Straßenszene in Yangon
Anteil alphabetisierte Erwachsener
89,5% (2014)
Bedeutende Religionen
Buddhismus 87,9%, Christentum 6,2%, Islam 4,3%
Städtische Bevölkerung
30% (geschätzt, 2017)
Lebenserwartung (w/m)
69 /64 Jahre (geschätzt, 2016)
Anzahl der Geburten
2,2/Frau (geschätzt, 2016)
Kindersterblichkeit
39/1000 Lebendgeburten (geschätzt, 2017)

Ethnizität und Sprachen

Ethnolinguistische Gruppen in Myanmar
Ethnolinguistische Gruppen in Myanmar © CIA (Public Domain)

Seit der in der Kolonialzeit durchgeführten Klassifizierung der birmanischen Bevölkerung, die eine Zahl von 135 Ethnien festlegte, hält sich diese Zahl hartnäckig bis heute. Davon sollen allein 52 Untergruppen der Ethnie der Chin im Westen des Landes zugehörig sein. Die damit angedeutete ethnische Vielfalt hat schon früh dazu geführt, Birma als ein “Paradies für Ethnologen” zu bezeichnen.

Linguisten unterschieden drei große Sprachgruppen: tibeto-birmanisch, wozu vor allem Birmanisch, der in Rakhine gesprochene verwandte Dialekt sowie die Sprachen der größeren Ethnien (Kayin, Kachin und Chin) gehören. Weiter werden dem Thai verwandte Tai-Sprachen gesprochen, vor allem von den Shan und schließlich finden sich Mitglieder der austro-asiatischen (Khmer-Mon) Sprachfamilie, deren auch kulturell bedeutendste das Mon ist. Die “Verwandtschaft” ist allerdings eine linguistische Konstruktion, die nichts darüber aussagt, ob die Angehörigen dieser “Familien” sich sprachlich verständigen können oder gar gegenseitig schätzen würden.

Das Fehlen einer gemeinsamen Identität hat Misstrauen zwischen den einzelnen Volksgruppen zur Folge. Auf Seiten der bama-buddhistischen Mehrheit im Land bestehen dabei besonders starke und teilweise rassistische Vorurteile gegen muslimische Südasiaten, worunter die an der Grenze zu Bangladesch lebenden Rohingyas, aber auch alle anderen im Lande lebenden Muslime zu leiden haben, wie die im März 2013 in der mittelbirmanischen Stadt Meiktila begonnenen Ausschreitungen gegen Muslime gezeigt haben. 

Nach dem auf die Zeit der Unabhängigkeit des Landes zurückgehende Staatsbürgerrecht von 1982 zählen nur solche Bürger des Landes zu den “ethnischen Nationalitäten”, deren Vorfahren schon 1813, also vor Ausbruch des ersten anglo-birmanischen Krieges, im Lande lebten. Alle später zugewanderten Gruppen gelten als “eingebürgert”, was aber immer noch nicht für die Mehrheit der Rohingyas gilt, die aus offizieller Sicht als Bangladeshis angesehen und als "Bengalis" bezeichnet werden.

Zuverlässige Zahlen über die Größe der einzelnen ethnischen Gruppen gibt es nicht, da der letzte allgemein anerkannte im Land durchgeführte Zensus, der diese Informationen erhob - und veröffentlichte - aus dem Jahr 1931 stammt. Im März und April 2014 hat eine Volkszählung stattgefunden, die hier Klarheit schaffen sollte. Der Plan war höchst umstritten, da von der Zählung eine Verschärfung ethnischer Spannungen erwartet wurde. Im August 2014 wurden die ersten Ergebnisse vorgelegt. Im Juli 2016 wurden die Zahlen veröffentlicht, die Auskunft über die religiöse Zusammensetzung der Bevölkerung enthalten. Die sensitiven Daten über die ethnische Zusammensetzung liegen bis heute nicht vor. 

Bama-Paar
Bama-Paar /©Government of Myanmar

Über die ethnische Vielfalt Myanmars korrekt zu informieren, ist außerordentlich schwierig, da sich die Selbst- und Fremdbeschreibungen der einzelnen Gruppen sehr stark voneinander unterscheiden. Im Folgenden wird versucht, über die neben der dominierenden Gruppe der Bama im Land lebenden ethnischen Minderheiten des Landes, einige kurze Angaben zu machen.
Die hier dargestellten folkloristischen Bilder der Vertreter der ethnischen Gruppen in traditioneller Kleidung stammen aus einer Internet-Präsentation der Regierung und spiegeln eine visuelle Repräsentation der offiziellen Vorstellung von der "Einheit in der Vielfalt" Myanmars wider, die von den meisten ethnischen Gruppen nicht geteilt wird.

Schätzung der Anteile einzelner ethnischen Gruppen an der Bevölkerung nach Wikipedia

Bama           68%
Shan             9%
Kayin              7%
Rakhine        3,5%
Chinesen      2,5%
Kachin             2%
Mon              1,5%
Inder          1,25%
Kayah         0,75%
andere          4,5%

Mon

Mon-Paar
Mon-Paar / Foto: Government of Myanmar

Zusammen mit den Khmer sind sie Nachfahren einer der ältesten Kulturen Südostasiens. Ihr Siedlungsgebiet liegt im südlichen Myanmar. Ein frühes Zentrum ihrer Herrschaft war die zwischen Yangon und Mawlamyine gelegene Stadt Thaton. Nach ihrer Eroberung durch König Anawratha im Jahr 1057 kamen den birmanischen Chroniken zufolge die heiligen Schriften des Buddhismus nach Bagan. Zugleich wurden die Königsfamilie und viele Handwerker in die Hauptstadt des ersten großen birmanischen Reiches gebracht. Die Manuha-Pagode, benannt nach dem unterlegenen Mon-König, ist eine der Sehenswürdigkeiten des heutigen Bagan. Sie steht für den starken Einfluss der Mon auf die Religion und Kultur der Bamar.

Ein späteres Zentrum des von Mon-Königen beherrschten Reiches war lange Zeit die Stadt Bago (Pegu, Hanthawaddy). Aufgrund der Kriege mit birmanisch dominierten Königreichen flohen viele Mon ins benachbarte Siam, wo es nördlich von Bangkok heute noch viele Mon-Siedlungen gibt. In Myanmar haben sie sich weitgehend assimiliert, versuchen aber, ihre sprachliche und kulturelle Identität zu bewahren. Genaue Angaben darüber, wie viele Bewohner des Landes sich noch als "Mon" bezeichnen, gibt es aktuell nicht.

Einer der berühmtesten Könige der Mon war Dhammazedi (1412-1492). Er war Herrscher eines Reiches in Unterbirma mit der Stadt Bago (Pegu) als Zentrum. Das Reich war eines von mehreren auf dem Boden Myanmars nach dem Fall Bagans und vor dem Beginn des zweiten birmanischen Großreichs unter Bayinnaung. Dhammazedi war ein ethnischer Mon, hatte aber eine Zeitlang am birmanischen Königshof von Innwa (Ava) in Oberbirma gelebt. Er gilt als einer der gerechtesten Herrscher auf birmanischem Boden. Bis zu seiner Thronbesteigung als Nachfolger einer Königin war er Mönch. Er erneuerte den Buddhismus und knüpfte neue Kontakte nach Sri Lanka. Bago war damals eine Küstenstadt. Das Reich von Bago lebte vor allem vom internationalen Handel. Die Dhammazedi-Glocke, die als die größte der Welt gilt, wurde 1484 gegossen, war angeblich 290 t schwer, wurde zur Schwedagon-Pagode gebracht und dort Anfang des 17. Jahrhunderts von dem portugiesischen Söldner de Brito gestohlen, der daraus Kanonen gießen lassen wollte. Das Schiff, das die Glocke trug, sank. Alle bisherigen Versuche, sie zu heben, sind gescheitert. De Brito verlor den Krieg und wurde wegen der Schändung buddhistischer Klöster gepfählt.

Pa-O

Pa-O Frau am Inle See
Pa-O Frau am Inle See / © H.-B. Zöllner

Sie leben überwiegend im Shan-Staat und werden von Ethnologen den Karen-Gruppen zugerechnet. Zu ihnen gehören gut eine halbe Million Menschen. Eine politische Organisation und eine eigene Armee kämpften bis 1991 gegen die Regierung. Ein Waffenstillstand verschaffte ihnen wirtschaftliche Konzessionen, u.a. im Tourismussektor. 2009 erfolgte eine Neuorganisation.

Kayin (Karen)

Kayin-Paar
Kayin-Paar / © Government of Myanmar

Die verschiedenen Gruppierungen, die unter diesem Namen zusammengefasst werden, bilden nach den Shan wohl die zweitgrößte ethnische Minderheit in Myanmar. Siedlungsgebiete sind die bergigen Regionen an der Grenze zu Thailand - im Nachbarstaat leben ca. 400.000 Karen - und überwiegend das Ayeyarwady-Delta. Die Mehrheit der ursprünglich animistischen Karen sind Buddhisten, eine Minderheit Christen. Zu ihnen gehören mehrheitlich die politischen Führer dieser Ethnie. Einer von ihnen, Dr. San Si Po, schrieb 1928 ein Buch, in dem eine separate Verwaltung für die Karen und die Bamar auf Grund der unterschiedlichen Kulturen gefordert wurde. Während des 2. Weltkrieges kämpften zahlreiche Karen in der britischen Armee gegen die Japaner und ihre birmanischen Verbündeten unter Aung Sans Führung. Nach dem Krieg wurde Aung San aber dennoch von zahlreichen Karen als Führer eines unabhängigen Birma angesehen, u.a. weil seine Frau - die Mutter Aung San Suu Kyis - aus dieser Volksgruppe stammt. Nach Aung Sans Ermordung und der Unabhängigkeit begann die politische Karenorganisation KNU (Karen National Union) einen Kampf für einen unabhängigen Staat namens Kawthoolei. Erst im Januar 2012 wurde ein vorläufiger Waffenstillstand mit der Regierung Myanmars geschlossen.

Einer der bekanntesten Kayin ist Bo Mya (1927-2006), ein Rebellenführer und von 1976-2000 Führer der KNU. Sein Hauptquartier in Manerplaw (Feld des Sieges) lag an der Grenze zu Thailand und war bis zu der Eroberung durch die birmanische Armee im Januar 1995 nach einer Abspaltung der buddhistischen Karen-Bataillone das Zentrum der birmanischen Opposition. Bo Mya selbst war ein 7-Tage-Adventist, der seine Karriere in der britischen Armee im Kampf gegen die Japaner und die Armee Aung Sans begann. 2004 reiste er nach Yangon und verhandelte mit Khin Nyunt über einen Waffenstillstand. Es gab eine Art Gentleman's Agreement, aber keinen richtigen Frieden. Unter seiner Führung haben die Karen lange Zeit den Grenzhandel zwischen Thailand und Birma kontrolliert und für die Waren, die auf dem Schwarzmarkt in Birma verkauft wurden, Zölle kassiert. Damit finanzierten sie die Verwaltung in den “befreiten Gebieten” sowie ihre Armee.

Kayah (Karenni)

Kayah-Paar
Kayah-Paar / © Government of Myanmar

Die Kayah sind ethnologisch mit den Karen verwandt. Die Anerkennung als eigenständiger Staat - im Kayah-Staat leben eine gute Viertelmillion Menschen - der Union von Myanmar verdankt die Volksgruppe einem Abkommen eines Kayah-Führers mit dem birmanischen König Mindon im Jahr 1875, der von den Briten anerkannt wurde und dem Gebiet Autonomie zusicherte. Auf dieser Grundlage verstanden sich die auch als Karenni ("rote Karen") bekannten Kayah als unabhängiger Staat, der gegen seinen Willen in die Union von Birma eingefügt wurde. Auch hier gab es lange bewaffneten Widerstand gegen die Zentralregierung. Auf Grund der Arbeit italienischer Missionare im 19. und 20. Jahrhundert spielt die katholische Kirche hier eine besondere Rolle. 

Wa

Wa-Paar, 19. Jh.
Wa-Paar, 19. Jh. (Public Domain)

Die Wa sind berühmt als frühere Kopfjäger sowie durch den Opiumanbau und -handel. Bis 1989 galten sie als Verbündete der Kommunistischen Partei Birmas. Der Name bedeutet "Bergbewohner" und zeigt an, dass die Wa in hochgelegenen und unzugänglichen Gebieten leben. Etwa 700.000 Wa leben im östlichen Shan-Staat an der Grenze zu China in einer autonomen Region, die einem eigenen Staat gleicht.

Shan

Shan-Paar
Shan-Paar / © Government of Myanmar

Sie gehören zu den Tai-Völkern und sprechen eine ähnliche Sprache wie die Thais im Süden des Shanlandes. Früher bestand das Shan-Land aus einer Reihe von kleinen Fürstentümern unter der Herrschaft eines Sawbwa. (Saopha). Auf der Panglong-Konferenz im Februar 1947, die im Shan-Staat stattfand, stimmten Vertreter der Fürsten zu, der Union von Myanmar beizutreten. Die Sawbwas behielten aber noch einige ihrer früheren Privilegien, die dann im Jahr 1960 durch die Übergangsregierung unter General Ne Win abgeschafft wurden. Die Bevölkerungsstruktur und Geschichte des Shan-Landes ist ebenso wie die kulturelle und wirtschaftliche Situation außerordentlich vielfältig. Der Staat ist ein Schwerpunkt deutscher Entwicklungshilfe. Unter anderem wird hier schon seit langem mittels deutscher Privatinitiative Wein angebaut und erfolgreich vermarktet.

Naga

Angehörige dieser Stammesgruppe leben überwiegend in Indien und zu einem kleineren Teil im nordöstlichen Myanmar. Die ehemals kriegerischen Stammesgruppen erhielten durch die christliche Mission schon unter den Engländern eine eigene kohärente Identität, die zu einem Kampf gegen die britische Herrschaft und die Eingliederung in den indischen Staat führte. Nach langen Verhandlungen erhielten die Naga in Indien im Jahr 1963 einen eigenen Staat. In Myanmar wurde mit der Verfassung von 2008 eine drei Townships umfassende Selbstverwaltungszone innerhalb der Sagaing Region eingerichtet. Die besonderen Traditionen der Stämme werden für touristische Zwecke genutzt. 

Rohingya

Die historische Verbindung dieser muslimischen Gruppe mit Birma/Myanmar ist heftig umstritten. Sprecher und Unterstützer dieser Gruppe sagen, dass die Vorfahren der Rohingya schon seit dem 7. Jahrhundert im heutigen Rakhine leben, also gewissermaßen zu den ursprünglichen Bewohnern gehören. 1799 wurde erstmals das Wort „Rohingya“ für eine alteingesessene Bevölkerung in Rakhine als „Rooinga“ (= Einwohner von Arakan, heute Rakhine) im „Journal Asiatic Researches“ verwendet. Offizielle Stellen Myanmars und vor allem die Mehrheit der buddhistischen Bewohner Rakhines (und ganz Myanmars) sehen sie als illegale Einwanderer aus dem heutigen Bangladesch. Den Rohingya wurde eine Anerkennung als „ethnische Nationalität” nach dem „Birma Citizenship Law“ von 1982 verweigert.

Bei der Volkszählung von 2014 konnte bei der Angabe der ethnischen Zugehörigkeit anders als ursprünglich geplant, keine Kategorie "Rohingya" angegeben werden. Im buddhistischen Birma werden sie "Bengalis" genannt. Wie andere Muslims auch gelten sie radikalen Buddhisten als Gegner. Die Tatsache, dass auch Mönche gegen diese Gruppe demonstrieren, macht es der Regierung schwer, hier Lösungen zu finden, die von der internationalen Öffentlichkeit akzeptiert werden. Auch Aung San Suu Kyi hat in dieser Frage keine klare Stellung bezogen.  

Mehr zum aktuellen Konflikt auf dieser Seite unter Bewaffnete Konflikte und Friedensbemühungen in der Rubrik Geschichte und Staat.

Im Jahr 2012 eröffnetes Camp für vertriebene Rohingya in der Nähe von Sittwe
Im Jahr 2012 eröffnetes Camp für vertriebene Rohingya in der Nähe von Sittwe / © Human Rights Watch

Chin

Chin-Paar
Chin-Paar /© Government of Myanmar

Der zerklüftete und dünn besiedelte Chin-Staat - die Bevölkerung umfasst ca. 500.000 Bewohner - wird von einer Fülle unterschiedlicher Chin-Untergruppen bewohnt, die unterschiedliche Dialekte sprechen, welche  keine direkte Verständigung möglich machen. Nach der britischen Eroberung Birmas leisteten Chin-Stämme erbitterten Widerstand gegen die neuen Kolonialherren. Danach kamen gegen Ende des 19. Jahrhunderts die ersten christlichen Missionare, die - wie im Falle der Kayin und anderer ethnischen Gruppen - den Stämmen über die Übersetzung der Bibel eine Schriftsprache gaben. Eine einheitliche Chin-Identität wurde dabei aber nicht geschaffen. Dies ist daran abzulesen, dass die zu fast 100% christianisierten Chin in eine Fülle von unterschiedlichen Gemeinden zersplittert sind, in der sich die geographische und sprachliche Vielfalt der Chin-Berge widerspiegelt. Touristisch ist der Staat bisher kaum erschlossen. Aufgrund der schwierigen Lebensbedingungen sind viele Chin in andere Teile Myanmars oder ins Ausland übergesiedelt, etwa nach Indien. Dort leben ethnisch verwandte Gruppen. Im Zuge der Christianisierung und der Migration sind einige der früher für "typisch" Chin angesehenen Charakteristika wie die Gesichtstattoos der Frauen dabei zu verschwinden. 

Alte Dame mit Gesichts-Tattoo
Alte Dame mit Gesichts-Tattoo / © Joel Ling
Traditioneller Chin Friedhof
Traditioneller Chin-Friedhof / © Joel Ling

Rakhine (Arakan)

Der Mahamuni-Buddha aus Mrauk-U - jetzt in Mandalay
Der Mahamuni-Buddha aus Mrauk-U - jetzt in Mandalay / © Yashi Wong (CC BY-SA 3.0)

Der Staat Myanmars, in dessen Norden die Mehrzahl der Rohingyas leben, war jahrhundertelang ein buddhistisches Königreich, in dem auf Grund des regen Handels mit den im Westen gelegenen Ländern ein kosmopolitisches Klima herrschte. Es gab Versuche der Könige Rakhines, ins birmanische Kernland vorzudringen und umgekehrt Kriegszüge der birmanischen und Mon-Könige in umgekehrter Richtung. Im Jahr 1884 gelang es dem Kronprinzen des in Amarapura residierenden birmanischen Reiches das geschwächte Rakhinereich zu erobern. In der Folge wurde das berühmteste Buddha-Bild Rakhines, Mahamuni ("der große Weise") zersägt und in die Hauptstadt des siegreichen Feldherrn gebracht. Heute gehört der Tempel, in dem das Bildnis steht, zu Mandalay, das Mitte des 19. Jahrhunderts von König Mindon in der Nähe Amarapuras errichtet wurde.

Panglong-Konferenz des 21. Jahrhunderts

Auf der vom 31. August bis 3. September 2016 veranstalteten "Panglong-Konferenz des 21. Jahrhunderts" war die ethnische Vielfalt in den verschiedenen Trachten der über 1.000 Teilnehmer des Treffens zu sehen. Nur die Muslime waren nicht vertreten. Die Konferenz war nach dem Ort benannt, an dem Aung San im Februar 1947 ein Abkommen mit den Vertretern drei ethnischer Gruppen - der Shan, Kachin und Chin - geschlossen hatte.

Auf der Konferenz wurden eine Menge Reden gehalten. Beschlüsse wurden nicht gefasst. Als größter Erfolg galt die Tatsache, dass eine Fortsetzung der Tagung vereinbart wurde. Auf der zweiten Panglong-Konferenz, die Ende Mai 2017 stattfand, wurden eine Reihe von gemeinsamen Beschlüssen gefasst, das zentrale Thema der Abspaltung einiger Gebiete der Union blieb aber ungelöst. Die dritte Panglong-Konferenz fand vom 11. bis 16 Juli 2018 statt.

Gruppenphoto auf der Konferenz
Gruppenphoto auf der Konferenz / © Paul Vrieze

Rolle der Frauen

Studentinnen mit ihrer Lehrerin
Studentinnen mit ihrer Lehrerin / © Hans-Bernd Zöllner

In zahlreichen Berichten wird die in Asien einmalige Eigenständigkeit und Freiheit der birmanischen Frauen beschrieben. Frauen spielen in der Tat in den mittelständischen Betrieben eine zentrale Rolle und sind in Bezug auf Heirat und Scheidung den Männern gleichgestellt. Auf der anderen Seite sieht der Theravada-Buddhismus Frauen nicht als gleichberechtigt an, da sie nach der traditionellen Auffassung den leidvollen Kreislauf der Wiedergeburten nicht direkt verlassen können. Das ist nur Mönchen vorbehalten. Kritik an dieser fundamentalen Ungleichheit wird bisher kaum geübt, da die Infragestellung der Rolle der Mönche in Myanmar ein Tabuthema darstellt.

Die direkte Beteiligung von Frauen an der birmanischen Politik ist traditionell niedrig. Dieser Eindruck hängt aber auch damit zusammen, dass im westlichen Verständnis von "Politik" nur die formale Repräsentanz der Geschlechter in politischen Ämtern beachtet wird, während in Asien der Einfluss von Frauen über ihre Familien eine große Rolle spielt. Die besondere Bedeutung Aung San Suu Kyis ist daher auch der Tatsache zuzuschreiben, dass sie als Erbin ihres Vaters Aung San angesehen wird. Bei den Nachwahlen in Myanmar vom 1. April 2012 und den Wahlen am 8. November 2015 stellte vor allem die NLD zahlreiche Frauen auf, die dann auch gewählt wurden.

Es gibt eine Reihe von Frauenorganisationen und Kongresse, auf denen Frauenrechte eingefordert werden. 

Die Familie ist bis heute die Kernzelle der Gesellschaft Myanmars. Kinder werden in ihrer frühen Jugend sehr nachsichtig behandelt, zollen ihren Eltern aber lebenslang Respekt und fühlen sich verpflichtet, sie auch im Alter zu pflegen. Bei Familienfesten wird die gesamte Verwandtschaft eingeladen.

Mya Sein im Alter von 26 Jahren
Mya Sein im Alter von 26 Jahren / Foto: Archiv Yangon University

Bis zum Erscheinen von Aung San Suu Kyi auf der politischen Bühne war Mya Sein (1904-1970) die bekannteste Frau im modernen Birma. Ihr Vater, May Oung (1880-1926) war ein bekannter Intellektueller und Politiker in der Kolonialzeit. Nach seinem frühen Tod trat sie in seine Fußstapfen. Sie schrieb ein viel beachtetes Buch über die Verwaltung Birmas und vertrat 1931 die Frauen ihres Landes auf einer Konferenz in London, in der es um die Frage ging, ob das Land von Indien abgetrennt werden sollte.

1958 schrieb sie über ihre kurze "feministische" Vergangenheit:

"In der Politik hatten wir nie eine große feministische Bewegung, weil in unserer Gesellschaft die Frage von gleichen Rechten nie aufkam. Unter der britischen Herrschaft jedoch änderte sich das, als Birma ein Teil von Britisch-Indien war und wir unter derselben Verfassung wie Indien regiert wurden. Daher gab es in 1927 ein kleines Stück feministischer Aktivität um die Vorschrift abzuschaffen, dass Frauen sich nicht zur Wahl für einen Sitz im Legislative Council [einem parlamentarischen Gremium, das Birmanen eine  gewisse Selbstverwaltung erlaubte] stellen konnten. Wir Frauen Birmas hielten es für gegeben, dass die disqualifizierende Klausel entfernt werden müsste. Etwa zehn von uns sandten einen Appell an die Frauen von Rangun, um unsere Unterstützung für eine Resolution im Legislative Council zu zeigen, dass die geschlechterdiskriminierende Bestimmung gestrichen werden sollte.

Ich denke, dass dies eine der ersten politischen Demonstrationen in Birma war und obwohl wir nicht gleich erfolgreich waren, hielten unsere feministischen Gefühle nur zwei Jahre. 1929 wurde zum ersten Mal eine Frau in das Gremium gewählt. Seitdem hatten wir keinen Ärger und heute gibt es sechs Frauen im Parlament.

Alles in allem ist es in unserem sozialen wie öffentlichen Leben so, dass wir das Gefühl haben, als birmanische Frauen eine privilegierte und unabhängige Position inne zu haben. Es ist eine Position, für die wir - beinahe unmerklich und begleitet von Liebe und Sicherheit - von Kindheit an ausgebildet wurden. Diese Position wird weder durch Heirat noch durch Mutterschaft beschränkt und erlaubt uns letzendlich, gleichberechtigt mit unseren Männern am Leben, der Arbeit und den Belohnungen, die unser Land zu bieten hat, teilzuhaben."

Im Unterschied zu der hier ausgedrückten, immer noch weit verbreiteten Haltung, stehen mittlerweile die Bestrebungen im Vordergrund öffentlicher Debatten, die auf die formelle Gleichberechtigung der Frauen abzielen.

Thanaka

Viele Menschen in Myanmar, insbesondere Frauen und Kinder - tragen Thanaka-Paste auf. Sie soll vor Sonne - und Hitze - schützen und die Hautalterung verzögern. Thanaka wird ebenso als Make-up benutzt, ganz dünn auf das gesamte Gesicht aufgetragen. Kinder verzieren ihre Gesichter auch gern mit Blumenmustern oder anderen Gemälden. Thanaka wird aus der Rinde einer Holzapfelbaumart gewonnen.

Junge mit Thanaka-Paste
Junge mit Thanaka-Paste © Fionn Kidney (CC BY 2.0)
Verkaufsstand von Thanaka-Hölzern
Verkaufsstand von Thanaka-Hölzern © Alexander Ohle

Bildung, Gesundheit, Soziales

Die Bago-Hall auf dem Gelände der Universität Yangon. In diesem Gebäude wohnte Aung San während seines Studiums. Nach den Studentenunruhen von 1988 wurden die Wohnheime auf dem Universitätsgelände geschlossen
Die Bago-Hall auf dem Gelände der Universität Yangon. In diesem Gebäude wohnte Aung San während seines Studiums. Nach den Studentenunruhen von 1988 wurden die Wohnheime auf dem Universitätsgelände geschlossen / © H.-B. Zöllner

Bildung

Myanmar hat traditionell eine hohe Rate der Alphabetisierung, was u.a. auf die Tradition der Klosterschulen zurückgeht. Für den Antrag im Jahr 1987, in die Liste der am wenigsten entwickelten Länder  (LDC) aufgenommen zu werden, musste die Zahl der Analphabeten nach oben korrigiert werden.

Bis zur 4. Klasse, der ein Vorschuljahr vorgeschaltet ist, herrscht in Myanmar Schulpflicht, danach kann nach Prüfungen die Mittelschule (6.-8.) und die Oberschule (9. und 10. Klasse) besucht werden. Nach einer Statistik der Myanmar Times besuchten im Jahr 2011 5,1 Millionen Schüler eine Grundschule, 2,3 Millionen eine Mittelschule und 0,67 Millionen eine Oberschule. Der Unterricht an den staatlichen Schulen zielt bisher vor allem auf gute Noten, die zum Übergang in die nächst höhere Bildungsstufe berechtigt. Das hat zu einem großflächigen System des Nachhilfeunterrichts geführt, der z.T. auch von Lehrern erteilt wird, und durch das die schwächeren Einkommensschichten benachteiligt werden.

Die Universitäten des Landes waren nach 1988 lange Zeit geschlossen, um weitere Studentenunruhen zu verhindern. Außerdem wurden dezentral viele neue Einrichtungen geschaffen, die aber z.T. nur über wenig qualifiziertes Personal und wenige Lehrbücher verfügen. Es gibt große Bemühungen, das Bildungsniveau durch Fernlehrgänge zu erhöhen, das scheitert aber in vielen Regionen am Mangel an Elektrizität und unzureichenden Internetverbindungen.

Deutschland ist in Myanmar schon sehr lange durch das Stipendienprogramm des DAAD aktiv. Die langjährige Erziehungsministerin unter der Regierung Thein Seins, Dr. Khin San Yee, ist eine DAAD-Alumni.

Für ausländische Studierende gibt es bisher nur zwei Möglichkeiten, eine birmanische Universität zu besuchen. Zum einen kann an der University for Foreign Languages die birmanische Sprache erlernt werden, zum anderen bietet die International Theravada Buddhist Missionary University Studienmöglichkeiten mit Abschlüssen vom B.A. bis zum Ph.D. an.

Berufsbildung

Die Regierung ist darum bemüht, den Absolventen Fähigkeiten zu vermitteln, die sie auf die Ausübung eines Berufs vorbereiten. Dazu wurde 1998 im Ministerium für Erziehung ein nationales Zentrum zur Entwicklung von Humanressourcen (NCHRD) eingerichtet, das im ganzen Land Zweigstellen hat. Die GIZ unterstützt Programme der technischen Berufsausbildung, die zu einheitlichen Standards im ganzen Land führen sollen. Dazu fand im Juni 2017 eine von der Bundesregierung geförderte regionale Konferenz in Naypyidaw statt.

Gesundheit

Im Haushalt 2011/2012 waren nur knapp über 1,3% der Mittel für Gesundheit bereitgestellt. Der Anteil ist mittlerweile erhöht worden und wurde im Haushaltsjahr 2015/16 noch einmal um 7% gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die Anzahl der Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen ist schon immer relativ hoch gewesen (zusammen 13 auf 10.000 Bewohner des Landes). Seit der sozialistischen Periode gibt es in allen Landesteilen, die unter Kontrolle der Regierung sind, Gesundheitsstationen und Krankenhäuser. Der Gegensatz erklärt sich dadurch, dass den Einrichtungen und ihrem Personal kaum Sachmittel und Medikamente zur Verfügung stehen. Diese müssen in der Regel von den Patienten selbst bezahlt werden. In den letzten Jahren sind in den großen Städten eine Reihe von Privatkliniken entstanden.

2015 waren in Myanmar nach Angaben von UNAIDS schätzungsweise 220.000 Personen mit dem HIV-Virus infiziert, 32% davon Frauen. 9.700 Personen starben an Krankheiten, die mit AIDS zusammenhängen. 8.000 Neuansteckungen wurden berichtet. Der Anteil der über 15-jährigen Infizierten an der Gesamtbevölkerung lag bei 0,6%. (Zum Vergleich: In Thailand waren es 1,3%.)  Neben der Bekämpfung von HIV/AIDS zielt die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation vor allem auf eine Verbesserung der Grundversorgung für Kinder, etwa durch Impfkampagnen gegen Masern und auf die Bekämpfung von Malaria und Tuberkulose.

Sozialwesen

Die Hauptverantwortung für die Bewältigung sozialer Probleme liegt nach wie vor bei den Familien. Der Staat ist traditionell dazu verpflichtet, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass diese Aufgabe auch erfüllt werden kann. Weiter spielen religiöse Einrichtungen eine Rolle. Eine Reihe von Klöstern unterhält Schulen oder Krankenhäuser und andere soziale Einrichtungen. Eine der größten Nicht-Regierungs-Organisationen des Landes, die 1991 gegründete Myanmar Maternal Child Welfare Association (MMCWA) lässt sich vor dem Hintergrund der sozialistischen Periode sehen. Sie trat die Nachfolge der damals im ganzen Land bestehenden Frauenorganisationen der damaligen Einheitspartei an und diente dabei unter anderem dazu, ein Gegengewicht gegen die Ortsverbände der von Aung San Suu Kyi geführten National League for Democracy (NLD) zu bilden. Sie nimmt in zahlreichen Regionen des Landes auch soziale Aufgaben wie die Versorgung von Kindern armer Familien und die Durchführung von Veranstaltungen zur Gesundheitsfürsorge wahr. Bis zur Wahl von 2010 spielte die 1993 von der SLORC gegründete Union Solidarity and Development Association (USDA) eine ähnliche Rolle. Sie war eine staatlich gelenkte Organisation mit zuletzt über 20 Millionen Mitgliedern, die in den einzelnen Regionen des Landes auch eine Reihe sozialer Aufgaben wahrnahm. Ihr wurde vorgeworfen, dass sie dabei die Aktivitäten anderer Gruppierungen übernahm und als Art Kontrollapparat der Regierung diente. Vor der Wahl in 2010 wurde die Organisation aufgelöst und in die Union Solidarity and Development Party (USDP) überführt, die die Wahlen gewann, aber 2015 nur noch wenige Kandidaten in die Parlamente brachte.

Es gibt, von den Pensionskassen für Staatsbedienstete abgesehen, kein staatlich gestütztes Rentensystem. Seit wenigen Jahren können Versicherungen, ausschließlich privat, abgeschlossen werden.

Dagegen gibt es eine Fülle privater Organisationen, in denen Sozialarbeit betrieben wird. Eine der ältesten ist das 1937 gegründete Muslim Free Hospital in der Maha Bandoola Garden Street. In jüngster Zeit sind im ganzen Land eine Reihe von Einrichtungen gegründet worden, die kostenlose Beerdigungen für Bedürftige anbieten. Einige sind auch mit Einrichtungen zur Gesundheitsversorgung verbunden.

Eingang des Krankenhauses (© H.-B. Zöllner)
Eingang des Krankenhauses © H.-B. Zöllner

Kulturen

Pluralismus und Streben nach Einheitlichkeit

Zentrum der birmanischen Kultur war in der Zeit der Könige der Hof des jeweiligen Machtzentrums. Literatur und Theater sowie die überwiegend religiösen Zwecken dienenden bildenden Künste wurden vom König protegiert, aber auch kontrolliert. Mit dem Beginn der Kolonialzeit entstand zuerst einmal ein Vakuum, das dann ab Anfang des 20. Jahrhunderts durch verschiedene Formen der Auseinandersetzung mit westlicher Kultur gefüllt wurde. Der dabei entstandenen Vielfalt von neuen kulturellen Formen stand immer die Notwendigkeit einer kulturellen Einheit gegenüber, die als Rahmen für einen kulturellen Pluralismus dienen konnte. Ein Produkt dieser Spannung, die sich als kulturelle Seite der politischen Situation des Landes seit der Kolonialzeit verstehen lässt, war die Einführung einer Zensurpolitik mit entsprechenden Kontrollbehörden, deren Vorformen schon in der "demokratischen" Periode bis 1962 entwickelt wurden und die erst im August 2012 formell abgeschafft wurde. Diese Problematik wurde mit dem Erreichen der Unabhängigkeit dadurch verstärkt, dass jetzt die Kulturen der ethnischen Minoritäten hinzu kamen, die in der Kolonialzeit von der birmanisch-buddhistischen Mehrheitskultur getrennt gehalten worden waren. Eine Hauptforderung der Führer der ethnischen Minderheiten ist die Respektierung ihrer Kulturen, was angesichts der Vielzahl von Ethnien und ihren Sprachen eine schwer zu erfüllende Herausforderung darstellt. Die folgenden Darstellungen beschränken sich auf einige Hinweise zur birmanischen "Hochkultur".

Literatur

Bild Thakin Kodaw Hmines in einer privaten Bibliothek
Bild Thakin Kodaw Hmines in einer privaten Bibliothek / © H.-B. Zöllner
Das Mausoleum des Nationaldichters am Fuße der Schwedagon Pagode
Das Mausoleum des Nationaldichters am Fuße der Schwedagon Pagode / © H.-B. Zöllner

Kurz nach der Jahrhundertwende erschien der erste birmanische Roman, eine Adaption des “Grafen von Monte Christo” von Dumas, womit die Grundlage für eine im Land bis dahin nicht bekannte Literaturgattung gelegt wurde. Im Jahr 1911 gründeten westlich gebildete Birmanen und im Land arbeitende Ausländer die Burma Research Society, die sich der Aufgabe widmete, die verschiedenen Aspekte der Kulturen Birmas zu erforschen und darzustellen. Bis zu Ihrer Auflösung Mitte der 1970er Jahre im Zuge der sozialistischen Politik der Isolation des Landes gab sie ein Journal heraus.

Der heute als Nationaldichter verehrte Thakin Kodaw Hmine (1876-1964) spielte eine zentrale Rolle als Bewahrer der genuin buddhistisch-birmanischen Traditionen. Er war als Kind Zeuge der Deportierung des letzten birmanischen Königs und versuchte in seinen späteren Schriften, die alten im Buddhismus begründeten Traditionen des Landes mit den Anforderungen der damaligen Welt in Einklang zu bringen. Wie viele andere Künstler, war auch er politisch tätig. Vor dem Antikolonialkrieg war er Patron der "Wir-Birma"-Bewegung und reiste nach dem Krieg zu Friedenskonferenzen vor allem in den Ostblock. Anlässlich einer in Ost-Berlin durchgeführten Augenoperation wurde ihm ein Orden der DDR verliehen. In Moskau hatte er schon vorher den Lenin-Orden erhalten. 

Neben einer Literatur, die mit neuen Formen experimentierte, entstand im Zuge des nationalistischen Kampfes für die Unabhängigkeit eine Literatur im Dienste des Freiheitskampfes und nach dem 2. Weltkrieg der Förderung des Aufbaus einer neuen Nation unter verschiedenen politischen Vorzeichen. Dabei steht bis heute die “Hochkultur” der ethnischen Birmanen im Vordergrund, während die vielen ethnischen Kulturen offiziell eher ein folkloristisch getöntes Schattendasein führen. Eine Ausnahme sind die Bemühungen des Schriftstellers und Verlegers Ludu (“Volk”) U Hla (1910-1982) und seiner Frau Daw Amah (1914-2008), eine umfassende Sammlung von Volkserzählungen einer Vielzahl von Ethnien zusammenzustellen. Aufgrund der Tatsache, dass sich das Ehepaar immer in Opposition zu der jeweiligen Regierung befand, konnten diese Bemühungen nicht öffentlich wirksam werden.

Birmanische Schriftsteller sind im Ausland kaum bekannt. Das hängt mit der langjährigen Isolierung des Landes zusammen und dem daraus resultierenden Mangel an Übersetzern. Zudem sind anspruchsvolle birmanische Texte oft schwer in eine andere Sprache zu übersetzen. So gibt lediglich eine bescheidene Reihe von Übersetzungen birmanischer Kurzgeschichten und einiger Romane. Die Werke des Nationaldichters Thakin Kodaw Hmine sind aber bisher auf Grund seines höchst extravaganten Stils bisher nicht übersetzt worden.

Die vielfältige literarische Szene, die nach Erlangung der Unabhängigkeit eine Blüte erlebte, wurde in der sozialistischen Periode nach 1962 dadurch stark eingeschränkt, dass gesellschaftskritische Werke nicht erscheinen konnten, und Schriftsteller aufgerufen wurden, am Aufbau des birmanischen Sozialismus mitzuwirken. Damit wurde die Tendenz zur Produktion von Prosa zu allgemein menschlichen Themen wie Liebe und Leidenschaft sowie zum Schreiben von Gedichten, das von vielen Birmanen praktiziert wird, gefördert. 2013 wurde auch in Myanmar ein PEN-Zentrum eröffnet. Das Zentrum hat zwei Schwerpunkte: Die Fortsetzung des Kampfes für Meinungsfreiheit und die Revitalisierung myanmarischer Literatur.

Bildende Kunst und Architektur

Portrait Aung San Suu Kyis, angefertigt unter Benutzung von  Banknoten, die das Bild ihres Vaters zeigen
Portrait Aung San Suu Kyis, angefertigt unter Benutzung von Banknoten, die das Bild ihres Vaters zeigen / © H.-B. Zöllner
Khin Maung Yin (geb. 1938-2014), Ohne Titel
Khin Maung Yin (geb. 1938-2014), Ohne Titel © H.-B. Zöllner

In Birma gab es schon immer eine lebhafte Kunstszene mit zahlreichen Ateliers und Kunstgalerien. Bis 1988 wurde hier überwiegend im traditionellen Stil gemalt. Hauptmotive waren Pagoden, Landschaften und Personendarstellungen, die für den lokalen Markt und die wenigen ausländischen Touristen produziert wurden. Nach der 1988 vollzogenen Öffnung verstärkte sich die Tendenz hin zu den schon vorher versuchten experimentellen Kunstformen, aber die Vorliebe blieb vor allem auf dem Gebiet der Malerei. Es gibt eine Fülle von Kunstgalerien. Die prominente  Pansodan Galerie in Yangon informiert regelmäßig und kompetent über kulturelle Ereignisse und künstlerische Aktivitäten im Land.

Ein Blick auf die Gebäude der neuen Hauptstadt Naypyidaw als auch auf viele repräsentative Gebäude in Yangon (Rathaus, Bahnhof) zeigt, dass immer noch die Vorbilder des Baustils aus der Zeit der birmanischen Könige prägend sind. Eine "moderne" Architektur hat sich in Myanmar noch nicht entwickeln können. Ein 2015 erschienener Architekturführer zu Yangon informiert über eine Reihe von Bauwerken und ihre Architekten.

Theater und Kino

Die Karaweik-Hall am/im Kandawgyi-See (Königssee) und die Schwedagon Pagode auf einem Gemälde
Die Karaweik-Hall am/im Kandawgyi-See (Königssee) und die Schwedagon Pagode auf einem Gemälde / © H.-B. Zöllner

Das Land hat eine große Tradition des Puppentheaters und Schauspiels. Beide haben mit dem Vordringen von Rundfunk und Fernsehen an Bedeutung verloren. Es gibt in Myanmar nur noch eine Handvoll guter Puppenspieler und kaum Plätze, an denen regelmäßig Aufführungen stattfinden. Die traditionellen Theatergruppen haben beinahe vollständig aufgehört zu existieren. Bei religiösen Feiern gibt es aber eine ganze Reihe von lokalen Künstlern, die die alten Traditionen weiterleben lassen. Die Kunst des klassischen Tanzes wird eher für Touristen weiter kultiviert.

Es gibt eine zunehmend große Filmwirtschaft, die aber überwiegend Unterhaltungsfilme produziert. Die mit deutscher Hilfe geförderte Yangon Film School bildet myanmarische Filmemacher aus. 

Kolorierte Postkarte, ca.1900. Vorführung eines Merionettenspiels
Kolorierte Postkarte, ca. 1900. Vorführung eines Marionettenspiels / © Nationalmuseum Yangon
Puppenspieler vor Gästen in der Karaweik-Hall (2015)
Puppenspieler vor Gästen in der Karaweik-Hall (2015) / © H.-B. Zöllner

Buddhistische Religion

Mönche beim morgendlichen Almosengang
Mönche beim morgendlichen Almosengang / © Hans-Bernd Zöllner

Frühere Reisende haben Birma das "Lieblingsland Buddhas" genannt. In kaum einem anderen Land prägen die Bauwerke und die Repräsentanten dieser Religion, die Mönche, das Bild der Landschaft und des alltäglichen Lebens. Symbol der Symbiose von Buddhismus und Gesellschaft ist die Almosenschale, über die zwischen Laien und Mönchen ein Austausch von geistlichen und weltlichen Gütern stattfindet. Die vom Mönch durch die Annahme der Speise übermittelte geistliche Gabe, der religiöse Verdienst, der einen Aufstieg im Kreislauf der Wiedergeburten verspricht, ist dabei wertvoller als die materielle Spende. Der Bau zahlreicher Pagoden, anderer religiöser Bauwerke und das Aufstellen von Buddhafiguren dienen ebenso dem Erwerb von Verdiensten.

Die enge Verflechtung von materiellem und geistlichem Leben zeigt sich in fast allen Pagoden, in denen für alle Bedürfnisse des menschlichen Lebens immer etwas angeboten wird. Die folgende Bilderstrecke zeigt das am Beispiel einiger Szenen, die dem Besucher begegnen, wenn er den Mandalay-Hügel zu Fuß besteigt. (Es gibt auch einen Fahrstuhl, eine Rolltreppe und die Möglichkeit, mit einem Verkehrsmittel bis in die Nähe der Spitze des Hügels zu kommen).

Eingang zum Mandalay Hill / © H.-B. Zöllner
Mandalay Hill, Aufgang / © H.-B. Zöllner
Ein Platz für die ewige Liebe / © H.-B. Zöllner
Küchen-Andacht / © H.-B. Zöllner
Pause /© H.-B. Zöllner
Buddha, auf Mandalay zeigend / © H.-B. Zöllner
Verkaufsstände / © H.-B. Zöllner
Essensauswahl /© H.-B. Zöllner
Blick auf Mandalay / © H.-B. Zöllner

In der Verfassung von 2008 wird der Buddhismus als die Religion “anerkannt”, zu der sich die große Mehrheit der Bürger der Union bekennt. Christentum, Islam und Hinduismus werden ebenso “anerkannt”. Eine Unterstützung jeder einzelnen Religionen ist möglich, jede Nutzung von Religion zu politischen Zwecken wird dagegen unter Strafe gestellt. Damit wird der kaum zu unterschätzenden Bedeutung des Buddhismus für Kultur und Gesellschaft Myanmars Rechnung getragen. Zugleich wird damit ein Problem der Dominanz des Buddhismus angedeutet. Sowohl der Buddhismus wie das Christentum sind in der Vergangenheit zu politischen Zwecken genutzt worden, wodurch die ethnischen Spannungen im Lande noch verstärkt wurden.

Das traditionelle politische Modell des Landes ist das Ideal des Dhammraja, des Herrschers, der sich am Dhamma, der Lehre des Buddha, orientiert, und auf dieser Grundlage für ein gutes Leben auch der Untertanen sorgt. Ein Problem dieses Konzeptes ist, dass ein tugendhafter König im Prinzip bis zu seinem Ableben herrscht. Es gibt also, anders als in den westlichen Demokratien, keine klare Regelung für den Übergang von einem Regierungschef zum nächsten.

Die Nats

Es gibt unzählige von diesen, dem Animimus entspringenden "Geistern", die in Gebäuden, Bäumen, Gewässern und anderen Orten wohnen. Am bekanntesten sind die 37 Nats. Sie repräsentieren Personen, die gewaltsam zu Tode gekommen sind, und die - ähnlich wie Heilige in anderen Religionen - um Rat und Hilfe gebeten werden können. Dabei spielen Medien eine Rolle, die die Verbindung zu den Nats herstellen. Zu Ehren der Nats werden oft große Feste gefeiert. Sie repräsentieren die Welt der täglichen Sorgen und Probleme und auch der politischen Auseinandersetzungen, während der ihnen übergeordnete Buddha den Weg aus den Leiden dieser Welt weist.

Mount Popa in der Nähe von Bagan, verehrt als Sitz der 37 Nats
Mount Popa in der Nähe von Bagan, verehrt als Sitz der 37 Nats / © Khin Maung Swe
Bildnis Thagyamins, des Königs der Nats  auf der Shwedagon Pagode
Bildnis Thagyamins, des Königs der Nats auf der Shwedagon Pagode / © H.-B. Zöllner

Der Sangha, die Gemeinschaft der Mönche

Da die Mönche sich nach den im Tripitaka (Dreikorb) der buddhistischen Schriften festgehaltenen Regeln in ihren Aktivitäten auf die geistliche Ebene beschränken sollen, ist ihre weltliche Ordnung eine Angelegenheit der jeweiligen Regierung. Diese hat unter anderem darüber zu wachen, dass die Einheit der Mönchsgemeinschaft nicht nachhaltig beschädigt wird, da die Lehre des Buddha unteilbar ist und sich diese Einheit im konservativen Theravada-Buddhismus auch in der Einheit des Sangha widerspiegeln muss. Zu Zeiten der Könige gab es einen obersten Patriarchen, der dem König die Legitimität seiner Herrschaft bestätigte und ihn hinsichtlich des Wohlergehens des Sangha beriet. Dazu gehörten auch Ratschläge, wie Auswüchsen in der Gemeinschaft der Mönche begegnet werden konnte. Diese Doppelrolle des Regenten, die buddhistische Religion zu schützen und gleichzeitig zu reinigen, ist auch im modernen Birma/Myanmar fortgesetzt worden.

Mit dem letzten Religionsgesetz von 1980 wurde die Anzahl der Gruppen, die sich innerhalb des Sangha bilden können, auf neun begrenzt. Es gibt derzeit etwa 500.000 Mönche, wobei in der buddhistischen Fastenzeit zwischen Juli und Oktober die Zahl wegen der Aufnahme von Novizen stark zunimmt. Die einzelnen Klöster organisieren sich im Austausch mit den Laien, die sie materiell unterstützen, weitgehend selbst. Dabei spielen die Interessen der jeweiligen Äbte eine besondere Rolle. Ein oberster Mönchsrat repräsentiert die Einheit des Sangha. 2007 beschied er, dass die Demonstrationen der Mönche nicht mit der Lehre des Buddha übereinstimmten und rechtfertigte damit das gewaltsame, wenn auch relativ milde, Eingreifen der Staatsmacht. Dieses Eingreifen hat dennoch das Ansehen des Militärs in der Bevölkerung stark beschädigt.

Rituale

Mönche werden bei den Wendepunkten des Lebens hinzugezogen. Dem Besucher des Landes wird dabei die Shin-byu Zeremonie besonders auffallen. Sie findet statt, wenn ein Junge im Alter von 11-15 Jahren eine Zeitlang ins Kloster geht, um dort in die Grundlagen des Buddhismus eingeführt zu werden. Das Ritual ahmt den Weg des als Prinz geborenen späteren Buddha nach, der auf seinem Weg in die Hauslosigkeit auf der Suche nach der Ursache des weltlichen Leidens und seiner Überwindung seine Familie verließ und sich die Haare abschnitt. Zu Beginn der Zeremonie wird der junge Mann wie ein Prinz gekleidet und zu einem Kloster begleitet. Dort werden ihm die Haare abgeschnitten und er erhält eine Mönchsrobe.

Diese Zeremonie ist für einen jungen buddhistischen Birmanen der entscheidende Initiationsritus und bringt für ihn und seine Familie ein hohes Maß an Verdienst. Zudem wird für eine solche Feier sehr viel Geld ausgegeben.

Auf dem Weg zu einer Shinbyu-Zeremonie, bei der junge Leute für einige Zeit Mitglieder der Mönchsgemeinschaft werden
Auf dem Weg zu einer Shinbyu-Zeremonie, bei der junge Leute für einige Zeit Mitglieder der Mönchsgemeinschaft werden / © Hans-Bernd Zöllner

Astrologie und Lebenshilfe

Der Buddha über dem Symbol-Tier des Sonnabends
Der Buddha über dem Symbol-Tier des Sonnabends © Hans-Bernd Zöllner

Dem Besucher der großen Pagoden des Landes werden die verzierten Pfeiler auffallen, vor denen Buddhastatuen mit Wasser begossen werden.

Es gibt jeweils acht dieser Pfeiler, die den 7 Wochentagen entsprechen, wobei der Mittwoch zweigeteilt ist. Jeder Birmane kennt den Wochentag, an dem er geboren ist, und nutzt dieses Wissen, um sein Leben günstig zu beeinflussen. Den Wochentagen sind Himmelrichtungen, Planeten und Tiere zugeordnet, wobei sich eine dreifache Systematik aus Kosmologie, Astrologie und Psychologie ergibt, aus der sich Aussagen über die Zukunft ableiten lassen. Zum Beispiel gelten Heiraten zwischen Personen, von denen der eine am Sonnabend (Naga – Drache) und am Donnerstag (Ratte) geboren sind, als unglückbringend, da sich die beiden Tiere nicht vertragen.

Andere Religionen

Christentum, Islam, Hinduismus und Animismus

Während der Buddhismus Elemente des animistischen Geisterglaubens integriert hat, ist das Verhältnis des Buddhismus zu den anderen "Hochreligionen" gespannt. Das hängt im Wesentlichen mit der jüngeren Geschichte des Landes zusammen. Christen gibt es in nennenswerter Anzahl erst, seitdem unter der britischen Besetzung animistische Bewohner verschiedener Ethnien von westlichen Missionaren bekehrt wurden. 

Judson im Gefängnis
Judson im Gefängnis / Quelle: Wikipedia (Public Domain)

Adinoram Judson (1788-1850) spielte dabei eine besondere Rolle. Er war ein amerikanischer Baptist, der im Jahr 1813 in Birma eintraf. Er lernte die Sprache, um Traktate zu verfassen, übersetzte die Bibel ins Birmanische (seine Frau konnte allerdings fließender sprechen) und schrieb das erste birmanisch-englische Wörterbuch. Bekehrungen unter den buddhistischen Birmanen waren selten. In den ersten 12 Jahren wurden 18 Birmanen getauft. Der missionarische Erfolg kam nach dem ersten anglo-birmanischen Krieg. Während des Krieges saß er im Gefängnis (siehe Bild), nach Kriegsende dolmetschte er bei den Friedensverhandlungen und der Abfassung des Friedensvertrages (der die Überschrift „Freundschaftsvertrag“ trug). In der den Briten überlassenen Provinz Tenasserim (Tanintharyi) wurden zahlreiche animistische Karen bekehrt. Damit wurde die Grundlage für einen bis heute andauernden ethnisch-religiösen Konflikt gelegt. Das 200-jährige Jubiläum von Judsons Eintreffen in Birma wurde von den birmanischen Baptisten, der größten protestantischen Denomination, und ihren ausländischen Freunden im Jahr 2013 groß gefeiert.

Muslime und Hindus kamen schon in den früheren Zeiten der Geschichte des Landes als Kaufleute ins Land. Ihre Anzahl nahm ab Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Zuwanderung zahlreicher Wanderarbeiter nach Birma stark zu. Außerdem wurden viele Inder von den Briten in der Kolonialverwaltung, im Sicherheitapparat und in der Armee beschäftigt. Im Zweiten Weltkrieg versuchten viele Inder, nach Indien zu fliehen. An die 100.000 von ihnen starben dabei. In der sozialistischen Periode verließen zahlreiche Inder das Land, nachdem die Privatwirtschaft verstaatlicht worden war.

Seit der Kolonialzeit werden vor allem die Muslime als Sündenböcke für eine verfehlte Politik der Regierung angegriffen. Dabei spielen buddhistische Mönche eine zentrale Rolle wie sich 2012 in den Demonstrationen gegen die Rohingyas zeigte. Angesichts der Versuche verschiedener Instanzen in Myanmar, den Buddhismus im ganzen Land zu verbreiten, wird die Religionsfreiheit in Myanmar oft als stark eingeschränkt eingeschätzt, wobei der im Lande verbreitete buddhische Nationalismus als ein Hauptproblem angesehen wird. Auswärtige Beobachter plädieren für eine differenzierte Betrachtung der Situation.

Moscheen gehören zum Stadtbild von Yangon und vieler anderer Städte (Photo: Hans-Bernd Zöllner)
Moscheen gehören zum Stadtbild von Yangon und vieler anderer Städte / © Hans-Bernd Zöllner

Das Länderinformationsportal

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Das Länderinformationsportal

Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde im Oktober 2018 zum letzten Mal aktualisiert.

Die Autorin

Ute Köster ist Südostasienwissenschaftlerin und arbeitet seit über 10 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Sie hat mehrere Jahre in Südostasien, unter anderem in Myanmar, gelebt und gearbeitet. Sie ist Mitherausgeberin des "Handbuch Myanmar". Bei der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) ist sie als Landestrainerin für Myanmar tätig.  

Literatur

Mehr über die kulturellen Landschaften Myanmars findet sich in der Literatur.

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