Keramikproduktion in Bhaktapur © Lisa Melnikova
Geschätztes BIP
29 Mrd. US-$ (2018)
Pro Kopf Einkommen (Kaufkraftparität)
1034 US-$ (2018)
Rang der menschlichen Entwicklung (HDI)
Rang 147 (von 189) (2018)
Anteil Armut (unter 2 $ pro Tag)
34,0 %
Einkommensverteilung (Gini-Koeffizient)
32,8 (2015)
Wirtschaftl. Transformationsindex (BTI)
Rang 96 (von 137) (2020)

Wirtschaftslage

Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 1034 US-Dollar ist Nepal eines der ärmsten Länder der Welt. Die instabile politische Situation, der Mangel an ausgebildeten Arbeitskräften und die schwache Infrastruktur behindern die wirtschaftliche Entwicklung Nepals. Die anhaltend hohe Inflation vermindert die Kaufkraft der Bevölkerung. Im Index of Economic Freedom 2020 nimmt Nepal den 139. Platz unter 180 Ländern ein.

Mit dem 2006 eingeleiteten Friedensprozess haben sich die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft Nepals zwar insgesamt verbessert, das Investitionsklima leidet aber unter gesetzlicher Überregulierung. Der defizitäre Staatshaushalt und der steigende Schuldendienst geben weiter Anlass zur Sorge. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum bewegte sich in den letzten Jahren zwischen 2 % und 4 % und war damit zu niedrig, um die Armut substanziell zu reduzieren. Wirtschaftliche Reformagenda und Armutsbekämpfung sind große Herausforderungen der jungen Republik.

Die instabile politische Lage hemmt wichtige Investitionen der öffentlichen Hand und wirkt sich negativ auf das Geschäftsklima aus. Im Finanzjahr 2009/10 traf auch die Weltwirtschaftskrise das Land. Darüber hinaus litt die Landwirtschaft unter schlechten Wetterbedingungen. Die Entwicklung Nepals wird durch immer häufiger auftretende Naturkatastrophen - wie Überschwemmungen und Erdrutsche - gebremst. Das Erdbeben der Stärke 7,9 am 25. April 2015 hat die Infrastruktur im Kathmandu-Tal und anderen betroffenen Landesteilen schwer beschädigt.

Neben den Folgen des verheerenden Erdbebens brachten die Blockaden wichtiger Handelsrouten die Wirtschaft zum Erliegen. Die Parteien und politische Gruppierungen unterschiedlichster Ausrichtung rufen immer wieder zu Streiks auf. Diese wirken negativ auf alle Sektoren der Wirtschaft – von der Großindustrie bis hin zu kleinen und mittelständischen Unternehmen. Bürokratie und unzureichende Infrastruktur beeinträchtigen das Investitionsklima und damit die wirtschaftliche Entwicklung.

In Nepal gibt es mehr als 260 000 bekannte Corona-Virus-Infektionen. Die wirtschaftliche Entwicklung Nepals ist schwer von der Coronakrise getroffen.

Eine strenge Ausgangssperre hat vier Monate lang das öffentliche Leben in Nepal weitgehend lahmgelegt. Zahlreiche Menschen kamen in eine finanzielle Notlage. Zwei wichtige Einnahmequellen brechen dem Staat weg: Die Überweisungen nepalesischer Arbeitsmigranten, die geschätzt zwischen 26 und 30 % des BIP ausmachen, und die Einnahmen aus dem Tourismussektor.  

Wirtschaftssektoren

Trisuli-Staudamm
Straßenmarkt in Bhaktapur
Bauer auf dem Weg
Schmied bei der Arbeit
Tischlerwerkstatt
Weberin © Lisa Melnikova

Landwirtschaft

Nepal ist ein weitgehend von der Subsistenzwirtschaft geprägter Agrarstaat. Die Landwirtschaft beschäftigt 69 % der Erwerbstätigen und trägt mit 32 % zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Eine rasch wachsende Bevölkerung bei gleichzeitig abnehmender Bodenertragsfähigkeit führt zu Nahrungsmitteldefiziten. Während Nepal in den 80er Jahren noch Nahrungsmittel exportierte, kann es gegenwärtig die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung nur noch über ständig steigende Importe sichern. Eine Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzflächen ist aufgrund der topographischen Gegebenheit des Landes nur schwer möglich.

Von den drei sehr unterschiedlichen Agrarzonen ist die Terai-Region mit etwa zwei Drittel aller landwirtschaftlich genutzten Flächen Nepals am bedeutendsten. Hier werden Reis, Mais, Weizen, Hirse, Soja, Gerste, Jute und Hülsenfrüchte angebaut. Weitaus ungünstiger stellt sich die Lage in den Hügelregionen dar, in denen nur ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Flächen verfügbar ist, aber fast die Hälfte der Nepalesen lebt. Wichtigste Anbauprodukte sind Nahrungsmittelgetreide, für den Ackerbau nicht geeignete Flächen dienen der Viehwirtschaft. Die Landwirtschaft in den Gebirgsregionen basiert hauptsächlich auf Viehzucht (Schafe, Ziegen, Yaks) sowie Ackerbau (Anbau von Kartoffeln, Buchweizen, Gerste).

Die Agrarproduktion bringt oft nicht genug ein, um die Lebenshaltungskosten bäuerlicher Familien zu decken. Vor allem die Reisernten sind Schwankungen ausgesetzt. Die Tierbestände steigen zwar stetig, aber die damit einhergehende Überweidung schadet den sehr begrenzten Bodenflächen. Die hohen Nahrungsmittelpreise, Missernten und Naturkatastrophen verschärfen die schon extrem angespannte Lage vieler Familien noch zusätzlich.

Industrie

Der eingeschränkte Binnenmarkt, die geringe Kaufkraft der Bevölkerung, die starke indische Konkurrenz, das Fehlen der notwendigen Infrastruktur, die unzureichende Elektrizitätsversorgung, sowie der fehlende Zugang zum Meer behindern die Entwicklung des industriellen Sektors Nepals.

Die wenig entwickelte Industrie des Landes ist im Terai konzentriert. Die meisten Betriebe sind der Klein- und Hausindustrie zuzurechnen. Sie dienen der Verarbeitung von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft, die 80 % der Rohstoffe der verarbeitenden Industrie liefert. Die wichtigsten Industriezweige sind die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, die Textil- und die Teppichindustrie, Baustoffindustrie, die Lederverarbeitungs- und die Kunststoffindustrie.

Die Bodenschätze werden in den unzugänglichen Regionen des Himalaja vermutet. Glimmer, Kalkstein, Braun- und Steinkohle werden bereits abgebaut.

Energiesektor

Nepal verfügt weder über Erdöl-, oder Erdgaslagerstätten, noch über nennenswerte Vorkommen anderer wichtiger Rohstoffe. Auf den Energiesektor richten sich aber wegen des auf bis zu 83.000 MW geschätzten Wasserkraft-Potenzials große Hoffnungen. Von diesem geschätzt hohen Potenzial werden heute erst 8% zur Stromerzeugung genutzt. Das größte Wasserkraftwerk des Landes Kali Gandaki A (144 MW), begann 2002 mit der Stromproduktion. Die Ausbau der zahlreichen kleineren Wasserkraftwerke, die nach Fertigstellung die Leistung von über 2300 MW zusammen erbringen sollen, kommt nur langsam voran. Die Gesamtkapazität der Kraftwerke in Nepal liegt derzeit bei rund 3.342 MW; der Bedarf steigt jährlich um etwa 50 MW. Nur 84 % der Bevölkerung sind mit Strom versorgt. Holz deckt als Energiequelle 7 % des Energiebedarfs ab.

Die Elektrizitätsbehörde Nepals (Nepal Electricity Autority) hat auf die stetig steigende Stromnachfrage mit dem Projekt zur Erhöhung der Stromproduktion und Versorgungssicherheit reagiert: Es wurde eine Ausschreibung von Stromlieferverträgen für Betreiber von neuen Solarparks gestartet. Voraussetzung ist, dass die Anlagen eine Leistung von mehr als einem Megawatt haben. Die Maximalleistung pro Projekt darf fünf Megawatt nicht überschreiten. 

Tourismus

Der Tourismus im Kathmandu-Tal, im tropischen Regenwald des Terai und im Himalaja ist eine wichtige Deviseneinnahmequelle. Seit dem Friedensabkommen im Herbst 2006 hat sich der Tourismus erstaunlich schnell erholt: Trotz angespannter politischer Lage wurde 2007 mit erstmalig mehr als 500.000 internationalen Touristenankünften ein Rekordjahr. 

Die Erdbebenkatastrophe am 25. April 2015 hat den Tourismussektor Nepals schwer getroffen. Ungeachtet der Sicherheitsbedenken haben die nepalesischen Behörden die vom Erdbeben teilweise zerstörten historischen Stätten im Kathmandu-Tal wieder für den Tourismus geöffnet.

Der Dienstleistungssektor profitiert stark vom zunehmenden Fremdenverkehr. Die meisten Touristen kommen aus China und Indien.  Die nepalesische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt bis 2020 die Zahl der Touristen auf zwei Millionen pro Jahr zu erhöhen.

Wegen des neuartigen Coronavirus hat Nepal seine Tourismuskampagne 2020 gestoppt. Der Tourismus, der 2018 acht Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beigetragen und für mehr als eine Million Arbeitsplätze gesorgt hatte, ist wegen der Corona-Pandemie zum Erliegen gekommen.

Hunderte nepalesischer Trekkingagenturen, Lodges und Restaurants in den Bergregionen stehen vor dem Aus, wenn ihre finanziellen Rücklagen aufgebraucht sind und auch das Herbstgeschäft wegbricht.

Außenhandel und Finanztransfers

Außenhandel

Seit 2004 ist Nepal Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO). Die außenwirtschaftliche Situation Nepals ist geprägt von einem steigenden Handelsbilanzdefizit (in 2017 circa 9,3 Milliarden USD). 

Wichtigste Handelspartner Nepals für den Import sind Indien, die Arabischen Emirate und die Volksrepublik China (eingeführt werden vor allem Erdölprodukte, elektrische Geräte, Maschinen- und Maschinenteile, Fahrzeuge und Fahrzeugteile, chemische Erzeugnisse und Nahrungsmittel) sowie Indien und die USA für den Export. Wichtige Ausfuhrgüter sind vor allem Teppiche sowie Bekleidung, Juteprodukte, Woll- und Lederwaren. Der Anteil der Exporte am BIP fiel jedoch in den vergangenen Jahren kontinuierlich von 20 % (2001) auf circa 10% (2017).

Finanztransfers der Arbeitsmigranten

Mehrere Millionen Nepali arbeiten heute in Indien, in den Golfstaaten und in Südostasien. Ihre Überweisungen bilden neben dem Tourismus die wichtigste Devisenquelle des Landes. Die weltweite Wirtschaftskrise 2009 wirkte dadurch auf die Dörfer Nepals zurück, da Arbeitsmigranten zurückkehren mussten.

Noch Anfang der neunziger Jahre hatten jährlich nur einige wenige tausend Arbeitsmigranten Nepal verlassen. Nach Beginn des Bürgerkrieges 1996 stieg die Zahl auf über hunderttausend an. Mit dem Ende des Konflikts 2006 ging der Strom der Arbeitsuchenden jedoch nicht zurück. Die politische Instabilität und die schwere wirtschaftliche Krise treiben weiterhin Massen von jungen Nepalesen ins Ausland.

Laut dem Department of Foreign Employment verließen im Finanzjahr 2017/18 354.082 Arbeitskräfte das Land. Nicht eingerechnet sind in diesen offiziellen Zahlen all jene Nepalesen, die in Indien arbeiten. Wegen der offenen Grenzen ist die Migration ins Nachbarland nicht dokumentiert. Schätzungen gehen davon aus, dass heute 4 bis 5 Millionen Nepalesen im Ausland arbeiten. Rund die Hälfte von ihnen dürfte sich in Indien aufhalten, der Rest vor allem in Malaysia, Katar, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait.

Arbeit um jeden Preis - Nepalesen schuften für die WM in Katar 

Entwicklung

Ausbau der Verbindungsstraße nach Tibet
Erneuerung der Brücken ist für die touristische Erschließung der entlegenen Dörfer wichtig © Lisa Melnikova

Schon seit 1952 bekommt Nepal kontinuierlich staatliche und private Hilfe in Form von Krediten, Zuschüssen und technischer Hilfe aus dem Ausland. Die instabile politische Lage der letzten Jahre, die häufig wechselnden Regierungskoalitionen, die ineffiziente Verwaltung sowie die verbreitete Korruption haben zu einem Mangel an Kontinuität und Koordination bei der Durchführung von Entwicklungsprogrammen beigetragen. Trotz, im Vergleich zu anderen südasiatischen Staaten, hoher Pro-Kopf-Entwicklungshilfe bleibt Nepal eines der ärmsten Länder der Welt.

Nationale Entwicklungsanstrengungen

Die nepalesische Regierung legte dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank im Jahr 2003 ihre Armutsbekämpfungsstrategie (PRSP) vor. Danach wurden mehrere Fortschrittsberichte (PRSP Progress Reports) veröffentlicht. In die Armutsbekämpfungsstrategie wurden die Millenniumsziele (MDG) für Nepal integriert.

Nach dem Post 2015 Prozess, der in der Verabschiedung der SDGs mündete, ist Nepal an der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung beteiligt. In den meisten Bereichen existieren erhebliche Defizite.

Die Anzahl der nepalesischen NGOs ist groß. Ihre Gesamtzahl wird auf ca. 70.000 geschätzt. Der Dachverband der NGOs (NGO Federation of Nepal) hat etwa 4500 Mitglieder.

Hilfe nach der Erdbeben-Katastrophe 

Nach dem schweren Erdbeben, das am 25.04.2015 Nepal erschüttert und verheerende Schäden im Kathmandu-Tal und den Bergdörfern des Himalaya angerichtet hat, brauchten 400.000 Familien Hilfe. Insgesamt waren etwa acht Millionen Menschen von dem Erdbeben betroffen. Zehntausende Häuser wurden zerstört, die Infrastruktur des Landes wurde schwer beschädigt.

Unterstützung erhielten die einheimischen Militär- und Polizeikräfte von ausländischen Rettungs- und Ärzteteams aus mehreren Ländern, den großen Nachbarländern Indien und China, sowie aus Japan, Bhutan, Russland, Frankreich und Deutschland u.a.. Koordiniert wurde die Hilfe vom UN-Büro zur Nothilfe-Koordinierung (OCHA). Die Hilfsorganisationen beklagten fehlende Vorgaben der Regierung für den notwendigen Wiederaufbau. In den ersten Monaten nach dem Erdbeben brachten Hilfsorganisationen Medikamente, Nahrung und Zeltplanen nach Nepal. Danach konzentrieren sie sich auf die Verteilung von Hilfsgütern und die Errichtung vorübergehender Unterkünfte und Schulen.

Internationale Entwicklungszusammenarbeit

Naturschutzplakat im Nationalpark Langtang
Naturschutzplakat im Nationalpark Langtang © Lisa Melnikova
Mit Hilfe von EcoHimal restaurierte "Garten der sechs Jahreszeiten" in Kathmandu
Mit Hilfe von EcoHimal restaurierter "Garten der sechs Jahreszeiten" in Kathmandu

Zuwendungen aus der Entwicklungszusammenarbeit trugen in vergangenen Jahrzehnten einen substanziellen Teil zum nepalesischen Staatsbudget bei. Auch heute ist Nepal weitgehend von ausländischer Hilfe abhängig.

Übersicht zu den staatlichen Leistungen der wichtigsten bilateralen Partner
Übersicht zu den staatlichen Leistungen der wichtigsten bilateralen Partner © OECD: Aid at a glance charts by recipient

Wichtige Akteure der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Nepal sind Vereinte Nationen, Asian Development Bank, Internationaler Währungsfonds, Europäische Union und die Weltbank. Auch zahlreiche internationale Nichtregierungsorganisationen sind in Nepal tätig. 

Die wichtigsten bilateralen Geber Nepals sind Japan, Großbritannien, USA und Deutschland.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit

Bhaktapur
Das Bhaktapur Development Project trägt noch heute zur nachhaltigen Stadtentwicklung bei © Lisa Melnikova

Nepal ist ein Partnerland der deutschen staatlichen Zusammenarbeit. Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen vor allem in den Bereichen Gesundheitswesen, erneuerbare Energien (Solar-, Wasserkraft und Biogas) und Energieeffizienz, sowie Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Handel. Zudem unterstützt Deutschland durch Beratungsleistungen und eine Beteiligung am United Nations Nepal Peace Trust Fund den Friedensprozess im Land. Die im Zuge der Territorialreform neu entstandenen Gemeinden werden bei Themen wie kommunaler Verwaltung und guter Regierungsführung unterstützt. 

Neben den Durchführungsorganisationen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit - die Entwicklungsbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) - arbeiten in Nepal deutsche Nichtregierungsorganisationen, wie z.B. die Deutsche Welthungerhilfe, Malteser International sowie die Arbeiterwohlfahrt.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist mit einem eigenen Büro in Kathmandu vertreten. Andere politische Stiftungen (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung, Hanns-Seidel-Stiftung) arbeiten mit Partnern aus Nepal im Rahmen ihrer regionalen Programme für Südasien zusammen.

Im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit mit Nepal stellte Deutschland für den Zeitraum 2014 und 2015 neue Mittel in Höhe von insgesamt 48 Mio. Euro zur Verfügung. Bei den deutsch-nepalesischen Regierungsverhandlungen von Dezember 2014 wurde vereinbart, diese Mittel zum größten Teil in den Schwerpunktbereichen der Zusammenarbeit zu verwenden: Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Handel (15 Mio. Euro), Gesundheit (25,5 Mio. Euro) sowie Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (5 Mio. Euro)

Bei den bilateralen Regierungskonsultationen im Juni 2016 warb die deutsche Delegation in den Gesprächen mit dem nepalesischen Finanzministerium und der Nationalen Wiederaufbaubehörde dafür, die Rahmenbedingungen für Wiederaufbauprojekte der Zivilgesellschaft zu verbessern. Das private Spendenaufkommen für die Überlebenden des Erdbebens belief sich in Deutschland auf ca. 116 Mio. Euro. Zur Fortführung der Entwicklungszusammenarbeit wurden 2016-2018 36 Mio. Euro verwendet.

Bei Regierungsverhandlungen im September 2018 wurden Nepal Mittel in Höhe von insgesamt 55,6 Millionen Euro neu zugesagt. 

Das Länderinformationsportal

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Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Dezember 2020 aktualisiert.

Über die Autorin

Lisa Melnikova

M.A., geb. 1982

ist Ethnologin und interkulturelle Trainerin.

Sie arbeitet seit 2006 in der Entwicklungszusammenarbeit. Für die Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ GmbH ist sie tätig als Trainerin in der Landesanalyse, Lernberatung und war Regionaltutorin für die Regionen Asien und Osteuropa.

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Die Akademie der GIZ gestaltet Lernangebote für die internationale Zusammenarbeit. Wir führen mehr als 2000 Fort- und Weiterbildungen durch und entwickeln innovative, wirksame und nachhaltige Lernkonzepte. Und das weltweit.

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Rolf Sackenheim
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