Peru ist das größte Andenland, war die Wiege der am weitesten entwickelten indigenen Zivilisationen und Sitz des stärksten Imperiums im prähispanischen Südamerika, des Inka-Reiches. Peru bildete das Zentrum der spanischen Kolonialherrschaft während drei Jahrhunderte. Aus diesen Gründen besitzt das Land ein vielfältiges Erbe, was Menschen und Kultur angeht.

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Aussagen von Kronzeugen belasten Politiker, Vizcarra stellt die Vertrauensfrage

Ende April wurde der wichtigste Kronzeuge im Fall Lava Jato, Jorge Barata, in Curitiba von Staatsanwalt Pérez befragt. Seine Aussagen belasteten den verstorbenen Ex-Präsidenten Alan García. Auch der Kronzeuge Atala und der Sohn des Beraters von Alan García, Luis Nava, sagten aus, dass illegale Gelder für García bestimmt waren. Die Ex-Bürgermeisterin Limas, Susana Villarán, gab auch zu, illegale Gelder von OAS und Odebrecht für Ihre Wahlkampagne erhalten zu haben. Sie sitzt jetzt auch für 18 Monate in U-Haft. Gegen den Ex-Präsidenten Kuczynski wurde eine 36-monatige U-Haft verhängt. Somit sind die letzten fünf Präsidenten des Landes in Korruptionsaffären verwickelt.

Nachdem der ständige Ausschuss des Kongresses drei erhobene Verfassungsbeschwerden gegen den Ex-Generalstaatsanwalt zurückwies und ad acta legte, wandte sich der Präsident Vizcarra an die Bevölkerung und stellte dem Kongress die Vertrauensfrage. Die Beziehungen zwischen Exekutive und Legislative sind erneut stark gespannt. Am 4. Juni soll der Kongress sich mit dieser Frage auseinandersetzen. mehr

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Über den Autor

Gerardo Basurco Valverde, Dr. phil, Dipl. Volkswirt, geb. 1953, Studium der Volkswirtschaft und Politikwissenschaft.
Gutachter von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsberater zu Lateinamerika.
Sie können sich über aktuelle Entwicklungen Perus im Portal Peru-Vision informieren oder uns auf Facebook folgen. Seit 1979 arbeitet er als Landestrainer für Peru und seit 1996 als Länderredakteur bei der AIZ. 

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(Akademie für Internationale Zusammenarbeit)

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