Mann beim Fischen im Nil (©Ayman Hussein)
Offizieller Name
Republik Südsudan
Fläche
619.000 bis 644.000 km² (Grenzverläufe noch nicht
Einwohner
12,04 Mio. (Juli 2015 geschätzt)
Regierungssitz
Juba (geplant: Ramciel)
Klima (für Hauptstadt)
tropisch-äquatorial

Lage und Größe

Lage des Südsudan (© Ninrouter CC BY-SA 3.0)
Lage des Südsudan (© Ninrouter CC BY-SA 3.0)

Der Südsudan als ostafrikanisches Binnenland hat gemeinsame Grenzen mit Äthiopien, Kenia, Uganda, der Demokratischen Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und der Republik Sudan. Die Grenzziehung zum Sudan, von dem Südsudan am 9. Juli 2011 unabhängig wurde, ist immer noch nicht endgültig geklärt, ebenso erhebt Südsudan Ansprüche auf das sogenannte Ilemi-Dreieck im Südosten, das bisher unter Kenias Verwaltung steht. Daher steht auch die Größe des Südsudan nicht endgültig fest: je nach Ausgang der Verhandlungen können es 619.000 bis 644.000 km² sein, wobei das CIA World Factbook mit 644.329 km² die Grenzlinie von 1956 - also bei der Unabhängigkeit von Großbritannien - angibt und das Ilemi-Dreieck nicht mitgerechnet wird.

Karten

Karte des Südsudan (Quelle: CIA World Factbook)
Karte des Südsudan (Quelle: CIA World Factbook)

Landesimpressionen

Grunddaten

Der Südsudan ist seit der Unabhängigkeit am 9. Juli 2011 der jüngste Staat der Welt und ist zugleich einer der ärmsten. Die Datenlage auf fast allen Gebieten ist bislang sehr dünn. Die wichtigsten verfügbaren Daten stammen aus dem gesamtsudanesischen Zensus von 2008. Der überwiegende Teil von Quellen wie CIA World Factbook, Auswärtiges Amt oder UNDP bezieht sich darauf und fügt dem teilweise eigene Schätzungen hinzu. Das National Bureau of Statistics ist mit der Aufgabe betraut, Daten und Statistiken zu produzieren, kommt dieser Aufgabe jedoch - zum Teil aufgrund des erneuten Bürgerkriegs - nicht im vollen Umfang nach.

Beim Zensus 2008 betrug die Bevölkerung des Südens 8,26 Millionen. Für das Jahr 2015 schätzt das CIA World Factbook die Bevölkerung auf 12,04 Millionen.

Laut OCHA sind bis November 2015 2,3 Millionen SüdsudanesInnen - etwa jedeR fünfte SüdsudanesInnen -  vor dem Bürgerkrieg geflohen, teils innerhalb des Südsudan (etwa 1,66 Millionen), teils in die Nachbarländer (etwa 645.000). Es wird geschätzt, dass seit Dezember 2013 50.000 bis 100.000 Menschen, möglicherweise sogar eine höhere Zahl, bei den Konflikten getötet wurden. Mehr als 6 Millionen EinwohnerInnen sind auf Hilfe bei der Versorgung mit Lebensmitteln angewiesen.

51 % der südsudanesischen Bevölkerung ist unter 18 und 72 % ist unter 30 Jahre alt. Nur 18 % der Bevölkerung lebt in Städten - wobei sich das aller Wahrscheinlichkeit nach mit den RückkehrerInnen aus dem Norden, die sich überwiegend in Städten ansiedeln, geändert hat. Die Alphabetisierungsrate von Menschen über 15 Jahre betrug 2008 27 %, davon 40 % bei Männern und bei Frauen lediglich 16 %.

Zur Staatsprache wurde Englisch erhoben, im Alltag ist Juba Arabisch als Lingua franca weit verbreitet, und es werden Dinka, Nuer, Bari, Zande, Shilluk und andere Sprachen gesprochen.

Auch bezüglich der Religionsangehörigkeit gibt es keine verlässlichen Daten, da der letzte auch Religion umfassende Zensus in den 1950er Jahren stattgefunden hat. Der Zensus von 2008 stellte diese Frage nicht. Das renommierte Pew Research Center for Religion and Public Life veröffentlichte 2010 Schätzungen wonach 60,5 % der SüdsudanesInnen Christen sind (überwiegend Katholiken und Anglikaner), 32,9 % lokalen Religionen folgen und 6,2 % muslimisch sind. Mischformen zwischen Christentum und lokalen Religionen sind häufig.

Der Südsudan umfasst 10 Bundesstaaten. Präsident Salva Kiir Mayardit ist seit Gründung sowohl Staatsoberhaupt als auch Regierungschef.

Naturräumliche Gegebenheiten

Topografische Karte des Südsudan (© GinkgoMaps CC BY 3.0)
Topografische Karte des Südsudan (© GinkgoMaps CC BY 3.0)

Die südsudanesische Landschaft steigt von den großen Ebenen im Norden und Zentrum des Landes gegen Süden an, wo insbesondere an den Grenzen zu Uganda und Kenia hügelreiche Gegenden mit einer dichten äquatorialen Vegetation vorherrschen. Der Weiße Nil, der aus den höher gelegenen Gegenden des zentralen Afrika das Land Richtung Norden durchfließt und dabei einige der regionalen Zentren, inklusive Juba, miteinander verbindet, ist eine wichtige Lebensader: Er fördert Handel, Transport, Landwirtschaft, Viehzucht und Besiedlung in den ländlichen Gegenden, und ist gleichzeitig die Lebensgrundlage für zahlreiche der südsudanesischen Wildtiere.

Daneben bestimmt der Sudd, eine Sumpflandschaft von mehr als 100.000 km², also mehr als 15 % der Gesamtfläche des Südsudan, das Zentrum des Landes. Er ist eines der größten Feuchtgebiete der Welt und aufgrund des dichten Bewuchses mit Schwimmpflanzen kaum schiffbar. Der Sudd wird hauptsächlich von den Nuer besiedelt.

Blick aus dem Flugzeug (© BBC World Service CC BY-NC 2.0)
Blick aus dem Flugzeug (© BBC World Service CC BY-NC 2.0)

Das Klima im Südsudan ist überwiegend äquatorial-tropisch, mit hoher Luftfeuchtigkeit und vielen Regenfällen, die allerdings von Süden nach Norden abnehmen. Die Regenzeit liegt je nach Region unterschiedlich, generell zwischen April und November. Januar und Februar dagegen sind heiß und trocken.

Südsudan ist reich an Bodenschätzen, neben Öl gibt es Vorkommen von Gold, Diamanten, Silber, Eisenerz, Kupfer, Chromerz, Zink, Wolfram, Glimmer und Kalkstein. Weitere natürliche Ressourcen sind Wasserkraft, Edelhölzer und fruchtbares Ackerland, auf dem z.B. Maniok, Erdnuss, Süßkartoffel, Sorghum, Sesam, Mais, Reis, Hirse und Bohnen angebaut werden. Es gibt noch keine Karten über Vorkommen und Lage der Bodenschätze im Südsudan.

Sowohl die Förderung der Bodenschätze als auch der Ackerbau werden jedoch durch z.T. kriegerische Konflikte, vor allem mit der Republik Sudan, aber auch durch lokale Misswirtschaft stark beeinträchtigt, so dass Südsudan heute kaum eine Dividende aus seinem Reichtum schöpfen kann.

Flora und Fauna

Ein Junge lehnt sich gegen einen Termitenhügel (© Shannon Orcutt CC BY-NC-ND 2.0)
Ein Junge lehnt sich gegen einen Termitenhügel (© Shannon Orcutt CC BY-NC-ND 2.0)

Der Südsudan ist ein überwiegend fruchtbares Land. Im Norden und Zentrum finden sich hauptsächlich Savanne sowie zum Teil Trockenwälder. Die Ostsudanische Savanne und das Nord-Kongolesische Wald-Savanne-Mosaik gehören zu den vom WWF definierten 200 wichtigsten Ökoregionen der Welt. Hier gibt es auch die typischen Savannentiere wie Elefanten, Giraffen, Strauße, Büffel und vor allem eine schier überwältigende Zahl von Gazellen, insbesondere die hier ganz besonders verbreitete Weißohr-Kob Gazelle. Bei der ersten Bestandsaufnahme südsudanesischen Wildtierbestandes 2007 waren Wissenschaftler verblüfft und in wahrer Verzückung darüber, wie gut die Wildtiere Jahrzehnte des Krieges überdauert hatten: die Herden von Weißohr-Kob und anderen werden auf teilweise über 100.000 Köpfe geschätzt, und könnten damit nach Anzahl noch vor jenen der Serengeti, den größten Herden der Welt, liegen. Außerdem kann man hier auch auf Löwen, Leoparden und Hyänen treffen. 

Im Süden des Landes, insbesondere in den Überschwemmungsgebieten des Sudd, wachsen verschiedenste Sumpfpflanzen, u.a. Papyrus, Schilf, Hyazinthengewächse und viele andere. Hier gibt es auch noch Reste tropischer Regenwälder mit Mahagonibäumen und anderen Edelhölzern. Die Flussläufe sind reich an Fischen und Wasservögeln, aber auch an Nilpferden und Krokodilen. 

Ganz im Süden beginnen die Ostafrikanischen Bergwälder, eine Ökoregion mit einer Vielzahl an endemischen Spezies.

Fast 4% des Landes wurden als Nationalparks und Schutzzonen für Wildtiere eingerichtet.

Ökologische Probleme

Im Südsudan gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Umweltherausforderungen und kriegerischen Auseinandersetzungen. Trotz des Reichtums an natürlichen Ressourcen kommt es immer wieder zu Konflikten um Zugang und Nutzung derselben. Es geht um Öl- und Gasvorkommen, das Wasser des Nils und Holz sowie Landnutzung für Ackerbau und Viehweidung. Sie alle sind wichtige Faktoren für die immer wiederkehrenden gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Bevölkerungsgruppen wie auch zwischen Südsudan und Sudan.

Der Ressourcenabbau im größeren Maßstab wurde erst mit dem Frieden möglich. Eine der großen Herausforderungen ist jetzt eine Balance zu finden zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und einem schonenden Umgang mit Ressourcen und Umwelt.

Umweltproblem Ölförderung

Der Abbau von Ressourcen im nennenswerten Maßstab begann im Südsudan nach Unterzeichnung des Friedensabkommens 2005. Am oberen Weißen Nil haben sich vor allem Ölförderungsanlagen angesiedelt, allen voran asiatische Investoren aus China und Malaysia.

Die Ölförderung, bis zu ihrem Stopp im Januar 2012 die wichtigste Einnahmequelle des Landes (98% des Staatshaushaltes) führte zu unfreiwilliger Umsiedlung von Dörfern und zur teils massiven Verschmutzung der Umwelt, besonders des Wassers. 2008 führte die Verschmutzung des Wassers mit Nitraten zu mehreren Toten in Unity State. Außerdem ist der Sudd, eine der weltgrößten Sumpflandschaften, durch die Wasserverschmutzung bedroht. Dass Ölförderung nicht nur massive Umweltschädigungen mit sich bringt sondern langfristig auch die Entwicklung des Landes schädigen kann, wird bisher nur von einer Minderheit der Öffentlichkeit und PolitikerInnen thematisiert.

Abholzung und Ackerbau

Zusätzlich zum Klimawandel trägt auch die Abholzung zur weiteren Versteppung des Landes bei. Obwohl es auch hier keine exakten Zahlen gibt, macht der Umfang der Abholzung südsudanesischer Wälder nicht nur Umweltschützern Sorgen. UNEP (United Nations Environmental Program) schätzt, dass in den letzten Jahren 70% der bewaldeten Oberfläche gerodet wurde.

Zum einen werden Teile der Wälder gerodet um Platz zu schaffen für Ackerbau sowie zur Bau- und Brennholzversorgung. Viele der RückkehrerInnen aus dem Norden nutzen die Wälder als Rohmaterial für Häuserbau, außerdem bietet Ackerbau bzw. Subsistenzwirtschaft oft die wichtigste oder einzige Lebensgrundlage. Frisch gerodete Waldflächen sind oft um ein Vielfaches fruchtbarer als jahrelang überbeanspruchte Äcker.

Teilweise werden Edelhölzer wie Teak für den Export abgeholzt. Auch internationale Konzerne haben beträchtliche Landflächen im Südsudan erworben und roden in manchen Fällen Wälder für den Anbau von Biogaspflanzen und Cash crops. Der Nutzen dieses sogenannten Land-grabbings für die lokale Bevölkerung ist meist gering, da die von der Regierung an die Investoren gestellten Konditionen denkbar schlecht sind sowohl was finanziellen Ausgleich als auch Umweltfolgen angeht. Das herausstechendste Beispiel ist hier wohl die Verpachtung von 600.000 Hektar Land in Central Equatoria an die texanische Nile Trading and Development Inc. (NTD) zum Preis von 25.000 US Dollar für 49 Jahre. Dafür hat die NTD nicht nur die kompletten Rechte zu Abholzung und weiteren land- und forstwirtschaftlichen Nutzung des Landes erworben, sondern auch das Recht nach Öl und Mineralien zu bohren. Vor der Vergabe dieses Pachtvertrages durch einige lokale Chiefs gab es keine Konsulationen mit der Bevölkerung des Gebietes, obwohl das Land Gemeindeland ist.

Am meisten betroffen von Abholzung sind Ost- West- und Zentraläquatoria im Süden des Landes, sowie zu einem geringeren Teil West und Nord Bahr el Ghazal im Norden. Dies sind die Staaten mit den besten Ackerböden im Südsudan. Verschiedene Organisationen wie UNEP, FAO und die norwegische Norskog Consulting bemühen sich um Sensibilisierung und Waldschutz.

Die Regierung des Südsudan konnte sich bisher zu keiner einheitlichen Politik entschließen und versteht zum Teil weiterhin Abholzung als Notwendigkeit zur Selbstversorgung und zu wirtschaftlichem Fortschritt.

Klimawandel

Die Folgen des Klimawandels und vor allem die durch ihn geförderte Versteppung sowie Dürreperioden sind im ganzen Horn von Afrika zu spüren und Südsudan bildet keine Ausnahme. Laut Landwirtschaftsministerin Ann Itto sind die Auswirkungen auf die großteils auf Regenfeldbau basierende Landwirtschaft so stark, dass Famer teilweise nicht mehr wissen, zu welcher Zeit sie sähen sollen. Maßnahmen wie verbesserte Bewässerungssysteme werden zwar beworben, sind aber noch nicht verbreitet.

Sozialgeographische Gegebenheiten

Die Hauptstadt Juba ist seit der Unterzeichnung des Friedensvertrages 2005 die am schnellsten wachsende Stadt Afrikas. 2005 lebten dort ca. 250.000 Menschen, 2010 waren es je nach Quelle zwischen 400.000-600.000.

Der Großteil der südsudanesichen Bevölkerung lebt in ländlichen Gegenden, laut Zensus von 2008 sind es 83 %. Aufgrund schwerer Regenfälle während der Regenzeit und eines kaum ausgebauten Verkehrssystems sind manche Gebiete und ihre Bevölkerung oft über mehrere Monate im Jahr vom Rest des Landes abgeschnitten. Die Bevökerungsdichte ist mit 13-17 EinwohnerInnen pro Quadratkilometer sehr niedrig.

Der mit Abstand wichtigste Verkehrsträger im Südsudan ist die Straße, obwohl nur ein verschwindend geringer Teil davon asphaltiert ist. Bis vor kurzem gab es im ganzen Land lediglich 110 km asphaltierte Straße in und um Juba, im September 2012 wurde dann die mit Hilfe von USAID gebaute, 192 km lange Juba-Nimule Autobahn in Richtung der Grenze nach Uganda eröffnet.

Die schlechte Anbindung weiter Landes- und Bevölkerungsteile beeinträchtigt die wirtschaftliche, politische und soziale Teilhabe großer Gruppen an den - wenngleich kleinen - Entwicklungsschritten des Landes.

Die einzige Eisenbahnstrecke im Südsudan ist angebunden an das sudanesische Streckennetz in Darfur und erstreckt sich über rund 250 km von der Grenze Süd-Darfur/ Nord Bahr El Ghazal bis Wau in West Bahr El Ghazal. Nachdem sie durch den Bürgerkrieg sehr beschädigt war, wurde sie 2010 mit Hilfe der Vereinten Nationen wieder hergestellt.

Ein wichtiger Verkehrsweg vom Sudan nach Juba ist der Weiße Nil, der zwischen Kosti (im Sudan) und Juba schiffbar ist. Die Fähren sind allerdings oft schlecht gewartet und übervoll beladen. Im Januar 2014 kam es zu einer Katastrophe, als eine überladene Fähre sank und über 200 Menschen ertranken. 

Eine enorme Herausforderung für das junge Land sind die RückkehrerInnen aus der Diaspora, die seit dem Friedensvertrag aus dem (Nord-)Sudan, aus den anderen Nachbarländern und aus der südsudanesischen Diaspora in allen Teilen der Welt kommen. Nach Schätzungen der IOM sind zwischen 2005 und 2013 mehr als zwei Millionen Menschen zurückgekehrt, bei einer Gesamtbevölkerung von weniger als neun Millionen Einwohnern im Jahr 2005.

Darüber hinaus haben mehr als 120.000 Flüchtlinge aus dem angrenzten sudanesischen Blue Nile State Zuflucht vor dortigen gewalttätigen Konflikten im südsudanesischen Upper Nile State gesucht und sind dort in mehreren vom UNHCR betriebenen Flüchtlingslagern angesiedelt. Seit Ausbruch der Konflikte im Südsudan wurde auch von Angriffen auf die Flüchtlinge berichtet.

Es gibt mehrere Flughäfen im Land, deren wichtigster Juba Airport ist. Dessen Modernisierung soll mit chinesischer Hilfe finanziert und durchgeführt werden und bietet regelmäßige internationale Flugverbindungen u.a. nach Entebbe, Nairobi, Kairo, Addis Ababa und Khartum. Malakal Airport hat Anschluss nach Addis Ababa und Khartum und von Wau und Rumbek gehen wöchentlich Flüge nach Khartum. Binnenflughäfen gibt es auch in Nimule und Akobo.

Weiter soll ein Tiefseehafen im kenianischen Lamu entstehen. Dieser soll eine Verbindung sowohl zu Äthiopien als auch zum Südsudan erhalten. Äthiopien präferiert eine Eisenbahn, Der Südsudan will mit einer Pipeline ein weitere Möglichkeit schaffen, sein Öl nicht nur durch den Norden zu exportieren. Das Megaprojekt LAPSSET steht aber vor gewaltigen Herausforderungen. Einerseits wird es ohne externe finanzielle Unterstützung nicht realisiert werden und andererseits liegt die geplante Infrastruktur in unsicheren Gegenden.

Nationale Symbole

Die Flagge

Südsudanesische Flagge
Südsudanesische Flagge

Die südsudanesische Flagge hat große Ähnlichkeit mit der sudanesischen und kenianischen Flagge und trägt damit die gleichen Grundfarben wie die panafrikanische Flagge. Die Symbolik ist folgende: Schwarz für die Menschen des Südsudan; rot für das Blut das im Befreiungskampf vergossen wurde; grün für das Land und seine natürlichen Ressourcen; weiß für den nach vielen Jahren des Kampfes erreichten Frieden; blau für den Nil, eine Lebensader des Landes; und der gelbe Stern für die Einheit der Bundesstaaten des Südsudan.

Nationales Wappen

Der afrikanische Fischadler als Wappentier
Der afrikanische Fischadler als Wappentier

Das Wappen zeigt einen afrikanischen Fischadler, vor einem Schild, Speer und Spaten stehen. Der Adler blickt mit ausgebreiteten Flügeln über seine rechte Schulter und hält in seinen Klauen ein Banner mit dem Staatsnamen. Der Adler symbolisiert Stärke, Ausdauer und Vision, während Schild, Speer und Spaten für den Schutz des neuen Staates stehen.

Nationalhymne: South Sudan Oyee! (Südsudan Hurra!)

Im August 2010 wurden alle Südsudanesen aufgefordert, sich an einer Ausschreibung zur Kreation einer Nationalhymne zu beteiligen. Aus 49 Einsendungen wurden Text und Musik einer Gruppe von StudentInnen der Juba Universität ausgewählt. Der Text wurde noch leicht verändert und dann zur Nationalhymne erhoben. Die erste Strophe drückt Dankbarkeit für die im Überfluss vorhandenen natürlichen Ressourcen aus, die zweite Strophe feiert den Frieden, den das Land nun erlebt, während die dritte Strophe den Kampf der SüdsudanesInnen für ihr Land versinnbildlicht.

Oh God
We praise and glorify you
For your grace on South Sudan,
Land of great abundance
Uphold us united in peace and harmony.

Oh motherland
We rise raising flag with the guiding star
And sing songs of freedom with joy,
For justice, liberty and prosperity
Shall forever more reign.

Oh great patriots
Let us stand up in silence and respect,
Saluting our martyrs whose blood
Cemented our national foundation,
We vow to protect our nation.

Oh God bless South Sudan.

Das Länderinformationsportal

Das Länderinformationsportal
Das Länderinformationsportal

Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Juli 2016 aktualisiert.

Der Autor

Tobias Simon, Jahrgang 1989, schreibt seit 2010 journalistisch für deutsche und internationale Medien mit Schwerpunkt Ost- und Horn von Afrika, u.a. zu Sudan, Südsudan und Somalia. Er ist Tutor für Landesanalyse Südsudan bei der AIZ und reist regelmäßig in die Region. Zuvor engagierte er sich zudem zivilgesellschaftlich u.a. zu diesen Ländern.

Anregungen und Kommentare sind herzlich willkommen. Sie tragen zur Qualität des Inhalts und der Form dieser Webseite bei.

Lesetipps:

>John Ryle e.a.: The Sudan Handbook
Aufbauend auf den Feldkursen des renommierten Rift Valley Institutes und geschrieben und herausgegeben von einigen der führenden sudanesischen und internationalen Kennern, gibt dieses Buch eine gute Einführung zum Sudan und Südsudan. In 18 Kapiteln wird auf Geographie, Geschichte und Kultur ebenso eingegangen wie auf Politik. Außerdem enthält es eine Anzahl eigens angefertigter Karten und Diagramme sowie Kurzbiographien wichtiger Persönlichkeiten.

>Weiterführende Literatur der GIZ-Literaturdatenbank zum Südsudan

Trainingsangebote der Akademie

Die Akademie der GIZ ist der führende Weiterbildungsanbieter für die internationale Kompetenzentwicklung. Wir stehen für innovative, wirksame und nachhaltige Lösungen.

> Angebote aus dem Weiterbildungskatalog

Gerne konzipieren wir für Sie maßgeschneiderte Trainingskurse, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen orientieren.

> Wir freuen uns über Ihre Anfragen!

Kontakt

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Kommentare zu diesem Länderbeitrag oder zum LIPortal insgesamt. Richten Sie Ihre Anfrage an:

Thorsten Hölzer
(Akademie für Internationale Zusammenarbeit)

+49 (0)2224 926 - 144

Zum Kontaktformular