Kaktusfeigen [Foto: Wikimedia Commons, Habib M'henni, CC BY-SA 3.0.]
Offizieller Name
Republik Tunesien
Fläche
163610 km²
Einwohner
10,98 Mio. (2014)
Bevölkerungswachstum
0,92% (2014, geschätzt)
Regierungssitz
Tunis
Amtssprache
Hocharabisch
Regionalsprachen
Tunesisches Arabisch, Französisch, Shilha

Aktuelle Informationen

Aktuelle Information zu Tunesien finden Sie unter anderem in den großen französischsprachigen Zeitung La Presse und Le Temps sowie auf zahlreichen privaten Infoportalen. Gute Hintergrundberichterstattung bietet das Online-Magazin Inkyfada. Ins Deutsche übersetzte Informationen aus der tunesischen Presse liefert die privat betriebene Webseite Tunesienexplorer. Über touristische Angebote informiert die Website des Tourismus-Ministeriums. Google Street View hat  Aufnahmen einiger touristischer Highlights zusammengestellt. Im Amtsblatt Journal Officiel, das dienstags und freitags erscheint (auf Arabisch; die nicht-bindenden französischen und englischen Übersetzungen folgen normalerweise einige Wochen später) werden alle Gesetze und Dekrete veröffentlicht. Die Plattform Data for Tunisia bündelt vorhandene Daten öffentlicher Einrichtungen. 

Übersichtskarte

Landkarte Tunesiens (Quelle: CIA World Factbook, PD-USGov)
Landkarte Tunesiens (Quelle: CIA World Factbook, PD-USGov)

Weitere Karten

Stadtplan der Innenstadt von Tunis

Eine gute Auswahl an Übersichtskarten Tunesiens findet sich bei der University of Texas. Sie bietet ebenfalls historische Karten. Viele Stadtpläne und Übersichtskarten mit Sehenswürdigkeiten bietet Planet Ware auf seiner Tunesien-Seite.

Lage und Größe

Lage Tunesiens (Karte: TUBS, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de)
Lage Tunesiens (Karte: TUBS, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Tunesien liegt am Mittelmeer und grenzt im Westen und Südwesten an Algerien (965 km gemeinsame Grenze), im Südosten an Libyen (459 km). Die tunesische Küste ist 1148 km lang. Mit einer Fläche von 163 610 km² ist das Land knapp halb so groß wie Deutschland. Außer der Insel Djerba im Süden und den Kerkennah-Inseln vor Sfax gehören viele kleine Inseln wie Jalta, Zembra und Zembretta im Norden des Landes zum tunesischen Staatsgebiet. Die meisten sind allerdings nur eingeschränkt oder gar nicht zugänglich, da sie entweder unter Naturschutz stehen oder militärisches Staatsgebiet sind.

Grunddaten und Informationsquellen

Tunesien hat knapp 11 Mio. Einwohner, von denen rund 2,5 Mio. im Großraum Tunis (in den Gouvernouraten Tunis, Manouba, Ariana und Ben Arous) leben. Rund zwei Drittel der Tunesier leben in Städten, wobei Sfax nach Tunis die zweitgrößte Stadt des Landes ist.

Gut die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 30 Jahre, die Lebenserwartung liegt bei 75 Jahren, die Alphabetisierungsrate bei rund drei Vierteln der Bevölkerung.

Die Amtssprache Tunesiens ist Arabisch (wobei im Alltag tunesischer Dialekt gesprochen wird), Französisch ist als Handels- und Bildungssprache weit verbreitet. Im Süden des Landes werden vereinzelt noch Berbersprachen gesprochen. Italienisch wird von vielen Tunesiern verstanden und teilweise auch gesprochen, da vor Aufkommen des Satelliten-Fernsehens in Tunesien neben dem nationalen nur französische und italienische Sender zu empfangen waren. Unter den jüngeren Tunesiern und in den touristischen Küstenregionen ist Englisch inzwischen relativ weit verbreitet.

Die mit rund 98 % überwiegende Mehrheit der Tunesier sind Muslime (überwiegend malekitische Sunniten), außerdem gibt es kleine christliche und jüdische Minderheiten.
Weiterführende Informationen und Daten liefern auf Englisch das CIA Factbook des US-amerikanischen Auslandsgeheimdiensts und die tunesische Statistikbehörde. Sie bietet Informationen auf Arabisch, Französisch und Englisch. Die Verlässlichkeit der Daten aus der Zeit vor dem Umsturz des 14. Januar 2011 ist nicht gewährleistet. So kommen Untersuchungen der Statistikbehörde zum Beispiel zur Arbeitslosenrate und Armutsgrenze, zu Werten, die von aktuellen Berechnungen des tunesischen Sozialministeriums abweichen. Gesondert verfügbar und anschaulicher aufbereitet sind die Daten der Volkszählung von 2014.
Viele deutsche und internationale Organisationen stellen weitere Informationen zu Tunesien bereit, unter anderem das Auswärtige Amt, die Weltbank, der Human Development Report des UNDP und die Encyclopedia Britannica.

Naturräumliche Gegebenheiten

Klima und landschaftliches Erscheinungsbild

Tunesien ist trotz seiner geringen Größe landschaftlich sehr abwechslungsreich. Der Norden wird dominiert von einer mediterranen, fruchtbaren Hügellandschaft mit Kiefern- und Pinienwäldern und dem Naturschutzgebiet des Lac Ichkeul, das vielen Vogelarten Zuflucht bietet. Auf der Halbinsel des Cap Bon im Nordosten des Landes wachsen Zitrusfrüchte, Gemüse und Wein, und die weiten Steppen in der Sahel-Region in der Mitte des Landes werden zum Anbau von Getreide und Oliven genutzt. Die Wüste mit dem großen Salzsee Chott El Djerid macht rund ein Drittel der Fläche Tunesiens aus und erstreckt sich im Süden entlang der algerischen und libyschen Grenze. Der höchstgelegene Punkt ist der Berg Jebel Echchambi mit 1544m, der niedrigste befindet sich im Salzsee Chott el Gharsa mit -17m.

Im Norden des Landes rund um die Hauptstadt Tunis ist das Klima mediterran, mit feuchten, aber relativen milden Wintern und heißen Sommern. Die Durchschnittstemperaturen liegen dabei zwischen 10°C im Winter und 26°C im Sommer. In manchen Jahren fällt auf den Höhenlagen an der algerischen Grenze auch Schnee. In der Steppenregion des Sahel ist das Klima semiarid, in der Wüste steigen die Temperaturen im Sommer auf teilweise bis zu 50°C und im Winter ist nachts Bodenfrost möglich. Der Chhili genannte heiße Wüstenwind sorgt im Sommer oft bis in den Norden des Landes für hohe Temperaturen. Niederschläge fallen vor allem in den Wintermonaten, während es im Sommer im ganzen Land fast durchgehend trocken ist.

Der Lac Ichkeul ist UNESCO-Welterbe (Foto: Tab59, Flickr, CC BY-SA 2.0)
Der Lac Ichkeul im Norden Tunesiens ist UNESCO-Welterbe (Foto: Tab59, Flickr, CC BY-SA 2.0)

Bodenschätze

Tunesien verfügt über ein relativ geringes Vorkommen an Bodenschätzen. Im Süden des Landes, in der Gegend um Gafsa und Metlaoui, wird Phosphat abgebaut, außerdem gibt es dort Blei-, Eisenerz- und Zinkvorkommen. Tunesien verfügt außerdem über Erdöl- und Erdgasreserven. Die Angaben über das Erdölvorkommen variieren stark. Der Phosphatabbau ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Seit 2011 ist die Produktion eingebrochen und wegen häufiger Streiks zeitweise zum Erliegen gekommen.

Ökologische Probleme

Windkraftanlagen am Cap Bon (Foto: Weltbank, Flickr, CC BY-NC-ND 2.0)
Windkraftanlagen am Cap Bon (Foto: Weltbank, Flickr, CC BY-NC-ND 2.0)

Tunesien steht vor einer Reihe ökologischer Probleme, die vor allem auf den Klimawandel und steigende Emissionen und Abfallprodukte auf Grund des starken Wirtschaftswachstums der 1990er und 2000er Jahre zurückzuführen sind. Die Emissionen von Treibhausgasen sind in den vergangenen vierzig Jahren kontinuierlich gestiegen, was neben der steigenden Motorisierung der Bevölkerung vor allem auf das Wachstum der Chemie-Industrie zurückzuführen ist. 2002 hat Tunesien das Kyoto-Protokoll ratifiziert.

Die Regierung setzt seit einigen Jahren verstärkt auf nachhaltige Energiegewinnung. Am Cap Bon und an der Nordküste wird Windkraft erzeugt, auch Solarenergie ist vor allem im Süden des Landes eine Option. 2008 lancierte die Regierung einen auch von Deutschland geförderten Solarplans. 2019 soll in der Nähe der Stadt Tozeur ein von der KfW unterstützter Solarpark eröffnet werden. Die Deutsch-Tunesische Industrie- und Handelskammer forciert das Thema ebenfalls. Viele Tunesier nutzen Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung. Ein zu Zeiten des ehemaligen Präsidenten Ben Ali vorangetriebenes Projekt, mit Unterstützung Frankreichs Atomenergie zu nutzen, ist nach wie vor aktuell, zumindest auf dem Papier. Die zeitweise angedachte Förderung von Schiefergas stieß auf massiven öffentlichen Protest. Einer der größten Umweltverschmutzer sind die staatlichen Phosphat- und Chemiewerke in den Regionen Gafsa, Gabes und Sfax. 

Aufgrund des zunehmenden Trinkwassermangels installiert Tunesien derzeit auf Djerba eine Meerwasserentsalzungsanlage.

Wassermangel und Desertifikation sind vor allem im Süden des Landes ein Problem. Die GIZ fördert in Tunesien verschiedene Projekte, die sich unter anderem mit Klimawandel, der Anpassung der Landwirtschaft an die neuen Rahmenbedingungen, und effizienter Wasserwirtschaft befassen.

Die Abfall- und Abwasserbeseitigung stellt ein Problem dar, sowohl was Haushaltsabfälle als auch Sondermüll betrifft. Seit dem politischen Umbruch 2011 funktioniert in weiten Teilen des Landes die Müllabfuhr nur sporadisch. Im Juni 2017 nahm die sogenannte Umweltpolizei ihren Dienst auf, die unter anderem die gesetzeskonforme Müllentsorgung überwachen soll und bei Verstößen empfindliche Strafen verteilen kann. Außerdem wurden, zunächst allerdings nur in Ballungszentren, Müllcontainer aufgestellt. Außerhalb der großen Städte gibt es keine funktionierende Müllabfuhr, so dass Abfälle und insbesondere Sondermüll nicht korrekt beseitigt werden. In einigen Städten wird Müll auf Deponien innerhalb des Stadtgebiets unter freiem Himmel zwischengelagert, wobei er sich im Sommer oft entzündet und Giftstoffe freigibt. Industrieabwässer werden nicht immer ausreichend geklärt und ungefiltert ins Grundwasser oder ins Meer geleitet. Hier steht besonders die Groupe Chimique Tunisien mit Sitz in der südtunesischen Küstenstadt Gabes in der Kritik. Ihr wird vorgeworfen, Angestellte und Umwelt nicht ausreichend vor gesundheitsschädlichen Stoffen zu schützen. 

Das tunesische Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung hat seit den 1990er Jahren groß angelegte Sensibilisierungskampagnen zum Thema Umweltschutz lanciert, die vor allem junge Tunesier erreichen sollen. Oft fokussierten die Kampagnen jedoch mehr auf Symbole als auf konkrete Aktionen. 

Biologische Landwirtschaft spielt in Tunesien nur eine geringe Rolle. Die meisten angebauten Produkte sind für den Export bestimmt, wobei es gerade für kleinere Unternehmen schwierig ist, die Kosten für die europäische Bio-Zertifizierung aufzubringen.  

Sozialgeographische Gegebenheiten

Tunesien ist unterteilt in 24 Gouvernorate. Allein der Großraum Tunis zählt rund 2,5 Millionen Einwohner, 600 000 weitere leben im Großraum Sfax, der zweitgrößten Stadt und wichtigem wirtschaftlichen Zentrum des Landes, und 400 000 in und um Sousse. Mit einer Stadtbevölkerung von rund zwei Drittel hat das Land einen hohen Urbanisierungsgrad, wobei sich die Städte vor allem an der Küste befinden während das Hinterland dünn besiedelt und schlecht entwickelt ist. Insbesondere die Hauptstadt Tunis wächst ständig an und erlebt einen Bauboom. Seit Ausbruch des Krieges in Libyen sind viele Flüchtlinge über die Grenze nach Tunesien geflohen und haben sich, wenn es ihre finanziellen Möglichkeiten zulassen, vor allem in den Küstenstädten niedergelassen.
Das Straßen- und Eisenbahnnetzes des Landes ist relativ gut ausgebaut. Tunesien verfügt über ein 2165 km langes Eisenbahnnetz, das von der staatlichen Société Nationale des Chemins de Fer Tunisiens (SNCFT) betrieben wird, jedoch sehr in die Jahre gekommen ist. In Tunis fährt außerdem die Straßenbahn Metro Leger und die Vorortbahn TGM (Tunis-Goulette-Marsa), welche die nordöstlich der Hauptstadt gelegenen Vororte anfährt.
Autobahnen existieren zwischen Tunis und Bousalem sowie Bizerte im Nordwesten, sowie Tunis und Sfax im Süden. Letztere wird derzeit stückweise zunächst bis nach Gabes, dann nach Ras Jedir an der libyschen Grenze verlängert. Insgesamt verfügt Tunesien über ein Straßennetz von 19,232 km Länge, wovon 12 655 km asphaltierte Straßen und 6577 km Pisten und Feldwege sind. Neben Bussen der staatlichen Transportgesellschaft Sintri und diversen regionalen Buslinien gibt es Sammeltaxen, die auch auf dem Land über ein enges Netz verfügen. Die sogenannten Louage sind weiße (überregional) oder gelbe (lokal) Kleinbusse mit in der Regel neun Plätzen, die nicht nach festem Fahrplan verkehren, sondern fahren, wenn alle Plätze belegt sind.
Tunesien verfügt über 32 Zivil- und Militärflughäfen, wobei nur die Hälfte asphaltierte Landebahnen hat. Die wichtigsten Flughäfen sind Tunis-Carthage mit einer Kapazität von rund 5 Mio Passagieren pro Jahr, der Flughafen von Monastir in der Nähe von Sousse, der hauptsächlich von Chartermaschinen angeflogen wird, der Flughafen Djerba-Zarzis, und der neue Flughafen von Enfidha. Dieses Prestigeprojekt des gestürzten Präsidenten Ben Ali hat im Frühjahr 2010 den Betrieb aufgenommen und soll langfristig mit einer potentiellen Kapazität von 20 Mio. Passagieren im Jahr Tunis und Monastir entlasten. Derzeit wird er jedoch nur unregelmäßig und hauptsächlich von Chartermaschinen angeflogen. Nationale Passagierflughäfen gibt es außerdem in Tozeur, Gabes, Gafsa, Sfax und Tabarka. In Tunis soll in den kommenden Jahren ein neuer Flughafen entstehen, da der Hauptstadtflughafen überlastet ist und inzwischen mitten in der Stadt umgeben von Wohngebieten liegt. Ein neuer Standort steht noch nicht fest. Ende 2017 hat Tunesien mit der EU ein OpenSky-Abkommen unterzeichnet, von dem der Flughafen Tunis allerdings ausgenommen sein wird. Es ist bis jetzt nicht in Kraft getreten.
Die fünf tunesischen Seehäfen liegen in Bizerte, Rades/La Goulette (bei Tunis), Sfax, Skhira und Gabes. Passagierfähren nach und aus Frankreich und Italien fahren den Hafen La Goulette an. In Enfidha ist außerdem ein neuer Tiefseehafen in Planung.

Flaggen und Symbole

Die tunesische Flagge

Die tunesische Flagge (Bild: Wikimedia Commons)
Die tunesische Flagge (Bild: Wikimedia Commons)

Die tunesische Flagge, die 1835 durch den Bey Hassan I. eingeführt wurde, zeigt einen roten Halbmond und Stern in einem weißen Kreis auf rotem Grund. Sie erinnert an die türkische Flagge, von der sie sich nur durch den weißen Kreis unterscheidet. Dies ist ein Verweis darauf, dass Tunesien früher Teil des Osmanischen Reiches war. Halbmond und Stern stehen für den Islam, Rot symbolisiert das Blut der Märtyrer und Weiß den Frieden.

Das tunesische Wappen

Das tunesische Wappen (Bild: Wikimedia Commons, FXXX, CC BY-SA 3.0)
Das tunesische Wappen (Bild: Wikimedia Commons, FXXX, CC BY-SA 3.0)

Das Staatswappen ist dreigeteilt und zeigt eine Waage, einen Löwen, der ein Schwert trägt, und eine punische Galeere. Diese symbolisieren das Motto des Staates „Ordnung, Freiheit, Gerechtigkeit“, das auf Arabisch den Schild ziert. Über dem Schild befindet sich ein Kreis mit Halbmond und Stern in Weiß und Rot. Das Wappen wurde mit der Unabhängigkeit 1956 angenommen und seitdem nur geringfügig verändert.

Die Nationalhymne

Die tunesische Nationalhymne Humat al-Hima (Verteidiger des Vaterlands), deren Refrain aus einem Gedicht des „Nationaldichters“ Abou El-Kacem El-Chebbi stammt, wurde seit dem Ende der Monarchie in Tunesien 1957 bis zur Auswahl der neuen Hymne Ala Khallidi 1958 als provisorische Nationalhymne genutzt. Zine El-Abidine Ben Ali erklärte Humat al-Hima nach seinem Staatsstreich 1987 erneut zur offiziellen Nationalhymne, da Ala Khallidi sich offen auf seinen Vorgänger Habib Bourguiba bezog. Während der Regierungszeit Ben Alis nur zu offiziellen Anlässen gespielt wurde Humat El-Hima, die die Befreiung des Landes von seinen Unterdrückern besingt, während der Revolution im Januar 2011 zu einem der am häufigsten gesungenen Lieder der Demonstranten.

Jasmin

Jasmin ist die Nationalblume Tunesiens. Sie wächst im ganzen Land, und ihre duftenden Blüten werden im Sommer an jeder Straßenecke verkauft. Sie werden traditionell von Männern zu Sträußen gebunden hinterm Ohr und von Frauen als Ketten getragen. Die Revolte im Januar 2011 wird vor allem in europäischen Medien oft als Jasminrevolution bezeichnet. Dieser Begriff ist problematisch, da Zine El Abidine Ben Ali diesen Begriff ursprünglich für seine Absetzung Habib Bourguibas 1987 wählte. Für diesen "medizinischen Staatsstreich" setzten sich in Tunesien in der Folge aber die Bezeichnungen „changement“, „7.November“ oder schlicht „1987“ durch, der Begriff Jasminrevolution wurde nicht benutzt.

Das Länderinformationsportal

Das Länderinformationsportal
Das Länderinformationsportal

Im Länderinformationsportal (LIPortal) geben ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten eine Einführung in eines von ca. 80 verschiedenen Ländern. Das LIPortal wird kontinuierlich betreut und gibt Orientierung zu Länderinformationen im WorldWideWeb. mehr

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im September 2019 aktualisiert.

Die Autorin

Sarah Mersch ist freie Journalistin und Trainerin und arbeitet unter anderem für verschiedene ARD-Anstalten, die Deutsche Welle und Online- und Printmedien. Sie lebt zwischen Deutschland und Tunesien. Seit 2011 ist sie Landestrainerin für Tunesien bei der GIZ - Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) in Bonn.


Website

Trainingsangebote der Akademie

Die Akademie der GIZ gestaltet Lernangebote für die internationale Zusammenarbeit. Wir führen mehr als 2000 Fort- und Weiterbildungen durch und entwickeln innovative, wirksame und nachhaltige Lernkonzepte. Und das weltweit.

> Angebote aus dem Weiterbildungskatalog

Bei allen Fragen rund um das Fort- und Weiterbildungsprogramm der Akademie helfen wir Ihnen gerne weiter.

> Wir freuen uns über Ihre Anfragen!

Kontakt

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Kommentare zu diesem Länderbeitrag oder zum LIPortal insgesamt. Richten Sie Ihre Anfrage an:

Thorsten Hölzer
(Akademie für Internationale Zusammenarbeit)

+49 (0)228 4460 2036

Zum Kontaktformular

Download