Strand einer Insel in der Gemeinde Caramoan - Public Domain
Offizieller Name
Republik der Philippinen
Fläche
circa 300.000 km²
Einwohner
109 Millionen (2020)
Bevölkerungswachstum
1,57 % pro Jahr (2017, geschätzt)
Regierungssitz
Quezon City (Hauptstadt: Manila)
Amtssprache
Filipino und Englisch
Regionalsprachen
Tagalog, Cebuano, Ilocano, Hiligaynon und weitere

Lage und Größe

Perlas ng Silangan - Perle des Ostens - werden die Philippinen genannt, ein Archipel, der zwischen dem Südchinesischen Meer (das die Regierung in Manila mittlerweile in Westphilippinisches Meer umbenannte) im Westen und dem Pazifik im Osten liegt und ein Bindeglied zwischen Südost- und Ostasien bildet. Das Land ist mit einer Landfläche von 300.000 km² kleiner als die Bundesrepublik Deutschland (357.030 km²).

Als sichtbarer Teil zweier sich übereinander schiebender Kontinentalplatten, der philippinischen und der eurasischen, ist das Inselreich Teil des so genannten Pazifischen Feuerrings, eines Kettengebirgsgürtels, der für Vulkanismus und Erdbeben verantwortlich ist. Wiederholt kam es in den vergangenen Jahren zu Vulkanausbrüchen - unter anderem des Mount Mayon, ca. 500 km südöstlich der Metropole Manila gelegen. Mount Apo (mit 2.954 m der höchste Berg des Landes) auf Mindanao sowie Mount Pulog (2.928 m) und Mount Pinatubo (1.475 m) auf Luzon bilden die höchsten Erhebungen des Landes. Wikipedia listet die aktiven Vulkane auf.

Die Philippinen gliedern sich in drei geographische Großräume - die größte und wirtschaftspolitisch bedeutsamste Insel Luzon im Norden (einschließlich der Hauptstadt Manila), die mittlere Visaya-Inselgruppe sowie Mindanao und die Sulu-Inseln im Süden. Luzon ist mit 105.000 km² die größte Insel, gefolgt von Mindanao mit 95.000 km².

Die Philippinen rangieren weltweit auf Platz 24 der bevölkerungsreichsten Länder mit 346 Personen pro km². Laut Zensus von 2017 beträgt das jährliche Bevölkerungswachstum 1,57 Prozent.

Übersichtskarten

anonym (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ph_physical_map.png), „physical map“, creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Regionalkarten

Provinzen und Regionen der Philippinen - Sanglahi86 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Labelled_map_of_the_Philippines_-_Provinces_and_Regions.png), „Labelled map of the Philippines - Provinces and Regions“, creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode

Landesimpressionen

Makati Finanzdistrikt © Mary Lou U. Hardillo
Ananasernte
Engr. Mervin Martinez Gonzales and Engr. Catherine Cahilig Juntilla, Dole Pineapple Harvesting, CC BY-SA 3.0
Docking area to Underground River
Matikas 0805 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Docking_area_to_Underground_River.jpg), „Docking area to Underground River“, creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode
Jeepney Carbon Market
Jeepney Carbon Market (gemeinfrei)

Wer durch das Land reist, wird Menschen begegnen, die auf vielfältige Weise damit befasst sind, mehr schlecht denn recht ihr (Über-)Leben zu organisieren.

Im Hochlandmassiv der nördlichen Cordillera-Region leben Ethnien der Igorot noch in Subsistenzwirtschaft, basierend auf kommunalem Landbesitz. Etwa 200 Kilometer südöstlich des Molochs Manila mit seinen etwa 14 Millionen Einwohnern, in der Provinz Quezon, gewinnen Kleinpächter und Landarbeiter in schweißtreibender Arbeit und bei kargem Tageslohn von umgerechnet etwa einem bis eineinhalb Euro das begehrte Kopra (getrocknete Kokosnüsse), u.a. ein wichtiger Grundstoff für die Kosmetikindustrie.

Auf der rohstoffreichen Südinsel Mindanao sind Großplantagenwirtschaften allgegenwärtig. Neben Zitrusfrüchten und Bananen, die die Firmen Dole und Del Monte dort in großem Stil anbauen lassen, werden Kautschuk für die Gummiproduktion und Baumwolle angepflanzt, sowie Rinder und - in künstlich angelegten Großteichen - Garnelen gezüchtet. Diese Ländereien umfassen mitunter jeweils mehrere tausend Hektar Grund und Boden, der sich im Besitz einflussreicher Industrieller und/oder Politiker befindet. Andernorts tragen die Produktionsverhältnisse, unter denen Pachtbauern leben, noch starke Züge von Feudalismus. Im tiefen Süden schließlich, in der Sulu-See, spielt sich fast das gesamte Leben der Badjao, die sich selbst Sama Di Laut (Menschen der See) nennen, auf ihren Hausbooten ab - Seenomaden, die in philippinischen, malaysischen oder indonesischen Gewässern schippern und dort bestimmte Ankerplätze ansteuern - fernab von Kontrollen staatlicher Autoritäten in Manila, Kuala Lumpur und Jakarta.  

So bezaubernd die Naturschönheiten der Inselwelt mit ihren zahlreichen Taucherparadiesen für urlaubshungrige Touristen auch sind, so heftig und zerstörerisch sind die Naturgewalten, die - wie zuletzt der bis dato weltweit verheerendste Taifun "Haiyan" (lokaler Name "Yolanda") Anfang November 2013 - den Archipel immer wieder heimsuchen und vor allem die Ärmsten der Armen treffen.

Videos: Landesimpressionen

Impressionen aus Vergangenheit und Gegenwart des Landes.

Sozialgeographische Gegebenheiten

Bevölkerung, Stadtentwicklung, Verkehrswesen

Von den 7.107 Inseln der Philippinen sind weniger als 1.000 bewohnt. Die größeren Inseln sind vielfach durch in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bergketten und Hügelland geprägt, das allerdings aufgrund des in den vergangenen Jahrzehnten exzessiv betriebenen Holzeinschlags und Raubbaus an der Natur ökologisch bedeutsamer Primärwälder massiv dezimiert wurde und die Erosion von Böden beschleunigte. Mit der Konsequenz, dass in den Küstenebenen und in größeren Tieflandgebieten nur noch karge Vegetation vorzufinden ist. Die meisten Menschen leben beziehungsweise lebten entlang der Küsten, wo ihnen der Zugang zum Meer lange Zeit problemlos eine Lebensgrundlage bescherte. Doch infolge von Überfischung nicht-philippinischer kommerzieller Fangflotten und der Zerstörung von Korallenriffen hat sich die Vielfalt der Fischarten drastisch verringert und somit die Existenz - vor allem von Kleinfischern - akut bedroht.

Da durch Entwaldung und Erosion auch der Grundwasserspiegel gesunken ist, bietet eine Subsistenzwirtschaft auf dem Lande kaum (Über-)Lebensperspektiven. Landflucht und verstärkte Binnenmigration, also Wanderbewegungen vom Land in die Stadt, sind die Folge, was die Bevölkerung in den urbanen Zentren unentwegt steigen lässt. Verstärkt wird ein solcher Prozess durch die im südostasiatischen Vergleich höchste Geburtenrate (CIA World Fact; Mortality) und die Zufluchtnahme von Menschen, die in zahlreichen Landesteilen Opfer von Vertreibung oder bewaffneter Konflikte zwischen den Regierungstruppen und muslimischen sowie kommunistischen Rebellen wurden - MILF, CPP und NDFP.

Darüber hinaus bergen die bislang nicht durchgeführte Land-/Agrarreform (das Comprehensive Agrarian Reform Law aus dem Jahre 1988) und schleichende Landkonversion reichlich sozialpolitischen Zündstoff. Erstere ist immer wieder hinausgezögert worden, weil die meisten Abgeordneten im Kongress selbst Landbesitzerinteressen vertreten. Überdies ist fruchtbares Ackerland (Reis und Mais) von Landbesitzern vielfach zu anderen Zwecken genutzt worden. Aus kommerziellen Erwägungen wurden auf zuvor landwirtschaftlich genutzten Böden lukrative Wohnanlagen (Subdivisions) errichtet oder neue Golfplätze angelegt. Als früherer Reisexporteur sind die Philippinen mittlerweile gezwungen, große Mengen dieses Grundnahrungsmittels aus den Nachbarländern Thailand und Vietnam zu beziehen.

Im Gegensatz zu den Nachbarstaaten verfügen die Philippinen über eine vergleichsweise mangelhafte Infrastruktur. Viele Straßen sind reparaturbedürftig oder gleichen Schotterpisten, auf denen ebenso reparaturbedürftige Busse und Jeepneys verkehren, was dazu führte, dass Manila im Jahr 2017 in den Top-Ten der stressigsten Städte der Welt gelistet wurde. Unsicher ist auch der Fährverkehr zwischen den zahlreichen Inseln; immer wieder kommt es zu großen Unglücken, weil die Schiffe in einem miserablen technischen Zustand waren oder - was häufig der Fall war - skrupellose Reeder und Kapitäne wesentlich mehr Menschen an Bord lassen als eigentlich statthaft ist.

Klima

Klimazonen der Philippinen - Ali Zifan (Enhanced, modified, and vectorized). (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Philippines_map_of_Köppen_climate_classification.svg), „Philippines map of Köppen climate classification“, creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode

Auf den Inseln herrscht tropisches, feucht-heißes Klima mit einer Durchschnittstemperatur von annähernd 27 Grad Celsius. Von November bis Mai ist (eigentlich) Trockenzeit und von Juni bis Oktober Regenzeit.

Vor allem in den Monaten von Mai bis Juli erreicht das Thermometer häufig 38 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit (bis zu 81 Prozent), so dass die Hitze vor allem Menschen arg zu schaffen macht, die über keine Klimaanlage verfügen. Von Juni bis Oktober/November kommt es regelmäßig zu heftigen Regengüssen und Taifunen, die nahezu jedes Jahr unterschiedlich große Schäden anrichten und Schneisen der Verwüstung in den betroffenen Landesteilen hinterlassen. Von den im Pazifik entstehenden Taifunen sind hauptsächlich die nördlichen Philippinen betroffen. Mindanao und die südlichen Inseln waren davon (in der Regel) kaum berührt. Die kühlste und trockenste Zeit herrscht in den Wochen von Dezember bis Februar - reichlich Zeit, um tief durchzuatmen.

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Die oben verwendeten Wörter "eigentlich" und "in der Regel" sind mit Bedacht gewählt: Es gibt landesweit - einschließlich auf der südlichen Hauptinsel Mindanao - regelmäßig verheerende Taifune, die zahlreiche Todesopfer und immense materielle Schäden hinterließen. So richteten beispielsweise die Tropenstürme "Ketsana" (lokaler Name "Ondoy") im September 2009 sowie "Washi" (lokaler Name "Sendong") in der Weihnachtszeit 2011 in und um Manila sowie auf Mindanao (dort waren in erster Linie die nördlichen Städte Cagayan de Oro und Iligan betroffen) sowie auf den östlichen Visaya-Inseln furchtbare Schäden an und forderten über 1.000 Menschenleben. Im Sommer 2012 kam es zu einer Serie verheerender Taifune, die diesmal vor allem auf der Nordinsel Luzon (dort u.a. in der Cordillera-Region) Schneisen der Verwüstung hinterließen. Anfang Dezember 2012 war es der Taifun "Bopha" (lokaler Name "Pablo"), der diesmal vorrangig im Compostela Valley in Zentralmindanao gewaltige Schäden anrichtete und ebenfalls über 1.000 Menschen in den Tod riss.

Der bis dato gewaltigste Supertaifun "Haiyan" (lokaler Name "Yolanda"), der jemals gemessen wurde, raste am 8. November 2013 mit einer Stärke von über 300 Stundenkilometern über die mittlere Inselgruppe der Visayas hinweg und machte Hunderttausende Menschen über Nacht obdachlos. Am schwersten betroffen waren diesmal die Inseln Samar, Leyte (mit der Hauptstadt Tacloban), Bohol, wo bereits ein Monat zuvor ein schweres Erdbeben die Menschen in Angst und Schrecken versetzt und zahlreiche historische Gebäude und Kirchen beschädigt beziehungsweise zum Einsturz gebracht hatte, Cebu, Negros und Panay.

Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer die 10.000-Marke überschreitet, wenngleich die Regierung in Manila eine solche Zahl bislang nicht bestätigte. In den ersten Tagen nach dieser gigantischen Katastrophe blieb jedwede wirksame staatliche Hilfe aus, was Menschen dazu veranlasste, Warenhäuser zu plündern, um überhaupt an Nahrungsmittel und Wasser zu gelangen. Je größer das Ausmaß der Schäden wurde, umso mehr Kritik regte sich in der Bevölkerung und in den landesweiten Medien. Soziale Aktivisten/innen vor Ort bezeichneten Präsident Benigno S. Aquino III. schlichtweg als "irrelevant", während Amando Doronila, ein langjähriger und angesehener Kolumnist der in Manila erscheinenden Tageszeitung "Philippine Daily Inquirer", den 8. November als jenen Tag bezeichnete, "an dem die Regierung von der Bildfläche verschwand".

Der Wiederaufbau der durch "Haiyan" zerstörten Gebiete dürfte Jahre dauern und auch über die Reputation der politischen Führung des Landes entscheiden. Bedauerlicherweise wurden auf Weltklimakonferenz in der polnischen Hauptstadt Warschau zwei Wochen später keinerlei Lehren aus der "Haiyan"-Katastrophe gezogen. Im Gegenteil: Zahlreiche Vertreter/innen internationaler Umweltschutzorganisationen bezichtigten die Ausrichter der Konferenz der "Wortakrobatik" und reisten aus Protest vorzeitig ab. Auch knapp vier Jahre nach diesem Desaster warten viele Menschen auf angemessene staatliche Unterstützung. Die für den Wiederaufbau verantwortlichen Politiker widmeten sich lieber ihrer Karrieren, als sich um die "Haiyan"-Geschädigten zu kümmern.

In allen diesen "Fällen" waren es die Ärmsten der Armen, die am meisten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ihre baufälligen, teils provisorischen Behausungen, vielfach entlang Flüssen und Meeresufern angelegt, fallen bei der Stärke der Stürme und Regenmassen buchstäblich wie Kartenhäuser in sich zusammen. Der für den Wiederaufbau zuständige ehemalige Polizeidirektor Panfilo Lacson, in den Landesmedien kurz "Rehabilitations-Zar" genannt, setzte verstärkt auf Investitionen privater Großfirmen. Im Frühjahr 2015 gab er allerdings seinen Posten auf und wurde bei den letzten allgemeinen Wahlen am 9. Mai 2016 erneut zum Senator gewählt. Derweil geriet das Department for Social Welfare and Development (DSWD) erneut in die Kritik staatlicher Rechnungsprüfung. Bemängelt wurden vor allem die Fehlleitung von Hilfsgeldern und der schleppende Einsatz von Finanzmitteln für dringend erforderliche Notunterkünfte.

Bis heute kommt es wiederholt zu Protestkundgebungen, auf denen vor allem das hinhaltende Agieren der zuständigen Behörden bemängelt wird. Auch eine so genannte "No-Go-Zone", die vorschreibt, dass in Gebieten, die sich bis 40 Meter vom Meeresufer befinden, nicht gesiedelt werden darf, stoßen vor allem unter Fischerleuten auf Kritik, weil das ihrer Meinung nach mangels Alternativen unmittelbar ihre Existenz gefährdet.

Umwelt

Die Philippinen verfügten einst über ausgedehnte Primärwälder und eine weitgehend intakte und geschonte Umwelt. Doch spätestens seit Mitte der 1960er Jahre, als sich die jeweiligen Regierungen in Manila auf eine Entwicklungsstrategie exportorientierten Typs festlegten und wichtige natürliche Ressourcen veräußerten, um Devisen zu erwirtschaften, wurde unter anderem eine gnadenlose Abholzung betrieben, was vielerorts zu schweren Erosionsschäden, sturzbachähnlichen Überschwemmungen und einem Klimawandel führte - mit nachhaltigen Folgen für Mensch und Umwelt.

Noch beherbergt der Archipel eines der weltweit artenreichsten Öko-Systeme, das allerdings akut gefährdet ist, wenn es nicht gelingt, die Abholzung, Zerstörung von Korallenriffen, Überfischung und wachsende Luft- und Wasserverschmutzung infolge von schnellem Bevölkerungswachstum und Siedlungsdruck zu stoppen. Die Regierung hat zwar mittlerweile diese Gefahren erkannt und versucht im Verbund mit ausländischen Entwicklungsorganisationen - darunter aus der Bundesrepublik die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH beziehungsweise ihr Büro in Manila -, den Regenwald und die maritimen Ressourcen zu schützen sowie im Bereich der Reinhaltung von Luft und Wasser und bei der Abfallbehandlung aktiv zu werden. Allerdings, so die Kritik philippinischer und internationaler Umweltschützer, stehe die Verabschiedung wohlklingender, fortschrittlicher Gesetze häufig in krassem Gegensatz zu den Maßnahmen ihrer Umsetzung und erfolge viel zu langsam.

Während sich ältere umweltbewusste Organisationen wie HARIBON und das Philippine Rural Reconstruction Movement (PRRM) im Verbund mit zahlreichen lokalen ökologischen Initiativen bemühen, praktische Maßnahmen zur Schonung und zum Schutz der Umwelt durchzusetzen und die Praktiken internationaler Minen- und Bergwerksgesellschaften als "Entwicklungsaggression" (developmental aggression) anprangern, wird es noch immenser Anstrengungen bedürfen, im Großteil der Bevölkerung ein solides Umweltbewusstsein zu verankern.

Was schließlich die Nutzung erneuerbarer Energien - Wind- und Wasserkraft sowie geothermische Anlagen - betrifft, schicken sich die Philippinen an, regional eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Dennoch hat in den letzten Jahren das El Nino-Problem gezeigt, dass die Ressource Wasser einer besonderen Schonung bedarf und Wasserknappheit künftig immer häufiger zum Problem wird.

Nationale Symbole

Republic Act No. 8491, das Republikgesetz Nr. 8491, legte fest, dass es insgesamt vier Staatsymbole der Republik gibt - die Nationalhymne, die Nationalflagge, das Motto und das Staatswappen.

Das Nationale Motto

lautet: Maka-Diyos, Maka-Tao, Makakalikasan, Makabansa

(Für Gott, die Menschen, die Natur, und das Land)

In der Tourismusbranche werden u. a. auch der Carabao (Wasserbüffel), Barong Tagalog (das von Männern zu festlichen Anlässen getragene, aus Ananasfasern gefertigte langärmelige Hemd), die Mango, Sampaguita (jasminähnliche Blume), der affenfressende philippinische Adler und Bangus (Milchfisch) als nationale Symbole gepriesen. Doch dabei handelt es sich lediglich um Landesspezifika - vergleichbar etwa mit Lederhosen in Bayern oder Windmühlen in den Niederlanden.

Nationalflagge

Die Nationalflagge der Philippinen (public domain)
Die Nationalflagge der Philippinen (gemeinfrei)

Die Nationalflagge der Philippinen entstand am 12. Juni 1898, als Emilio Aguinaldo die Unabhängigkeit von Spanien und die erste Republik in Asien ausrief. Auf Geheiß von Aguinaldo waren es Marcela Agoncillo, ihre Tochter Lorenza und Delfina Herbosa, welche die erste Flagge genäht hatten. Diese wurde zur Nationalflagge und besteht aus zwei blau-roten Streifen und einem weißen Dreieck am linken Rand. Im Mittelpunkt dieses Dreiecks befindet sich eine achtstrahlige Sonne und an den drei Enden jeweils ein fünfzackiger goldener Stern. Befindet sich das Land im Krieg, wird die Flagge gewendet beziehungsweise umgedreht, so dass der rote anstelle des blauen Streifens oben steht.

Die Sonne bedeutet Freiheit, die acht Strahlen stehen für die acht Provinzen, in denen sich die Bevölkerung als erste gegen die Spanier erhoben hatten. Die drei Sterne symbolisieren die drei Hauptinseln Luzon, Visayas und Mindanao.

Über das Entstehen und die Bedeutung nationaler Symbole - beispielsweise Flaggen und Wappen - informiert die Website des Flaggenlexikons.

Der Flaggeneid - Pledge of Allegiance to the Flag

Ako ay Pilipino
Buong katapatang nanunumpa
Sa watawat ng Pilipinas
At sa bansang kanyang sinasagisag
Na may dangal, katarungan at kalayaan
Na pinakikilos ng sambayanang
Maka-Diyos
Maka-tao
Makakalikasan at
Makabansa

(Inoffizielle englische Übersetzung)

I am a Filipino
I pledge my allegiance
To the flag of the Philippines
And to the country it represents
With honor, justice and freedom
Put in motion by one nation
For God, humanity
Nature and
Country.

Staatswappen

Das Staatswappen ist eines der vier Staatssymbole der Republik.

Es besteht aus einer achtstrahligen Sonne und drei fünfzackigen Sternen. Die achtstrahlige Sonne steht für die acht Provinzen, in denen sich die Bevölkerung als erste gegen die Spanier erhoben hatte. Die drei fünfzackigen Sterne symbolisieren die geographischen Hauptregionen Luzon, Visayas und Mindanao. Und im blauen Feld auf der linken Seite ist ein Adler und auf dem roten Feld rechts ein Löwe abgebildet, die beide an die koloniale Vergangenheit erinnern.

Nationalhymne

Lupang Hinirang  

Bayang magiliw,
Perlas ng silanganan
Alab ng puso,
Sa dibdib mo'y buhay.

Lupang Hinirang,
Duyan ka ng magiting,
Sa manlulupig,
'Di ka pasisiil.

Sa dagat at bundok,
Sa simoy at sa langit mong bughaw,
May dilag ang tula,
At awit sa paglayang minamahal.

Ang kislap ng watawat mo'y
Tagumpay na nagniningning,
Ang bituin at araw niya,
Kailan pa ma'y 'di magdidilim,

Lupa ng araw, ng luwalhati't pagsinta,
Buhay ay langit sa piling mo;
Aming ligaya na pag may mang-aapi,
Ang mamatay nang dahil sa 'yo.

(English Translation)

Land of the Morning,
Child of the sun returning,
With fervor burning
Thee do our souls adore.
Land dear and holy,
cradle of noble heroes
Ne'er shall invaders,
Trample thy sacred shore.
Ever within the skies
And through the clouds
And o'er thy hills and seas,
Do we behold the radiance,
Feel the throb of glorious liberty.
Thy banner, dear to all our hearts
Its sun and stars alight,
O never shall its shining field
Be dimmed by tyrant's might!
Beautiful land of love,
O land of light,
In thine embrace 'tis rapture to lie
But it is glory ever,
When thou art wronged,
For us, thy sons, to suffer and die.

Siehe Deutsche Übersetzung

Das Länderinformationsportal

Das Länderinformationsportal
Das Länderinformationsportal

Die Beiträge im Länderinformationsportal (LIPortal) wurden bis Dezember 2020 von ausgewiesenen Landesexpertinnen und Landesexperten betreut, um eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern zu geben. Das LIPortal bot damit eine Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb - viele Verweise sind auch weiterhin aktuell.

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Dezember 2020 aktualisiert.

Über die Autoren

Mary Lou U. Hardillo ist Ethnologin, Publizistin, Dolmetscherin, Übersetzerin und interkulturelle Trainerin. Sie war Vorsitzende von BABAYLAN, einem europaweiten Netzwerk sozialpolitisch engagierter Filipinas, und ist langjährige Vorsitzende des Philippine Women's Forum Germany e.V.

Dr. Rainer Werning, Sozialwissenschaftler und Publizist mit dem Schwerpunkt Südost- und Ostasien, befasst sich seit 1970 intensiv mit den Philippinen und verbrachte dort lange Zeit zu Studienzwecken und für Recherchen. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zum Thema und u.a. Fellow der Abteilung Südostasienwissenschaften der Universität Frankfurt a.M.

Neue Auflage des Philippinen Handbuchs

6. Auflage des Philippinen Handbuchs
6. Auflage des Philippinen Handbuchs

Über drei Jahrzehnte nach dem Sturz der Marcos-Diktatur herrscht weiterhin kein Frieden auf den 7.107 Inseln. Reformen kommen kaum vom Fleck, Armut und soziale Ungerechtigkeit nehmen zu. Machismo und „traditionelle Politiker/innen“ treiben weiter ihr Unwesen. Die Gesellschaft ist seit dem Amtsantritt von Präsident Rodrigo R. Duterte im Sommer 2016 gespaltener denn je, Menschenrechte sind für ihn von untergeordneter Bedeutung. Nationale wie internationale Menschenrechtsanwält/innen denunziert der Staatschef öffentlich und ungeniert als „dumme Idioten“ und „Hurensöhne“. Trotzdem sollen die Einwohner/innen der Philippinen zu den glücklichsten Menschen der Welt gehören mit einer der aktivsten Zivilgesellschaften. Ein Widerspruch? Einer von vielen, der das Land aufregend macht und worüber sich aufregen lässt.

Dieses mittlerweile in sechster und vollständig überarbeiteter und erweiterter Auflage erschienene Handbuch
liefert tiefe Einblicke in Geschichte und Gegenwart, Land und Leute. Es verdichtet die Informationen und Diskussionen zu zentralen gesellschaftspolitischen Problemfeldern in zahlreichen Beiträgen – zu Landwirtschaft und Landreform, zu Arbeitsmigration und sozialer Sicherung, zu den Auswirkungen von Globalisierung und Privatisierung, zu Bildung, Gesundheit und Gender, zu Wirtschaft, Politik, Kultur, Ökologie, Zivilgesellschaft und vielem mehr.
Geschrieben von langjährigen Philippinenkenner/innen und philippinischen Autor/innen, skizziert das Buch umfassend die Lebenswelten und politischen Konflikte in diesem südostasiatischen Land und liefert überdies zu sämtlichen Themen Hinweise zur vertiefenden Lektüre. 

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