Peru ist das größte Andenland, war die Wiege der am weitesten entwickelten indigenen Zivilisationen und Sitz des stärksten Imperiums im prähispanischen Südamerika, des Inka-Reiches. Peru bildete das Zentrum der spanischen Kolonialherrschaft während drei Jahrhunderte. Aus diesen Gründen besitzt das Land ein vielfältiges Erbe, was Menschen und Kultur angeht.

Aktuelles

Erfolge in der Korruptionsbekämpfung: Keiko Fujimori in Untersuchungshaft und der Asylantrag des Ex-Präsidenten García wird abgelehnt.

Der Staatsanwalt Juan Domingo Pérez und der Richter Richard Concepción Carhuancho bleiben ihrer Linie treu und greifen durch. Gegen die Präsidentschaftskandidatin und Chefin der Oppositionspartei Volks-Kraft wurde eine 36-monatige U-Haft wegen Geldwäschevorwürfen erlassen. Die Anklage bezog sich auf Gelder, die sie 2011 vom Baukonzern Odebrecht erhalten haben soll sowie die Leitung eines kriminellen Netzwerks.

Auch dem Ex-Präsidenten Alan García wurde für 18 Monate untersagt das Land zu verlassen, da Fluchtgefahr bestünde und laufende Ermittlungen wegen Geldwäschevorwürfen nicht abgeschlossen seien. Kürzlich wurden Unstimmigkeiten über eine Konferenz vor dem wichtigsten Unternehmerverband in Sao Paulo bekannt, für die García 100 000 US Dollar erhielt. Die Finanzierung soll aus der "Kasse 2" von Odebrecht stammen, in der illegale Gelder verwaltet wurden. Kurz nachdem García die Entscheidung des Richters akzeptiert hatte, ersuchte er um Asyl in der uruguayischen Botschaft Limas wegen politischer Verfolgung. Die Regierung Uruguays lehnte am 3.12.18 dem Asylantrag ab und García verließ die uruguayische Botschaft.

Anfang nächsten Jahres soll die Vernehmung von wichtigen Funktionären des Baukonzerns Odebrecht (Barata, usw.) in Sao Paulo durch peruanische Staatsanwälte (Rafael Vela Barba und José Domingo Pérez) stattfinden, aus denen definitive Beweise des Erhalts von Korruptionsgeldern durch Fujimori und García erwartet werden. Die Vereinbarung zwischen der peruanischen Staatsanwaltschaft und den Vertretern Odebrechts wurde am 8. Dezember unterzeichnet.

Am Sonntag den 9. Dezember stimmten die Bürger Perus mit deutlicher Mehrheit zu Verfassungsänderungen beim Ernennungsprozeß von Richtern und Staatsanwälten, zum Verbot der Wiederwahl von Kongressabgeordneten, zur Finanzierung der Wahlkampagnen von Parteien und gegen die Rückkehr zu einem Zweikammersystem ab. mehr

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Über den Autor

Gerardo Basurco Valverde, Dr. phil, Dipl. Volkswirt, geb. 1953, Studium der Volkswirtschaft und Politikwissenschaft.
Gutachter von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsberater zu Lateinamerika.
Sie können sich über aktuelle Entwicklungen Perus im Portal Peru-Vision informieren oder uns auf Facebook folgen. Seit 1979 arbeitet er als Landestrainer für Peru und seit 1996 als Länderredakteur bei der AIZ. 

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