Betonfabrik, Foto: R. Schäfer
Geschätztes BIP
21,0 Mrd. US-$ (2018 geschätzt GTAI)
Pro Kopf Einkommen (Kaufkraftparität)
1.434 US-$ (2018 geschätzt GTAI)
Rang der menschlichen Entwicklung (HDI)
Rang 150 (von 189), 2018
Anteil Armut (unter 2 $ pro Tag)
60,6 % der Bevölkerung (2017 laut ZIMSTAT)
Einkommensverteilung (Gini-Koeffizient)
39,80 (2018)

Wirtschaft

Fabrikgelände
Fabrikgelände © R. Schäfer

Auf nationaler Ebene bieten ZimStat und die Reserve Bank Angaben zur Wirtschaftsentwicklung. Zudem informieren deutsche Experten von German Trade and Invest (GTAI) über ökonomische Fakten und Entwicklungen. Zwischen 2000 und 2008 schrumpfte die Wirtschaft Simbabwes laut UN-Angaben um über 40 Prozent. Die ökonomische Situation verbesserte sich unter der Einheitsregierung von Zimbabwe African National Union / Patriotic Front (ZANU-PF) und Movement for Democratic Change (MDC) im Jahr 2009 nur allmählich. 2010 nahm Simbabwe den letzten Platz auf der Rangliste des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) ein; diese vergleicht weltweite Entwicklungstrends. Die Existenzsicherung war auch 2016 und 2017 für viele Menschen schwierig. Entsprechend kritisch waren die Einschätzungen und international vergleichenden Einstufungen der Weltbank, etwa im Bericht "Changing Wealth of the Nations 2018", und des Weltwirtschaftsforums unter Bezug auf Weltbank und Internationalen Währungsfonds. Das CATO Institut ordnet Simbabwe auf Platz 146 von 162 in seinem Economic Freedom Index von 2019 ein.

Kommerzielle Farm
Kommerzielle Farm © R. Schäfer
Hinweis auf Ecocash
Hinweis auf Ecocash, © R. Schäfer
Warteschlange an Tankstelle
Warteschlange an Tankstelle © R. Schäfer

Die Agrarproduktion, die bis 2000 immer wichtiger Devisenbringer und Arbeitgeber war, brach durch die unrechtmäßigen Enteignungen von über 4000 weißen Großfarmern zusammen. Staatliche Misswirtschaft, massive Korruption und politische Repression verschärften die Abwärtsspirale. Hyperinflation und steigende Auslandsverschuldung waren die Folgen.

2009 wurde der US-Dollar als Zahlungsmittel zugelassen; auch Euro, südafrikanischer Rand und botsuanischer Pula wurden akzeptiert. Wegen der Hyperinflation hat der Zimbabwe-Dollar an Bedeutung verloren. Ab 2009 boten China und Südafrika Überbrückungskredite an. Die Weltbank gewährte 2009 wieder finanzielle Unterstützung, die hatte sie im Jahr 2000 eingestellt. Unter bestimmten fiskalischen Bedingungen wollten die Weltbank und die Europäische Union Simbabwe weiterhin finanziell fördern, wie 2016 erläutert wurde. Fortwährend wurde Kritik an wirtschaftlichen  und finanziellen Problemen publik. 2016 wurden die dramatischen Einbußen in der Ökonomie und im Fiskalsystem deutlich. Die Regierung kündigte die Einführung von Schuldscheinen, eine so genannte Bond-Währung, ab Oktober 2016 an. In Medien und Forschungen dauerte die kritische Debatte darüber an, denn sie verloren rasch an Wert. Gleichzeitig mangelt es im Alltag, in Banken und Institutionen weiterhin an Bargeld, was existentielle und notwendige Dienstleistungen beeinträchtigt.

Am 24. Juni 2019 wurde die Verwendung von US-Dollarnoten und anderen ausländischen Währungen wie des südafrikanischen Rand in Simbabwe ungültig. Simbabwe-Dollar sind fortan das einzige gültige Zahlungsmittel, was im Alltag und für die Geschäftswelt große Schwierigkeiten zur Folge hat. Zudem führte die Umstellung zu massiven Preisanstiegen bei Grundnahrungsmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs. Die Änderung ist bei Finanzexperten umstritten. Im November 2019 sollten abermals neue Geldscheine in Umlauf gebracht werden; das geschah schleppend.

Die geringen verfügbaren Geldmengen in der Zentralbank, die laut lokaler Einschätzungen aus der geringen Produktivität, dem minimalen Export und der Insolvenz vieler Unternehmer resultieren, hatten schon Mitte 2016 zur Folge, dass Staatsbedienstete wochen- bzw. monatelang auf ihre Gehälter warten mussten. Das führte zu Protesten, die gewaltsam von Sicherheitskräften aufgelöst wurden. Banken verfügen noch immer nicht über die finanziellen Ressourcen, um Sparer/-innen das Abheben von Geld zu ermöglichen. Eine Binnensicht auf die Probleme gibt der Bericht der Reservebank vom Januar 2017. Im September und Oktober 2018 waren Wirtschaft und Alltag durch begrenzten Zugang zu Treibstoff u.a. wegen des fortwährenden Devisenmangels eingeschränkt.

Am 1. November 2018 wurde in den Medien berichtet, dass die Regierung für 2019 und 2020 umfangreiche Entlassungen von Staatsbediensteten plane, um die Staatsausgaben für Personal zu reduzieren, wogegen Gewerkschaftsvertreter protestierten. Im Oktober 2018 hatten sie bereits die Steuer für elektronische Geldtransfers kritisiert. Devisen- und Wirtschaftsprobleme führten beispielsweise Anfang November 2018 zum Anstieg von Lebensmittelpreisen, etwa von Brot; massive Proteste Anfang 2019 waren die Folge. Am 20. Februar 2019 gab die Direktion der Reservebank Neustrukturierungen der Währungen bekannt, konkret Geldtransaktionen durch Real Time Gross Transfer Dollars (RTGS). Der Internationale Währungsfond (IWF/IMF) begrüßte das als Schritt in die richtige Richtung. Ob damit der Wirtschaftskrise gegengesteuert werden kann, wird kritisch diskutiert. Denn Ende März 2019 wurde bereits über den Wertverlust der neuen Währung und fortgesetzte Probleme wegen steigender Inflation berichtet. Im September 2019 gab es Schwierigkeiten mit dem elektronischen Transfer von Geld über Mobiltelefone, eine Form der Geldtransaktionen angesichts des Devisenmangels. Im Oktober 2019 wurden massive Preisanstiege für Strom vorgenommen - trotz langer Stromabschaltungen über Wochen. Zu den Folgen zählten Probleme für Unternehmen, staatliche Institutionen und private Haushalte sowie Preisanstiege für Treibstoff und Güter des täglichen Bedarfs.

Chromite Mine Mutorashanga Great Dyke
Chromite Mine Mutorashanga Great Dyke © Self-published work Babakathy
Geology Field School
Geology Field School © Self-published work Babakathy

2010 wurde der Bergbau dominierend für die Staatseinnahmen. Der Beitrag der Minen zu den Steuereinnahmen stieg zwischen 2016 und 2018 und erreichte dann 8,64 Mio. US-Dollar, was auf den hohen Goldpreis zurückgeführt wurde. Die eingenommene Unternehmenssteuer blieb durch Firmenschließungen jahrelang vergleichsweise gering; allein im August 2016 meldeten 246 Betriebe Insolvenz an. Diese Strukturprobleme dauern in vielen Branchen an. So schlossen seit dem Rücktritt von Ex-Präsident Mugabe und dem Amtsantritt von Präsident Emmerson Mnangagwa im November 2017 mindestens 96 Unternehmen bis Februar 2019. Die Afrikanische Entwicklungsbank dokumentierte im zeitlichen Längsschnitt die wirtschaftliche Entwicklung und ökonomische Probleme Simbabwes. Dazu zählten die Finanzpolitik, die Liquiditätsprobleme der Regierung, die Informalisierung der Ökonomie, die Ineffizienz der Verwaltung und die Korruption, die ausländische Investoren abschreckt.

Beim Doing Business-Ranking der Weltbank zu Regularien bei Unternehmensneugründungen und transnationalen Handelsbedingungen rangiert Simbabwe aktuell auf Platz 140 von 190. Wegen der hohen Verschuldung, der geringen Rückzahlungsleistungen und der unberechenbaren Umsetzung von Indigenisierungsmaßnahmen der simbabwischen Regierung sind westliche Geber und Investoren zurückhaltend.

Zahlreiche ausländische Investoren, beispielsweise aus Japan, werden vom 2009 erlassenen, so genannten Indigenisierungsgesetz, abgeschreckt. Es schreibt vor, dass Betriebe mit einem Jahresumsatz von über 500.000 US-Dollar 51 % ihres Kapitals an Simbabwer übertragen sollen, sonst können sie enteignet werden. Ende 2012 kündigte der damalige Präsident Mugabe an, alle Unternehmen sollten mittelfristig zu 100 % verstaatlicht werden. Während einzelne ZANU-PF Minister zwischenzeitlich eine Anpassung des Gesetzes vorgeschlagen hatten, lehnte Ex-Präsident Mugabe jede Ausnahme ab. Diese Kontroverse innerhalb der Regierungspartei und in den regimenahen Medien dauerte seit 2014 jahrelang an. Die direkten Investitionen ausländischer Unternehmen in Simbabwe sanken von 421,2 Millionen US-Dollar im Jahr 2015 auf 294,6 Millionen US-Dollar im Jahr 2016. Im Jahr 2017 waren es 394 Millionen US-Dollar. In verschiedenen Publikationen gibt es davon abweichende Angaben.

Die Günstlinge der Indigenisierungsvorgaben waren und sind vorrangig einflussreiche ZANU-PF-Politiker bzw. regierungsnahe Geschäftsleute. Andere lokale Unternehmer hofften auf einen baldigen wirtschaftlichen Aufschwung. Einige ausländische Think-Tank-Berater empfahlen partikulare politische und ökonomische Reformansätze, die wiederum umstritten waren. Im November und Dezember 2018 bereitete der mangelnde Zugang zu Benzin und Diesel sowie gleichzeitige Preisanstiege für diese Treibstoffe der Wirtschaft und dem Transportwesen Probleme; sie führten Mitte Januar 2019 zu Protesten, die das Militär und Schläger im Auftrag des Regimes blutig beendeten. Der Preisanstieg hatte Verteuerungen von Grundnahrungsmitteln zur Folge. Im Oktober 2019 stieg der Benzin- und Dieselpreis erneut, was laut Medieneinschätzung unternehmerische und politische Gründe hatte. Eine Tankfüllung kostet laut Berichten nun soviel wie ein halbes Monatsgehalt eines Arztes oder wie ein Monatsgehalt eines Kochs. Für die notwendigen Devisen sorgen Geldsendungen von Wanderarbeitern/-innen aus Südafrika und Großbritannien.  

Besondere Wirtschaftsbeziehungen bestehen mit China, das in Bergbau, Infrastruktur und Landwirtschaft investiert und dafür Rohstoffkonzessionen erhält. Über die Nutznießer chinesischer Investoren und deren nationalökonomische Effekte gibt es politische Kontroversen.   

Bags of food aid
Bags of food aid, © Foto: Kate Holt, wikipedia commons (CC BY 2.0)

2011 waren 1,7 Millionen Menschen auf internationale Nahrungsmittelhilfe angewiesen. 2012/13 musste Getreide zur Grundversorgung für 60 Millionen US-Dollar importiert werden; etliche Farmer hatten auf den Tabakanbau gesetzt und die Getreideproduktion vernachlässigt, zumal sie nur beim Tabakverkauf Geld erhielten. Diese Schwierigkeiten wurden durch (agrar)politische, wirtschaftliche und ökologisch-klimatische Probleme verursacht.

Nahrungsmittelhilfe auf dem Land
Rurale Nahrungsmittelhilfe © R. Schäfer

Umfangreiche Getreideimporte der simbabwischen Regierung aus Südafrika zur Bewältigung der Ernährungskrise Anfang 2014 wurden von Korruptionsskandalen überschattet. Dann waren etwa 2,2 Millionen Menschen auf internationale Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Mancherorts wurden Fälle von Nahrungsmittelvergabe durch lokale Mitarbeiter gegen sexuelle Dienstleistungen von Bedürftigen bekannt und dokumentiert. Das Famine Early Warning Systems Network berichtete, dass nur ein Teil der notleidenden Bevölkerung Nahrungsmittelhilfe erhielt. Mancherorts wurde sie nach Zugehörigkeit zur Regierungspartei vergeben, wie unabhängige Menschenrechtsbeobachter feststellten. Bereits 2008 war Nahrungsmittelknappheit ein Mittel politischer Kontrolle, Nahrung wurde zur politischen Waffe der ZANU/PF. Auch 2012 und 2013 war der Zugang zu Nahrungsmittelhilfe und Saatgut vielerorts an die Parteimitgliedschaft gebunden, ZANU/PF Anhänger/-innen wurden häufig bevorzugt. Im Lauf der Jahre wurden diese Probleme immer wieder dokumentiert und von Menschenrechtsorganisationen kritisiert.

Im Juli 2015 gab Reliefweb bekannt, 1.490.000 Menschen würden Nahrungsmittelhilfe benötigen. Reliefweb bot auch für die Folgejahre faktenreiche Detailinformationen, etwa für November 2016.  In der ersten Jahreshälfte 2017 importierte Simbabwe Mais im Wert von 82 Millionen US-Dollar und Weizen sowie Reis im Wert von 46 Millionen US-Dollar. Denn Investitionen in die so genannte Kommandolandwirtschaft schlugen wegen massiver Korruption vielerorts über Jahre fehl. Im Oktober 2019 wurde der Regierung vorgeworfen, 17.000 Tonnen Mais zu überteuerten Preisen aus Tansania importiert zu haben. Während der Marktpreis 240 US-Dollar pro Tonne betrug, soll Simbabwe dafür 600 US-Dollar bezahlt haben, was als Korruption kritisiert wurde. Die Regierung widersprach.

Die FAO warnte schon im Februar 2019 vor verschärften Nahrungsmittel- bez. Versorgungskrisen, vor allem bedingt durch die Preispolitik der simbabwischen Regierung. Reliefweb veröffentlichte am 1. April 2019 einen Bericht der Weltbank über die strukturellen Agrarprobleme in Simbabwe, die sich negativ auf die Ernährungssituation auswirkten, deshalb sei das Handeln der Regierung gefordert. UNOCHA bezifferte in der ersten Jahreshälfte 2019 die Zahl der Bedürftigen auf 5,3 Millionen. In einer Übersicht vom August 2019 ging das World Food Programme (WFP) zusammen mit anderen humanitären Organisationen von 2,29 Mio. Bedüftigten aus. Es reduzierte die Probleme keineswegs nur auf den Zyklon Idai, der im März 2019 Siedlungen und Felder im Osten des Landes verwüstete bzw. beschädigt hatte, sondern das WFP berücksichtigte landesweit weitere ökologische und wirtschaftliche Faktoren. Die Länderstrategie des World Food Programme (WFP) ist bis 2021 gültig.

Auch UNOCHA informiert die aktuelle humanitäre Situation in Simbabwe. Anfang Oktober 2019 publizierte UNOCHA eine Übersicht der Geber und der Verteilung von Hilfsgeldern auf verschiedene Sektoren. Im Oktober 2019 wurde laut Reliefweb die Zahl der Bedürftigten im Kontext von Ernährungsunsicherheit auf 3,6 Millionen geschätzt, mit einem Anstieg bis 2020 wird gerechnet. Die korrupte Aneignung von Nahrungsmittelhilfe durch die ZANU-PF sorgt immer wieder für Kritik.  

Die UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung beschrieb im November 2019 die massiven Ernährungsprobleme in Simbabwe drastisch. Sie schätzte die Zahl der von mangelnder Nahrung Betroffenen in ländlichen Gebieten auf 5,5 Mio. Menschen und in den Städten auf 2,2 Mio. Menschen. Vor allem die Situation von Kindern, die bereits Wachstumsprobleme hätten, sowie von Frauen und Mädchen, die sich für Nahrungsmittel prostituieren oder Kinderehen schließen müssten, sei dramatisch.

Wenn sich laut Medienberichten Stadtbewohner/-innen angesichts der urbanen Versorgungs- und Wirtschaftsprobleme entscheiden, in ländliche Gebiete zurückzukehren, ist ihre Situation auch dort schwierig. Die sich auch im Dezember 2019 verschlechterte Ernährungs- und Gesundheitssituation insbesondere von Kindern ist vielerorts problematisch.

Wirtschaftsindikatoren

Anfang Februar 2016 gab die Weltbank bekannt, Zimbabwe schulde internationalen Banken 7,1 Milliarden US-Dollar, das seien 51 Prozent des GDP, die gesamte Schuldenlast wurde auf 10 Milliarden US-Dollar geschätzt. Im September 2019 schätzte der Internationale Weltwährungsfond laut Medienberichten die Schuldenlast auf 8,5 Milliarden US-Dollar, davon 2,5 Milliarden US-Dollar bei der Weltbank, 702 Millionen US-Dollar bei der Afrikanischen Entwicklungsbank und 309 Millionen US-Dollar bei der Europäischen Investitionsbank. Andere Schätzungen gingen von höherer Schuldenlast aus.

Tabakernte
Tabakernte © R. Schäfer

Der Abbau von Mineralien machte nach unterschiedlichen Schätzungen der UN bzw. simbabwischer Behörden 3-16 % des BIP aus. Laut GTAI waren es 2017 zusammen mit der Industrie 21,3%. Hinzu kommen das verarbeitende Gewerbe und der tertiäre Sektor. Tabak ist ein wichtiges landwirtschaftliches Produkt, wenn auch mit schwankenden Erträgen, wie einige Medien berichten. Hauptabnehmer sind Belgien, China und Südafrika. Zudem liefern Mineralien einen Großteil aller Exporterlöse. 2018 sollen es laut Medienberichten 3,2 Mrd. US-Dollar gewesen sein. GTAI schätzte das Wirtschaftwachstum 2018 insgesamt auf 3,5% und rechnet für 2019 mit einer Schrumpfung um -7,1%.

Viele Banken in Simbabwe haben nur begrenzte Kreditkapazitäten. Geschäftsleute trauen den Geldinstituten nicht, so sind große Geldmengen im Umlauf, ohne dass diese auf den Banken eingezahlt werden. Die Kreditwürdigkeit Simbabwes wurde laut Medienberichten von Standard & Poor's im Dezember 2018 abgewertet, Simbabwe wurde wegen seiner fiskalischen Defizite vom S & P Africa Index gestrichen.

Seit Jahren bemüht sich die simbabwische Regierung um finanzielle Unterstützung durch China, zumal sich Investoren aus anderen Ländern wegen der rigiden Vorgaben und unzureichender Planungssicherheit zurückzogen. Allerdings verlangt China inzwischen stärkere Korruptionskontrollen im öffentlichen Sektor und wird selbst aktiv, um die Zweckentfremdung seiner Kredite zu stoppen. Simbabwische Experten und Journalisten setzen sich mit dieser außen- und wirtschaftspolitischen Orientierung nach China differenziert auseinander.

informal traders Market in Harare
Informal traders Market in Harare © Shack Dwellers International (CC BY 2.0)
Altkleiderverkauf
Altkleiderverkauf auf Parkplatz © R. Schäfer

Die Erwerbsbevölkerung umfasst den formellen und informellen Sektor. Je nachdem, wie regierungsnah eine Institution oder Organisation ist, variieren deren Daten zum Anteil der Staatsbediensteten, der im formellen Sektor Beschäftigten und der Arbeitskräfte im informellen Sektor sowie die Arbeitslosenzahlen. Statistiken und Schätzungen zu Arbeitslosenzahlen klaffen auseinander, weil formell und informell Beschäftigte bzw. Arbeitslose unterschiedlich berücksichtigt werden. Schon im Januar 2014 kritisierte der Dachverband simbabwischer Gewerkschaften im Handelssektor ZCTU und der Zusammenschluss simbabwischer Unternehmer CZI, dass viele Betriebe schließen und ihre Arbeiter entlassen müssen. Für viele Beschäftigte reichen die niedrigen Einkommen angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten nicht zum familiären Unterhalt. Auch für Angestellte in para-staatlichen Betrieben war die finanzielle Situation bereits über Jahre hinweg schwierig.

Um die Existenz der Familien zu decken, sind zahlreiche Kinder gezwungen, durch Arbeit zum Familienerwerb beizutragen. Mangels Alternativen sehen sich Mädchen zur Prostitution genötigt. Das beeinträchtigt ihre Schulbildung, Gesundheit und Zukunftsperspektiven. Der Verdienst ist sehr gering, so dass Armut und Ernährungsprobleme bleiben. Die Arbeitsleistung von Frauen in kleinbäuerlichen Familienbetrieben, anderen Familienunternehmen und im informellen Sektor bleibt meistens unbeachtet, obwohl sie existentiell notwendig ist.

Zu den Strukturproblemen im informellen Sektor zählt auch die mangelnde Einhaltung von Arbeitsrechten. So analysieren simbabwische Forschungen, wie beispielsweise unter Bezug auf internationale arbeitsrechtliche Grundlagen menschenwürdige Arbeit durch Verbindungen zwischen dem informellen und formellen Sektor ermöglicht werden kann.

Die Inflationsrate betrug 2009 nach IWF/IMF-Schätzungen 6,5 %, im Jahr 2011 7,8 % und 2012 3,7 %. 2015 wurde sie auf 0,2 % geschätzt. 2008 hatte es eine Hyperinflation von mehreren Milliarden Prozent gegeben. Die daraus gezogenen Lehren beeinflussten das weitere Vorgehen des IWF/IMF gegenüber Simbabwe. Ende 2018 bezifferte die nationale Statistikbehörde die Inflationsrate laut Medienberichten als auf 42,09 % und damit als rasch steigend. Im Juni 2019 stieg sie auf 175,66 %, im Dezember 2019 bezifferte Trading Economics sie auf 521,2%.

Wirtschaftspolitik

Nach der politischen Unabhängigkeit 1980 propagierte die ZANU-Regierung zunächst eine wohlfahrtsstaatliche und protektionistische Wirtschaftspolitik. Sie hatte ein vergleichsweise entwickeltes und gleichzeitig sehr ungleiches Wirtschaftssystem vom rhodesischen Siedlerregime übernommen. Das wurde durch umfangreiche Staatsausgaben und Mindestlöhne etwas ausgeglichen. Trotz des großen Interesses ausländischer Investoren am Industriestandort Simbabwe erschwerten bürokratische Hürden die Niederlassung von Firmen und Fabriken. Aus parteipolitischen Gründen wurden auch unabhängige simbabwische Unternehmer behindert. Regierungsnahe Unternehmensführung, ländliche Entwicklung und Kontrolle über die Bevölkerung auf dem Land hatten für die staatlichen Planer Priorität. Die Wirtschaftspolitik und deren ökonomische Folgen seit 1980 sind faktenreich dokumentiert. Nationale Entwicklungspläne bestimmten zwischen 1980 und 1995 die Wirtschaftspolitik: Einem Übergangsplan 1983-1985 folgte der erste Fünfjahresplan, der bis 1990 Gültigkeit hatte. Bereits während des zweiten Fünfjahresplans wurden wirtschaftliche Strukturanpassungsprogramme beschlossen und implementiert.

1991 stimmte die Regierung der Einführung wirtschaftlicher Strukturanpassungsprogramme (ESAP) durch den Internationalen Währungsfond (IWF/IMF) zu. So wollte sie den Zugang zu Krediten sichern. Allerdings hatten die IWF-Auflagen zur Reduzierung der Staatsausgaben fatale Folgen für den Gesundheits- und Bildungssektor. Vor allem für ärmere Familien verschlechterte sich der Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung. Das konnten ergänzend eingeführte Sozialprogramme nicht abfedern. Das 1998 von der Regierung begonnene Zimbabwe Programme for Economic and Social Transformation (ZIMPREST) orientierte sich teilweise am ESAP-Ansatz, beinhaltete aber auch Tariflöhne und selektive Preiskontrollen. Der wirtschaftliche Niedergang wurde nicht aufgehalten, sondern beschleunigte sich ab 2000. Die Einheitsregierung 2009 konnte nur partiell eine Trendwende einleiten. Nach den Wahlen 2013, die der ZANU-PF wieder einen Sieg bescherten, führte diese die Agenda for Sustainable Socio-Economic Transformation (ZimAsset) ein. Kritische Analysen dokumentieren zahlreiche ökonomische und parteipolitische Gründe für den mangelnden Erfolg dieses 5-Jahresprogramms. Kurzfristig terminierte wirtschaftliche Recoveryprogramme, etwa im Jahr 2015, schufen keine Abhilfe. Über Ausgaben und die Bedeutung (para)staatlicher Unternehmen für die nationale Ökonomie publizieren Weltbank und simbabwische Regierung. Die Wirtschaftsmisere war auch ein Thema im Umfeld der Wahlen Ende Juli 2018, wobei strukturelle Probleme und Erwartungen diskutiert wurden. Inwieweit postulierte Neuausrichtungen unter Präsident Emmerson Mnangagwa realistisch sind, ergründen Wirtschaftsexperten. Menschenrechtsorganisationen weisen auf gewaltsame Repression hin, die auch ökonomische Pläne und Entwicklungen beeinträchtigt. Das Transitional Stabilisation Programme gilt von 2018 bis 2020.

Wirtschaftssektoren

Landwirtschaft

Rinder
Rinder © R. Schäfer

Hauptanbauprodukte sind Mais, Tabak, Baumwolle und Zitrusfrüchte. Hinzu kommen verschiedene Hirse- und Gemüsesorten in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft sowie Zuckerrohr und Schnittblumen auf Großfarmen. Im Bereich der Weidewirtschaft dominiert die Rinderhaltung, wobei kleinbäuerliche Betriebe wegen sehr begrenzter Weideflächen, wiederholter Dürren und Krankheiten nur wenige Tiere besitzen. Bis 1980 zählten nur Weiße zu den Großfarmbesitzern.

Ab 1982 war die Landumverteilung ein politisches und juristisches Thema. Basierend auf Gesetzesänderungen fanden ab 1992 Ansätze zu einer Landreform statt. Farmbesitzer konnten ihre gesamten Farmen oder Landstücke zu Marktpreisen an die Regierung verkaufen. Davon machte aber nur eine Minderheit Gebrauch. Etliche Farmen gingen an die neue schwarze Elite über (350 wurden verkauft, 400 verpachtet), ein anderer Teil wurde aufgeteilt an mittelständische und kleinbäuerliche Produzenten in sogenannten "Resettlement"-Gebieten.

Bei Ehepaaren wurden die Landbesitzrechte auf den Namen des Mannes eingetragen, was bei dessen Tod zu verwandtschaftlichen Konflikten führte. Falls es zu Rechtsstreitigkeiten kam, entschieden Richter zumeist unter Bezug auf frauenfeindliche Interpretationen des „customary law“ gegen die Interessen der Witwen. Demgegenüber waren gemäß der vorkolonialen Arbeitsteilung die Frauen für Anbau, Ernte und Saatselektion verantwortlich. Nur in Ausnahmefällen und mit Unterstützung von Entwicklungsorganisationen erhielten alleinstehende Kleinbäuerinnen Land.

Anfang der 1990er Jahre erschütterte eine schwere Dürre die landwirtschaftliche Produktion. Agrarökologische Kenntnisse, die Menschen während Dürreperioden entwickelt und überliefert haben, sind in Zeiten des Klimawandels und in Auseinandersetzung mit dessen Folgen wichtig. Alte Menschen sind mancherorts heute die Hüter/-innen solcher Kenntnisse. Gleichzeitig sind alte Menschen von eigenen Krankheiten und den Folgen der HIV/AIDS-Pandemie besonders betroffen. Alte Frauen in ländlichen Gebieten müssen für AIDS-Waisen/Enkelkinder sorgen. Sie bräuchten spezifische Förder- und Beratungsprogramme.

Zum Abschluss der zweiten Phase der Landreform 1997 waren 3,5 Millionen von geplanten 15,5 Millionen Hektar Land an 71.000 Familien verteilt. 162.000 hätten zu dem Zeitpunkt bereits neues Farmland zur Verfügung haben sollen. Die britische Regierung hatte 44 Millionen Pfund für die Landreform zur Verfügung gestellt. 1999 waren noch immer elf Millionen Hektar im Besitz von 4500 Großfarmern – vorrangig Weißen. Gleichzeitig stieg die Bevölkerungsdichte und Armut in den kommunalen Gebieten, den früheren Reservaten. Im Jahr 2000 waren erst 75.000 Menschen umgesiedelt worden.

Landwirtschaft - Großfarmgebiet
Landwirtschaft - Großfarmgebiet, © R. Schäfer
Terrassierte Felder in kommunalen Gebieten
Terrassierte Felder in kommunalen Gebieten © R. Schäfer

Im Rahmen des ab Juli 2000 begonnenen Fast Track Resettlement Programmes wollte die Regierung zunächst eine Million Hektar Land an 30.000 Familien vergeben. Darauf aufbauend wollte sie vier Millionen Hektar an 120.000 Familien verteilen. In der Zeit nutzte die ZANU/PF diese Landumverteilungspläne für ihren Wahlkampf, die Wirtschaft befand sich bereits in der Rezession. Ein neues Gesetz zum Landerwerb wurde rasch durch das Parlament gebracht. Im Juli 2002 arbeiteten nur noch 2900 von 4500 Großfarmern, danach mussten sie ihr Land ohne Kompensation verlassen. Bei gewaltsamen Farmbesetzungen (auch als Jambanja – direkte Aktion oder 3. Chimurenga bezeichnet) wurden einige Menschen getötet und mehrere hundert schwer verletzt. 2003 waren bereits 100.000 der über 320.000 Farmarbeiter/-innen vertrieben worden. Über 250 Großfarmen, die im Besitz südafrikanischer und europäischer oder simbabwischer Konzerne waren, konnten jedoch weiter produzieren.

2011 waren die Flächen laut offizieller Angaben an 114.000 Haushalte (1,3 Millionen Personen), 30.000 Farmbetriebe mittlerer Größe und 3000 Einzelpersonen aufgeteilt worden. Manche Beobachter, die punktuell mit staatlichen Agrarberatern kooperieren, bewerten das als Erfolg, und interpretieren Kriterien wie Landzuteilung und Erträge entsprechend. Kritiker geben zu bedenken, dass Kleinbauern mancherorts wieder zwangsumgesiedelt werden, vor allem wenn sie nicht die prognostizierten Erträge erzielen. Bei den neuen Großfarmern handelt es sich vorrangig um Politiker, Militärs und Geschäftsleute. Selbst vor unrechtmäßigen Farmaneignungen wird nicht zurückgeschreckt, wie einzelne Rechtsstreitigkeiten belegen. Einzelne Minister, Politbüromitglieder, Geheimdienstleiter und Richter beanspruchten jeweils mehrere Dutzend Farmen, nutzen die Flächen aber oft nicht für die landwirtschaftliche Produktion. Patronage war ein entscheidendes Kriterium für die Landvergabe an mittelgroße und kleine Betreiber – zumeist Bedienstete staatlicher Institutionen, die Pächter einstellten. Eine öffentliche Anhörung zu Farmaneignungen machte im Juni 2014 publik, dass sogar Kinder der Elite als neue Farmbesitzer eingetragen wurden, obwohl sie als Minderjährige nicht rechtsmündig sind.

Pflügen und Aussaat
Pflügen und Aussaat © R. Schäfer
Gemüsegarten
Gemüsegarten © R. Schäfer

Frauen kleinbäuerlicher und mittelgroßer Betriebe erhielten seit 2000 höchstens Nutzungs- aber nur in Ausnahmefällen Besitzrechte. Konflikte gab es auch auf Staatsland und bei quasi-staatlichen Betrieben, die beispielsweise keine Grundnahrungsmittel produzierten. Kleinbäuerlichen Betrieben fehlte häufig das Kapital für Investitionen. Hinzu kamen unzureichend angepasste Agrarberatungen, die angesichts der Folgen des Klimawandels besonders problematisch waren. So fielen die Ernten gering aus, Armutsprobleme eskalierten. Die Versorgung der Bevölkerung ist wegen der Politisierung weiterhin kritisch. Die Abhängigkeit von internationaler Nahrungsmittelhilfe ist noch immer strittig. Auf der lokalen Mikroebene sollen Gemüsegärten Abhilfe schaffen. Ob sich, neben den Vorteilen für die Kleingärtner/-innen, hierdurch die Nahrungsmittelversorgung eines ganzen Landes decken lässt, ist angesichts der Problemkomplexität und der Ungleichheiten im Landzugang und -besitz fraglich.

Die Versorgungslage der Bevölkerung wird sich weiter problematisch gestalten. Denn viele Bauern, die Mais an die staatliche Vermarktungsbehörde, das Grain Marketing Board (GMB), verkauft haben, erhalten anschließend kein Geld. Das GMB schuldete ihnen beispielsweise 49 Millionen US-Dollar für die Saison 2013-2014. Mitgliedern der Regierungspartei und anderen regierungsnahen Personen wurde nachgesagt, die Kassen des GMB geplündert zu haben. 2015 entschlossen sich Bauern, die Überschüsse produziert hatten, weit unter Wert an private Käufer zu veräußern, was aber neue Abhängigkeiten und Einkommensprobleme schafft.

Immerhin war die Ernte 2017 aufgrund vergleichsweise guter Regenfälle relativ erfolgreich. Über die Bedeutung der so genannten Kommandolandwirtschaft für die Erträge gibt es - je nach politischem Standpunkt - konkurrierende Einschätzungen, wobei vor allem die massive Korruption kritisiert wird.

Die Politisierung der Agrarplanung und -forschung zeigt sich beispielsweise darin, dass nicht nur Daten zur landwirtschaftlichen Produktivität, sondern auch die Schätzungen der FAO und des Welternährungsprogramms zum Bedarf an Nahrungsmittelhilfe wegen mangelnder landwirtschaftlicher Erträge von regimenahen Agrarwissenschaftlern insbesondere im Kontext von nationalen Wahlen in Frage gestellt werden.

Bergbau

Mineralische Ressourcen
Mineralische Ressourcen © commons lib.utexas.edu Map No. 543857 1979 (119K)
Zimbabwean asbestos mine King Mine, Mashava,
Asbestmine bei Mashava © Foto: Kevin Walsh, wikimedia (CC BY 2.0)
Gold Mining Mill Shamva
Gold Mining Mill Shamva © Kevin Walsh (CC BY 2.0)
CC-BY-SA-3.0
Diamant © Rob Lavinsky (CC BY 3.0)

In etwa 500 Minen (andere Schätzungen gehen von einer höheren Anzahl aus) werden über 40 verschiedene mineralische Rohstoffe abgebaut. Dazu zählen Platin, Gold, Chrom, Nickel, Diamanten, Lithium, Kohle und Asbest. Am Abbau sind simbabwische, chinesische, südafrikanische, australische und britische Unternehmen beteiligt. In Simbabwe lagern große Platinvorkommen, so könnte das Land unter Bezug auf die geschätzten Vorkommen, nach Russland und Südafrika, führend im Platinabbau und -export sein.

Das Frazer Institut bewertet jährlich die Attraktivität des Minensektors verschiedener Länder für Investoren, Simbabwe schnitt 2018 in vielen Kategorien sehr negativ ab. Der Chamber of Mines of Zimbabwe förderte ebenfalls 2018 einen Bericht über das Vertrauen der Branche, über industriepolitische Erfordernisse und spezifische Anliegen der Gold-, Platin-, Ferrochrom-, Edelstein- und Nickelminenbetreiber. Deviseneinnahmen aus dem Minensektor steigen zwar, jedoch nicht in dem Maße, wie die abgebauten Ressourcen es erwarten ließen.

In Simbabwe lagern schätzungsweise 25 % aller globalen Rohdiamanten, die dem Staatshaushalt jährlich zwei Milliarden US-Dollar einbringen könnten. Doch während die Einnahmen aus den Diamantenminen 2010 schätzungsweise mindestens 122,5 Millionen US-Dollar erbrachten, wurden offiziell nur 30,4 Millionen US-Dollar registriert. Das Bergbauministerium berief sich auf die Preiseinbrüche im internationalen Diamantenhandel und Handelsbeschränkungen für Diamanten aus der simbabwischen Marange Mine. Anlass für die Handelsbeschränkungen waren schwere Misshandlungen und Erschießungen von über 300 der ca. 35.000 illegalen Schürfer durch Spezialeinheiten der Polizei und der Armee 2008/2009, vor allem ein Massaker der Armee im Oktober/November 2008 mit mindestens 214 Toten. Offizieller Grund der Einsätze war die Unterbindung des Schmuggels. Polizisten und Soldaten erhielten in der Zeit wegen der Wirtschaftsmisere keine oder nur unregelmäßige und geringe Gehälter. Einige agierten selbst als Schmuggler. Profiteure waren aber vor allem ranghohe Vertreter des Sicherheitsapparats und offenbar auch Politiker. Auch in den Folgejahren gab es wiederholt Gewaltübergriffe und Menschenrechtsverletzungen; die internationalen politischen Auseinandersetzungen über die Konfliktdiamanten dauerten an.

Zeitweilig besaßen chinesische Betreiber fast 90 % der Anteile an den Minengesellschaften. Auf diese Weise finanzieren Geheimdienst und Militär offenbar Waffenkäufe in großem Stil. Manche kritische politische Beobachter befürchten sogar den Aufbau einer Schattenregierung. Der Kimberley Prozess erlaubte Simbabwe im November 2011 dennoch den Verkauf von Diamanten aus der Marange Mine. Dennoch erhielt die Europäische Union Beschränkungen gegenüber der staatlichen Diamantengesellschaft aufrecht. Massive Korruption im Minensektor ist mindestens seit 2013 ein bekanntes Strukturproblem, das Einnahmen für den Staatshaushalt beeinträchtigte. Sie fielen von 453 Millionen US-Dollar im Jahr 2013 auf in 350 Millionen US-Dollar in 2014; einzelne Berichte gingen von noch niedrigeren Staatseinnahmen aus und weisen auf die Verwendung der Exporterlöse aus Diamantengeschäften für die Regierungspartei hin. Durch direkte Kontrolle der Minen durch Personen im Umfeld des Präsidenten und ranghohe Militärs sollen laut Minenministerium seit Jahren die Korruption und der illegale Diamantenhandel unterbunden werden.

Die Afrikanische Entwicklungsbank kritisierte die Konzentration, da die Gewinne aus dem Minensektor nicht in den Fiskus gelangten und ausländische Investoren abgeschreckt würden. 2015 mahnten Beobachter mehr Transparenz im Minensektor an. Auch Mitte 2016 und im September 2017 dauerte die Kritik an mangelnden Staatseinnahmen durch massive Veruntreuung von Gewinnen aus den Diamantenminen, vor allem durch ranghohe Militärs, des Geheimdienstes und Mitglieder des Sicherheitsapparats, an. Es ging um fehlende 15 Milliarden US-Dollar. Im November 2018 wurde über mehr Transparenz im Minensektor diskutiert. Anfang April 2019 berichteten Medien, dass chinesische Firmen, die wegen Korruptionsverdacht im Februar 2016 die Minengebiete verlassen mussten, zusammen mit russischen Unternehmen wieder in den Diamantenabbau einsteigen sollen. 2018 wurden laut der staatlichen Zimbabwe Consolidated Diamond Company (ZCDC) Diamanten im Wert von 2,8 Mio Karat abgebaut. Der Abbau soll in den Folgejahren deutlich erhöht werden, dazu wurde eine Vereinbarung mit der russischen Alrosa getroffen. Russische Investoren (Vi-Holding) sollen laut Medienberichten auch zu ambitionierten Produktionssteigerungen im lukrativen Platinsektor beitragen, der in Simbabwe von der Zimbabwe Mining Development Corporation und Zimbabwe Defence Industry - Great Dyke Investment - dominiert wird. Ob es dazu kommen wird, hängt Medienbereichten zufolge u.a. von wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und Sicherheiten für Anteilseigner nach der jahrelangen Indigenisierungspraxis ab.

Anfang April 2019 wurde auch bekannt, dass Versuche der simbabwischen Regierung, einige Goldminen an Investoren zu verkaufen, nicht erfolgreich gewesen seien. Im November 2019 berichteten Medien über Einschätzungen von Finanzminister Mthuli Ncube wonach 34 Tonnen Gold über die Landesgrenze nach Südafrika geschmuggelt worden seien; Ende Dezember 2019 wurde davon ausgegangen, dass korrupte simbabwische Geschäftsleute Gold im Wert von 60 Mio. US-Dollar nach Dubai geschmuggelt hätten und der Staat Einnahmen verliere. Bereits 2017 und 2016 waren Goldtransporte bei Flugzeugabstürzen in Misskredit geraten, illegaler Handel außer Landes wurde vermutet. Zu weiteren Problemen zählte, dass Goldminenarbeiter eines involvierten Unternehmens lange keinen Lohn erhielten und Kleinschürfer gefährdet sind in ungesicherten Schächten verletzt oder getötet zu werden. Auch Erpressungen und Gewalt durch kriminelle Banden erschweren ihre Existenzsicherung und ihr Überleben. Ende 2019 wurde von 105 Toten und etlichen Verletzten berichtet.

Industrie

Kraftwerk in Harare
Kraftwerk in Harare © R. Schäfer

In den 1980er Jahren gab es eine prosperierende verarbeitende Industrie. Sie umfasste die Leicht-, Landwirtschafts-, Bergbau- und Bauindustrie. Heute ist sie durch die mangelnde Infrastruktur, insbesondere in der Wasser- und Stromversorgung, stark beeinträchtigt. Auch die einst ausdifferenzierte und an die landesinterne, hochwertige Baumwollproduktion gekoppelte Textilindustrie ist seit Jahren im Niedergang. Von den 24.000 Arbeitskräften, die während der Blüte der Produktion in Kadoma, Gweru und Chegutu in Spinnereien und anderen Textilfabriken arbeiteten, verloren die meisten inzwischen ihre Einkommens- und Existenzgrundlage. Etliche Firmen mussten schließen.

Zwischen 2000 und 2010 schritt die De-Industrialisierung insbesondere in der früheren Industriemetropole Bulawayo voran, die Probleme dauerten in den Folgejahren an. Etliche Unternehmer und Wirtschaftsexperten führten die problematische Entwicklung auf die fortdauernde Regierungsmisere zurück. Investoren aus Europa und den USA waren wegen der sogenannten Indigenisierungspolitik, also den Verstaatlichungszielen der Mugabe-Regierung, zurückhaltend. Auch Einschätzungen zur Wirtschaftssituation, zur Lage der Arbeiter und zur Rolle von Gewerkschaften waren beispielsweise 2016 kritisch; als Problemursache wird vor allem die Regierungspolitik benannt. Die verarbeitende Industrie wurde auch 2017 und 2018 von hohen Produktionseinbußen beeinträchtigt, 2018 betrugen sie laut Medienberichten 48,27 %, Einschränkungen der Wettbewerbsfähigkeit und weitere Folgeprobleme resultierten daraus. Wirtschaftspolitische Strukturveränderungen gelten als notwendig, dazu haben u.a. politische Think Tanks und Industrieverbände Vorschläge und Szenarien erabeitet.

Binnen- und Außenhandel

Korona Landmarkt
Korona Landmarkt, © R. Schäfer
Getränkewerbung
Getränkewerbung, © R. Schäfer
Diamantenwerbung
Diamantenwerbung, © R. Schäfer

Die Kaufkraft der Bevölkerung ist durch den jahrelangen wirtschaftlichen Niedergang und die hohe Arbeitslosigkeit eingeschränkt. Der Binnenmarkt ist entsprechend schwach. Auch der Außenhandel ist seit Jahren gering. 2015 wurde das Handelsbilanzdefizit unter Bezug auf IMF-Angaben mit -2.74 beziffert und für 2016 auf -2.89 geschätzt. 2018 betrug es laut GTAI -2,22. Zwischen 1991 und 2019 hatte Simbabwe im Jahresvergleich ein Handelsbilanzdefizit von -242,14 Mio. US-Dollar. Im August 2019 bezifferte Trading Economics das Handelsbilanzdefizit auf -38,80 Mio. US-Dollar. Wichtige Handelspartner sind Südafrika, China, Singapur, die Vereinigten Arabischen Emirate und einige Länder der Europäischen Union (EU), dazu zählt die frühere Kolonialmacht Großbritannien; hinzu kommt Belgien als Importland von Rohdiamanten. Deutschlands Einfuhren aus Simbabwe betrugen laut GTAI 2018 geschätzte 42,7 Mio. US-Dollar, deutsche Ausfuhren nach Simbabwe 32,9 Mio. US-Dollar, was einem Saldo von -9,8 Mio. US-Dollar entspricht. Bei den Einfuhren dominierten Tabak und Rohstoffe, bei den Ausfuhren handelte es sich vor allem um Maschinen und chemische Erzeugnisse. In der GTAI-Auflistung von 239 internationalen Handelspartnern Deutschlands rangiert Simbabwe als Einfuhrland auf Platz 125 und als Ausfuhrland auf Platz 158.

Die Handelsbeziehungen sind durch regionale und internationale Abkommen geregelt, die von einigen Wirtschaftsexperten und Nichtregierungsorganisationen kritisiert werden.  Bei den internationalen Ausfuhrgütern 2018 dominierten laut GTAI Rohstoffe mit 32,2 %. Der Tabakexport war ebenfalls wichtig, an den Hauptabnehmer China erbrachte er 2018 laut Trading Economics 36,03 Mio. US-Dollar.

Grundnahrungsmittel und über 90 % aller Konsumgüter und Dinge des täglichen Bedarfs in Simbabwe werden importiert. Mehrheitlich kommen sie aus dem Nachbarland Südafrika. 2018 exportierte Südafrika Waren im Wert von 30,8 Millionen Rand nach Simbabwe und importierte Güter im Wert von 3,6 Millionen Rand. Damit dominiert Südafrika auch als Handelspartner Simbabwes auf dem afrikanischen Kontinent. Laut TRALAC, dem Zentrum für Handelsrecht, gingen 80 % der innerafrikanischen Exporte Simbabwes nach Südafrika und aus Südafrika kamen 79 % der innerafrikanischen Importe nach Simbabwe.

Simbabwe ist Mitglied in Wirtschaftspartnerschaften, wie COMESA, und der Wirtschafts- und Entwicklungsgemeinschaft im südlichen Afrika (SADC). China gewinnt als Handelspartner Simbabwes immer mehr Einfluss.

Entwicklung und Entwicklungspolitik

Zimbabwe African Economic Outlook
© AfDB/OECD/UNDP Zimbabwe African Economic Outlook

Wichtige Geber sind die USA und Großbritannien, EU-Institutionen, Deutschland und Japan. Exemplarisch illustriert DFID, der staatliche Entwicklungsdienst der ehemaligen britischen Kolonialmacht, seine Entwicklungszusammenarbeit am Beispiel des Gesundheitssektors. Die staatliche schwedische Entwicklungsorganisation (SIDA) kooperiert mit anderen Gebern, etwa im Bereich der Jugendförderung. Auch nichtstaatliche Organisationen wie HIVOS aus den Niederlanden, Action Aid aus Großbritannien oder FEPA und das kirchliche Hilfswerk HEKS aus der Schweiz unterstützen Nichtregierungsorganisationen im Land.

Die Weltbank richtete Multi-Donor-Fonds mit unterschiedlichen Laufzeiten etwa zur Rekonstruktion und Entwicklung in Simbabwe ein, zudem wurde der Zimbabwe Multi-Donor Trust Fund von der African Development Bank gemanagt. Ziele waren die Entwicklung der Infrastruktur insbesondere im Wasser-, Sanitär und Energiebereich. Die African Development Bank listet in einer Anfang 2020 veröffentlichten Bewertung die massiven Infrastrukturprobleme Simbabwes auf und fordert umfassende Investitionen vor allem zur Beseitigung der Gesundheitsgefahren im Trinkwassersektor und zur Überwindung der mangelhaften Stromversorgung. Simbabwe bleibt vor allem wegen seiner eigenen politischen und agrarwirtschaftlichen Misere weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Zu den internationalen Organisationen, die in Simbabwe tätig sind, zählen das Welternährungsprogramm WFP, das UN-Kinderhilfswerk UNICEF, das UN-Entwicklungsprogramm UNDP und die UN-Bevölkerungsorganisation UNFPA. Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO arbeitet an der Verbesserung der Landwirtschaft, Viehhaltung und der Grundversorgung in ländlichen Regionen.

Millennium Development Goals und Sustainable Development Goals

Frauenkooperative Kadoma
Frauenkooperative Kadoma, © R. Schäfer

Aus den von der internationalen Staatengemeinschaft im Jahr 2000 festgelegten Millennium Development Goals (MDG), den Entwicklungszielen zur Halbierung der weltweiten Armut bis zum Jahr 2015, hatte die simbabwische Regierung die Ziele Armutsreduzierung, verbesserte Schulbildung und Überwindung von HIV/AIDS als vorrangige Ziele gewählt. Strukturelle Armutsprobleme sind aber weiterhin in vielen Landesteilen gravierend. Beim Human Development Index 2018 belegt Simbabwe Rang 150 von 189 Plätzen im internationalen Ländervergleich.

Bis 2011 hatte die simbabwische Regierung keine umfassende Poverty Reduction Strategy erstellt. Planungsgrundlagen zur Armutsreduzierung waren die MDGs, die Landreform, die Indigenisierungsziele, die Arbeitsmarkt- und Gender-Politik. Die Weltbank beziffert die Zahl der extrem Armen 2019 auf 5,7 Mio. Menschen, 1 Mio. zusätzlich seit 2018. Das entspricht einem Anstieg von 29 % auf 34 % der Bevölkerung.

Gleichzeitig wird über die Umsetzung der Sustainable Development Goals debattiert, zumal die UN an deren Realisierung in Simbabwe unterstützend mitwirkt. Im Kontext von Simbabwe wird thematisiert, dass die Problemlage von Jugendlichen und deren Auseinandersetzung mit diesen Zielen relevant ist und mehr Beachtung verdient. Schließlich ist ein Großteil der Jugendlichen arbeitslos und die Mehrheit derjenigen, die um die tägliche Existenz kämpfen und minimale Einkommen verdienen, konkurrieren im informellen Sektor miteinander. Beim Afrika Forum zu nachhaltiger Entwicklung, das Ende Februar 2020 in Victoria Falls stattfand, appellierte Präsident Emmerson Mnangagwe, Simbabwe möge multilaterale Hilfe erhalten, um die Versorgungs-, Armuts- und Dürreprobleme zu bewältigen und die nachhaltigen Entwicklungsziele zu verwirklichen.

Multi- und bilaterale deutsche Entwicklungszusammenarbeit

Ländliches Gemüseprojekt
Ländliches Gemüseprojekt © R. Schäfer

Multilaterale Entwicklungszusammenarbeit bezieht sich vor allem auf den Infrastruktur- und Gesundheitsbereich. Aus politischen und diplomatischen Gründen wurde nach 2000 die staatliche bilaterale Zusammenarbeit eingestellt, konkret wurde sie im Juni 2002 ausgesetzt. Laut einer BMZ-Erklärung Ende 2012 würden die bilateralen Beziehungen erst wieder normalisiert, wenn Demokratie und Rechtsstaatlichkeit garantiert seien. Not- und Katastrophenhilfe sowie Maßnahmen im Bereich der Wasserversorgung und Ernährungssicherung werden mit zivilgesellschaftlichen Akteuren geleistet. Zudem wirkt Deutschland laut Informationen des Auswärtigen Amtes durch UNICEF an Bildungsprogrammen mit.

2015 führte die umstrittene finanzielle Förderung eines privaten Wildparks, den ein deutscher Unternehmer gegründet hatte, zu politischen Kontroversen. Anfang Oktober 2016 reiste der Afrikabeauftragte des BMZ, Günter Nooke, für politische Gespräche nach Simbabwe. Mitte November 2017 erläuterte er in Radiointerviews seine Einschätzung zum Rücktritt und Anfang September 2019 zum Tod des früheren Präsidenten Robert Mugabe. Ende August 2018 war Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, für Regierungsgespräche in Simbabwe. Er traf sich auch mit führenden Oppositionsvertretern und erörterte politische und wirtschaftliche Themen. Im April 2019 wurde in einer Pressemitteilung des BMZ bekannt gegeben, dass sich das BMZ am Wiederaufbau nach dem Zyklon Idai, u.a. in Simbabwe, beteiligen werde. Im November 2019 wurde über eine  KO-Finanzierung der DEG, einer Tochterfirma der KFW, für den nachhaltigen Kräuteranbau im Rahmen eines Pilotprojektes in Simbabwe durch die Martin Bauer Group berichtet.

In Simbabwe sind beispielsweise die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung sowie die Friedrich-Naumann-Stiftung tätig. Deutsche Nichtregierungsorganisationen unterstützen lokale Nichtregierungsorganisationen, die sich für Menschenrechte, HIV-Prävention, Jugendliche, Frauen und Ökologie einsetzen. Dazu zählen der Weltfriedensdienst und die Deutsche Welthungerhilfe. Auch Terre des Hommes, der Zivile Friedensdienst und Oxfam Deutschland engagieren sich in Simbabwe. Medico International, die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt und kleine gemeinnützige Vereine wie ZimRelief unterstützen ebenfalls zivilgesellschaftliche Vereinigungen in Simbabwe. Kirchliche Organisationen, wie Brot für die Welt und Misereor, fördern nicht nur kirchliche Partner in Simbabwe. Die im entwicklungspolitischen Bereich aktive Kirchliche Arbeitsstelle südliches Afrika KASA ist Mitglied im Zimbabwe Europe Network, das sich gegenüber der Europäischen Union für Simbabwe einsetzt. Städte- und Schulpartnerschaften, Jugend- und Kulturaustauschprogramme ergänzen das Spektrum der Zusammenarbeit. Hier ist vor allem die Städtepartnerschaft zwischen München und Harare zu nennen. Für Schulpartnerschaften setzen sich Mitglieder des Zimbabwe Netzwerks seit Jahrzehnten erfolgreich ein. Die Deutsch-Simbabwische Gesellschaft engagiert sich ebenfalls für Austausch zwischen Menschen aus Simbabwe und Deutschland.

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