Straßenbild in der Innenstadt Freetowns
Geschätztes BIP
1,9 Mrd. USD
Pro Kopf Einkommen (Kaufkraftparität)
759 USD
Rang der menschlichen Entwicklung (HDI)
184 (von 189), 2017
Anteil Armut (unter 2 US-$ pro Tag)
77%
Einkommensverteilung (Gini-Koeffizient)
42,5
Wirtschaftlicher Transformationsindex (BTI)
Rang 101 von 129 (2018)

Wirtschaftsstruktur

Palmölproduktion © Christiane Braun

Die Wirtschaft Sierra Leones ist geprägt von der Landwirtschaft und der Rohstoffgewinnung. Wirtschaftliche Probleme lassen sich vor allem durch die jahrzehntelange Misswirtschaft nach der Unabhängigkeit, insbesondere während der Regierungszeit Siaka Stevens, und durch die Zerstörung des Landes während des elf Jahre dauernden Bürgerkrieges erklären.

Die Wirtschaft wird mit etwa 49 % am BIP vom landwirtschaftlichen Sektor dominiert. Der Rohstoffsektor steuert ca. 6,5% zum BIP bei, der Rest wird von Dienstleistungen, Bau und Versorgung beigetragen.

Ein schwach strukturierter privater Sektor, schlecht ausgebildete Arbeitskräfte, Korruption und wenig Rechtssicherheit behindern ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum.

Die kaum ausgebaute Infrastruktur behindert zudem den Handel außerhalb der größeren Städte. Während der Regenzeit sind viele Straßen unpassierbar und die Erreichbarkeit ländlicher Gebiete ist schwierig.

Sierra Leone zählt zu den ärmsten Staaten der Erde und belegt nach dem Human Development Index von 2017 Rang 184 der 189 untersuchten Länder. Ein Großteil der Bevölkerung (ca. 77%) lebt in absoluter Armut und hat weniger als 2 USD pro Tag zur Verfügung.

Die wirtschaftliche Entwicklung unterscheidet sich jedoch auch zwischen Stadt und Land. Die Gliederung des Landes in Kolonie (die Freetown Halbinsel) und Protektorat (die heutigen Distrikte im Norden, Osten und Süden) während der englischen Kolonialzeit prägte die sozioökonomische Entwicklung des Landes wesentlich. Zudem beeinflussen die Nachwirkungen des Bürgerkrieges (1991 bis 2002), die weit verbreitete Korruption und die unzureichend ausgebaute Infrastruktur die Wirtschaftslage Sierra Leones. 

Die Wachstumsraten lagen für Sierra Leone von 2006 bis 2016 zwischen -21% und +20%. Auf Grund der beginnenden Eisenerzförderung ist das Wachstum 2012/2013 auf bis zu 20% gestiegen hat sich danach um die 5% stabilisiert bis zu dem Ebolaausbruch 2014.

Die zeitweise positiven Wachstumsraten haben allerdings die wirtschaftliche Situation der meisten Menschen in Sierra Leone wenig verbessert. Nachhaltige Auswirkungen hatte dabei die Nahrungsmittelkrise, durch die sich die Reispreise von Ende 2007 bis April 2008 mehr als verdoppelt haben. Auch die Ebola Epidemie hat zu einer deutlichen Erhöhung der Lebensmittelpreise geführt. 

Baustelle in Freetown
Baustelle in Freetown © Juliane Westphal

In 2014 und 2015 hat sich die Wirtschaftslage auf Grund der Ebolakrise dramatisch verschlechtert. Besonders betroffen war die Landwirtschaft, da Erntehelfer sich auf Grund der Quarantänemaßnahme nicht durchs Land bewegen, die Felder nicht ausreichend bestellt und Produkte nicht zu den Märkten in den Städten transportiert werden konnten. In Folge gibt es eine Nahrungsmittelknappheit. Ebola hat auch zu einem Zusammenbruch des Tourismussektors geführt.

Parallel waren 2014 die Eisenerzpreise um die Hälfte gefallen. Die beiden Konzerne im Eisenerzabbau, London Mining und African Minerals hatten beide Insolvenz angemeldet. Die Chinesische Firma Shandong Steel Company hatte die Schulden von African Minerals beglichen, ist jetzt Hauptanteilseigner und nahm die Produktion 2015 wieder auf.

Der Index der Heritage Foundation des Jahres 2016 über die ökonomische Freiheit bescheinigt Sierra Leone eine leicht positive Entwicklung gegenüber den Vorjahren. Jedoch verbleibt es mit Rang 142 (von 178 bewerteten Ländern) auf einem der hinteren Plätze im Ländervergleich, im Vergleich zu anderen Ländern in Afrika südlich der Sahara liegt Sierra Leone auf dem 33. Rang von 46. 

Straßenverkauf von Kochtöpfen in Freetown
Verkauf von Kochtöpfen in Freetown © Juliane Westphal

Handel

Trotz der inzwischen relativ ausgeglichenen Leistungs- und Handelsbilanz ist Sierra Leone nach wie vor auf Kredite und Zuschüsse ausländischer bi- und multilateraler Geber angewiesen. Durch die Ebola Krise 2014/15 ist zudem der Handel stark eingebrochen

Hauptexportgüter sind Eisen-, Titan-, Aluminiumerze und Diamanten. Hauptimportgüter sind Erdöl, Maschinen und elektrische Geräte, Autos, Lastwagen, Reis und Medikamente. Wichtige Handelspartner für den Export sind EU-Länder, China und die USA, für den Import China, EU-Länder, USA, Arabische Emirate und die Nachbarländer, mit denen es ein ausgeprägter grenzüberschreitender Kleinhandel existiert.

Wirtschaftssektoren

Landwirtschaft

Es wird geschätzt, dass etwa zwei Drittel der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebt und hierbei etwa die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Der Großteil der landwirtschaftlichen Erträge verbleibt in der Subsistenzwirtschaft, die meist auf kleinen Gärten basiert, in denen Cassava, Erdnüsse sowie Gemüse und Obst, oft auch Reis, angebaut werden. Häufig werden zur Selbstversorgung Hühner und Kleinvieh wie Ziegen oder Schafe gehalten. Im Norden Sierra Leones werden vor allem von der Volksgruppe der Fullah Tiere, insbesondere Rinder, gehalten.

Aufgrund fehlender technischer Mittel und fehlendem Wissen dominieren einfache, traditionelle Produktionsmethoden die Landwirtschaft. Trotzdem konnte die Produktion von Reis, Mais, Cassava, Süßkartoffeln, Kakao, Cashew- und Erdnüssen seit 2002 stetig gesteigert werden.

Reisfeld in Lunsar, Port Loko District
Reisanbau in Lunsar © Juliane Westphal

Reis ist eines der Grundnahrungsmittel in Sierra Leone. 85% der Bauern kultivieren Reis während der Regenzeit. Für mittellose Bauern stellt der Reisanbau jedoch auch ein Risiko dar, das allerdings durch den Anbau in kleinen Kooperativen gemindert werden kann. In Sierra Leone werden drei Arten von Reisanbau betrieben: der Bergreisanbau, der Nassreisanbau und der Tiefwasserreisanbau. 

Die Produktion und die Qualität von Kaffee und Kakao stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an. Bio- und Fair Trade Kakao erreichen Preise, bei denen sich der Export lohnt. Ebenso wird der Export von Cashewnüssen ausgebaut, was auch ökologischen Nutzen mit sich bringt: die Reduzierung von Entwaldung und Bodendegradierung.

Die meisten landwirtschaftlichen Produkte werden für den Eigenbedarf beziehungsweise Binnenmarkt weiterverarbeitet, da hohe Schutzzölle von den westlichen Staaten gegenüber der Einfuhr veredelter Produkte aus Ländern des Südens erhoben werden.

FAO und Regierung möchten mit Förderprogrammen erreichen, dass die Kleinbauern mehr produzieren und dadurch einen größeren Teil ihrer Produkte auf dem Markt verkaufen.

Gleichzeitig hat die Regierung die großflächige Verpachtung von Landflächen ermöglicht, die in einigen Teilen des Landes die Ernährungssicherung der ländlichen Bevölkerung Sierra Leones in Frage stellt.

Palmölplantage im Norden Sierra Leones
Palmölplantage im Norden Sierra Leones © Juliane Westphal

Vor allem zwei Großprojekte sind auf Widerstand in der Bevölkerung gestoßen. Das sind zum einen die Palmölplantagen von Socfin im Südosten des Landes, Pujehun District. Dort gab es immer wieder Proteste wegen des Verlusts des Ackerlandes und der Arbeitsbedingungen auf den Plantagen, gegen die die Regierung mit Härte vorgegangen ist. Zum anderen das mit europäischen Entwicklungskrediten geförderte Biosprit-Projekt der Firma Addax, das inzwischen gescheitert ist und deshalb einen Großteil der Anteile verkaufen musste.

Um die negativen Folgen der kommerziellen Landwirtschaft, des "Landgrabbing" und der Fischerei einzugrenzen, hat die Welternährungsbehörde FAO mit zivilgesellschaftlichen Akteuren Richtlinien zum Umgang  mit landwirtschaftlichen Flächen und Fischereirechten erarbeitet.

Fischerei

Der Fischfang spielt eine wichtige Rolle, da Fische fast zwei Drittel der tierischen Proteine ausmachen, die in Sierra Leone konsumiert werden. Der Fisch wird frisch, getrocknet oder geräuchert verkauft. Die Statistik der FAO geht von einem Fang von ca. 200.000 t jährlich aus. Der Fischereisektor trägt zu 10 % zum BIP bei und beschäftigt circa 240.000 Menschen. 

Eine große Gefahr der Meeresfischbestände und der Existenz der kleinen Fischer stellt die Überfischung durch ausländische Fischtrawler dar. Greenpeace und das Ministry of Fisheries and Marine Resources (MFMR) bekämpfen die sehr verbreitete illegale Hochseefischerei, die die lokale Fischerei bedroht, oft um den europäischen Markt zu bedienen.

Fischer am Strand mit Netz nach dem Fang
Der Fang © Rüdiger Asmus

Bodenschätze

Der Bergbausektor, besonders der Beginn des Eisenerzabbaus, führte seit 2012 zu Anstiegen des Bruttosozialproduktes zwischen 10 und 20% jährlich. Durch Einbruch des Weltmarktpreises für Eisenerz um ca. 50% und die Ebola-Krise hat sich diese Bilanz deutlich verschlechtert.

Seit Anfang 2006 wird wieder Rutil und Bauxit exportiert. Sierra Leone hat eines der größten Vorkommen von Rutil weltweit.

Die offiziellen Exporte von Diamanten lagen 2016 bei ca. 549.000 Karat. Damit nimmt Sierra Leone weltweit den zehnten Platz im Diamantenabbau ein. Der größte Teil davon wird nach wie vor artisanal abgebaut.

Neben Eisenerz, Diamanten, Rutil und Bauxit wird in geringeren Mengen Gold abgebaut. 2009 wurden Ölvorkommen vor der Küste von Sierra Leone entdeckt. Eine Vielzahl an internationalen Ölfirmen führt Probebohrungen durch.

Mit Hilfe der Weltbank wird der Bergbausektor seit 2009 reformiert. 2009 wurde ein neues Gesetz zur Regulierung des Sektors erlassen. Der Wert der legal gehandelten Diamanten betrug im Jahr 2014 circa 184 Mio. USD. Problematisch für die Umwelt- und Lebensbedingungen sind aber auch die Arbeitsbedingungen und Abbaumethoden großer Konzerne, sowie die häufig stattfindende Ausbeutung von Kindern.

Sierra Leone ist Mitglied der Transparenzinitiative im Roh­stoff­sektor (EITI/SLEITI), die Rah­men­be­din­gun­gen für die Wirtschaft schaffen soll, um sicherzustellen, dass alle Bevölkerungsgruppen vom Rohstoffreichtum profitieren. 2013 wurde Sierra Leone temporär suspendiert, weil nicht alle notwendigen Informationen eingereicht wurden. Seit einer Prüfung im Frühjahr 2014 sind die Bedingungen für eine volle Mitgliedschaft in der Initiative wieder gegeben.

Diamantenschürfer im Fluss in Kono
Diamantenschürfer in Kono © Juliane Westphal

Wirtschaftspolitik

Dank umfassender Reformen erreichte Sierra Leone eine massive Verbesserung der Bedingungen für die Produktion und Ausfuhr traditioneller Exportprodukte. Bei den Reformen wird Sierra Leone unter anderem von der Weltbank unterstützt.

Präsident Koroma hatte bei seinem Amtsantritt 2007 angekündigt, Sierra Leone wie einen Geschäftsbetrieb zu führen. Mit einem klar marktwirtschaftlich ausgerichteten Kurs möchte er ausländisches Privatkapital anziehen. Weiterhin wurden die Rahmenbedingungen für Investoren verbessert. Auf dieser Basis soll die Wirtschaft wachsen und die Bekämpfung der Armut ermöglicht werden. 

Die schwierige Lage des Landes während der globalen Nahrungsmittelkrise führte zu einer Konzentration der Bemühungen der Regierung auf die Stärkung der Landwirtschaft. Ziel im Bereich Ernährungssicherung ist es mittelfristig, gänzlich unabhängig von Reisimporten zu sein.

Die vergleichsweise gute Regierungsführung in den letzten Jahren trägt zu einem verbesserten Investitionsklima bei, obwohl die Bemühungen der Regierung, die weit verbreitete Korruption zu bekämpfen, nur bedingt fruchten. Auch die nach wie vor mangelhafte öffentliche Infrastruktur, neben den Straßenverhältnissen auch die Elektrizitäts- und Wasserversorgung, stellt ein beträchtliches Hindernis dar.

Bungalows in Bureh Beach
Tourismus: Bungalows in Bureh Beach © Juliane Westphal

Entwicklung und Entwicklungspolitik

Armutsbekämpfung

Seit 2002 intensivierte sich die Kooperation zwischen Sierra Leone und dem Internationalen Währungsfonds im Bereich der Bekämpfung von Armut und Strukturanpassungsprogrammen. Seit Mai 2001 ist Sierra Leone eines der HIPC-Länder (Heavily Indebted Poor Countries), welchen unter bestimmten Bedingungen ein Schuldenerlass zusteht. Eine Bedingung ist die Entwicklung von Strategien zur Armutsbekämpfung. Sierra Leone veröffentlichte hierzu 2005 ein Poverty Reduction Strategy Paper und 2011 ein Progress-Paper. Der Internationale Währungsfonds stellt detaillierte Daten über den Prozess zur Verfügung.

Armut betrifft in Sierra Leone die Bevölkerung in der Stadt und auf dem Land gleichermaßen. Auf dem Land erschweren jedoch die unzureichend ausgebaute Infrastruktur und das ungenügende Gesundheitswesen das Leben. Eine Aneignung von technischem Wissen und modernen landwirtschaftlichen Geräten sowie Finanzierungskrediten, welche zur Produktivitätssteigerung beitragen könnten, sind für die Mehrheit der Bevölkerung nicht möglich.

Community in Freetown beim Waschen am Fluss
Community in Freetown © Juliane Westphal

Die Millennium Development Goals sollten bis 2015 erreicht sein. Seit 2016 arbeiten die Vereinten Nationen mit einer neuen globalen Entwicklungsagenda. Nachdem die Millenniumsziele (MDGs) 15 Jahre lang vor allem die Zielsetzung verfolgten, den Hunger und die Armut auf der Welt zu halbieren, wurden im September 2015 die "Ziele für nachhaltige Entwicklung" (Sustainable Development Goals – SDGs) von den UN-Mitgliedstaaten auf einem Sondergipfel im UN-Hauptquartier in New York verabschiedet.

Während die MDGs vor allem auf die Verbesserung der Lebensbedingungen in Entwicklungsländern ausgerichtet waren, basieren die neuen Ziele auf der breiteren Grundlage nachhaltiger Entwicklung für alle Länder. Zum ersten Mal werden bei den SDGs auch die Industriestaaten in die Pflicht genommen. Mit Hilfe der SDG sollen die großen Herausforderungen in den Bereichen Entwicklung und Nachhaltigkeit – wie Armut, Gleichstellung der Geschlechter, Klimawandel, Verlust biologischer Vielfalt – in politisches Handeln umgesetzt werden. Die SDGs streben eine ausgewogene Gewichtung der drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung an: der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen. Kritiker bemängeln allerdings, dass ohne eine ökonomische Umverteilung die Umsetzung dieser Ziele nicht möglich sein wird.

Nationale Initiativen

Gärtnerinnenkollektiv in Madina
Frauenkollektiv in Madina © Juliane Westphal

Die zivilgesellschaftlichen Akteure, wie Vereinigungen, z.B. der Marktfrauen, der Motorradtaxifahrer und der Presse, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen (NGO), entwickelten sich wieder nach Ende des Bürgerkrieges. Nach zwei Jahrzehnten Diktatur und elf Jahren Krieg entwickelte sich mit Unterstützung internationaler Organisationen eine junge Zivilgesellschaft. Örtlich konzentriert sich ihre Arbeit auf Freetown und die größeren Städte, die ländlichen Gebiete werden wenig erreicht. Die NGOs arbeiten sowohl im Bildungs- und Gesundheitssektor, als auch im Umweltschutz, in der Menschenrechtsarbeit, auch gegen weibliche Genitalbeschneidung, und für gute Regierungsführung.

Multilaterales und bilaterales Engagement

 

Die internationalen Entwicklungsanstrengungen konzentrieren sich in Sierra Leone vor allem auf Armutsminderungs- und Beschäftigungsprogramme, verantwortungsvolle Regierungsführung, Ressourcenmanagement und die Stärkung des Gesundheitssystems, vor allem nach der Ebolaepidemie. Großbritannien ist der bedeutendste bilaterale Geber, es folgen mit großem Abstand Japan, die USA, Deutschland, und Irland.

Einige Beispiele von multilateralen und internationalen Organisationen und deren Engagement in Sierra Leone sind im Folgenden:

Deutsche Zusammenarbeit

Ebola Dialogforum von der Justice and Peace Commission
Ebola Dialogforum von der Justice and Peace Commission © Julia Krojer/SLADEA

Schon kurz nach der Unabhängigkeit arbeitete im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit die Vorgängerorganisation der GIZ in Sierra Leone. Daneben leistete Deutschland nach dem Krieg über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanzielle Hilfe beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur und bei der Eingliederung ehemaliger Ex-Kombattanten.

Die bilateralen Entwicklungsleistungen konzentrieren sich in Sierra Leone derzeit auf die Förderung der Beschäftigung von Jugendlichen. Die GIZ unterstützt außerdem ein Projekt zur transparenten Verwendung von Rohstoffeinnahmen und engagiert sich im Kampf gegen Ebola. Seit Mai 2014 unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe Partnerorganisationen in Sierra Leone in der Bewältigung der Ebolaepidemie.

Der Zivile Friedensdienst (ZFD), die Deutsche Welthungerhilfe, medico international und weitere deutsche NGOs arbeiten vorwiegend basisorientiert, während die GIZ eher auf staatlicher Ebene beratend tätig ist. Im Rahmen des ZFD werden unter anderem „Paralegals“ für die Mediation und Rechtsberatung ausgebildet, Seminare zum Umgang mit Traumata angeboten sowie die Erwachsenenbildung, Jugendarbeit und der Kampf gegen Landraub unterstützt.

Das Länderinformationsportal

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im November 2018 aktualisiert.

Die Autorin

Porträt der Autorin

Juliane Westphal, Mediatorin M.A., interkulturelle Trainerin (dgikt), Open Space Begleiterin und Beraterin für Development Communication. Seit 2010 auch Landestrainerin für Sierra Leone und Liberia bei der Akademie für internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ. Von 2005 bis 2007 zuständig für die öffentliche Aufklärung über die Arbeit und die Ergebnisse der beiden Wahrheits- und Versöhnungskommissionen (TRC) in Sierra Leone und Liberia. 

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