Stadthaus, Foto: R. Schäfer
Währung
US-Dollar
Wechselkurs
1 Euro - 1,12 Dollar (5/2019)
Zeitzone
UCT+1
Landesvorwahl (Telefon)
00263
Klima (für Hauptstadt)
subtropisch

Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen

Detailinformationen zur Einreise bietet das Auswärtige Amt. Am 18. Januar 2019 hat das Auswärtige Amt Reisewarnungen für Simbabwe veröffentlicht. Diese betreffen vor allem die Großstädte und das Meiden von Versammlungen bzw. Demonstrationen sowie das Fotografieren von Protesten, die u.a. durch massive Preiserhöhungen für Benzin und anderen Treibstoff von der Regierung angeordnet wurden.

Deutsche Staatsbürger/-innen brauchen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses erhalten sie an Grenzübergängen und auf den Flughäfen in Harare, Bulawayo und Victoria Falls. Ein Visum für sechs Monate kostet ca. 55 US-Dollar. Das Visum bezieht sich auf einen touristischen Aufenthalt, eine Arbeitstätigkeit ist damit nicht erlaubt. Inhaber deutscher Diplomaten- und Dienstpässe erhalten ihr Visum beim Grenzübertritt. Visumsverlängerungen können beim Department of Immigration, Harare beantragt werden. Die Verlängerungen benötigen Zeit, über die konkrete Dauer sollte man sich vor Ort rechtzeitig erkundigen.

Deutsche Staatsbürger/-innen müssen einen gültigen Reisepass und Kinder einen Kinderreisepass besitzen. Diese müssen mindestens noch sechs Monate nach Abschluss der Reise gültig sein. Das Einreisen mit einem Personalausweis ist nicht gestattet.

Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber verbreitet ist, müssen entsprechende Impfdokumente vorgelegt werden. Diese sind beim direkten Einreisen aus westeuropäischen Ländern nicht notwendig.

Die Deutsche Botschaft in Harare ist auch eine wichtige Adresse für deutsche Staatsbürger/-innen in Simbabwe. Weitere Informationen über Einreise und Aufenthalt bietet die simbabwische Botschaft in Berlin.

Geld

Simbabwe Dollar während der Hyperinflation
Simbabwe Dollar während der Hyperinflation © Discott (public domain)

Seit 2009 ist der US-Dollar das verbreitete Zahlungsmittel. Auch mit dem südafrikanischen Rand sowie mit einigen asiatischen Währungen kann gezahlt werden. Der Simbabwe-Dollar ist wegen der Hyperinflation bedeutungslos geworden, allerdings wurden für Wechselgeld ab Dezember 2014 wieder Simbabwe-Dollar-Münzen geprägt. Diese fanden jedoch nur begrenzten Zuspruch, die Menschen sind skeptisch wegen ihrer Erfahrungen mit der Hyperinflation. Die Notenbank stellte Mitte Juni 2015 die Währung offiziell auf den US-Dollar um. Bargeld kann man mit Visa-Kreditkarten an großen Bankfilialen in größeren Städten abheben, allerdings nur in geringer Höhe. Deshalb wird seit Mai 2016 Reisenden empfohlen, Geld mitzubringen, das sie ausgeben wollen. Besonders geeignet sind US-Dollar in kleinen Scheinen, denn Geldwechseln und die Rückgabe von Wechselgeld ist oft schwierig. Wegen des Diebstahlrisikos sollte man dennoch nie zu viel Bargeld bei sich tragen, sondern dies in Tresoren aufbewahren. Angesichts des Mangels an Devisen bzw. Dollars im Staatshaushalt und der Zentralbank hat die Einführung von Schuldscheinen (bond notes) als Parallelwährung von Seiten der Regierung begonnen.

Wohnen und Versorgung

Harare, Immobilienmakler
Harare, Immobilienmakler, © R. Schäfer
Harare, Sicherheitshinweise
Harare, Sicherheitshinweise, © R. Schäfer
Harare, Supermarkt
Harare, Supermarkt, © R. Schäfer

Wohnungen und Häuser kann man über Immobilienfirmen mieten oder kaufen. Man sollte auf die Ausstattung mit Sicherheitsvorrichtungen achten. Einbrüche sind ein zunehmendes Problem.

Mancherorts kann es zu Stromausfällen kommen. Die Netzspannung ist 220/230 V, 50 Hz. Es wird das metrische System verwendet. Die Wasserversorgung ist nicht überall gesichert. Die Wasserqualität ist sehr unterschiedlich, Leitungswasser und Brunnenwasser sollte man nicht trinken. Oft fehlen Chemikalien zur Wasserreinigung. Auch verrostete Duschleitungen können gesundheitsschädliche Keime enthalten.

Die Grundversorgung in den Städten wird im Wesentlichen durch Supermärkte gedeckt. Das Essen und die Getränkeangebote sind unter anderem durch die britische Kolonialherrschaft und Importe aus Südafrika geprägt. Zu den als traditionell geltenden Grundnahrungsmitteln zählt fester Maisbrei, Sadza genannt. Je nach Einkommen wird er mit etwas Gemüse oder Fleisch gegessen.

Alkoholische Getränke gelten teilweise als Statussymbole. Auch Bier aus Sorghum, Chibuku, wird inzwischen kommerziell hergestellt.

Für diejenigen, die in Simbabwe für längere Zeit arbeiten und mit Kindern leben, ist beispielsweise die internationale Schule von Interesse.

Feiertage

Übersicht der Feiertage: 1.1. Neujahrstag, Ostern (variabel) 18.4. Unabhängigkeitstag, 1.5. Tag der Arbeit, 25.5. Afrikatag, 2. Juli Women’s and Children’s Day, bewegliche Feiertage im August jeweils 2. Montag und Dienstag im August: Heldengedenktag und Tag der Streitkräfte, 22.12. Tag der nationalen Einheit, 25.-26.12. Weihnachten.

Reisen, Transport und Verkehr

Die Reiseempfehlungen des Auswärtigen Amtes umfassen - neben aktuellen Reisewarnungen - folgende Punkte: Es herrscht Linksverkehr. Mietwagen kann man bei Niederlassungen internationaler Mietwagenanbieter leihen. Es empfiehlt sich gute Versicherungen abzuschließen. Der Zustand der Autos ist möglicherweise nicht so wie in Westeuropa. Man sollte auf die Diversität des öffentlichen und privaten urbanen Personentransport achten und nicht ohne Ortskenntnisse in dicht besiedelte städtische Wohngebiete, etwa in der Hauptstadt Harare, oder nachts auf Landstraßen fahren. Vor allem in der Regenzeit verschlechtert sich der Straßenzustand. Taxis kann man von Hotels aus mieten, nicht alle haben einen funktionierenden Taxameter, daher ist es sinnvoll, vor der Fahrt den Preis auszuhandeln.

Zu Reisemöglichkeiten im Land sind Inlandsflüge, Busse und Leihwagen zu nennen.

In Harare, Bulawayo und Victoria Falls gibt es besonders viele Angebote für Reisende. Im Dienstleistungssektor und der Gastronomie wird oft 10 % Trinkgeld gegeben. Die großen Flughäfen verlangen eine Ausreisegebühr in Bargeld. Zur Ausfuhr größerer Mengen Kunsthandwerk, die zum Weiterverkauf erworben werden, braucht man eine Genehmigung der Zollbehörde (diese Vorschrift kann sich ändern). Die Einfuhr von Jagdwaffen ist mit einer speziellen Lizenz erlaubt, es ist verboten andere Waffen einzuführen.

Amtssprache und Umgangssprache ist Englisch. In ländlichen Gebieten wird empfohlen, nicht in Badekleidung, kurzen Hosen oder schulterfreien T-Shirts unterwegs zu sein. Das gilt als respektlos. Homosexuelle Handlungen sind strafbar, es werden Geld- oder Haftstrafen verhängt. Wegen der hohen HIV/AIDS-Raten sind bei allen sexuellen Kontakten Kondome zu empfehlen. Das Fotografieren von Soldaten, Militärfahrzeugen, Militäranlagen und sicherheitsrelevanten Gebäuden (Amtssitz des Präsidenten) ist verboten. Auch das Fotografieren von Demonstrationen kann Probleme mit den Sicherheitskräften zur Folge haben.

Bei Reisen mit Kindern sollten vor allem die medizinischen Schutzmaßnahmen beachtet werden. Zum Reisen eignen sich insbesondere die Monate April und Mai oder August bis Oktober. Zwischen November und April ist die Regenzeit. In den Wintermonaten (Juni und Juli) ist es kühl, im Gebirge kann es nachts Bodenfrost geben. 

Victoria-Falls Hotel
Victoria-Falls Hotel, Foto: Rita Schäfer

Prognosen zum Wetter an einzelnen Orten gibt die Wettervorhersage. Über alle Nationalparks informiert die Parkverwaltung mit einer eigenen Webseite. Der Tourismus erschließt die Naturschönheiten des Landes und sorgt für Arbeitsplätze. Nachhaltiger Tourismus trägt in der ganzen Region zum Ressourcenschutz und zur sozial gerechten Entwicklung bei. Über die Grundsatzfrage, ob unter den gegebenen politischen Bedingungen touristische Reisen nach Simbabwe sinnvoll oder vertretbar sind, herrschen große Kontroversen. Im Umfeld der Weltkonferenz für Tourismus, die Ende August 2013 an den Viktoriafällen stattfand, wurden Pläne zum Bau eines afrikanischen Disneylands in Simbabwe und der Anwerbung chinesischer Touristen in der Presse verbreitet. Ende Juni 2017 wurde in den Medien bekannt, dass ein Memorandum zur Konkretisierung unterzeichnet worden sei. Anfang April 2019 wurde in Medien berichtet, dass der Preisanstieg für viele Produkte, unter anderem für Diesel und Benzin, zu einem Preisanstieg im Tourismussektor führen wird, was beispielswese für die regionale Konkurrenzfähigkeit von Nachteil sei.

Sicherheit

Zwar hat sich in den letzten Jahren die politische Situation entspannt, dennoch sollten Ausländer Demonstrationen und Wahlkampfveranstaltungen meiden. Kriminalität ist ein Problem, deshalb sind Vorsichtsmaßnahmen gegen Diebstahl und Überfälle ratsam. Deutsche Staatsbürger/-innen sollten die Sicherheits- und Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes beachten. Weitere Sicherheitshinweise geben beispielsweise US-amerikanische, kanadische oder britische Behörden.

Gesundheit

Ausgehend vom aktuellen Impfkalender sollten Reisende ihre Standardimpfungen überprüfen. Für Erwachsene betrifft das insbesondere Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Polio, Keuchhusten, Mumps, Masern, Röteln, Tollwut und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, Typhus und Meningokokken empfohlen. Auch für Kinder sollten Schutzimpfungen nach Vorgabe von Tropenärzten vorhanden sein. Malaria tritt vor allem im Sambesi- und Limpopo-Tal sowie im Gebiet der Viktoriafälle auf. Fieber kann noch nach Wochen ausbrechen und der behandelnde Arzt sollte über einen Aufenthalt in einem Malariagebiet informiert werden. Malaria Tropica verläuft oft tödlich, wenn sie nicht behandelt wird. Es gibt verschiedene Medikamente zur Malariaprophylaxe. Auch das eigene Verhalten kann zur Prophylaxe beitragen (Moskitonetze, Schutzmittel, helle Kleidung etc.). Zur Vermeidung der Schlafkrankheit, die im Kariba-Gebiet von Tsetse-Mücken übertragen wird, sind ebenfalls Präventionsmaßnahmen einzuhalten. Wegen der problematischen Wasser- und Abwasserversorgung gibt es immer wieder Cholerausbrüche. Über die Gefahr entsprechender Cholera-Epidemien informiert Reliefweb. Stehende Gewässer sind wegen der Bilharziose-Gefahr zu meiden. Kondombenutzung ist immer angeraten, um HIV-Infektionen zu vermeiden. HIV-Infektionen, Malaria, Cholera und weitere Krankheiten nennt auch das Auswärtige Amt im Rahmen seiner Reise- und Sicherheitshinweise, die zudem an den Impfschutz erinnern.

Die technische, medikamentöse und hygienische Ausstattung in staatlichen und teils auch in privaten Kliniken ist vielfach problematisch. Zumeist wird auf Vorauskasse behandelt. Auch in Apotheken sind nicht alle notwendigen Medikamente vorhanden. Es empfiehlt sich, eine gut ausgestattete Reiseapotheke mitzunehmen und eine Auslandsreiseversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt. Denken Sie auch an medizinische und versicherungstechnische Schutzmaßnahmen für Ihre Kinder.

Telekommunikation, Internet

Es gibt in Simbabwe etwa unterschiedliche Angaben zu Mobilfunkverträgen und Festnetzanschlüssen. Die Angaben variieren zwischen 48 und über 80 Prozent bei Mobiltelefonnutzer/innen. Die zwei größten Mobilfunkanbieter registrieren 6,7 und 4,1 Millionen Kunden/-innen. Die Internetleitungen sind vor allem auf die Großstädte beschränkt, sie erreichen derzeit etwa 48 Prozent der Bevölkerung. Beim Mobilfunk gibt es verschiedene Anbieter, ähnlich auch beim Internet. Die Anfang 2017 von Mobilfunkbetreibern angekündigten Preiserhöhungen für die Mobilfunkkommunikation sorgte für Kontroversen, so dass die Regierung schließlich zur Rücknahme der Erhöhungen aufforderte.

Adressen und Informationsquellen

Botschaften

Botschaft der Republik Simbabwe
Kommandantenstraße 80
10117 Berlin
Tel.: 030–2062263
Öffnungszeiten: Mo.- Fr. 09.00-13.00 und 14.00-16.30 Uhr

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
30, Ceres Road, Avondale, Harare.

  • Tel. (00263 4) 30 86 55, 30 86 56, 33 22 92, 33 23 26
  • Fax (00263 4) 30 34 55
  • Kontakt per E-Mail
  • Postadresse: Embassy of the Federal Republic of Germany, P.O. Box A 1475, Harare, Simbabwe.

Weitere Adressen und Hinweise

Goethe Zentrum Harare - Kulturaustausch

Politische Stiftungen

Weitere nützliche Adressen und Informationsmöglichkeiten

Das Länderinformationsportal

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Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Mai 2019 aktualisiert.

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