Dakar von oben / © Jeff Attaway (CC BY-SA 2.0)
Offizieller Name
Republik Senegal
Fläche
196.722 km²
Einwohner
13,98 Mio., (2015, geschätzt)
Bevölkerungswachstum
2,45 % (2015, geschätzt)
Regierungssitz
Dakar
Amtssprache
Französisch
Regionalsprachen
Wolof, Serer, Peulh u.a.

Lage

Lage des Senegal in Westafrika
Lage des Senegal in Westafrika / © Rei-artur (CC BY SA 2.5)

Der Senegal ist an der westlichsten Spitze des afrikanischen Kontinents gelegen und wird oft als das Tor zu Afrika bezeichnet.

Im Westen grenzt das Land mit einer etwa 500 km langen Küstenlinie an den Atlantischen Ozean, im Norden an Mauretanien, im Osten an Mali und im Süden an Guinea und Guinea-Bissau. Die ehemalige britische Kolonie Gambia bildet eine Enklave, die den südlichen Landesteil Casamance vom Rest des Landes trennt.

Die Hauptstadt Dakar ist durch ihre exponierte Lage auf einer Halbinsel von schwerwiegenden Verkehrs- und Raumproblemen geplagt.

Übersichtskarten

Wichtigste Städte
Übersichtskarte mit den wichtigsten Städten / © CIA (public domain)

Ein Kartographieprojekt hat erstmals modernen Ansprüchen genügende Karten der einzelnen Regionen (mit dem Stand von 2002, d.h. 11 Regionen anstelle der heutigen administrativen Aufteilung in 14 Regionen) des gesamten Nationalterritoriums im Maßstab 1:200 000 hervorgebracht. Eine grobe Ansicht  gibt es auch im Internet. Der Vertrieb in der detaillierten Papierversion erfolgt über die Direction des travaux géographiques et cartographiques, bei der weitere Karten zu finden sind.

Landesimpressionen

Fotos und mit Fotos ausgestattete Reiseberichte aus dem Senegal finden sich in einer großen Vielzahl im Internet, z.B. Bilderseiten, Tourismusseiten oder thematisch geordnet.

Frauen und Pelikane
Frauen und Pelikane / © Matthias Hrubesch
Ebbe vor der Insel Fadiouth
Ebbe vor der Insel Fadiouth / © Claudia Hrubesch
Kinder im Sine-Saloum Delta
Kinder im Sine-Saloum Delta / © Raimundo Maia Junior
Jeder Platz wird ausgenutzt
Jeder Platz wird ausgenutzt / © Raimundo Maia Junior

Grunddaten

Indikatoren der menschlichen Entwicklung

Laut dem aktuellen Human Development Index 2015 des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen UNDP nimmt der Senegal lediglich den 170. Rang unter 187 Nationen ein.

Durchschnittliche Lebenserwartung in Jahren 66,5 (2014)
Bevölkerungswachstum pro Jahr 2,45 % (2015)
Öffentliche Bildungsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes 5,98 % (2013)
Bevölkerungsanteil, dem weniger als 2 USD pro Tag zur Verfügung steht 61% (2013)
Alphabetisierungsrate der über 15-Jährigen 57,7 % (2015)
Alphabetisierungsrate Männer 69,7 % (2015)
Alphabetisierungsrate Frauen 46,6 % (2015)
Primäreinschulungsrate 73 % (2014)
Sekundareinschulungsrate 41 % (2013)
Wahrscheinlichkeit, zum Zeitpunkt der Geburt nicht älter als 60 Jahre alt zu werden 40,2 % (2005-2010)
Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten) 47 (2015)
Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten) 315 (2011-2015)
Anteil der unterernährten Kinder jünger als 5 Jahre 17 % (2000-2006)
Anteil der Bevölkerung ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser 23 % (2006)
HIV/AIDS-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren) 0,5 % (2014)

Quellen: Human Development Report, Nationalagentur für Statistik und Demographie und Worldbank Development Indicators

Weitere detaillierte Daten (die sich teilweise nach der Art der Berechnung auch unterscheiden)  sind beim AA, auf den CIA World Factsheets, der Weltbank , dem BBC und dem Population Reference Bureau zu finden.
Einen Überblick über nationale Statistiken gibt die Nationalagentur für Statistik und Demographie.

Naturräumliche Gegebenheiten

Relief und Hydrographie

Topografie des Senegal
Topografie des Senegal / By Sadalmelik (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
Brücke bei St. Louis über den Senegalfluss
Brücke bei St. Louis über den Senegalfluss / © Claudia Hrubesch

Der Senegal ist ein flaches Land, in der Regel liegen die Plateaus nicht höher als 130 Meter über dem Meeresspiegel. Nur im Südosten, wenn man sich dem guineischen Gebirgsmassiv des Fouta Djalon nähert, wird das Land hügeliger. Dort findet man auch die höchste Erhebung des Senegals mit 581 Metern.

Von Osten nach Westen durchziehen vier große Flussläufe das Land:
Der Senegalfluss (1790 km) stellt über weite Strecken die Grenze nach Mauretanien dar und mündet bei St. Louis ins Meer. Seit 1988 der Staudamm von Manantali in Mali in Betrieb genommen wurde, ist eine ganzjährige Regulierung des Wasserpegels und dadurch gesteuerte Landwirtschaft, Gemüse- und Reisanbau im Flusstal möglich. Allerdings kam es dadurch zu einer sprunghaften Vermehrung der lokalen Schilfart typha australis, die sich zu einem echten ökologischen Problem entwickelte. In der Organisation pour la mise en valeur du fleuve Sénégal wird an einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (Guinea, Mali, Senegal und Mauretanien) gearbeitet.

Der Gambia-Fluss  (ca. 1120 km lang) entspringt im Fouta Djalon Massiv, wo auch der Senegalfluss und der Niger ihren Ursprung nehmen und mündet in einem breiten Delta auf gambischem Staatsgebiet in den Atlantik. Auch zu seiner Nutzung gibt es eine regionale Organisation

In den zahlreichen Flussläufen (Bolongs) des Casamance-Flusses im Süden (300 km) wird Reis angebaut, allerdings kommt es durch Rückstau des Meerwassers zu einer immer größeren Versalzung. Wiederaufforstungsversuche der Mangrovenwälder und kleine Staudämme sollen dem Problem Abhilfe schaffen, allerdings bislang nur mit mäßigem Erfolg. 

Das Delta des Saloumflusses nördlich der gambischen Grenze mit seinen Mangrovenwäldern und zahlreichen Inseln ist ein wichtiges Fischfang- und Tourismusgebiet. Auch hier ist das Ökosystem durch Versalzung stark gefährdet.

Vegetationszonen

Grob lassen sich 3 Vegetationszonen unterscheiden:

Die Sahelzone im Norden mit einer vorherrschenden Steppenlandschaft, deren Grasteppich ab spätestens November verdorrt ist. Die vorherrschenden Baumarten sind Akazienarten und Baobabs, in der Trockenzeit ohne Laub anzutreffen.

Baobabs
Baobabs / © Claudia Hrubesch
Baobabs im Harmattan
Baobabs im Harmattan / © Margret Föh


Weiter südlich folgt die sudanesische Zone. Zerstreute Baumgruppen (Khaya senegalensis, parkia biglobosa und Palmyrapalmen) finden sich in einer Savannenlandschaft mit ihren unterschiedlichen Grasarten.

Savannenlandschaft
Savannenlandschaft / © Claudia Hrubesch
Savannenlandschaft
Savannenlandschaft / © Raimundo Maia Junior


Nahe der Grenze zu Guinea-Bissau schließlich, der sogenannten Basse Casamance trifft man auf Ausläufer der guineischen Vegetationszone, die durch dichte Wälder, Kapokbäume, Ölpalmen und im Flussgebiet durch Mangrovenwälder gekennzeichnet ist.

Mangrovenlandschaft im Sine Saloum Delta
Mangrovenlandschaft im Sine Saloum Delta / © Claudia Hrubesch
Landschaft in der Casamance
Landschaft in der Casamance / © Ines Gontek

Unter der Rubrik écosystèmes finden sich hier Fotos der verschiedenen Landschaftsformen so wie auch unter dem folgenden Link.

Klima

Der Senegal liegt in einer Übergangszone von Sahelzone und subtropischem Klima. Es gibt im wesentlichen zwei Jahreszeiten: eine Regenzeit mit heißen Monsunwinden aus dem Süden von Mai bis Oktober und eine Trockenperiode von November bis Mai. Im Norden regnet es zumeist nur in den Monaten Juli bis September. Der Norden Senegals liegt während des größten Teils des Jahres im Einfluss eines trockenen heißen Nordostpassatwinds, zu dessen Hauptzeit, von November bis März, ein trockener Wind aus der Sahara, der Harmattan, Wolken roten Sands mit sich trägt.

Landkarte Klimazonen
Landkarte Klimazonen Quelle: IRD

Das Klima in Südsenegal wird während einiger Monate des Jahres vom regenreichen feuchtwarmen Südwest- bis Westmonsun bestimmt. Die höchsten Temperaturen werden dort im April gemessen. Die niedrigsten Temperaturen gibt es im Dezember/Januar  und liegen bei etwa 17 °C.
Die jährliche Niederschlagsmenge variiert von 1.500 mm im Süden bis 500 mm im Nordosten. Die Temperaturen in Dakar bewegen sich zwischen 18–26° C im Januar und 24–32,5° C im Juli.
Die jeweils aktuellen Wetterwerte aus dem Senegal finden sich hier.

Fauna

Die Fauna des Senegals ist im Gegensatz zu Ostafrika oder den waldreichen Küstenländern in Äquatornähe nicht sehr augenfällig aber dennoch von einer bemerkenswerten Vielfalt. Die Migrationsroute zahlreicher europäischer Vogelarten führt durch den Senegal, viele von ihnen verweilen im Nationalpark Djoudj als erster Raststation nach der Sahara, der zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört.

Schwimmernder Pelikan
Schwimmernder Pelikan / © Raimundo Maia Junior
Pelikankolonie
Pelikankolonie © Raimundo Maia Junior


Auf dem gesamten Staatsgebiet ist eine Vielzahl von Reptilien verbreitet. Auch die Meeres- und Süßwasserfauna ist trotz Überfischung und Zerstörung natürlicher Lebensräume immer noch relativ reichhaltig. Im Allgemeinen jedoch ist die Fauna außerhalb (und oft auch innerhalb) der Nationalparks großem anthropogenen Druck ausgesetzt. Große Säugetiere wie Elefanten, Nilpferde, Löwen oder große Antilopen sind ausgerottet oder finden sich nur mehr vereinzelt im Nationalpark Niokolo Koba im Südosten des Landes.

Warzenschweine
Warzenschweine © Raimundo Maia Junior
Krokodil
Krokodil / © Raimundo Maia Junior

Bodenschätze

Seit langer Zeit werden Phosphate abgebaut, die wichtig für den Export, v.a. nach Indien, sind.
Vor der Küste Senegals wurden beträchtliche Erdölvorkommen entdeckt, die allerdings noch nicht erschlossen sind. Im Südosten des Landes, in der Region von Tambacounda, gibt es Bodenschatzvorkommen wie Gold, Eisenerz und Kupfer.

Ökologische Probleme

Seit dem 15. Januar 2001 besitzt der Senegal ein eigenes Umweltgesetz, im selben Jahr wurde auch das Umweltministerium gegründet.
Trotz der relativ fortschrittlichen Legislatur und eines breiten Umweltmonitorings gibt es landesweit unzählige umweltschädliche Praktiken: für die breite Bevölkerung liegt der tägliche Überlebenskampf näher als der Gedanke an zukünftige Generationen, Unternehmen, Tourismusanlagen und Industrie denken in der Regel zunächst an den eigenen Profit. In der Hauptstadt Dakar hat die Luftverschmutzung beunruhigende Ausmaße angenommen. Dazu ist der Senegal von globalen Phänomenen wie dem Klimawandel und damit verbundener Küstenerosion betroffen und versucht diesen klimapolitisch entgegen zu wirken.
Abholzung (laut FAO verschwinden im Senegal jährlich 40.000 ha Wald), Auslaugung der Böden durch jahrzehntelangen Erdnussanbau, extensive Pestizidbenutzung und Versalzung der Böden zerstören die Bodenressourcen, sodass weite Landstriche von Desertifikation betroffen sind.

Verbesserter Herd
Ein GIZ Projekt unterstützt die Verbreitung verbesserter Herde mit weniger Brennholzverbrauch / © Peracod/GIZ

Bis heute stellen fossile Brennstoffe (Holz und Holzkohle) die wichtigsten Haushaltsenergieträger dar, sie werden in erster Linie zum Kochen verwendet. In weiten Landstrichen ist die Versorgung heute defizitär, im waldreichen Süden erschwert u.a. der Casamancekonflikt eine wirksame Kontrolle. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt in einem Programm die dauerhafte Versorgung mit Haushaltsbrennstoffen, die Verbreitung verbesserter Herde und die gemeinschaftliche Nutzung von Wäldern für eine dauerhafte Versorgung mit Feuerholz.

Köhler mit Holzkohle
Köhler mit Holzkohle / © Elisabeth Bazin
Brennholzsammlerin
Brennholzsammlerin / © Claudia Hrubesch

Allgegenwärtig in Stadt und Land sind Müllberge, besonders problematisch dabei sind die Massen von Plastik. In den Küstengegenden werden Abwässer in der Regel ohne Klärung direkt ins Meer geleitet und die Millionenstadt Dakar wird bis heute von offenen Kanälen durchquert, die sich ins Meer ergießen. Dakar ist zusätzlich von einer starken Luftverschmutzung betroffen, es gibt Bemühungen, dem entgegenzuwirken und langsam den veralteten Fuhrpark (Sammeltaxis und Taxis) zu erneuern.

Müllberge
Müllberge / © Raimundo Maia Junior

Mit mehr als 500 km Küstenlinie ist der Senegal akut vom Ansteigen der Meeresspiegel bedroht. Gleichzeitig wird diese bedrohliche Entwicklung durch die intensive (illegale) Extraktion von Meeressand an den Stränden verstärkt, sodass heute manche Vororte Dakars akut vom Vordringen des Meeres bedroht sind.

Die afrikanische Forschungsinitiative Africa talks Climate musste in einer Untersuchung im Senegal feststellen, dass sich die Bevölkerung zwar der Tatsache des Klimawandels und der Degradation ihrer Lebensumstände bewusst ist, sie jedoch nicht über die Ursachen Bescheid weiß.

Heute herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass Afrika vom Klimawandel besonders betroffen sein wird.

Sozialgeografische Gegebenheiten

Bevölkerung

Das Nationale Statistikamt zählte bei der letzten Volkszählung 2013 eine Bevölkerungszahl von 13,51 Millionen mit einem durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von rund 2,7 %. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist unter 18 Jahre alt. Schätzungen gehen für das Jahr 2015 von einer Bevölkerungszahl von 13,98 Mio. und einem Bevölkerungswachstum von 2,45 % pro Jahr aus.

Jugendliche
Jugendliche
© Matthias Hrubesch

Die größte Stadt des Landes ist die Hauptstadt Dakar (geschätzte Einwohnerzahl im Großraum ca. 3 Mio. Ew.), deren unkontrollierte Stadtentwicklung sich durch die jahrzentelange Abwesenheit von stadtplanerischen Bemühungen auszeichnet. Inzwischen wird versucht, die einzige "grüne Lunge" Dakars, den Wald von Mbao, der sich im Zentrum der Stadt befindet und der z.T. auch ackerbaulich genutzt wird, verstärkt zu schützen und damit dem Stadtbild zu erhalten.
Weitere größere Städte sind Thies, Diourbel, die „heilige“ Stadt der muslimischen Bruderschaft der Mouriden Touba, Kaolack, Mbour, St. Louis und Ziguinchor.

Ungezügelte Bautätigkeit in Dakar
Ungezügelte Bautätigkeit in Dakar / © Ines Gontek
Präsidentenpalast in Dakar
Präsidentenpalast in Dakar / © Matthias Hrubesch
Kolonialer Charme in St. Louis
Kolonialer Charme in St. Louis / © Claudia Hrubesch
Alter Gouverneurspalast in St. Louis
Alter Gouverneurspalast in St. Louis / © Claudia Hrubesch

Verkehrsinfrastruktur

Der Senegal ist traditionell ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Afrika, Europa und Amerika, mit einer für westafrikanische Verhältnisse recht gut ausgebauten Infrastruktur. Fast 40 Fluglinien fliegen den Dakarer Flughafen Léopold Sédar Senghor an und täglich gibt es Direktflüge in mehrere europäische und afrikanische Hauptstädte.
Etwa 50 km außerhalb von Dakar bei Diass entsteht zur Zeit der neue internationale Flughafen Blaise Diagne, dessen Eröffnung sich jedoch ständig verschiebt und momentan für Sommer 2015 vorgesehen ist.
Nach einer längeren Unterbrechung des senegalesischen Binnenflugverkehrs nach dem Konkurs der nationalen Fluglinie Air Senegal bietet heute die Fluglinie Senegal Airlines erneut Flüge in die Casamance und nach West- und Zentralafrika an.

Der Dakarer Hafen ist einer der wichtigsten der Region, doch auch die für den Hafen vorgesehene Sanierung und Modernisierung wird ständig verschoben.

Das einst gut ausgebaute und befahrene Eisenbahnnetz ist heute in einem sehr schlechten Zustand, es gibt 2013 nur mehr 2 funktionierende Zugstrecken im Senegal: einen Pendlerzug in die Dakarer Vorstädte und die Bahnverbindung Dakar-Thiès (70 km).
Der einst legendäre Dakar-Niger-“Express“, der die beiden Hauptstädte Dakar und Bamako verband, verkehrt seit 2010 nicht mehr. Die Bahnstrecke wurde im frühen 20. Jhdt. von der französischen Kolonialmacht fertig gestellt. In der Regel benötigte der Zug, der noch auf Schmalspurbreite geführt wird, für die etwa 1.000 km lange Strecke zwischen 24 und 36 Stunden. Dennoch war die Zugverbindung für den (Individual-)handel in der Region enorm wichtig. 2003 wurde der Betrieb der Strecke an das frankokanadische Konsortium Transrail übergeben und seit 2010 verkehrt der Zug nicht mehr auf der senegalesischen Teilstrecke. Unter Macky Sall wird immer öfter von der Rehabilitierung der Bahnstrecke gesprochen.

Alter Bahnhof von Dakar im Kolonialstil
Alter Bahnhof von Dakar im Kolonialstil / © Ines Gontek
Zugsverbindung in die Vororte - petit train vert
Der Vorortezug "petit train vert" verbindet Dakar mit seinen Vorstädten / © Miriam Diop
Straßenbauten in Dakar
Straßenbauten in Dakar / © Claudia Hrubesch

Das Straßennetz ist schlecht ausgebaut und in schlechtem Zustand, sein Ausbau und Instandsetzung ist eine Priorität der Regierung und einiger Geber. Im Vorfeld des islamischen Gipfels 2008 entstanden in Dakar neue Straßen, Brücken und Tunnels, die den innerstädtischen Verkehr erleichtern. 
Eine 34 km lange Mautautobahn macht das Cap Vert, die ehemals grüne Halbinsel, auf der Dakar liegt, seit 2013 dem Rest des Landes wieder besser zugänglich. Zuvor war die Halbinsel nur mittels eines einzigen Verkehrsweges erreichbar und eine Fahrt in die Hauptstadt oft mit stundenlangen Staus verbunden. 

Nationale Symbole

Flagge Senegals
Flagge Senegals

Die senegalesische Flagge hat 3 vertikale Streifen in den Farben grün-gold-rot, inmitten des mittleren Streifens findet sich ein kleiner grüner Stern als Zeichen für Hoffnung und Freiheit.

Staatswappen Senegals
Staatswappen Senegals

Das senegalesische Wappen zeigt links einen Löwen als Symbol für Macht und Stärke, auf der rechten Seite den landestypischen Baobabbaum.

Das Landesmotto lautet: "Un Peuple – Un But – Une Foi"  - "Ein Volk - ein Ziel – ein Glaube".

Genauere Erläuterungen zur nationalen Symbolik finden sich auf der Homepage der senegalesischen Regierung. Der Text zur Nationalhymne wurde vom „Dichterpräsidenten“ Léopold Sédar Senghor verfasst.

Das Länderinformationsportal

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Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Juni 2016 aktualisiert.

Die Autor/innen

Claudia Hrubesch, Jahrgang 1972, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Französisch und Deutsch als Fremdsprache in Wien und Paris. Schwerpunkt: Geschichte und Literaturen Afrikas, Postcolonial Studies und interkulturelle Kommunikation.
Lebt seit über 10 Jahren im Senegal. Tätigkeiten beim Goethe-Institut Dakar, der GIZ, ECO Consult und als freiberufliche Beraterin im Kultur- und Kommunikationsbereich.

Alexander Ohle studierte Geographie, Politische Wissenschaft und Entwicklungssoziologie, arbeitet seit 1993 in der Entwicklungszusammenarbeit und ist für die Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ tätig als Regionaltutor für die Region Afrika südlich der Sahara, als Trainer in der Lernberatung und arbeitet für das Informations- und Didaktikzentrum.

Literaturhinweise

Weiterführende Literatur zu den Themen:

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