Fußgängerzone Knez Mihailova in Belgrad
Währung
serbische Dinar
Wechselkurs
117,463 RSD pro € (Juni 2019)
Zeitzone
MEZ
Landesvorwahl (Telefon)
+381
Klima (für Hauptstadt)
kontinental

Einreise und Aufenthalt

Karte Serbiens mit den wichtigsten Straßenverbindungen und Wasserwegen
(Quelle: Wikipedia; public domain, basierend auf einer UN-Karte)

Die Ein- und Ausreise nach bzw. aus Serbien in Richtung Westeuropa erfolgt in der Regel über den Luftweg, über den Flughafen Belgrad sowie über den Landweg – entweder über eine der Autobahnen bzw. autobahnähnlichen Straßenverbindungen, die das Land mit Kroatien und Ungarn im Norden bzw. Westen verbinden, oder alternativ mit dem Zug. Daneben gibt es Busverbindungen nach Westeuropa. Für deutsche Staatsbürger besteht keine Visumspflicht und seit 2010 ist auch die Einreise mit Personalausweis möglich. Damit besteht ein Aufenthaltsrecht von 3 Monaten. Für längere Aufenthalte oder die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist die Beantragung eines Einreisevisums bei einer der serbischen diplomatischen Vertretungen vor Reiseantritt notwendig. Ausländer müssen innerhalb von 24 Stunden ihren Aufenthaltsort polizeilich anmelden, bei Hotelaufenthalten wird dies vom Hotel übernommen.

Nähere und tagesaktuelle Informationen zu Einreise-, Zollbestimmungen und Sicherheitshinweise finden sich auf der Landesseite des Auswärtigen Amts sowie der Website der Konsularvertretungen der Republik Serbien in Deutschland.

Wohnen

In Belgrad und den meisten größeren Städten Serbiens haben sich die Mietpreise für Wohnungen (und Häuser) in den letzten Jahren deutlich erhöht. Sie liegen aber auch in der Hauptstadt noch deutlich unter vergleichbaren Preisen in Deutschland (lediglich Luxuswohnungen in ganz zentraler Lage nähern sich den deutschen Preisen an). Die Wohnungssuche läuft über Mundpropaganda, Immobilienagenturen sowie zunehmend über entsprechende Portale im Internet. Die Versorgung mit Strom, Wasser und Gas ist mittlerweile in der Regel unproblematisch.

Ausländer können in Serbien Immobilieneigentum erwerben, und zwar unabhängig davon, ob sie im Land erwerbstätig sind oder nicht. Rechtlich unklar ist, ob Ausländer, welche nicht in Serbien erwerbstätig sind, im Land Grundbesitz zum Zweck des Hausbaus erwerben können oder nicht.

 

Geld

Offizielle Währung in Serbien ist der Dinar (RSD) . Es gibt Banknoten zu 10, 20, 50, 100, 200, 500, 1.000 und 5.000 Dinar. Münzen sind seit 2008 nicht mehr im Umlauf. Der Umrechnungskurs liegt bei etwa 120 Dinar pro Euro. Der Euro ist in Serbien nicht als Zahlungsmittel zugelassen.

Neben einheimischen Banken ist in Serbien auch eine größere Zahl ausländischer Banken, allen voran aus Österreich und Russland, vertreten.

Kreditkarten können in größeren Geschäften und internationalen Ketten als Zahlungsmittel verwendet werden. Die Geldversorgung über EC-Karte ist in den mittleren und Großstädten und in touristisch erschlossenen Gebieten gewährleistet. Darüber hinaus ist zu empfehlen, ausreichend Bargeld mit sich zu führen.

Banken haben in der Regel von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr und Samstags von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

Reisen und Verkehr

Reisen durch Serbien mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind sowohl mit Bahn als auch Bus möglich. Bahnnetz und Züge sind zum Großteil veraltet. Der Bau einer Schnellbahntrasse ist geplant. Wesentlich besser und komfortabler ausgebaut ist das Busnetz. Lokale/regionale Busse fahren in Serbien praktisch jedes Dorf an. Besonders bei überregionalen Reisen bieten sich die Langstreckenbusse an, die komfortabler und in der Regel schneller sind als die Bahn.

Serbien hat ein gut ausgebautes Straßennetz. Eine Autobahn durchzieht das Land von der kroatischen Grenze über Belgrad in den Süden bis fast zu serbisch-mazedonischen Grenze. Weitere Autobahnausbauten, etwa von Belgrad über Novi Sad bis zur ungarischen Grenze im Norden, sind geplant oder bereits im Bau. Daneben gibt es autobahnähnlich ausgebaute Straßen. Die Benutzung dieser beiden Straßenformen ist Mautpflichtig. Bezahlt werden kann mit Kreditkarte oder Bargeld (Dinar und – mit erheblichem Aufschlag – auch in Euro). Mautpflicht besteht in Serbien auf folgenden Straßen: E-75 Belgrad-Novi Sad, E-70 Novi Sad-Feketic-Subotica, E75 Belgrad-Nis, E75 Nis­Leskovac und E70 Belgrad-Sid.

Nachtfahrten durch Serbien erfordern höchste Aufmerksamkeit, da aufgrund der schlechten Qualität von Straßenbelag sowie Straßen- und Kfz-Beleuchtung ein erhöhtes Risiko besteht.

Für ausländische Autofahrer in Serbien wird dringend empfohlen, sich strikt an die Straßenverkehrsregeln zu halten und insbesondere die Geschwindigkeits-begrenzungen und Überholverbote zu beachten. Die geltenden Höchstgeschwindigkeiten sind auf Landstraßen 80 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Die Promillegrenze in beträgt 0,3. Verstöße gegen die Verkehrsordnung werden abhängig von der Schwere des schuldhaften Verhaltens mit empfindlichen Strafen bis hin zu mehrjährigem Freiheitsentzug geahndet. Bei jedem Unfall muss in Serbien die Polizei gerufen werden, die ein Schadensprotokoll anfertigt, das für Versicherungszwecke und ggf. Zollverfahren bei der Ausreise unerlässlich ist. Deutsche Autofahrer können in Serbien fahren mit einem nationalen deutschen Führerschein in den bestehenden drei Ausführungen (grauer Pass, rosaroter Ausweis oder Führerschein im Kartenformat). Der Besitz eines internationalen Führerscheins ist nicht erforderlich. Benötigt wird für deutsche Fahrzeuge die grüne Versicherungskarte; auf dieser muss die Länderangabe “SRB“ auf der Karte eingetragen sein.

Infolge des Jahrhunderthochwassers vom Mai 2014 sind 3.500 Kilometer Straßen und 30 Prozent des Schienennetzes beschädigt worden. Autobahnen und die internationalen Eisenbahnverbindungen sind davon allerdings nicht betroffen. Reisende, die sich abseits dieser Verbindungen mit Auto oder Bahn in Serbien bewegen wollen, sollten sich deshalb unbedingt vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über den Zustand der Verkehrsverbindungen informieren.

In Serbien eignet sich der Luftweg nur beschränkt für inländische Reisen. Das Land verfügt akutell nur über zwei funktionsfähige Flughäfen - den Belgrader Haupstadtflughafen Nikola Tesla, der 18 km vor der Stadt liegt, und den Flughafen Konstantin der Große in der südserbischen Stadt Niš. In Serbien gibt es nur eine nationale Fluggesellschaft, die Air Serbia, die seit 2013 zu 49 Prozent der Etihad Airways aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört. Flugverbindungen von und nach Deutschland bestehen mit dem Flughafen Belgrad; außerdem fliegen mehrere Billigfluglinien den Flughafen Niš aus mehreren deutschen Städten an.

Das Reisen auf dem Schiffsweg, d.i. vor allem auf der Donau eignet sich in erster Linie für touristische Zwecke. Wichtigster Ausgangspunkt für Schifffahrten ist der Hafen Belgrad.

Für touristische Reisen durch Serbien bieten sich zahlreiche Routen und Ziele an. Am interessantesten für Städtereisende sind die Hauptstadt Belgrad sowie die Hauptstadt der Provinz Vojvodina, Novi Sad. Die Vojvodina selber lädt als Kulturlandschaft, welche in vielem dem benachbarten Ungarn ähnelt, zum Besuch ein. Touristische Attraktionen sind auch Serbiens bekannte Nationalparks Đerdap sowie der Stausee Eisernes Tor an der Grenze zu Rumänien. Serbiens Flusslandschaften gehören zu den wichtigsten touristischen Attraktionen des Landes, neben der Donaulandschaft locken die Flusstäler der Drina an der Grenzen zu Bosnien-Herzegowina zum Besuch. Zum Wandern und Skifahren eignen sich in Serbien am besten die Gebirge Kopaonik und Zlatibor. Die wichtigsten kirchlichen Bauwerke der Serbisch-Orthodoxen Kirche liegen im heute unabhängigen Kosovo.

Kinder

Serbien ist eine kinderfreundliche Gesellschaft. Familien mit Kindern werden daher überall bevorzugt behandelt.

Gerade in den größeren Städten gibt es ein reichhaltiges Freizeitangebot für Kinder. Die Hauptstadt Belgrad bietet Kindern neben einem Kinderkulturzentrum und verschiedenen Kinder- und Puppentheatern den Belgrader Zoo. In verschiedenen serbischen Städten finden regelmäßig Kindertheaterfestivals statt, so etwa in Novi Sad, Subotica, Pančevo, Jagodina u.a.

Serbien verfügt über ein ausgebautes Netz an staatlichen Kindergärten. V.a. in der Hauptstadt Belgrade gibt es mittlerweile außerdem eine Vielzahl an privaten Einrichtungen der vorschulischen Erziehung.

In der Hauptstadt gibt es die Deutsche Schule Belgrad (DSB) welche einen Kindergarten, eine Vor- und Grundschule sowie ein Gymnasium umfasst. Bei der DSB handelt es sich um eine von der Kultusministerkonferenz der Länder und dem serbischen Bildungsministerium anerkannte deutsche Auslandsschule. Sie bietet einen Hauptschul- und Realschulabschluss und führt zum Abitur.

Sicherheit

Serbien ist ein relativ sicheres Reiseland für Ausländer. Allerdings ist es angebracht, gewisse Grundregeln zu beachten. So sollten Fahrzeuge wegen häufiger Diebstähle und Aufbrüche möglichst nur in verschlossenen Garagen oder auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Im geparkten Fahrzeug sollten keine Reisedokumente oder Wertsachen oder anderes Gepäck zurückgelassen werden. Polizisten in Serbien sprechen in der Regel weder Englisch noch Deutsch, so dass es bei Bedarf notwendig sein wird, einen Dolmetscher hinzuzuziehen.

In früheren Jahren hat das Auswärtige Amt von Reisen in den mehrheitlich serbisch bewohnten Nordkosovo gewarnt. Zwar hat sich mittlerweile infolge des politischen Dialogs zwischen Serbien und dem Kosovo die Sicherheitslage in dieser Region weitgehend beruhigt, zukünftige Eskalationen können aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Von Fahrten in den Nordkosovo und die Grenzregion ist daher abzuraten.

Gesundheit

Apotheke in Belgrad
Apotheke in Belgrad (Quelle: © Dzajic-Weber)

Eine medizinische Versorgung in Serbien entspricht im Schnitt nicht dem deutschen Standard. Auch Krankenhäuser verfügen oft nicht über die adäquate Ausstattung oder können nicht alle Krankheitsbilder angemessen medizinisch versorgen. Die Hygiene ist unzureichend. Die Ausnahme bildet in der Hauptstadt Belgrad wie in einigen anderen Großstädten (Novi Sad, Nis) eine Zahl an öffentlichen und privaten Kliniken und Praxen.

Serbische Einrichtungen erheben für die Behandlung von Ausländern erheblich höhere Gebühren als für serbische Staatsbürger. Eine kostenlose Behandlung auf Auslandskrankenschein („JU-6“) ist nur in staatlichen Krankenhäusern möglich. In Serbien gibt es ein ausreichend dichtes Netz an Apotheken. Sie sind an Werktagen von 8 bis 20 Uhr und an Samstagen von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Sonntags sind nur diensthabende Apotheken geöffnet.

Das Auswärtige Amt empfiehlt vor Antritt einer Reise nach Serbien Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Tollwut.

Kommunikation

Das Telefon- und das Mobilfunknetz sind gut ausgebaut. Die Mobilfunkerreichbarkeit umfasst nahezu das ganze Land. Die beiden großen Mobilfunkanbieter sind Telenor (GSM 900/1800) und Telekom Srbija a.d (GSM 900).

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Serbien von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

Wichtige Telefonnummern: Notruf: 112, Polizei: 92, Feuerwehr: 93, Rettungsdienst: 94

ADAC-Auslandsstation in Serbien: (011) 42 27 07

Telefonauskunft (national): 988 oder 011988 (für die Region Belgrad) oder 011989

Landesvorwahl von Deutschland nach Serbien: +381

Landesvorwahl von Serbien nach Deutschland: +49

Das Internet ist auch in Serbien, insbesondere unter der jüngeren Generation mittlerweile weit verbreitet. Das Länderkürzel in Serbien ist „.rs“ (alt: .yu).

Nützliche Informationen von A bis Z

Arbeitszeiten

Die Regelarbeitszeit in Serbien ist von 8 bis 16 Uhr.

Behörden arbeiten i.d.R. von 8 bis 15 oder 16 Uhr.

Begrüßung

Begrüßt wird in Serbien mit einem dreifachen Wangenkuss, der abwechselnd links und rechts gegeben wird – beginnend mit der linken Seite.

Einkaufen

Einkaufen ist in Serbien, insbesondere in den größeren Städten kein Problem. Zahlreiche Lebensmittel- und Drogerieketten haben in den letzten Jahren nach Serbien expandiert. In den Großstädten entstehen immer mehr riesige Einkaufszentren.

Geschäfte haben in den größeren Städten durchgehend Montag bis Freitag von 8-19 Uhr und Sa 8-16 Uhr auf, Lebensmittelgeschäfte öffnen oft schon um 6 Uhr und schließen erst um 21 Uhr abends. In Kleinstädten haben Geschäfte in der Regel mittags für mehrere Stunden geschlossen. Die großen Einkaufszentren in den Metropolen sind i.d.R. durchgehend geöffnet.

In den meisten Städten gibt es neben Geschäften auch Lebensmittelmärkte, auf denen die Bauern der Umgebung  ihre Produkte anbieten. 

Feiertage

Datum Bezeichnung Serbischer Name Anmerkung
1. und 2. Januar Neujahr (Kalendarska) Nova Godina Neujahr nach dem Gregorianischen Kalender
7. Januar Weihnachten Božić Orthodoxes Weihnachten; 25. Dezember nach dem Julianischen Kalender
13. und 14. Januar Serbisches Neujahr Srpska Nova Godina Orthodoxes Neujahr- Arbeitstag
15. Februar Nationalfeiertag Dan državnosti Srbije 1835: erste Verfassung Serbiens
Beweglicher Feiertag Ostern Uskrs (kirchlich: Vaskrs) Arbeitsfrei von Freitag bis Dienstag
1. und 2. Mai Tag der Arbeit Praznik rada
9. Mai Tag des Sieges Dan pobede Ende des Zweiten Weltkrieges 1945- Arbeitstag
28. Juni St. Veitstag Vidovdan Tag der für das Vaterland gefallenen Serben- Arbeitstag
11. November Tag des Waffenstillstands Dan primirja Ende des 1. Weltkriegs

Wenn ein staatlicher Feiertag auf den Samstag oder Sonntag fällt, ist der nächste Arbeitstag frei. Neben den arbeitsfreien Feiertagen gibt es noch andere kirchliche und nationale Feiertage, die nicht arbeitsfrei sind.

Zahlreiche Webseiten bieten Informatione zu den serbischen Feiertagen wie Ostern, sowie zu damit verbundenem Brauchtum.

Medien

In Serbien gibt es eine Vielzahl an Fernseh- und Radiosendern sowie an überregionalen und lokalen Tages- und Wochenzeitungen. Verschiedene elektronische Medien bieten in den späten Abendstunden Nachrichten in englischer Sprache an.

Deutsche und englischsprachige Sender sind über Satellit überall zu empfangen.

In den großen Städten sind deutsche und andere internationale Tages- und Wochenzeitungen erhältlich.

Nachrichten und andere Informationen bieten diverse Internetmedien. Einige bieten auch einen englischsprachigen Nachrichtendienst an – so etwa der Radio- und Fernsehsender B92. Einen kommerziellen, englischsprachigen Pressespiegel bieten die V.I.P. News, die v.a. von Botschaften und internationalen Organisationen abboniert sind.

Nachtleben

Serbien hat in den letzten Jahren einen Ruf durch sein Nachtleben gemacht. Die Hauptstadt Belgrad und Novi Sad locken durch ihr vielfältiges kulturelles Angebot. Zum Magnet für die Jugend der Nachbarländer (Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina) sind die beiden Städte aber vor allem durch die Klub- und Musikszene geworden, sowie durch verschiedene Festivals. 

Hauptpostamt Belgrad
Hauptpostamt Belgrad (Quelle: © Dzajic-Weber)

Post

Serbien verfügt über ein ausgebautes Postwesen. Postämter finden sich in allen größeren und kleineren Städten. Briefe ins europäische Ausland brauchen in der Regel einige Tage bis eine Woche. Der Brief- und Paketservice in Serbien wird von dem öffentlichen Unternehmen Post Serbia betrieben. Daneben existieren die üblichen internationalen Paket- und Postschnelldienste.

Sport

Serbien ist eine sportbegeisterte Nation. Volkssport Nummer eins ist der Fußball mit seinen beiden Traditionsklubs Roter Stern Belgrad und Partizan Belgrad. Tennis ist in den letzten Jahren Dank des Weltranglistenersten Novak Đoković zur zweitbeliebtesten Sportart aufgestiegen. Andere beliebte Sportarten, in denen serbische Sportler und Mannschaften internationale Konkurrenz standhalten, sind Basketball, Handball und Leichtathletik.

Sprache

Amtssprache in Serbien ist Serbisch, es gilt das kyrillische und das lateinische Alphabet. Um sich in der Hauptstadt Belgrad und in Zentral- und Südserbien zumindest orientieren zu können, empfiehlt es sich bei längeren Aufenthalten, sich das kyrillische Alphabet anzueignen. Hilfreich sind außerdem diverse Online-Wörterbücher. In den großen Städten wird in Hotels und Restaurants Englisch gesprochen. Vor allem die jüngere Generation spricht Englisch. Aufgrund der Arbeitsmigration nach Deutschland, Österreich und die Schweiz seit den 1960er Jahren sprechen viele Menschen auch Deutsch.

Stromversorgung

Die Stromversorgung ist in Serbien in allen Landesteilen stabil. Standard sind 220 V und 50 Hz, sowie die in Deutschland üblichen Stecker- und Steckdosentypen F („Schuko“-Stecker) und C (Eurostecker).

Wasser

Die Wasserversorgung ist in den Großstädten und allermeisten kleineren Städten normal. Aufgrund des veralteten Zustands der Wasserleitungen und der schlechten Wasserqualität wird jedoch dringend davon abgeraten, Leitungswasser zu trinken. Mineralwasser ist überall käuflich erhältlich.

Zoll

In Serbien bestehen für folgende Warengruppen Mengenbeschränkungen bei der zollfreien Einfuhr: Alkoholika - 2 l Wein oder 1 l Spirituosen über 22%, Tabakwaren - 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak, 1 Parfum oder Eau de Toilette.

Haustiere dürfen nur mit gültigem Gesundheits- und Impfnachweis eingeführt werden.

Devisen dürfen unbegrenzt eingeführt und bis zu einem Betrag von 10.000.- Euro wieder ausgeführt werden. Beträge von über 10.000,- Euro sind bei der Einreise unbedingt beim Zoll anzumelden; der entsprechende Beleg ist bis zur Ausreise aufzubewahren. Nicht angegebene Devisen werden bei der Ausreise beschlagnahmt. Dinare dürfen bis zu einem Gegenwert von 10.000.- Euro ein- und ausgeführt werden, eine größere Summe darf nur eingeführt werden, wenn sie bei einer ausländischen Bank gekauft und dies durch Belege nachgewiesen werden kann.

Ausführliche Informationen bietet die Webseite der Zollbehörde Serbiens.

Nützliche Adressen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Belgrad

Neznanog junaka 1 a, 11040 Belgrad
Tel.: +381 11 3064-300
Fax: +381 11 3064-303
Öffnungszeiten:
08.00 - 16.00 Uhr (freitags 08.00 bis 14.00 Uhr)

Rechts- und Konsularreferat
(auch Visastelle)
Birčaninova 19a, 11000 Belgrad
Tel.: +381 11 3064-400
Fax: + 381 11 3064-402

Botschaft der Republik Serbien Berlin

Taubertstr. 18, 14193 Berlin
Tel.: 030 8957700

Öffnungszeiten:
08.30 - 16.30 Uhr

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Juni 2019 aktualisiert.

Über die Autorin

Dr. Azra Dzajic-Weber

studierte und promovierte in Germanistik und Slawistik an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie war an verschiedenen Universitäten in der Lehre tätig. Danach war sie viele Jahre in der Entwicklungsarbeit zu Südosteuropa, Osteuropa und dem Kaukasus für die Heinrich-Böll-Stiftung tätig, unter anderem als Leiterin der Regionalbüros Südosteuropa in Sarajevo. Zur Zeit arbeitet sie als Trainerin für Interkulturelles, Diversitymanagement und Landeskunde sowie als Beraterin für Projektentwicklung. Bei der GIZ ist sie als Landestrainerin tätig. Sie lebt in Berlin.

Über Kommentare und Anregungen freue ich mich.

Literaturhinweis

Aktuelle und sehr schöner Reiseführer sind:

Hannover, B.G.: Serbien: Unterwegs zu verborgenen Klöstern und Kunstschätzen, Berlin 2009

Hannover, B.G.: Reiseführer Serbien: Kultur und Natur zwischen Vojvodina und Balkangebirge, Berlin 2017

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