Carlos Slim in Mexiko-Stadt
Geschätztes BIP
1,199 Mrd. US-$ (2018, geschätzt)
Pro Kopf Einkommen (Kaufkraftparität)
18101 US-$ (2018, geschätzt)
Rang der menschl. Entwicklung (HDI)
Rang 76 von 189 (2018)
Anteil Armut lt. Weltbank
41,9% (2018)
Einkommensverteilung lt. WB (Gini-Koeff.)
43,4 (2017)
Wirtschaftlicher Transformationsindex (BTI)
48 von 129 (2018)

Wirtschaft: Sektoren, Analysen und politische Strategien

Die Wirtschaft Mexikos hat in den letzten 30 Jahren eine recht hohe makroökonomische Stabilität erlangt, jedoch kam das Wirtschaftswachstum im gleichen Zeitraum nicht über 3% hinaus und stagnierte zuletzt. Die Industrieproduktion im Norden des Landes ist stark mit der US-Wirtschaft verflochten. Mexiko konnte erfolgreich die Exporte vom Erdöl auf  Industrieerzeugnisse umlegen. Ein Drittel der öffentlichen Einnahmen stammen jedoch noch aus der Erdölindustrie und sind somit nach den Überweisungen der in den USA lebenden Mexikaner (remesas) die zweitwichtigste Einnahmequelle. Die Tourismusbranche spielt auch eine große Rolle als Wirtschaftsfaktor, wobei die Einnahmen auf Grund der Kriminalität im Land in den letzten Jahren gesunken sind. Durch die COVID-19 Pandemie, hat die Tourismusbranche besonders heftige Einbußen hinnehmen müssen. Auch die mexikanische Ölindustrie hat durch die Coronakrise bereits gelitten, da die Weltmarktnachfrage stark zurückging.

Ex-Präsident Enrique Peña Nieto kündigte nach Amtsantritt ein tiefgreifendes Reformpaket an, das er mit Unterstützung aller Parteien durchzusetzen versuchte. Der sogenannte "Pacto por México" (unterschrieben durch Vertreter der größeren Parteien am 2. Dezember 2012) beinhaltete als wichtige Wirtschaftsreformen die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Liberalisierung der Märkte, des Wachstums und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Weitere politische Ziele waren etwa eine Fiskalreform, die Reform des Bildungssystems und die Bekämpfung der Korruption.

Der Pakt war von vielen Intellektuellen und sozialen Organisationen stark kritisiert worden. Unter anderem, weil er ohne Konsens wichtiger gesellschaftlichen Gruppen unterschrieben und beschlossen wurde. Beispielsweise stieß die sogenannte "Bildungsreform" in den südlichen, verarmten Bundesstaaten auf große Ablehnung der Bevölkerung. Proteste, verbunden mit Mahnwachen, Straßen-, teilweise auch Autobahnsperren verursachten hohe wirtschaftliche Kosten. Peña Nietos Reform wurde 2019 durch López Obrador wieder abgeschafft, mit dem Ziel, Bildung für alle Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.

Das Ziel die Korruption zu bekämpfen ist bis zum heutigen Tag nicht erfüllt worden. Mehrere Gouverneure stehen im Verdacht sich durch ihre Ämter bereichert zu haben. Auch Ex-Präsident Enrique Peña Nieto war immer wieder in Immobilien- und Korruptionsskandale verwickelt. Die wirtschaftlichen Kosten der Korruption sind hoch und schaden der Entwicklung des Landes. Schätzungsweise kostet die Korruption das Land ca. 10 % des BIP.

Bereits Mitte der 80er Jahre gehörten die Deregulierung und Privatisierung von Unternehmen und Banken zum Kern des Strukturwandels hin zu einer exportorientierten Wirtschaft. Die Weltmarktintegration ging mit einer starken wirtschaftlichen und sozialen Polarisierung einher, da nur wenige Sektoren und Regionen zum Wirtschaftswachstum beitragen konnten. Während der Dienstleistungssektor heute 62% des BIP erwirtschaftet und 58% der arbeitsfähigen Bevölkerung beschäftigt, trägt der Agrarsektor nur noch mit  3,5% zum BIP bei, schafft dabei aber immer noch 18% der Arbeitsplätze.

Mexiko litt in den 1970er und 1980er Jahren unter Wirtschaftskrisen aufgrund der Abhängigkeit vom Erdöl und von dessen Preisentwicklung auf dem Weltmarkt. Aus diesem Grund war es für die neoliberale Wirtschaftspolitik seit 1982 von hochrangiger Bedeutung, eine diversifizierte Industrialisierung voranzutreiben. Die Gewinnung von Metallen und mineralischen Rohstoffen und die Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken, Fahrzeugen und Textilien (Maquila-Industrie) erwirtschaften heute 35% des BIP. Die Entwicklung zu einem Exportland wurde mit dem Freihandelsabkommen zwischen Kanada, USA und Mexiko (NAFTA)  gestärkt. Problematisch bleibt die Konzentration der Exporte auf wenige Firmen: von ca. 3 Mio. Firmen exportieren lediglich ca. 7000.

Trotz verschiedener Bemühungen, die Energieerzeugung zu diversifizieren, ist die Abhängigkeit vom Erdöl immer noch sehr stark. Diese Abhängigkeit hat schwerwiegende Auswirkungen für die gesamte Wirtschaft, vor allem in Zeiten sinkender Ölpreise. Staudämme und Stauseen werden derzeit geplant, das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber solchen Vorhaben ist jedoch beträchtlich. Großes Potential besitzt der Ausbau von erneuerbaren Energien.

Demonstration gegen die Privatisierung der staatlichen Ölfirma Pemex
Demonstration gegen die Privatisierung der staatlichen Ölfirma Pemex © RM Quelle: Umbruch Bildarchiv

Regionale wirtschaftliche Bedeutung und Ausstrahlung

Für die Entwicklung der mexikanischen Wirtschaft ist die wachsende Verflechtung mit den USA auf Handelsebene von zentraler Bedeutung. Seit dem Inkrafttreten des NAFTA 1994 hat die mexikanische Wirtschaft ihre Produktion nach den Bedürfnissen der nordamerikanischen Länder ausgerichtet. Die USA nehmen 80% der mexikanischen Exporte ab. Wo früher das Erdöl an erster Stelle stand, sind heute Rücküberweisungen (remesas) der in den USA lebenden Mexikaner und Mexikanerinnen die wichtigste Einnahmequelle für Mexiko. Ein Abkommen über Freizügigkeit von Arbeitskräften ist nicht in Sicht.

Die mehr als 12 Freihandelsabkommen, die Mexiko mit 45 Staaten der Welt unterzeichnet hat, machen das Land für internationale Investoren durchaus interessant. Mit anderen lateinamerikanischen Ländern hat Mexiko ebenfalls mehrere Handelsabkommen unterzeichnet (u.a. bilaterale Abkommen mit Argentinien, Bolivien, Chile, Costa Rica, Ecuador, Kolumbien, Nicaragua und Peru sowie multilaterale Bündnisse mit Kolumbien und Venezuela einerseits und mit Guatemala, Honduras und El Salvador anderseits). Mexiko nutzt die Stellung als drittgrößte Wirtschaft Lateinamerikas um eine regionale Vernetzung zu fördern (siehe dazu: die Unterzeichnung des CELAC).

Außerhalb des amerikanischen Kontinents existieren Abkommen mit Bündnissen und Staatenverbünden, wie etwa das Globalabkommen mit der EU. Dieses trat im Jahr 2000 in Kraft und geht weit über die Regelung von Handelsbeziehungen hinaus, indem es Themen der Kooperation und politischen Zusammenarbeit behandelt. Des Weiteren existiert ein Handelsabkommen mit der Europäischen Freihandelsassoziation, das 2001 in Kraft trat, sowie bilaterale Abkommen mit Israel und Japan.

Wirtschaftsindikatoren, Analysen, Statistiken

Die Deutsch-Mexikanische Industrie- und Handelskammer informiert über ihre Aufgaben und gibt nützliche Tipps zu Alltagsfragen.

Auf den Seiten der mexikanischen Notenbank Banco de México finden Sie Erläuterungen zur Geld- und Währungspolitik, Wirtschaftsindikatoren, etc.

Wirtschaftspolitik und Entwicklungspotential

Der Strukturwandel zu einer exportorientierten Wirtschaft wurde durch die Unterzeichnung von mehreren Handelsabkommen (NAFTA, Globalabkommen mit Europa) und internationalen Abkommen zu einer wirtschaftlichen und politischen Kooperation, gefestigt.

Es besteht im Land ein enormes Entwicklungspotential stark diversifizierter kleiner und mittelgroßer Firmen, die bereits eine hohe Produktivität aufweisen, jedoch noch keinen Platz in der Exportwirtschaft gefunden haben.

Mexiko konnte erfolgreich Exporte unterschiedlichster Produkte diversifizieren und ist heute beispielsweise der zweitgrößte Stahlproduzent Lateinamerikas und nach den USA der zweitgrößte Erdölproduzent auf dem amerikanischen Kontinent.

Mexiko ist reich an Mineralien und Metallen wie Gold, Silber, Eisen, Zink und Blei. Bergbaunternehmen aus Kanada, Großbritannien und den USA erhalten Konzessionen für die Ausbeutung der Minen. 

Die hauptsächlichen Agrarprodukte sind: Mais, Weizen, Soja, Reis, Bohnen, Wolle, Tabak, Kaffee, Rindfleisch, Geflügel, Holz und unzählige Früchte- und Gemüsesorten.

Produkte und Handel

Produkte und Produktionsweisen

Gemälde - Der Bohnenesser von Annibale Caracci
Gemälde - Der Bohnenesser von Annibale Caracci (ca. 1580-90)

Eine hoch technologisierte Industrieproduktion und eine moderne Dienstleistungsbranche sind in Mexiko ebenso vertreten, wie die subsistenzorientierte Agrarwirtschaft und das traditionelle Handwerks- und Kleingewerbe.

Handel: Binnen- und Außenhandel, Handelsbilanz

Das Bild zeigt Fußgänger in der Einkaufsstraße Calle Madero im historischen Zentrum von Mexikostadt, sowie den Torre Latinoamericana, das erste Hochhaus Lateinamerikas.
Blick auf die Calle Madero und den Torre Latinoamericana im historischen Zentrum von Mexiko Stadt © Leonore Lukschy (CC BY-NC-ND 2.0)

Mexiko ist der größte Exporteur und Importeur Lateinamerikas. Die geographische Lage Mexikos erweist sich als dynamischer Standort für Handel und Investitionen nach Lateinamerika, Asien, Europa aber vor allem in die USA, die der wichtigste Handelspartner sind. Um die 85% der mexikanischen Exporte und 50% der Importe werden mit den USA und Kanada abgewickelt. Direktinvestitionen aus dem Ausland sind in den letzten Jahren gestiegen, die Investitionen stammen hauptsächlich aus den USA, Kanada, Spanien und Deutschland. Mexiko weist seit Jahren ein leichtes Handelsbilanzdefizit auf. Die mexikanischen Arbeitsmigranten tragen mit ihren Geldüberweisungen in hohem Maß zum privaten Konsum bei.

Mexiko hat es geschafft, die Exporte auf mehrere Branchen zu diversifizieren, was die oft belastende Abhängigkeit von der Entwicklung der Erdölpreise verringert. Die Verbesserung der binnenwirtschaftlichen Bedingungen ist notwendig, um außenwirtschaftliche Belastungen zu kompensieren. Zu den politischen Maßnahmen, die mit diesem Ziel umgesetzt werden sollten, zählen, wie im Pacto por México vereinbart: der Abbau von Oligopol- und Monopolstrukturen, die Stärkung des Wettbewerbs und der privaten Wirtschaft, die Bekämpfung der Schattenwirtschaft, die Erhöhung des Steueraufkommens und die Bekämpfung der Kriminalität.

Mexiko liegt auf Platz 22 der Rangfolge deutscher Handelspartner im Bereich Export. Das Volumen des Handelsaustausch zwischen Deutschland und Mexiko betrug 2018 ca. 23 Milliarden Dollar (im Vergleich zu ca. 17,4 Milliarden Dollar 2015). Ein Großteil davon ist Kapital, welches in die Automobilindustrie investiert wurde, hinzu kommen weitere Investitionen in die Chemie- und Pharmaindustrie. Deutschland ist für Mexiko der wichtigste Handelspartner in der EU.

Das Freihandelsabkommen mit Europa, welches 1997 in Kraft trat, wurde in den letzten 20 Jahren um neue Produkte und Dienstleistungen ergänzt. Die Beziehung zu Deutschland im Speziellen und die zu Europa im Allgemeinen hat für die mexikanische Regierung an Bedeutung gewonnen. Insbesondere seit dem Amtsantritt Donald Trumps in den USA und den damit verbundenen Drohungen, Strafzölle auf in die Vereinigten Staaten importierte Waren aus Mexiko einzuführen, ist die mexikanische Regierung darum bemüht, ihre Handelsbeziehungen weltweit zu diversifizieren. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Erneuerung des Handelsabkommens mit der Europäischen Union - nach den USA und China der drittwichtigste Handelspartner Mexikos. Nachdem die Verhandlungsrunden im Mai 2016 begonnen hatten, erzielten Mexiko und die EU im April 2018 eine Einigung bezüglich des Abkommens.

Zivilgesellschaftliche Organisationen hatten vor der Einigung gefordert, dass sich eine Neuverhandlung nicht nur auf das Einbeziehen weiterer Bereiche in das Abkommen begrenzen sollte, sondern auch bessere Mechanismen zum Schutz der Menschenrechte umfassen müsse. Ein zentraler Punkt ist in dieser Konstellation das Verhalten europäischer Unternehmen in Mexiko und konkrete Forderungen bezüglich Wasserverschmutzung, Umweltverschmutzung und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.

Entwicklung und Entwicklungspolitik

Demonstration gegen den Weltwirtschaftsgipfel, Transparent-Aufschrift: WTO kills!
Brücken-Demo Cancun © Tilman Santarius
Bauarbeiter auf dem Weg zur Arbeit im Bundesstaat Campeche
Bauarbeiter auf dem Weg zur Arbeit im Bundesstaat Campeche © Leonore Lukschy

Als OECD-Land gilt Mexiko nicht mehr als Entwicklungsland, sondern als Schwellenland, also als globaler Entwicklungspartner, der bei der Lösung von regionalen und globalen Herausforderungen eine wichtige Rolle einnehmen soll.

Der mangelnde soziale Zusammenhalt im Land stellt ein deutliches Hindernis für eine stabile, langfristige Entwicklung Mexikos dar. Der politische Dialog und die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union konzentrierten sich seit 2005 auf die Stärkung der regionalen Integration und des sozialen Zusammenhalts (Bekämpfung der Armut, Ungleichheit und soziale Ausgrenzung). Ziel ist die Schaffung einer nachhaltigen Entwicklung und einer ausgewogenen Gesellschaft. Trotz des Einsatzes vielfältiger Ressourcen und der positiven volkswirtschaftlichen Entwicklung gelang es bisher nicht, weitreichende Veränderungen in der sozialen Struktur Mexikos einzuleiten.

Die ungleiche Einkommensverteilung schafft eine Kluft, die sich teilweise in großen sozialen Problemen nierderschlägt. Während 10% der Armen in Mexiko 1,3% der Einkommen beziehen, erwirtschaften 10% der Reichen 36% der Einkommen. 52 Millionen Mexikaner leben in Armut, 10,4% davon sogar in extremer Armut. Von den 50 Millionen arbeitsaktiven Mexikanern leben 31 Millionen in einer prekären Situation und können nicht von ihrem Gehalt leben. 10% der Mexikaner lebten nach Weltbankangaben 2005 von weniger als einem Dollar täglich und können damit ihren Grundlebensbedarf nicht ausreichend decken. 29,6 Millionen arbeiten für die informelle Wirtschaft. Die Landwirtschaft, von der etwa 30% der Bevölkerung leben, und die nur 4% des BIP erwirtschaftet, steckt in einer tiefen Krise. 10% der Jugendlichen besuchen keine Schule und haben keine Arbeit.

Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Mexiko hat sich auf zukunftsweisende Themen wie Klimawandel, Umwelt, erneuerbare Energien und Energieeffizienz konzentriert. Die Europäische Union hat als Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit Mexiko folgende Themen: Justiz, soziale Entwicklung, Menschenrechte, Förderung der indigenen Bevölkerung, Jugendrechte und Demokratisierung.

Millennium Development Goals: Armut, Armutsbekämpfung, etc.

Auch wenn Mexiko Teilerfolge bei den Millennium-Entwicklungszielen (MDG) seit den 1990er Jahren verzeichnen kann, nimmt der Anteil der unter der Armutsgrenze lebenden Bevölkerung seit 2006 wieder zu. Die ungleiche Vermögensverteilung wächst weiterhin und lässt die Kluft zwischen arm und reich weiter wachsen. Während der Weltwirtschaftskrise zwischen 2008 und 2010 ist die Armut der Bevölkerung zeitweilig auf 46,2% gestiegen. Inzwischen liegt der Anteil der Bevölkerung, der in Armut lebt laut der Weltbank bei 41,9%, der Anteil der Bevölkerung, der in extremer Armut lebt, also weniger als 1,90 Dollar am Tag zur Verfügung hat, ist bis 2016 auf 2,2% gesunken.

Erinnerungen an den Chiapas-Aufstand
Erinnerungen an den Chiapas-Aufstand © Wolfgang Nieklasen Quelle: www.umbruch-bildarchiv.de
Widerstand in Mexiko
Widerstand in Mexiko © Wolfgang Nieklasen Quelle: www.umbruch-bildarchiv.de

Nationale Entwicklungsanstrengungen

Die staatlichen Bemühungen zur Bekämpfung der Armut werden im Sozialministerium Bienestar (zuvor SEDESOL, Secretaria de Desarollo Social) koordiniert. Die Programme zielen weitgehend auf die marginalisierten Bevölkerungsteile ab, wie Migrant/innen, Tagelöhner/innen, Indigene, Alleinerziehende, und weitere benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Trotz Armutsbekämpfungsprogrammen gehört Mexiko zu den Ländern in Lateinamerika, die Armut am wenigsten erfolgreich bekämpfen.

Der Staat sieht ein großes Entwicklungspotential in Energiegroßprojekten, wie dem Windenergiepark am Isthmus von Oaxaca. Da Planungen und Bau ohne öffentliche Beteiligung und an den Bedürfnissen der weitgehend ländlich indigenen Bevölkerung vorbei durchgeführt wurden, kam es 2011 zu öffentlichen Protesten, die in verstärkter Repression endeten. 

Ausländische Entwicklungsanstrengungen

Auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit sind internationale Organisationen in Mexiko stark vertreten. Bildung und Armutsbekämpfung sowie Umweltschutzprogramme stehen dabei auf der Agenda der Organisationen. Zu den Hauptgebern zählen Organisationen wie die Weltbank, die ihre Länderstrategie vorstellt, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP und die Interamerikanische Entwicklungsbank

Deutsche und andere europäische Entwicklungs- und Hilfsorganisationen im Lande

Für Europäische Entwicklungsorganisationen ist Mexiko ein wichtiges Partnerland, auch für die Zusammenarbeit mit lateinamerikanischen Ländern. Seit 2015 liegen die Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Mexiko auf den Themen Umwelt- und Ressourcenschutz, sowie erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Folgende Links führen Sie zu landesspezifischen Aktivitäten internationaler Organisationen:

Fußnote

*)  Es muss darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den Statistiken um grobe Schätzungen handelt, die nur teilweise die Realität widerspiegeln. Detaillierte Informationen zum Entwicklungsstand finden Sie bei UNDP im Human Development Report

Das Länderinformationsportal

Das Länderinformationsportal
Das Länderinformationsportal

Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Mai 2020 aktualisiert.

Autor

Dr. Carlos A. Pérez Ricart 

Carlos A. Pérez Ricart (geboren in Mexiko Stadt, 1987) ist Politologe. Er arbeitet am Latin American Centre der Universität Oxford und forscht zu den Themen Waffenhandel, Drogenpolitik, Militarisierung von Polizeibehörden und Zunahme von staatlicher Gewalt in Lateinamerika.

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Die Akademie der GIZ gestaltet Lernangebote für die internationale Zusammenarbeit. Wir führen mehr als 2000 Fort- und Weiterbildungen durch und entwickeln innovative, wirksame und nachhaltige Lernkonzepte. Und das weltweit.

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