Traditionelle Hüte auf einem Bazar. (© Hendrik Meurs)
Währung
Neuer turkmenischer Manat (TMT)
Wechselkurs
etwa 3,69 pro € (offizieller Kurs, Februar 2016)
Zeitzone
TMT (UTC + 5)
Landesvorwahl (Telefon)
+993
Klima (für Hauptstadt)
Kaltes Wüstenklima (BWk: Köppen/Geiger)
Internationaler Flughafen (IATA)
ASB (Aschgabad)

5.1 Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen

Grundsätzlich stehen dem europäischen Besucher Turkmenistans drei Visaoptionen zu Wahl. Dabei ist es in jedem Fall und auch nach Erfüllung aller formalen Voraussetzungen unbedingt sinnvoll, eine professionelle und speziell mit den Regeln der turkmenischen Konsularabteilungen vertraute Visaagentur mit der Einholung der Visa zu beauftragen. Konkrete Hinweise auf Unternehmen können und sollen hier aufgrund des dynamischen Marktes nicht gegeben werden. In jedem Fall werden individuelle Anträge auch dann immer wieder abgelehnt, wenn die formalen Voraussetzungen erfüllt sind.

Informationen zur Beantragung von Visa für Turkmenistan und die hierzu notwendigen Formblätter finden sich auf den Seiten der turkmenischen Botschaft:

Botschaft Turkmenistans in der Bundesrepublik Deutschland (Berlin).
Botschaft Turkmenistans in der Schweiz (Bern).
Botschaft Turkmenistans in Österreich (Wien).

Beachten Sie hierzu auch die Hinweise des britischen Außenministeriums sowie des Auswärtigen Amtes.

Geschäftsvisum
Dieses Visum erlaubt den freien Aufenthalt in Aschgabad und in anderen Regionen des Landes entsprechend den jeweiligen geschäftlichen Beziehungen und der genehmigten Aufenthaltsdauer.
Sollen während des Aufenthalts Grenzregionen, Nationalparks oder Naturschutzgebiete besucht werden, muss dies dem Geschäftspartner mitgeteilt werden, damit diese im Einladungsschreiben vermerkt werden können. Die genehmigten Regionen werden auf dem Visum unter Punkt 16 "Anmerkungen" vermerkt (siehe Abbildung). Die Genehmigung wird beim Betreten der Sonderregionen an hierzu installierten Checkpoints kontrolliert. Da die Regelungen bezüglich der vermerkpflichtigen Grenzregionen und Nationalparks häufigen Änderungen unterworfen sind, ist die Rücksprache mit der Konsularabteilung der zuständigen Botschaft dringend angeraten.
Bei geplanten Aufenthalten über drei Monaten muss bei der Visabeantragung zudem die Bestätigung eines negativen HIV-Tests vorgelegt werden.
Voraussetzung für das Geschäftsvisum ist die vom turkmenischen Außenministerium bestätigte Einladung durch einen turkmenischen Geschäftspartner einschließlich der vor Ort zu besuchenden Grenzregionen und Naturschutzgebiete.
Bei der Einreise erfolgt die Registrierung durch die Grenzeinheiten. Die Gebühr ist in US-Dollar zu zahlen. Alle Quittungen und bei der Registrierung erhaltenen Dokumente müssen bis zur Ausreise zusammen mit dem Reisepass ständig mitgeführt und auf Verlangen bei Kontrollen, Checkpoints sowie bei der Ausreise vorgezeigt werden. Ist ein Aufenthalt von mehr als 72 Stunden geplant, muss innerhalb dieser Zeit eine zweite Registrierung beim staatlichen Migrationsdienst in der Asady Straße in Aschgabad (Telefon +993 39 13 37) oder den jeweiligen Außenstellen erfolgen! Der Geschäftspartner wird hierbei in der Regel helfend zur Seite stehen. Achten Sie darauf, dass die Seite neben Ihrem turkmenischen Visum Platz für den bei der Registrierung gesetzten Stempel lässt. Unterbleibt diese Registrierung drohen Ihnen und Ihrem Geschäftspartner empfindliche Strafen.

Touristenvisum:
Dieses Visum erlaubt den Aufenthalt in Turkmenistan in Begleitung eines Mitarbeiters einer hierzu lizensierten staatlichen oder halbstaatlichen Tourismusagentur sowie - außerhalb von Aschgabad - zusätzlich in Begleitung eines Fahrers der gleichen Agentur.
Außerhalb von Aschgabad dürfen alle Orte besucht werden, die bei der Visabeantragung explizit gewünscht wurden und entsprechend mit der Agentur vereinbart worden sind. Sollen während des Aufenthalts Grenzregionen, Nationalparks oder Naturschutzgebiete besucht werden, muss dies der Tourismusagentur mitgeteilt werden, damit diese im Einladungsschreiben vermerkt werden können. Die genehmigten Regionen werden auf dem Visum unter Punkt 16 "Anmerkungen" vermerkt (siehe Abbildung). Die Genehmigung wird an den entsprechenden Checkpoints kontrolliert. Ohne die Eintragung im Visum ist der Besuch dieser Regionen nicht möglich. Da die Regelungen bezüglich der vermerkpflichtigen Grenzregionen und Nationalparks häufigen Änderungen unterworfen sind, ist die Rücksprache mit der Konsularabteilung der zuständigen Botschaft angeraten. Grundsätzlich wird die Tourismusagentur jedoch fast immer in der Lage sein, ein den individuellen Wünschen entsprechendes Programm zu gestalten und die hierfür notwendigen Erlaubnisschreiben einzuholen.

Ihre Reiseroute sollte dabei unbedingt mit der Agentur abgeklärt werden. Erfolgt die Einreise bspw. über den Grenzübergang Serahs (auch Serakhs, Grenze zum Iran, nordöstlich von Maschhad) und ist die Ausreise in Richtung Chiwa (Grenzübergang Shavat, Usbekistan) geplant, müssen die Grenzregionen Serahs und Dashoguz im Visum vermerkt und die Grenzübergänge mit den Migrationsbehörden abgestimmt sein. Die Tourismusagentur wird Ihr Kommen bei den Grenzeinheiten anmelden und ist verpflichtet, Sie an der Grenze abzuholen. Die erste Registrierung erhalten Sie beim Grenzübertritt. Alle hier erhaltenen Quittungen und Bestätigungen sind bis zum Verlassen des Landes unbedingt aufzubewahren und bei Kontrollen, Checkpoints und der Ausreise auf Verlagen vorzuzeigen. Ist ein Aufenthalt von mehr als 72 Stunden geplant, muss innerhalb dieser Zeit eine zweite Registrierung beim staatlichen Migrationsdienst in der Asady Straße in Aschgabad (Telefon +993 39 13 37) oder den jeweiligen Außenstellen erfolgen. Diese Registrierung wird die Tourismusagentur in aller Regel für Sie vornehmen, so dass Sie für einen halben Tag Ihren Reisepass abgeben müssen. Es ist ratsam, in dieser Zeit eine Kopie des Reisepasses mitzuführen. Achten Sie darauf, dass die Seite neben Ihrem turkmenischen Visum Platz für den bei der Registrierung gesetzten Stempel lässt.

Mit diesem Visum ist ein spontanes Abweichen von der vereinbarten Route nur in sehr begrenztem Umfang möglich. Sie können bspw. auf den Besuch eines vorgesehenen Museums verzichten und dafür ein anderes aufsuchen oder längere Zeit auf einem Bazar verweilen. Grundlegende Abweichungen bspw. bezüglich der besuchten Orte oder der befahrenen Straßen sind ausgeschlossen. Ein oder zwei Mitarbeiter der Tourismusorganisation begleiten den Besucher von der Ankunft am Grenzübergang bis zur Abreise. Dabei müssen sowohl der Fahrer als auch der persönliche Begleiter nach vorgegebenen Tagessätzen bezahlt werden. Sie werden während Ihres gesamten Aufenthalts in den hierfür vorgesehenen staatlichen Hotels übernachten.

Voraussetzung für dieses Visum ist die Einladung durch die turkmenische Tourismusagentur. Die gewünschten Sonderregionen sind in der Einladung vermerkt und werden entsprechend (im Ermessen der Konsularbateilung) auf das Visum übertragen (siehe Abbildung unten).

Transitvisum
Dieses Visum erlaubt die Durchquerung Turkmenistans auf einer festgelegten Route innerhalb einer festgelegten Frist.
Die vorgegebene Route darf nicht verlassen werden. Beispielsweise ist auf dem Transit von Aserbaidschan (Grenzübergang Hafen Turkmenbaschi) zum Grenzübergang Shavat (Usbekistan, Übergang für den anschließenden Besuch der Stadt Chiwa) kein Besuch der Stadt Mary möglich. Ein durch Turkmenistan führender Transit zwischen benachbarten Ländern ist ebenfalls nicht möglich (bspw. von Usbekistan über Turkmenistan nach Kasachstan). Als Grenzen kommen nur die Landübergänge in Frage. Der Flughafen Aschgabad kann weder Start- noch Zielpunkt eines Transits sein.

Voraussetzung für die Beantragung ist das Vorhandensein der Visa von zwei hierfür in Frage kommenden turkmenischen Nachbarstaaten (bspw. Iran und Kasachstan oder Aserbaidschan und Usbekistan). Das Visum wird auf drei bis fünf (sehr selten sieben) Tage ausgestellt und gilt nur für die Strecke zwischen den im Visum vermerkten Grenzübergängen. Zwar können grundsätzlich bis zu sieben Tage beantragt werden, eine höhere Zahl beantragter Tage scheint jedoch das Risiko der Ablehnung des Visums zu erhöhen. Die Zahl der gewährten Tage berechnet sich nach der vom Konsulat geschätzten Dauer des Transits. Für einen Transit von Turkmenbaschi (von Aserbaidschan kommend) nach Turkmenabad (nach Usbekistan reisend) werden tendenziell ein oder zwei Tage mehr gewährt als für einen Transit vom Iran nach Usbekistan. Hierbei handelt es sich allerdings um Erfahrungswerte und keinesfalls um Regeln auf die sich berufen werden könnte.

Umwege und Abstecher sind ausgeschlossen und können an den Checkpoints zu erheblichen Problemen führen. Auch Transitvisa sind in aller Regel nur mit Unterstützung einer hierzu beauftragen Agentur möglich. Individuelle Anträge werden häufig abgelehnt.
Bei der Einreise erfolgt die Registrierung durch die Grenzeinheiten. Die Registrierungsgebühr muss in Dollar bezahlt werden. Alle beim Geldwechsel und der Registrierung erhaltenen Dokumente und Quittungen müssen bis zur Ausreise zusammen mit dem Reisepass ständig mitgeführt und auf Verlangen bei Kontrollen, Checkpoints sowie bei der Ausreise vorgezeigt werden. Ist ein Transit von mehr als 72 Stunden geplant, muss innerhalb dieser Zeit eine zweite Registrierung beim staatlichen Migrationsdienst in der Asady Straße in Aschgabad (Telefon +993 39 13 37) oder den jeweiligen Außenstellen erfolgen. Diese Registrierung ist zwingend vorgeschrieben und muss bei einem Transitvisum vom Besucher selber vorgenommen werden. Die Registrierung kann zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden in Anspruch nehmen. Sie müssen diese Zeit in Ihre Planung mit einkalkulieren. Die Registrierung wird bei Kontrollen und Checkpoints sowie bei der Ausreise überprüft. Das Überschreiten des Zeitfensters zur Registrierung wird entsprechend den turkmenischen Gesetzen bestraft. Achten Sie darauf, dass die Seite neben Ihrem turkmenischen Visum Platz für den bei der Registrierung gesetzten Stempel lässt. Jeder angefangene Tag in Turkmenistan gilt als voller Tag, unabhängig von der Zeit des Grenzübertritts. Der erste Tag eines dreitägigen Transitvisums läuft also auch dann mit dem Einreisetag ab, wenn Sie erst spät abends die Grenze überqueren.

Einreise mit eigenen Verkehrsmitteln
Die für eine Einreise mit dem eigenen Fahrzeug (Motorrad, Auto, Wohnmobil etc.) erforderlichen formalen Voraussetzungen sollten mit der zuständigen turkmenischen Botschaft bzw. der beauftragten Tourismusagentur abgesprochen werden. Das gilt auch für einen Transit! Bisweilen kann auch die Einreise mit dem Fahrrad zu Problemen führen. Auch hier sollte Rücksprache mit der turkmenischen Botschaft gehalten werden. Es empfiehlt sich, die Bestätigungen (auch bspw. darüber, dass die Einreise problemlos möglich ist) schriftlich einzuholen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass diese Bestätigungen in turkmenischer oder russischer Sprache vorliegen, da die Grenzbeamten in aller Regel weder Englisch noch Deutsch sprechen. Zudem sollten vor der Einreise Informationen über die oft begrenzten Öffnungszeiten der Grenzübergänge eingeholt werden. Bei der Ein- oder Ausreise nach Usbekistan ist zudem zu beachten, dass die Grenze entsprechend der politischen Situation zwischen den Ländern auch kurzfristig geschlossen werden kann. Die notwendigen Umwege und Komplikationen sollten im Zeitbudget eingeplant sein. Dies gilt insb. bei einer Durchreise mit dem Transitvisum.

Schutzgebiete
Ausländer dürfen Schutzgebiete ausschließlich in Begleitung hierzu autorisierter Turkmenen betreten und benötigen zudem eine schriftliche Erlaubnis durch das Ministerium für Umwelt- und Naturschutz. Die Schutzgebiete werden entsprechend überwacht, bei Missachtung drohen empfindliche Strafen. Zum Betreten der Schutzgebiete in Grenznähe sind zusätzliche Erlaubnisse zum Betreten der jeweiligen Grenzregion nötig, die bereits ebenfalls bei der Visabeantragung eingereicht werden müssen (s.o.). Informationen zu den gültigen Grenzvorschriften können bei der turkmenischen Botschaft in Berlin eingeholt werden.

Weitere Informationen
Diese Informationen können aufgrund der sich regelmäßig ändernden Regelungen nur Hinweise bieten und sollen keinesfalls die Beratung durch eine professionelle Agentur, die ausnahmslos staatlichen turkmenischen Tourismusorganisationen und das turkmenische Konsulat ersetzen. Für die Richtigkeit der Angaben kann keine Verantwortung übernommen werden. Darüber hinaus geben die genannten Einrichtungen weitere Hinweise zu den hier nicht erwähnten bürokratischen und formalen Voraussetzungen für die Visabeantragung und die Registrierung vor Ort.

Eine ausführliche Darstellung der Voraussetzungen zur Erlangung eines turkmenischen Visums sowie der zu beachtenden bürokratischen Bestimmungen nach Betreten des Landes findet sich zudem in:
Brummel, P. (2006): Turkmenistan. Bradt Travel Guides.
Obgleich teilweise (vor allem bei Preisen) veraltet, ist dieser Reiseführer nach wie vor der inhaltlich kompetenteste und qualitativ hochwertigste.

Genehmigungspflichtige Gebiete
An den Grenzen der genehmigungspflichten Distrikten, Städten und Dörfern sind Checkpoints installiert, an denen Besucher ohne entsprechende Vermerke im Visum abgewiesen werden. Werden Besucher innerhalb der entsprechenden Bereiche ohne passenden Vermerk im Visum oder ohne die notwendige Genehmigung erwischt, drohen hohe Geld- und Haftstrafen. Die Beantragung erfolgt beim staatlichen Migrationsdienst. Jede Genehmigung ist gebührenpflichtig und erfordert die Nennung der Reisegründe und der exakten Aufenthaltsdaten in den genehmigungspflichtungen Bereichen. Diese Verpflichtung gilt für jeden ausländischen Besucher in Turkmenistan, unabhängig von der Art des gewährten Visums. Im Fall von Touristenvisa wird die beauftragte Reiseagentur sich um solche Formalitäten kümmern, im Fall eines Geschäftsvisums ist es ratsam, den Geschäftspartner mit der Organisation zu beauftragen. Individualtouristen müssen sich (möglichst lange im Voraus) selbst um die Genehmigungen kümmern. Ausnahme: Wenn ein Transitvisum das Passieren eines genehmigungspflichtigen Bereiches erfordert, ist die einmalige Passage gestattet. Es ist in diesem Fall angeraten, den Aufenthalt im genehmigungspflichtigen Bereich so kurz wie möglich zu halten!

Gegenwärtig ist der Besuch folgender Distrikte, Städte, Dörfer und Einrichtungen der Verkehrsinfrastruktur nur mit schriftlicher Genehmigung möglich:

Regierungsbezirk Akhal:
1. Ak Bugday etrap: Bagdat (Stadt), Babadurmaz (Distrikt)
        Kasamly (Dorf im Gami Distrikt), Guryhowdan (Dorf im Garadamak Distrikt)
2.     Baharly etrap: Garawul (Distrikt)
3. Gokdepe etrap: Germaw (Dorf im Yangala Distrikt)
4. Kaka etrap: Dushak (Stadt), Shukur bagshi (Distrikt), Arapgala (Distrikt), Artyk
        (Distrikt und der Besuch des Bahnhofs von Artyk), Gowshut (Distrikt), der Besuch
        des Bahnhofs von Gowshut und des Bahnhofs Nummer 81, Gozgan, Kurengala,
        Mehinli, Hyrchyngan (Distrikte), und der Besuch des Bahnhofs von Armansgat
        sowie der Bahnhöfe Nummer 79 und 80
5. Sarahs etrap: Sarahs, Gangaly (Städte), Hanyap, Yalawach, Garaman, Ata,
        Kichiaga, Ashgabat, Alam, Watan, Chalcha (Distrikte)

Regierungsbezirk Balkan:

  1. Esenguly etrap: Esenguly, Ekerem (Städte), Chikechler, Ajayip, Chaloyuk, Garadegish (Distrikte), Etrek etrap: Etrek (Stadt), Akyala (Distrikt), Bayathoja (Dorf im Bayathoja Distrikt)
  2. aragach (Dorf im Garagach Distrikt), Garahan (Dorf im Gyzylbayar Distrikt), Gyzylay (Dorf im Madaw Distrikt)
  3. Magtymguly etrap: Magtymguly (Stadt), Kuruzdey, Gerkez, Yankel (Distrikte), Akkel (Dorf im Akkel Distrikt), Gyzylymam (Dorf im Gyzylymam Distrikt), Ak (Dorf im Chendir Distrikt)
  4. Turkmenbashi etrap: Guzulsuw, Guwlymayak, Gyzylgaya, Gatabogaz (Städte), Chagyl, Tuver (Dörfer im Goymat und Awlamysh Distrikt)
  5. Die Distrikte Konekesir, Hodjagala und das Dorf Dayna im Distrikt Dayna soweit sie innerhalb der definierten Grenzbereiche liegen

Regierungsbezirk Mary:
1. Serhatabat etrap: Serhechi, Galaymor, Chemenebit (Distrikte), Engish (Dorf im
        Engish Distrikt)
2. Tagtabazar etrap: Tagtabazar (Stadt), Erden, Suhty, Gulja, Marchak, S. Niyazow
        (Distrikte), Yashlyk (Dorf im Yashlyk Distrikt), Humly (Dorf)
 
Regierungsbezirk Daschogus:
1. Boldumsaz etrap: Guyanagyz we Ashgabat districts;
2.     Gorogly etrap: Dashly (Dorf im Magtymguly Distrikt), Akjeren und Gorelde
        (Dörfer im Aksaray Distrikt), Altyngol, Bedirkent, Buzgomen villages, Edermen
        und Yangyyap (Dörfer), das gesamte Grenzgebiet zwischen der Stadt Gazojak und
        dem Stadtbezirk Gazojak in Daschogus (Stadt)
3.     Gubadag etrap: Bereket, Gubadag, Yashlyk (Distrikte), Dowgala und Mannyt
        (Dörfer im Gokchage Distrikt), Gorelde, Dowletli (Dörfer im Dowletli Distrikt),
        Shyhgala (Dorf im Amyderya Distrikt), Jemshit (Dorf im Azatlyk Distrikt),
        Yekederek (Dorf im Sadulla Rozmetov Distrikt)
4. Koneurgench etrap: Galkynysh, Tazeyap, Tazeyol, Akgum, Ezberkol, Pagtachy (Distrikte),
Maslahat, Saraygol (Dörfer)
5. S. A. Niyazow etrap: Niyazow (Stadt), Yoldash Ahmedow (Dorf im Gulistan
        Distrikt), Shatlyk, Medeniyet, Dostluk, Dowlet (Distrikte), Shyhgala (Dorf im
        Nowbahar Distrikt), Bossan und Sadulla Rozmetow (Distrikte), Gulistan, Deryalyk,
        Kyyat, Yanguyer (Dörfer);
6. Saparmyrat Turkmenbashi etrap: Ruhebelent, Bitaraplyk, Serdar, Yybowur,
        Turkmenistan, Yengish, Shahamy, Dowkesen (Distrikte)

Regierungsbezirk Lebap:
1. Atamyrat etrap: Bashsaka, Garamatniyaz (Stadt benannt nach dem 15, Jahrestag
        der Unabhängigkeit)
2. Beyik Turkmenbashi etrap: Amuderya, Dostluk, Kerkichi (Städte), Burguchy,
        Dashrabat, Surhy (Distrikte), der Bahnhof von Azatlyk
3. Birata etrap: Birata, Gazochak, Lebap (Städte), Lebap, Hojalyk, Charwadar
        (Distrikte), Sadywar (Dorf im Sadywar Distrikt), der Bahnhof von Sakazino
4. Dowletli etrap: Tallymerjen, Hojahayran (Distrikte), Korkak, Hodjatutly, Guzdubuk
        (Dörfer)
5. Farap etrap: Farap, Jeyhun (Städte), Djendi, Bitik, Garamysh,
        Dostluk, Osty, Kurach, Nazarym (Distrikte) Teze (Dorf)
6. Hojambaz etrap: Hojambaz (Stadt), Beshir, Burdalyk, Gultak, Meken (Distrikte)
7. Koytendag etrap: Kelif, Mukry, Kogetang (Städte), Akgumolam, Garahowuz, Garnash,
Megejik, Garlyk, Koyten (Distrikte), Gokmiyar (Dorf)
8. Magdanly (Stadt)

Geschäftsvisum (3 Monate) zur mehrfachen Einreise mit der Genehmigung zum Besuch von fünf verschiedenen Naturschutzgebieten (individuelle Erkennungsmerkmale entfernt, © Hendrik Meurs).
Geschäftsvisum (3 Monate) zur mehrfachen Einreise mit der Genehmigung zum Besuch von fünf verschiedenen Naturschutzgebieten. (individuelle Erkennungsmerkmale entfernt, © Hendrik Meurs).
Tourismusvisum (7 Tage) zur einfachen Einreise mit der Genehmigung zum Besuch der grenznahen Sehenswürdigkeiten von Konye Urganch und der grenznahen Siedlung Nokhur (individuelle Erkennungsmerkmale entfernt, © Hendrik Meurs).
Tourismusvisum (7 Tage) zur einfachen Einreise mit der Genehmigung zum Besuch der grenznahen Sehenswürdigkeiten von Konye Urganch und der grenznahen Siedlung Nokhur. (individuelle Erkennungsmerkmale entfernt, © Hendrik Meurs).

5.2.2 Versorgung

Für ausländische Besucher ist die Versorgungssituation in Turkmenistan im Allgemeinen gut. In den Geschäften der Hauptstadt lassen sich auch Importwaren finden, in jeder Stadt gibt es einen Bazar mit frischen Waren und selbst in den kleinen abgelegenen Siedlungen in der Wüste finden sich Geschäfte mit einer begrenzten Auswahl an Grundnahrungsmitteln.

5.2.2.1 Getränke
Das turkmenische Grundgetränk ist Grüntee. Dieser wird zu jeder Tages- und Nachtzeit gereicht. Grüntee ist in allen Hotels jederzeit verfügbar und in jedem Wagen der turkmenischen Eisenbahn finden sich ein großer Boiler mit stets kochendem Wasser sowie eine Schaffnerin, die den Reisenden mit Grüntee versorgen kann. Obgleich Turkmenistan mehrheitlich muslimisch ist, sind alkoholische Getränke nicht geächtet sondern im Gegenteil bereits mittags wesentlicher Bestandteil vieler Mahlzeiten. Fast jedes Geschäft bietet eine breite Auswahl an Wodkas an, von sehr billigen Varianten bis zu ausgesprochen hochwertigen Produkten, die mit 6 bis 9 Euro pro Liter allerdings auch entsprechend teurer sind. Allerdings sollte beim Alkoholkonsum unbedingt das regionale Umfeld beachtet werden. So finden sich Bevölkerungsgruppen, die Alkohol ablehnen und entsprechendes Verhalten auch von Besuchern erwarten. Leitungswasser sollte - sofern vorhanden - abgekocht werden. Gleiches gilt für Wasser aus den Wassertransportern und Brunnenwasser. Kaffee wird in aller Regel in Form löslicher Fertigmischungen getrunken - die Portionen sind bereits gesüßt und enthalten Milchpulver. Gebrühter Kaffee, Espresso oder andere Kaffeevariationen finden sich nur in einigen ausgewählten Restaurants in der Hauptstadt.

Turkmenische Cola. (© Hendrik Meurs)
Turkmenische Cola. (© Hendrik Meurs)
Turkmenische Cola. (© Hendrik Meurs)
Turkmenische Cola. (© Hendrik Meurs)
Turkmenische Cola. (© Hendrik Meurs)
Turkmenische Cola. (© Hendrik Meurs)

5.2.2.4 Weitere Einkäufe

Souvenirs
Souvenirs jeder Form finden sich auf dem im Jahr 2011 in einen Neubau einige Kilometer nördlich von Aschgabad umgezogenen Tolkutschka Bazar (heute: Altyn Asyr Bazar). Am belebtesten und eindrucksvollsten ist der Markt Donnerstags und Sonntags. Zu den typischen Souvenirs gehören verschiedene kunsthandwerkliche Gegenstände wie Schmuck, Mäntel und Mützen aus Lamm- oder Schafsfell und Produkte aus Teppichstoff. Besonders attraktiv ist der traditionell aus Silber gefertigte und mit oft zentral eingebundenen Türkissteinen oder Lapislazuli verzierte Schmuck der südlichen Yomud. Allerdings unterliegt der Export von Silber einer Reihe komplizierter Voraussetzungen und bürokratischer Hürden. Diese ändern sich regelmäßig und können beim Reiseveranstalter erfragt werden. Grundsätzlich ist der Export von Antiquitäten (>30 Jahre) verboten, wobei diese Vorschrift von den Grenzbehörden sehr weit ausgelegt wird und normalerweise alles umfasst, was alt aussieht.

Teppichkauf

Teppichhändler auf dem Tolkutschka Bazar. (© Hendrik Meurs)
Teppichhändler auf dem Tolkutschka Bazar. (© Hendrik Meurs)

Aufgrund der einzigartigen Farbgebung und der teilweise hohen Qualität kann ein turkmenischer Teppich ein hervorragendes Souvenier einer Reise in das Land sein.Allerdings ist zu beachten, dass beim Kauf und insbesondere vor der Erlaubnis zur legalen Ausfuhr eines turkmenischen Teppichs einige bürokratische Hürden zu überwinden sind.

Zum Export von Teppichen ist eine Prüfgebühr zu zahlen. Offiziell fällt die Gebühr erst ab einer Größe von 1,36 m² (Akhal Teppiche) beziehungsweise 2m² (Yomud Teppiche) an, tatsächlich ist diese Regelung bei den Grenzbehörden jedoch oft unbekannt. Da der Export von Antiquitäten verboten ist, wird bei der Prüfung untersucht, ob es sich bei dem zu exportierenden Exemplar um eine Antiquität handelt. Als Antiquität gilt jedes Objekt das älter ist als 30 Jahre. Die Prüfgebühr beträgt zwischen 60 US-$ (Kilim) und 360 US-$ (Akhal-Teppich) pro Quadratmeter. Selbst für kleine Teppiche fällt so schnell eine hohe Gebühr an. Die Prüfung muss bei der Prüfstelle des Teppichmuseums oder des Teppichministeriums veranlasst werden und kann zeitaufwändig sein. Das von der Prüfstelle ausgestellte Zertifikat ist unbedingt aufzubewahren. Zusätzlich wird ein mit Bleisiegel versehener Prüfstempel am Teppich angebracht, wobei der Teppich beim routinemäßigen Durchstechen des Siegels beschädigt werden kann. Auf entsprechenden Hinweis kann das Siegel auch angeknotet werden.

Diese Gebühr dient der Verstaatlichung des auch zur Sowjetzeit noch zumeist in Privatregie durchgeführten Teppichgewerbes. Der prohibitive Preis macht es Ausländern nahezu unmöglich, Teppiche bei Privathändlern zu erstehen und entzieht diesen damit ihre Geschäftsgrundlage. Als einzige Alternative bieten sich staatliche Geschäfte an. Hier sind die Teppichpreise zwar deutlich höher, dafür entfällt die Prüfgebühr, da das entsprechende Zertifikat (auf Nachfrage) kostenlos mit dem Teppichkauf ausgestellt wird. Lizensierte Geschäfte finden sich in den großen Luxushotels, im Teppichmuseum oder der staatlichen Teppichfabrik.

Allerdings muss darauf geachtet werden, dass turkmenische Teppiche seit den späten 1980er Jahren nur noch sehr vereinzelt von Hand angefertigt werden. Seit den 1990er Jahren werden nach Angaben des verlinkten Berichts zudem vermehrt Kunstfasern verwendet, die auf den ersten Blick kaum von der traditionell verwendeten Wolle zu unterscheiden sind. Überdies werden die berühmten tiefroten Farbtöne turkmenischer Teppiche inzwischen nahezu ausnahmslos durch chemische Farbstoffe erreicht. Diese Farben können Gifte enthalten, die sich bei höherer Luftfeuchtigkeit und Wärme aus dem Teppich lösen. Zudem sind diese Farben im Unterschied zu den traditionell verwendeten nicht immer lichtbeständig und können auf Nässe mit Verfärbungen reagieren.

Zudem sollten Reisende darauf achten, dass die turkmenischen Grenzbehörden für "Transitteppiche" eine "Transitteppichgebühr" erheben. Diese Gebühr für einen beispielsweise in Usbekistan oder im Iran erworbenen und durch Turkmenistan transportierten Teppich fällt bei der Ausreise aus Turkmenistan an und berechnet sich nach der Quadratmeterzahl des Teppichs. Die Höhe der Gebühr ist abhängig vom Verhandlungsgeschick bei der Ausreise, der Geduld und dem zum Verhandeln zur Verfügung stehenden Zeitbudget. Bei einem vergleichsweise niedrigen Kaufpreis kann es sich lohnen, die Kaufquittung als Argument zur Senkung der Transitgebühr vorzuzeigen. War der Teppich teuer, wird die Gebühr hierdurch ebenfalls eher erhöht werden.

5.3 Geld und Geldtransfer

Werbeschild der Prezidentbank - hier werden auch Euros getauscht. ( Hendrik Meurs)
Werbeschild der Prezidentbank - hier werden auch Euros getauscht. ( Hendrik Meurs)
Wechselkurstabelle. Da sich der Wechselkurs des Manat am Dollar orientiert, kaum schwankt und andere Währungen zumeist ohnehin nicht akzeptiert werden, bleibt die Tabelle übersichtlich. (© Hendrik Meurs)
Wechselkurstabelle. Da sich der Wechselkurs des Manat am Dollar orientiert, kaum schwankt und andere Währungen zumeist ohnehin nicht akzeptiert werden, bleibt die Tabelle übersichtlich. (© Hendrik Meurs)
Bis zum 01.01.2009 war der Geldtausch ein mühsames Geschäft. Der 10.000 Manat Schein hatte als größter umlaufender Geldschein einen Gegenwert von weniger als 50ct. Seit 2009 liegt der Wechselkurs relativ konstant bei etwa einem Euro zu 3,3 bis 4 Manat
Bis zum 01.01.2009 war der Geldtausch ein mühsames Geschäft. Der 10.000 Manat Schein hatte als größter umlaufender Geldschein einen Gegenwert von weniger als 50ct. Seit 2009 liegt der Wechselkurs relativ konstant bei etwa einem Euro zu 3,3 bis 4 Manat. Geldscheine reichen von einem Manat bis 500 Manat. (© Hendrik Meurs)
Ein turkmenischer Manat
Ein turkmenischer Manat

Die turkmenische Währung ist der neue turkmenische Manat (TMT). Der Wechselkurs wird von der turkmenischen Zentralbank festgesetzt und orientiert sich seit der Devaluierung im Januar 2015 an einem Kurs von 3,41 Manat je Dollar. Mit diesem Wechselkurs gilt die Währung als deutlich überbewertet. Entsprechend hat sich ein lebhafter Schwarzmarkt für Währungsgeschäfte entwickelt. Die Abweichung zum offiziellen Wechselkurs liegt je nach Jahreszeit (im Sommer kleinere Abweichung als im Winter), Wochentag (zur Wochenmitte wird die größte Abweichung erzielt) und Uhrzeit (mittags kleinere Abweichung als am Vormittag) zwischen 20 und 100%.

Im Zuge der aktuellen Wirtschaftskrise hat der TMT auf den Schwarzmärkten im Verlauf des Jahres 2017 deutlich an Wert verloren und liegt aktuell je nach Region und Verhandlungsgeschick bei 4 bis 7 TMT je US-Dollar. Unter Berücksichtigung der hiermit einhergehenden (erheblichen!) Risiken können Besucher daher bei gutem Verhandeln die Kosten ihres Aufenthalts im Land erheblich reduzieren.

Allerdings ist der Geldtausch außerhalb der staatlich lizenzierten Geldtauschstellen und Banken illegal und wird streng bestraft. Das Risiko ist unkalkulierbar. Entsprechend wird trotz der verlockend erscheinenden Wechselkurse dringend von Schwarzmarktgeschäften abgeraten. Überdies muss bei jedem Geldwechsel ein Tauschbeleg über den legal erfolgten Tausch eingeholt werden. Auf dem Schwarzmarkt ausgestellte Belege sind oft plumpe Fälschungen, die vom Besucher kaum, von den Kontrolleuren bei der Ausreise aber unzweifelhaft als solche identifiziert werden können und dann zu großen Problemen führen.

Händler pflegen bis heute in den Einheiten des alten turkmenischen Manat zu rechnen, der Einfachheit halber jedoch reduziert um den Faktor 1000. Verlang also ein Händler "150" für ein Produkt auf dem Bazar können hiermit 150 TMT gemeint sein (etwa 44 USD nach offiziellem Wechselkurs oder 25 USD soweit zu einem günstigen Schwarzmarktkurs getauscht wurde). In der Regel sind hiermit allerdings 150.000 alte turkmenische Manat gemeint und dementsprechend 30 TMT, woraus sich wiederum ein Dollarpreis von 5 bis 8 USD ergibt. Ob das im Beispiel angebotene Produkt also für 5 oder 44 USD angeboten wird, hängt sowohl davon ab, ob der Händler in alten oder neuen Manat rechnet als auch von der Ehrlichkeit und vom Geschick des Besuchers beim Tauschen seiner Devisen in TMT. 

Zu Beachten ist, dass Hotels, Reisebüros und andere Dienstleister bei Bezahlung in TMT zunehmend Belege über den Tausch der Währung bei staatlichen Banken einfordern. 

Bei der Einreise müssen sämtliche Devisen deklariert werden. Es ist nicht erlaubt, mehr Devisen aus dem Land auszuführen als bei der Einreise eingebracht wurden. Die Differenz zwischen eingeführten Devisen und der (geringeren) Summe ausgeführter Devisen ist bei stichprobenartigen Ausreisekontrollen durch Tauschbelege nachzuweisen. Hierfür sind die bei jedem legalen Geldtausch ausgestellten Tauschbelege unbedingt aufzubewahren. Diese Kontrollen können zeitaufwändig sein, eine entsprechende Wartezeit sollte bei der Zeitplanung für den Grenzübertritt einkalkuliert werden. Entsprechend der zunehmenden Abweichung zwischen dem offiziellen und dem auf der Straße gehandelten Wechselkurs werden diese Kontrollen seit Anfang 2015 verschärft durchgeführt.

Falsche Angaben im Devisenformular werden schwer bestraft. Die Ein- oder Ausfuhr von Geldmengen die über den üblichen Bedarf hinaus gehen sollte zur Vermeidung von Schwierigkeiten unbedingt mit den turkmenischen Geschäftspartnern abgeklärt werden.

Bezahlt wird fast ausnahmslos in Bargeld. Nur sehr wenige Hotels akzeptieren Kreditkarten (VISA, Master Card). Außerhalb dieser Hotels sind Kreditkarten unbekannt. Dollarscheine können bei allen größeren Banken gewechselt werden, Euros bei den Filialen der Prezidentbank und einigen anderen Banken. Informationen hierzu erteilt die beauftragte Tourismusorganisation. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Dollar- und Euroscheine absolut makellos sind. Bei Beschädigungen, Verfärbungen oder Markierungen werden die Scheine abgelehnt. Weisen sie nur kleine Beschädigungen oder mehrere Knickstellen auf, ist es gelegentlich möglich, zumindest zu einem schlechteren Wechselkurs zu tauschen. Ausnahmslos abgelehnt werden alle vor 1996 gedruckten US-$ Scheine. Zudem kann der Umtausch von 100 US-$ Scheinen schwierig sein.

Die Ausfuhr von Manat ist nicht erlaubt, wird allerdings bei kleinsten Beträgen (im Sinne von Andenken) geduldet

Außerhalb von Turkmenistan ist es weder möglich, neue turkmenische Manat zu kaufen noch diese in andere Währungen zu tauschen.

Der Rücktausch von Manat in Devisen ist seit 2016 nicht mehr uneingeschränkt möglich. Derzeit ist diesbezüglich keine konsistente Regelung erkennbar. Zahlreiche Banken untersagen den Rücktausch gänzlich, manche tauschen nur unter Vorlage von Tauschbelegen zum Nachweis legal erworbener Manat um, bei einigen Banken gelingt der Rücktausch nach wie vor. Entsprechend der unvorhersehbaren Entwicklung wird daher geraten, den Tausch von Devisen in Manat am tatsächlichen Bedarf zu orientieren und wenn notwendig nachzutauschen. Der Tausch von Devisen in Manat ist jederzeit problemlos möglich.

Erfahrungsgemäß gelingt der Rücktausch Ausländern bei vergleichsweise geringen Summen unter Vorlage der Tauschbelege zum Nachweis über den zuvor erfolgten legalen Tausch von Devisen in Manat zumeist noch. Der Tauschbeleg wird dann entsprechend der zurückgetauschten Summe entwertet.

Geldtautomaten sind ausgesprochen selten. Standorte funktionierender Automaten sind gegenwärtig nicht bekannt.

Auch für diese Informationen kann aufgrund der sich immer wieder ändernden Vorschriften keine Gewähr übernommen werden. Im Zweifel ist es sinnvoll, Erkundigungen bei der beauftragten Tourismusagentur und der zuständigen turkmenischen Botschaft einzuholen.

5.4 Reisen, Transport und Verkehr in Turkmenistan

Die turkmenische Verkehrsinfrastruktur ist generell gut ausgebaut. Die beiden einzigen internationalen Flughäfen des Landes befinden sich in Aschgabad und Turkmenbaschi (wöchentliche Verbindung mit Turkmenistan Airlines nach Istanbul). Zahlreiche Inlandsflüge verbinden alle größeren Städte mit der Hauptstadt, teilweise bestehen auch Flugverbindungen zwischen den einzelnen Städten. Darüber hinaus sind alle größeren Siedlungen durch die Süd-Nord oder die West-Ost verlaufende Eisenbahn miteinander sowie mit der Hauptstadt verbunden. Zudem sind alle größeren Siedlungen über ganzjährig befahrbare befestigte Straßen erreichbar. Von Turkmenbaschi besteht eine unregelmäßige Fährverbindung nach Aserbaidschan. Abseits der beiden sich in Aschgabad kreuzenden Hauptverkehrsstrecken sind die Straßen in der Regel unbefestigt und ist ein Fortkommen ohne Allradantrieb schwierig und in weiten Teilen des Landes auch gefährlich.

Die turkmenische Regierung unterstützt die ausnahmslos staatlich betriebenen öffentlichen Verkehrsmittel mit umfangreichen Subventionen. Hiervon profitieren zumeist auch die ausländischen Besucher des Landes, für die somit deren Nutzung ausgesprochen günstig ist. In besonderem Maße gilt dies für Zug- und Busfahrten. Erstere kosten - einschließlich Nachtzügen - nur wenige Dollar, Busfahrten in den Städten sogar nur wenige Cent. Die Preise für Benzin und Diesel wurden zwar in der ersten Jahreshälfte 2015 erneut deutlich angehoben, gleichwohl bewegen sie sich weiterhin im Bereich von wenigen Cent pro Liter. Entsprechend haben sich auch die Preise für Taxifahrten erhöht, für Fahrten innerhalb der großen Städte des Landes sind unabhängig von der zurückgelegten Entfernung jedoch nach wie vor höchstens einige wenige Dollar zu zahlen.

Linienbus vor dem Bahnhof von Turkmenbaschi. (© Hendrik Meurs)
Linienbus vor dem Bahnhof von Turkmenbaschi. (© Hendrik Meurs)
Busbahnhof in Mary. (© Hendrik Meurs)
Busbahnhof in Mary. (© Hendrik Meurs)
Transport abseits der großen Straßen. (© Hendrik Meurs)
Transport abseits der großen Straßen. (© Hendrik Meurs)

5.4.1 Luftverkehr

  • International:

Der einzige bedeutende internationale Flughafen des Landes befindet sich in Aschgabad. Dieser wurde bis zum Jahr 2017 momentan umfassend modernisiert und ist seit seiner Neueröffnung der nach Kapazität größte Flughäfen der Region. Theoretisch ist auch die Abfertigung von Flugzeugen wie dem Airbus A380 oder der Boeing 747-8i möglich. Mit einer Flotte von zwei Langstreckenflugzeugen und knapp 20 Flugzeugen für Kurz- und Mittelstrecken bedient die staatliche Turkmenistan Airlines von ihrem Heimatflughafen Aschgabad aus eine Reihe regionaler und überregionaler Ziele. In Westeuropa werden Birmingham, Frankfurt, London und Paris nonstop angefolgen. Neben Turkmenistan Airlines verbindet die Lufthansa (ab Frankfurt mit Zwischenlandung in Baku, mehrmals wöchentlich) als einzige Fluggesellschaft Westeuropa direkt mit Turkmenistan. Darüber hinaus bestehen Verbindungen mit Turkish Airlines (ab Istanbul, täglich), S7 (ab Moskau, mehrmals wöchentlich), Belavia (ab Minsk, mehrmals wöchentlich), Flydubai (ab Dubai) und China Southern Airlines (ab Urumchi).

Der andere internationale Flughafen des Landes ist der Flughafen Turkmenbaschi. Turkmenistan Airlines verbindet den Flughafen einmal wöchentlich mit Istanbul. 

  • Regional: 

Flugverbindungen mit Nachbarstaaten Turkmenistans bzw. den Ländern Zentralasiens werden derzeit ausschließlich von Turkmenistan Airlines angeboten:
Kasachstan: Aschgabad - Almaty, mehrmals wöchentlich, seit 2016
Tadschikistan: Aschgabad - Duschanbe, wöchentlich geplant, seit Juni 2017 (derzeit nur vereinzelte Flüge)

Der bis 2016 zumeist mit einer Iljuschin 114 durchgeführte wöchentliche Flug von Uzbekistan Airways in die usbekische Hauptstadt Taschkent wurde im Frühjahr 2017 bis auf Weiteres eingestellt.

  • Inlandsflüge:

Folgende Flughäfen werden von Turkmenistan Airlines ab Aschgabad angeflogen:
Turkmenbaschi (mehrfach täglich)
Balkanabad (mehrfach wöchentlich)
Daschogus (mehrfach täglich - Erlaubnis zum Betreten der Grenzregionen erforderlich)
Mary (mehrfach täglich)
Turkmenabad (mehrfach täglich)

Darüber hinaus bestehen von Daschogus aus (meist mehrmals wöchentlich) Verbindungen nach: Turkmenbaschi, Balkanabad, Mary, Turkmenabad.

Und schließlich fliegt Turkmenistan Airlines wöchentlich zwischen Mary und Turkmenbaschi.

Die Passagierflotte von Turkmenistan Airlines besteht derzeit aus älteren Flugzeugen der Typen Boeing 717 (7 Stück), 737-300 (1 Exemplar) und 757-200 (1 Exemplar) sowie modernen der Typen Boeing 737-700 (3 Stück), 737-800 6 Stück, 2 bestellt) und 777-200LR (2 Stück).
Inlandsflüge werden mit Boeing 717 und 737 durchgeführt, sind von der Regierung subventioniert und daher ausgesprochen günstig.
Die auf die Bewertung von Luftfahrtunternehmen spezialisierte Skytrax vergibt an Turkmenistan Airlines 2 von 5 möglichen Punkten. Als Gründe werden die unterdurchschnittliche bis deutlich unterdurchschnittliche Bewertung u.a. von Service, Kabinenausstattung, Sitzkomfort, Sicherheitsprozeduren, On-Board-Entertainment, Catering und Flottenmanagement genannt. Dementsprechend schlecht fallen die meisten Bewertungen der Fluggesellschaft auf den einschlägigen Portalen aus.

Die International Civil Aviation Association hat im April 2010 eine Sicherheitsprüfung bei Turkmenistan Airlines vorgenommen und mit Ausnahme der Qualifikation und der Qualität des Trainings beim technischen Personal keine markant negativen Abweichungen gegenüber dem weltweiten Durchschnitt festgestellt. Gleichwohl raten die Außenministerien der Schweiz und von Österreich aufgrund der grundsätzlich nicht immer eingehaltenen bzw. internationalen Standards entsprechenden Flugsicherheit dazu, Inlandsflüge nur tagsüber und bei gutem Wetter anzutreten.

An Bord der Lufthansa Maschine von Baku nach Aschgabad. Die in der Regel geringe Zahl an Passagieren lässt bisweilen das Gefühl eines Privatfluges aufkommen. (© Hendrik Meurs)
An Bord der Lufthansa Maschine von Baku nach Aschgabad. Die in der Regel geringe Zahl an Passagieren lässt bisweilen das Gefühl eines Privatfluges aufkommen. (© Hendrik Meurs)
Flughafen der Stadt Turkmenbaschi. (© Hendrik Meurs)
Flughafen der Stadt Turkmenbaschi. (© Hendrik Meurs)

5.4.4 Schifffahrt

Im Hafen von Turkmenbaschi. (© Hendrik Meurs)
Im Hafen von Turkmenbaschi. (© Hendrik Meurs)

Die einzige Hafenstadt des Landes ist Turkmenbaschi. Von hier besteht eine unregelmäßige (theoretisch tägliche, praktisch jedoch oft nur drei oder vier Mal pro Woche verkehrende) Fährverbindung nach Baku sowie im Jahr 2014 eingerichtete nach bisherigen Berichten allerdings noch unregelmäßigere Fährverbindung nach Olya bei Astrachan in Russland. In Richtung Turkmenistan reisend, können vorbestellte Visa nach unbestätigten Berichten beim turkmenischen Konsulat in Ashtrachan abgeholt werden. Sollte sich dies bestätigen, wäre die Fähre eine möglicherweise attraktive Verbindung von Russland nach Turkmenistan. Sowohl die Visasituation als auch der Fahrplan der Fähre sind jedoch derzeit unklar, so dass hier die Kontaktaufnahme mit dem Konsulat und der Reederei unbedingt empfohlen werden.

Neben dem Lufthansaflug zwischen Baku und Aschgabad ist die etwa 17-stündige Überfahrt gleichwohl die einzige halbwegs regelmäßig verkehrende Möglichkeit zur Personenbeförderung zwischen den beiden Ländern. Es sollte unbedingt beachtet werden, dass die Fahrt aufgrund von technischen Defekten oder Liegezeiten auf See oft mehr als 20 Stunden dauert und Fahrtzeiten notorisch unregelmäßig sind. Fahrtzeiten von über 30 Stunden sind keine Seltenheit. Liegezeiten von mehr als 3 Tagen sind jedoch vergleichsweise selten. In seltenen Einzelfällen wird von Wartezeiten von bis zu sechs Tagen berichtet. Hier ist dringend darauf zu achten, dass das Visum des Ziellandes während der Wartezeit nicht abläuft bzw. dieses von Beginn an mit einem entsprechenden Zeitpuffer besorgt wurde. Durch die Betrachtung der aktuellen Position der Fähren zwischen Turkmenbaschi und Aschgabad kann zum einen eine ungefähre Abschätzung zur nächsten Abfahrt sowie - aus Sicherheitsgründen - zum vermutlich eingesetzten Schiff vorgenommen werden.

Die Eisenbahnfähren verfügen je nach Schiff über eine größere Zahl an teils modernen, oft jedoch sehr einfachen Passagierkabinen und können eine begrenzte Anzahl von Privatfahrzeugen transportieren. Die hygienischen Einrichtungen sind soweit bekannt durchweg einfach gehalten. Einige Schiffe verfügen über eine kleine Bar mit einem begrenzten Angebot an Snacks und alkoholischen Getränken.

Der offizielle Preis für die Überfahrt liegt derzeit bei etwa 90 US-$. Tatsächlich sind die Fahrtkosten oft abhängig vom individuellen Zeitdruck während der Preisverhandlung, dem Verhandlungswillen des Verhandlungspartners und den an weitere Personen zu zahlenden zusätzlichen Gebühren. Insgesamt muss je nach Verhandlungsgeschick mit etwa 70 bis 200 US-$ pro Person gerechnet werden. Zur Vermeidung von Extragebühren empfiehlt es sich, nach dem Erhalt des Fährtickets möglichst unauffällig und umgehend an Bord zu gehen. Es verkehren sechs verschiedene Fähren. Die offiziellen Preise sind für alle Fähren gleich. Vor allem in Bezug auf die Sicherheitsstandards entsprechen jedoch nur die beiden neueren Modelle zumindest teilweise westlichen Anforderungen. Aufgrund der zahlreichen (möglichen) Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten beim Kauf von Fahrkarten für die Fähre zwischen Baku und Turkmenbaschi ist es ausgesprochen hilfreich, dass Reisende die diese Fähre genutzt haben und eine (halbstaatliche aserbaidschanische) Tourismusorganisation nicht nur informative Reiseberichte sondern überdies teils ausgesprochen detaillierte Zusammenstellungen der Informationen zu den Voraussetzungen zum und Abläufen beim Erwerb eines Fahrscheins zur Verfügung stellen. An- und Abfahrtsort in Baku ist das zentrale Hafengebäude in Baku, An- und Abfahrtsort in Turkmenbaschi ist zumeist die etwas abseits gelegene Gleisanlage. Zumindest teilweise dienen die Fähren dem Transport ganzer Güterzüge. Freizeitmöglichkeiten sind an Bord nicht vorgesehen, allerdings ist der Aufenthalt auf dem Oberdeck bei den meisten Schiffen problemlos möglich.

Neben der Personenfähre verkehren von Turkmenbaschi auch Frachtschiffverbindungen mit einer begrenzten Anzahl von Passagierkabinen. Die regelmäßig angesteuerten Häfen sind Aktau (Kasachstan), Olya (Russland, Dagestan) und Enzeli (Iran). Eine vorherige Nachfrage bei der Reederei ist unbedingt anzuraten, gegebenenfalls kann auch die spontane Nachfrage beim Schiffseigner vor Ort weiter helfen. Visa für die jeweiligen Zielländer müssen in jedem Fall vorhanden sein. Achtung: Der Frachtverkehr folgt keinem strikten Linienfahrplan. Längere Liegezeiten und Verzögerungen müssen einkalkuliert werden. Der Preis ist ausschließlich vom Verhandlungsgeschick abhängig, wobei je nach Entfernung ein Grundpreis ähnlich der Verbindung nach Baku kalkuliert werden sollte (also mindestens 100-120 Dollar nach Enzeli bis mindestens 180-230 Dollar nach Olya).

Vor wenigen Jahren hat die Regierung in unmittelbarer Nähe der Stadt die landesweit erste Gasverflüssigungsanlage in Betrieb genommen. Deren kontinuierlich ausgebaute Kapazität liegt derzeit nach offiziellen Angaben bei etwa 340.000 t Flüssiggas pro Jahr. Nach ebenfalls offiziellen Angaben ist die Kapaizät derzeit zu etwa 80% (Jahresleistung von etwa 270.000 t Flüssiggas) ausgelastet. Mittels einer eigenen (ebenfalls in weiterem Ausbau befindlichen) Flotte von Öl- und Gastankern können diese Rohstoffe somit erstmals direkt auf dem Weltmarkt angeboten werden. Zuvor war die Regierung für den Gasexport auf pipelinegebundene Lieferungen durch Transitländer angewiesen. Durch die neuen  Möglichkeiten konnte die Regierung zudem ihre Verhandlungsposition bei Preisausverhandlungen für Gasverkäufe verbessern.

Für den übrigen Warenverkehr spielt der Hafen eine untergeordnete Rolle.

5.5 Sicherheit und Regeln

Allgemeine Sicherheit
Turkmenistan gehört zu den sichersten Reiseländern weltweit. Die Kriminalitätsrate ist ausgesprochen niedrig. Verbrechen jeder Art sind auch aufgrund der verbreiteten Polizeipräsenz nahezu unbekannt. Auch nachts sind die Straßen und Parkanlagen von Aschgabad sicher. Gleichwohl sollten die in der Heimat üblichen Vorsichtsmaßnahmen jederzeit beachtet und Wertgegenstände, größere Bargeldsummen, Schmuck oder teures technisches Gerät nicht zu offensichtlich präsentiert werden.

Regeln und Vorschriften

Alkohol, Homosexualität, Prostitution
Die Promillegrenze liegt bei Auto- Motorrad- und Fahrradfahrern bei 0,0%. Verstöße werden streng bestraft. Außerehelicher und gleichgeschlechtlicher Geschlechtsverkehr sind strafbar. Homosexualität ist strafbar. Prostitution ist strafbar. In einigen Hotels sammeln sich abends Prostituierte. Der Kontakt sollte unter allen Umständen vermieden werden, da dokumentierte Kontakte von verschiedenen Stellen gegen den Besucher verwendet werden können.

Überwachung und Kontrolle
Die zu Turkmenistan erhältlichen Reiseführer warnen davor, dass in allen Räumen der für Ausländer vorgesehenen Hotelzimmer Abhörgeräte und teils auch Kameras installiert sein können. Die Erfahrungen zahlreicher Besucher deuten darauf hin, dass diese Warnung gerechtfertigt ist. Die Präsenz dieser Geräte sollte daher bei Gesprächen innerhalb der Hotelzimmer berücksichtigt werden. Gleiches gilt auch für die von Ausländern aufgesuchten Restaurants und andere Einrichtungen.

Polizeikontrollen
Nach 23 Uhr werden auf den Straßen der Hauptstadt vermehrt Polizeikontrollen durchgeführt. Bleiben Sie in jedem Fall ruhig und sachlich, vermeiden Sie Verhaltensweisen, die von den Kontrolleuren als Bedrohung aufgefasst werden können und bestehen Sie bei Verständigungsproblemen auf einen Anruf bei einer Person, die der turkmenischen oder russischen Sprache mächtig ist. Bis vor wenigen Jahren bestand nach 23 Uhr eine Ausgangssperre. Diese Regelung wurde gelockert.

Visum
Unter keinen Umständen darf die Gültigkeit des Visums überzogen werden. Soweit möglich muss rechtzeitig eine Verlängerung des Visums beantragt werden.

Präsidentenbeleidigung
Jede Form der (sehr weit ausgelegten!) Präsidentenbeleidigung gilt als Straftat und wird entsprechend geahndet. Dabei wird der Begriff der Präsidentenbeleidigung sehr weit ausgelegt. Auch gegenüber Abbildungen des Präsidenten und anderen Darstellungen ist jedes abfällige Verhalten und jedes Verhalten das als Kritik oder Ironie interpretiert werden könnte unbedingt zu vermeiden. Gleiches gilt für das turkmenische Wappen, die Flagge, den Eid oder die Nationalhymne. Auch gegenüber den staatlichen Begleitern oder Geschäftspartnern ist Kritik an der Regierung unbedingt zu vermeiden. Sie können hierdurch sich und Ihren Gesprächspartner in Gefahr bringen. Das Strafmaß liegt bei mehrjährigem Freiheitsentzug. Diese Vorschrift sollte auch bei der Nutzung des Internet Beachtung finden. Werden kritische Beiträge während des Aufenthalts im Land verfasst, besteht aufgrund der umfassenden Kontrolle des Internet durch den turkmenischen Staat ein unmittelbares persönliches Risiko. Werden kritische Beiträge von außerhalb des Landes an Personen in Turkmenistan geschickt (etwa in Mails oder bei der Nutzung von Skype und ähnlichen Programmen), werden die Empfänger der Beiträge gefährdet, da schon der Konsum von Präsidentenkritik als Straftatbestand gewertet werden kann.

Versammlungen und Demonstrationen
Regierungskritische Versammlungen sind sehr selten und entstehen aufgrund des Verbotes kritischer Demonstrationen ausnahmslos spontan. Da die Staatsgewalt mit äußerster Härte gegen jede Form der Kritik vorgeht, sollten solche Versammlungen unter allen Umständen gemieden werden. Wird eine kritische Stimmung wahrgenommen oder die Versammlung von mehr als drei Personen zur Artikulation kritischer Meinungen beobachtet, sollte die Gegend unbedingt und notfalls fluchtartig verlassen werden! --> Unter gar keinen Umständen dürfen derartige Situationen fotografiert werden <-- So wurden beispielsweise im März 2015 während einer kleineren spontanen Demonstration gegen die kompensationslose Enteignung von Hausbesitzern fünf der Demonstraten erschossen und zwölf weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Im Zuge von offenbar gegen Preissteigerungen gerichteten Protesten wurden unter dem Vorwurf der Kolaboration mit Islamisten gleichfalls im März 2015 etwa 80 Personen verhaftet und in verschiedene Lager verbracht. Um sich nicht dem Vorwurf der Unterstützung auszusetzen, verweigern Ärzte in aller Regel die Behandlung der im Zuge solcher Entwicklungen entstandenen Verletzungen.

Fotografie
Das Fotografieren jeder Art militärischer Einrichtung (einschließlich des militärischen Personals und der Polizei) ist verboten und kann als Spionage gewertet werden. Ebenso ist das Fotografieren von Checkpoints und Grenzübergängen strengstens verboten. Auch Infrastruktureinrichtungen (Flughäfen, Bahnhöfe etc.) dürfen nicht fotografiert werden. Hier ist es im Zweifel angebracht, den Begleiter oder einen Aufsicht führenden Polizisten um Erlaubnis zu bitten und sich diese gegebenenfalls für die spätere Kontrolle der Bilder bei der Ausreise auch schriftlich geben zu lassen. Öffentliche Einrichtungen dürfen ebenfalls nicht fotografiert werden. Hierzu gehören auch zahlreiche der repräsentativen Bauten in der Hauptstadt (Ministerien, Präsidentenpaläste, Präsidententribüne, alle weiteren Regierungsgebäude, etc.). Im Einzelfall ist es auch hier sinnvoll, den Begleiter oder einen Aufsicht führenden Polizisten zu fragen oder durch eine entsprechende Bewegung mit der Kamera die Fotografierabsicht deutlich zu machen. Eine schriftliche Erlaubnis ist hilfreich. Denn jedes Vergehen gegen diese Verbote kann mit hohen Geldstrafen oder Freiheitsentzug bestraft und das gesamte Filmmaterial kann beschlagnahmt werden. Bei einer Verurteilung wegen Spionage droht die vom Strafgesetzbuch vorgesehen Höchststrafe 25-jähriger Lagerhaft. Bei der Ausreise kommt es immer wieder zur Kontrolle der Speichermedien. Diese Kontrolle kann je nach Umfang des Bildmaterials langwierig sein und sollte im Zeitbudget eingeplant werden. Auch zu diesem Zeitpunkt kann die Aufdeckung verbotener Aufnahmen die genannten Konsequenzen nach sich ziehen. In jedem Fall drohen langwierige Verhandlungen, bei denen die zuständige Botschaft aufgrund der eindeutigen Rechtsvorschriften nur in begrenztem Umfang Hilfe leisten kann.

Die Haftbedingungen sind schlechter als in Deutschland

Beachten Sie hierzu auch die Hinweise des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland und des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten.

Naturgefahren
Turkmenistan liegt in einer seismisch hochaktiven Zone. Jederzeit kann es hier zu sehr schweren Erdbeben kommen. Im Fall eines Erdbebens kann Ihre Reaktion während der ersten Sekunden nach Beginn der Erschütterungen über Leben oder Tod entscheiden. Auch für kürzere Aufenthalte vor Ort und in jedem Fall bei längeren Aufenthalten ist es daher ratsam, sich mit den Vorkehrmaßnahmen sowie den richtigen Reaktionen im Fall eines Erdbebens und im Umgang mit der Situation danach auseinander zu setzen.

Informationen zur Vorbereitung auf Erdbeben sowie zur Lokalisierung jüngster Erdbebenereignisse sind in der rechten Spalte im Bereich Literaturhinweise zusammen gestellt.

Temperaturen und Klima
Ein unter keinen Umständen zu unterschätzendes Risiko bedeuten die im Sommer sehr hohen Temperaturen. Der tägliche Wasserbedarf wird aufgrund der sehr niedrigen Luftfeuchtigkeit leicht unterschätzt und liegt bei Aufenthalten im Freien bei mindestens 5 bis 6 Litern. Bei körperlicher Belastung (beispielsweise bei Wüstenwanderungen oder beim Fahrradfahren) steigt der Bedarf auf ein Vielfaches. Die Versorgung mit Wasser ist außerhalb der großen Städte nicht immer problemlos möglich und sollte vor Besuchen der Wüste unter allen Umständen im Voraus abgeklärt werden. Zudem sollte immer eine ausreichende Notreserve eingeplant werden - bspw. für den Fall von Reifenpannen, Unfällen oder länger andauernden Staubstürmen.

Durchqueren der Wüste
Bei der Durchquerung der Wüste mit dem eigenen Verkehrsmittel und insb. mit dem Fahrrad sind gutes Kartenmaterial und ein funktionierendes GPS-Gerät mit ausreichender Akkulaufzeit oder zumindest ein funktionierender Kompass absolut überlebenswichtig. Von Anfang April bis Ende Oktober ziehen immer wieder Staub- und Sandstürme auf, während derer binnen weniger Minuten ein völliger Orientierungsverlust droht. Während des Sturmes fällt die Sichtweite in der zunehmenden Dunkelheit auch bei Tage oft auf wenige Meter. Orientierung gebende Spuren im Sand wehen binnen weniger Minuten zu und auch asphaltierte Straßenabschnitte können nach dem Sturm unter einer Sandschicht verborgen liegen. Infolgedessen können die Orientierung und das Wiederfinden der Piste auch nach dem Abziehen des Sturmes schwierig werden. Während des Sturmes ist es ratsam, durch ein angefeuchtetes Stück Stoff (bspw. ein T-Shirt) zu atmen. Bilder eines am Horizont aufziehenden und eines sich verstärkenden Staubsturmes finden sich im Abschnitt 5.4.3 - Straßen und Straßenverkehr.

5.6 Gesund bleiben

Vor der Abreise sollten die reisemedizinischen Hinweise des Auswärtigen Amtes beachtet werden. Weiter Hinweise bietet das Tropeninstitut der Universität München. Die Allianz Versicherung pflegt eine Zusammenstellung der in Aschgabad praktizierenden Ärzte, die derzeit allerdings keine praktizierenden Ärzte aufführt. Die erfahrensten und routiniertesten Ärzte praktizieren in der sogenannten Türkischen Klinik (MIR 2/1 in 744017 Aschgabad. Telefon: +993 12 450303) unweit des Yimpash Einkaufszentrums. Generell sollte der Zustand des turkmenischen Gesundheitswesens bei der Reiseplanung unbedingt Berücksichtigung finden.

Im Allgemeinen ist die hygienische Situation auch in den ländlichen Siedlungen deutlich besser als in einigen Nachbarländern. Dennoch lassen sich vor allem Durchfallerkrankungen nicht immer vermeiden. Bei der Zusammenstellung der unbedingt erforderlichen Reiseapotheke sollte dies Berücksichtigung finden. Schon ohne Durchfallerkrankung sollten Sie aufgrund der extremen Temperaturen und der sehr niedrigen Luftfeuchtigkeit auf eine ausreichende Versorgung mit Elektrolyten achten. Umso mehr gilt dies bei Durchfallerkrankungen. Darüber hinaus müssen sämtliche regelmäßig notwendigen Medikamente mitgeführt werden. Die Versorgung mit Medikamenten in Turkmenistan ist nicht immer möglich.

Vor der Reise nach Turkmenistan sollten zur Beratung ein Tropenmediziner oder eine tropenmedizinische Einrichtung aufgesucht werden.

5.7 Kontakt halten: Telefon, Internet, Post

Kompass in der Wüste irgendwo in Turkmenistan. (© Hendrik Meurs)
Kompass in der Wüste irgendwo in Turkmenistan. (© Hendrik Meurs)

Post
Postsendungen aus Turkmenistan nach Europa benötigen zwar oft mehrere Wochen, erreichen ihr Ziel allerdings recht zuverlässig. Das gilt für Postkarten (erhältlich bspw. im Regierungsgeschäft am Russischen Bazar) ebenso wie für Briefe und Pakete. Auch in Briefen oder auf Postkarten sind Scherze über die Regierung oder den Präsidenten sowie deren Beleidigung unter allen Umständen zu vermeiden. Briefe und Pakete müssen unverschlossen abgegeben werden. Das Verschließen wird von hierfür zuständigen Postmitarbeitern erledigt. Briefmarken sind in allen Postämtern erhältlich.

Telefon
Telefonverbindungen aus Turkmenistan nach Europa können in einigen Postämtern hergestellt werden. Auch beim Telefonieren ist unbedingt auf inhaltliche Zurückhaltung zu achten!

SIM-Karten können bei Niederlassungen des russischen Anbieters MTS sowie des staatlich turkmenischen Anbieters TM Cell (Altyn Asyr) relativ problemlos und ohne größeren Aufwand erworben werden. Teilweise ist für den Erwerb ein Passbild notwendig. MTS bietet die bessere Netzabdeckung. Gleichwohl sind stabile Verbindungen außerhalb der großen Städte selten. Zwischen T-Mobile (Telekom) und MTS besteht ein Roamingabkommen, so dass entsprechende SIM-Karten auch in Turkmenistan genutzt werden können. In jedem Fall sollten Sie Kritik am Präsidenten und der Regierung oder Aussagen die als solche aufgefasst werden könnten unbedingt vermeiden. Entsprechende Gesprächsinhalte können bei Kontrollen oder der Ausreise zu Problemen führen. Zwar zielen die verschiedenen Kontroll- und Überwachungsmethoden eher auf die turkmenische Bevölkerung denn auf ausländische Besucher. Gleichwohl ist die hierfür nötige technische Infrastruktur vorhanden und werden die turkmenischen Behörden im Umgang mit modernster Technik zunehmend routinierter. Entsprechende Zurückhaltung ist daher in jedem Fall angebracht. Zwei Hintergrundberichte aus dem Jahr 2006 und (unter Nutzung von ausgesprochenem Insiderwissen aus den für Überwachungsmaßnahmen zuständigen Ministerien) dem Jahr 2012 bieten umfangreiche Informationen zu den Hintergründen der auf die eigene Bevölkerung sowie Besucher des Landes zielenden Überwachung.

Internet
In den meisten größeren Städten Turkmenistans finden sich inzwischen Internetcafés. Da die zumeist staatlichen und in einigen Ausnahmefällen auch halbstaatlichen Einrichtungen ebenso schnell schließen wie sie öffnen, kann hier keine aktuelle Zusammenstellung der Adressen gegeben werden. Allerdings lassen sich im Internet zumindest für AschgabadTurkmenabad, Daschogus, Mary, Turkmenbaschi und einige weitere Städte. Zusammenstellungen aktueller Adressen von Internetcafés finden. Diese Zusammenstellungen werden regelmäßig aktualisiert und sind nach bisherigen Erfahrungen auch korrekt. Es kann allerdings vorkommen, dass vorübergehend in einigen Städten gar keine Internetcafés registriert sind. In diesem Fall muss davon ausgegangen werden, dass hier zum gegebenen Zeitpunkt keine öffentlich zugängliche Möglichkeit besteht, das Internet zu nutzen.

Ein seit Jahren bestehendes Internetcafé findet sich im Internetraum der Nationalbibliothek.
Allerdings sollte beim Surfen und beim Verfassen von Nachrichten beachtet werden, dass das Internet genau überwacht wird. Der gesamte Datenverkehr wird über den einzigen - staatlichen - Provider abgewickelt. Bei der Anmeldung im Café ist die Abgabe des Reisepasses erforderlich. Der gesamte Datenverkehr wird gespeichert und mit dem Namen des Nutzers verknüpft. Kritik am Präsidenten kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen.

Turkmenische Internetanschlüsse gehören mit Monatsgebühren von bis zu 6.821 US-$ (für die schnellstmögliche Verbindung mit 2.048 kb/s zu den teuersten weltweit. Generell ist die Geschwindigkeit ausgesprochen langsam. Zahlreiche Seiten sind vollständig gesperrt. Der wiederholte Versuch, gesperrte Seiten aufzurufen oder das Übermitteln von regierungskritischen Inhalten (und solchen Inhalten, die entsprechend ausgelegt werden könnten) kann zu erheblichen Problemen führen und wird je nach Inhalt als Straftat gewertet. Entsprechend ist auch hier Zurückhaltung angebracht.

Vor dem Versuch, in Turkmenistan gesperrte Seiten beispielsweise über Proxyserver zu erreichen oder kritische Beiträge in der vermeintlichen Sicherheit einer entsprechend aufgebauten Verbindung zu übermitteln, muss dringend gewarnt werden. Aufgrund der technischen Möglichkeiten und des Know-Hows innerhalb der zuständigen Behörden der turkmenischen Regierung können solche Versuche schwerwiegende Konsequenzen für den Nutzer und den Besitzer des Internetzugangs (beispielsweise den Betreiber des Internetcafés oder bei mobilem Zugang den Besitzer des Handys) nach sich ziehen.

Zu den verschiedenen Möglichkeiten der zumindest halbwegs sicheren Internetnutzung in Turkmenistan siehe Links in der rechten Spalte.

5.8 Sehenswürdigkeiten und Freizeitgestaltung

Turkmenistan liegt bislang abseits sämtlicher bedeutenden Touristenströme. Die Anzahl der Ausländer ist gegenwärtig so gering, dass (kurzzeitige) Besucher während ihres Aufenthaltes nur in den seltensten Fällen zufällig auf andere Touristen stoßen. Aufgrund dieser (touristischen) Abgelegenheit sind auch die Sehenswürdigkeiten des Landes bislang kaum bekannt. Entsprechend ist Turkmenistan eines der wenigen Länder, in dem Besucher das Gefühl vermittelt bekommen, tatsächliche Pioniere zu sein, Entdecker im wahrsten Sinne. Dieses Gefühl ist um so bemerkenswerter, als das Land eine ganze Reihe von bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Auf der anderen Seite stellt der geringe Erschließungsgrad des Landes zumindest den (etwa mit einem Transitvisum) reisenden Individualbesucher vor einige ungewohnte Herausforderungen.

Dieser Abschnitt dient dazu, die Sehenswürdigkeiten und die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für kurz- und langzeitliche Besucher vorzustellen und einige Lösungsansätze für die spezifisch turkmenische Herausforderungen anzubieten.

5.8.1 Aschgabad

5.8.1.1 Sehenswürdigkeiten in Aschgabad
Aschgabat gehört zu den sich am schnellsten wandelnden Städten der Welt. Ursächlich hierfür ist das zentral geplante Umgestaltungsprogramm, dem die Stadt seit mehr als 20 Jahren unterworfen ist. Mittels dieses Programms beabsichtigendie Präsidenten des Landes den Wohlstand der Republik zu demonstrieren. Hierzu werden ganze Stadtviertel nieder gelegt und in einem eigens entworfenen monumentalen Baustil neu errichtet. Gewaltige Triumphbögen, überdimensionale Platzanlage, vielspurige Parade- und Prachtstraßen, die größten Brunnenanlagen der Welt, weitläufe Parklandschaften und eine kaum überschaubare Zahl an nahezu ausnahmslos mit weißem Marmor verkleideten und oft mit Goldelementen verzierten Neubauten bilden die Kernelemente dieser Umgestaltung. Daneben finden sich in der Innenstadt vereinzelte Reste sowjetzeitlicher Architektur und einige wenige Überreste aus der vorsowjetischen Zeit.

Ein Höhepunkt zentralasiatischer Alltagskultur ist der kürzlich in einen Neubau umgezogene Tolkutschka Bazar. Zwar hat dieser hierdurch einen Teil seiner zuvor bisweilen anarchisch-chaotischen Atmosphäre verloren. Die Verkaufsgespräche der Kamel- und Hammelhändler sind jedoch so faszinierend zu beobachten wie eh und je.

Nijasow lehrt ein Schulmädchen. (© Hendrik Meurs)
Nijasow lehrt ein Schulmädchen. (© Hendrik Meurs)

Schule Nummer 20

An dieser Schule schloss Präsident Nijasow seine Schulausbildung (1954 - 1957) ab. Außerhalb der Schule steht ein kleines Monument, das Nijasow dabei zeigt, wie er einem Schulmädchen aus einem Buch vorliest. Das vom Präsidenten zuletzt besuchte Klassenzimmer beherbergt ein Museum, in dem die Zeugnisse des Präsidenten sowie die von seinen Lehrern über ihn verfassten Berichte ausgestellt sind.

Kirchen und Moscheen

In der turkmenischen Hauptstadt finden sich nur sehr wenige Gotteshäuser. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Ein wichtiger ist die Gebetstradition der Turkmenen. Der Besuch eines festen Gebetsraumes spielt in dem von nomadischen Traditionen geprägten Glaubensalltag der Turkmenen schon immer eine vergleichsweise geringe Rolle. Zur Sowjetzeit gänzlich unterdrückt, konnte sich auch seither keine Tradition des regelmäßigen Moscheebesuchs entwickeln. Darüber hinaus zeigt die turkmenische Regierung ein ausgeprägtes Misstrauen gegenüber jeder Form der Glaubensäußerung, so dass sich auch die Anhänger der drei legalen Religionen (des sunnitischen Islam sowie des orthodoxen oder katholischen Christentums) zurückhaltend darin zeigen, ihren Glauben öffentlich zu leben. Entsprechend gering ist der Bedarf an Kirchen und Moscheen.

Die wenigen zur Zarenzeit errichteten Gotteshäuser sind überdies größtenteils dem Erdbeben von 1948 bzw. den Zerstörungen der Sowjetzeit zum Opfer gefallen, so dass die Alexander Newski Kirche heute das einzige historische Gebäude dieser Art in Aschgabad ist. Bemerkenswert ist dabei, dass die Zerstörungen von Gotteshäusern auch nach dem Ende der Sowjetzeit fortgeführt wurden. Betroffen hiervon sind vorwiegend die Gebäude der nicht legalen Religionen. So wurden die letzte schiitische Moschee und der einzige Tempel der Hare Krishna bereits zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts zerstört. Neben der für Besucher zumeist gesperrten Moschee der iranischen Botschaft und einigen versteckt gelegenen halboffiziellen Kirchen und Moscheen, auf die hier zum Schutz der jeweiligen Gemeinden nicht eingengangen werden soll, können daher in Aschgabad gegenwärtig nur zwei größere Gotteshäuser besucht werden.

Alexander Newski Kirche
Wie durch ein Wunder ist die Alexander Newski Kirche (37°57'34"N 58°20'38"O) als eines von ganz wenigen Gebäude seit der Zarenzeit bis in die Gegenwart erhalten geblieben. Den Kirchensturm der frühen und stalinistischen Sowjetzeit hat das Gebäude ebenso überstanden wie das schwere Erdbeben von 1948, die Umbauphase der 1950er und 1960er Jahre und nicht zuletzt den Bauboom der vergangenen beiden Jahrzehnte.

Obgleich von außen nur noch wenig an den ursprünglichen Zustand des Gotteshauses erinnert, lohnt sich der Besuch schon alleine für die üppigen, detailreichen und farbenfrohen Wandbemalungen im Inneren. Mit etwas Glück gelingt es hier, einem der Gottesdienste einer der ganz wenigen noch in Turkmenistan verbliebenen aktiven Christengemeinden beizuwohnen.

Nicht nur die Kirche selbst, auch der Zugang zu dieser liegt etwas versteckt. Am besten zu erreichen ist die Kirche über die Straße 2033, die hinter dem Nationalzirkus die Verlängerung der Makhtimkuli-Straße (ehemals Swoboda) bildet. Am (westlichen) Ende der Straße 2033 liegt das geschlossene (und langsam verfallende) sowjetzeitliche Kino "Kosmos" (Restaurant "Alem"). Rechts an dem Kino vorbei führt ein Fußpfad zu einem in den letzten Jahren durch den Abriss mehrerer Wohngebäude erweiterten Platz, der gegenwärtig vorwiegend als Parkplatz genutzt wird. Auf dem etwas verwinkelten und nur teils asphaltierten Platz rechts halten und an einer kleinen Reihe von Wohngebäuden aus den 1950er Jahren vorbei taucht in der rechten Ecke (mit dem Kino gedacht im Rücken) ein schmiedeeiserneres Tor auf, durch das der Zugang zur Kirche erfolgt.

Wichtige Kleidungs- und Fotografiehinweise zum Kirchenbesuch:

Der besonderen politischen Situation und des Umgangs der Regierung insbesondere auch mit der christliche Minderheit wegen wird dringend (!) davon abgeraten, im Umfeld oder innerhalb der Kirche Aufnahmen zu machen, auf denen Personen zu erkennen sind. Werden bei einer späteren Kontrolle (etwa bei der Ausreise) auf der Kamera Aufnahmen von Personen beim Gebet oder auch nur in der Nähe des Gotteshauses gefunden, bringen sie diese und ggf. die gesamte Gemeinde in Gefahr! Wenn überhaupt, sollte die Kamera hier nur sehr zurückhaltend zum Einsatz kommen und wenn möglich auf Aufnahmen innerhalb des Gotteshauses gänzlich verzichtet werden.

Als christliches Kleinod ist die Kirche unbedingt sehenswert. Gleichwohl ist nicht nur beim Fotografieren sondern auch im Kontakt mit der christlichen Bevölkerung gerade im Umfeld der Kirche ausgesprochene Zurückhaltung von größter Bedeutung. Schon einfache Gespräche mit Gemeindemitgliedern können diesen gegenüber als Vorwand zur Behauptung einer konspirativen Tätigkeit ausgelegt werden und nach der Abreise des Besuchers zu größten Schwierigkeiten führen.

Darüber hinaus ist beim Besuch der Kirche - wie bei jedem Gotteshaus - auf korrekte Kleidung zu achten. Im konkreten Fall bedeutet dies: Die Arme und Beine vollständig bedeckende Kleidung sowie ein Kopftuch für Frauen (hier genügt ein Schal oder Tuch, das an der Kirche jedoch nicht erhältlich ist, also mitgebracht werden muss).

Eingangsbereich zur Alexander Newski Kirche. (© Hendrik Meurs)
Eingangsbereich zur Alexander Newski Kirche. (© Hendrik Meurs)
Zugang zur Alexander Newski Kirche. (© Hendrik Meurs)
Zugang zur Alexander Newski Kirche. (© Hendrik Meurs)
Kuppel der iranischen Moschee. (© Hendrik Meurs)
Kuppel der iranischen Moschee. (© Hendrik Meurs)

Iranische Moschee

Die Moschee unterscheidet sich architektonisch und von ihren Verzierungen deutlich vom turkmenischen Moscheetyp und ist schon daher einen kurzen Abstecher wert.

Im Zuge der systematischen Zerstörung sunnitischer Gotteshäuser und der Auslöschung der sunnitischen Gemeinden wurde dem letzte sunnitische Imam allerdings schon zur Zeit des ersten Präsidenten von Turkmenistan das Aufenthaltsrecht entzogen. Als Moschee der iranischen Botschaft geltend, genießt dieses Gotteshaus offenbar besonderen Schutz, so dass es als einzige iranische Moschee des Landes vor der Zerstörung bewahrt blieb. Gleichwohl wurde der sunnitische Imam vor dem Verlassen der Stadt gezwungen, das Gebäude dem schiitischen Glauben zu weihen. Es handelt sich daher heute um eine der ganz wenigen schiitischen iranischen Moscheen außerhalb des Landes.

Die für die Kirche skizzierten Kleider- und Verhaltensvorschriften gelten auch für die unmittelbar südlich des Kino "Kosmos" gelegene iranische Moschee.

Natur (im weiteren Sinne)

Botanischer Garten
Obgleich mangels Pflege inzwischen teilweise verwildert, ist der Botanische Garten von Aschgabad nach wie vor sehenswert. Aufgrund der klimatischen Situation verfügte der Garten nach Jahrzehnten des systematischen Aufbaus zur Sowjetzeit über eine im gesamten Sowjetraum einzigartige Sammlung an Pflanzen der Wüsten und Halbwüstenregionen. Die Gewächshäuser sind inzwischen teilweise eingestürzt und können nicht mehr betreten werden. Der Botanische Garten kann von der Innenstadt aus fußläufig in etwa 25 Minuten erreicht werden

Weg im Botanischen Garten. (© Hendrik Meurs)
Weg im Botanischen Garten. (© Hendrik Meurs)
Im Botanischen Garten. (© Hendrik Meurs)
Im Botanischen Garten. (© Hendrik Meurs)
Weg im Botanischen Garten. (© Hendrik Meurs)
Weg im Botanischen Garten. (© Hendrik Meurs)
Moscheeruine von Anau. (© Hendrik Meurs)
Moscheeruine von Anau. (© Hendrik Meurs)
Pilgerinnen in Anau. (© Hendrik Meurs)
Pilgerinnen in Anau. (© Hendrik Meurs)
Pilger im Ruinenfeld von Anau. (© Hendrik Meurs)
Pilger im Ruinenfeld von Anau. (© Hendrik Meurs)
Das Weizenmuseum in Anau. (© Hendrik Meurs)
Das Weizenmuseum in Anau. (© Hendrik Meurs)
Eingangsbereich zum Weizenmuseum. (© Hendrik Meurs)
Eingangsbereich zum Weizenmuseum. (© Hendrik Meurs)
Statue Nijasows vor dem Weizenmuseum. (© Hendrik Meurs)
Statue Nijasows vor dem Weizenmuseum. (© Hendrik Meurs)

Anau
Wenige Kilometer östlich von Aschgabad findet sich die Moscheeruine von Anau. Diese liegt auf einem Tell, dessen archäologische Funde auf eine Besiedlung der Region bis zurück ins dritte Jahrtausend von Christus schließen lassen. In der gegenwärtigen turkmenischen Geschichtsschreibung bilden insbesondere Getreidefunde aus diesem uns zwei benachbarten Siedlungshügeln die Grundlage für die (außerhalb des Landes nicht anerkannte) Behauptung der weltweit erstmaligen Kultivierung des Weizens in Turkmenistan.

Zwischen 1447 und 1457 entstand auf dem damals bereits nicht mehr bewohnten Tell mit zwei Minaretten, zwei Kuppeln und einem von Koranschulen umgebenen Innenhof eine der größten Moscheen auf dem Gebiet des heutigen Turkmenistan. Bereits vor der endgültigen Zerstörung durch das schwere Erdbeben vom 06.10.1948 war der Bau jedoch nach Jahrhunderten vernachlässigter Tenovierungsarbeiten weitgehend verfallen. Seit dem Erdbeben sind vom Moscheebau selber nur noch Reste des Eingangstores und einiger Nebenräume geblieben. Als weitere Spuren der Moschee finden sich in deren Umfeld Säulenfragmente, verzierte Mauerstücke und eine (trocken gefallene) Zisterne.

Zur Sowjetzeit kaum beachtet, erfreuen sich die Moscheeruine und das Trümmerfeld in ihrer Umgebung seit der turkmenischen Unabhängigkeit zunehmender Beliebtheit unter turkmenischen Pilgertouristen. Islamische Rituale werden hier mit naturreligiösen Traditionen vermischt und nach Jahrzehnten der religiösen Isolation zu neuen Glaubensformen verschmolzen. Insbesondere werden verschiedenen Steinen, Steinformationen und Bereichen des Tells heilende, wundertätige und vor allem fruchtbarkeitsfördernde Kräfte zugesprochen. Daher zieht es vor allem Frauen auf den Tell von Anau. Rituelle Handlungen werden von der Verteilung sogenannter Gebetserinnerungen begleitet. Hierbei werden dem im Gebet geäußerten Wunsch entsprechende Markierungen oder Modelle hinterlassen. Kinderwünsche beispielsweise werden durch das Verteilen von Rasseln, Haarspangen oder gebastelten Krippen unterstrichen. Eine große Zahl dieser Gebetserinnerungen ist über das weitläufige Areal der Moscheeruine verteilt, gesammelt an den besonders wundertätigen Stellen, die zum Teil von Männern nicht berührt werden sollten.

Während die Ruine am östlichen Ende von Anau liegt, findet sich auf der westlichen Seite dieses Vorortes der Hauptstadt das nationale Weizenmuseum ("Museum des Goldenen Weizens"). In Form goldfarbener Weizenähren gebaut, wurde das Museum im Jahr 2005 anlässlich der 114-prozentigen Plansollerfüllung bei der Produktion von Weizen an dieser für die aktuelle turkmenische Geschichtsschreibung so wichtigen Stelle eingeweiht. Im Mittelpunkt der gegenwärtigen Ausstellung stehen die Bedeutung des Weizen für die turkmenische Geschichte sowie die Bedeutung der Leistungen des Präsidenten für die erfolgreiche Entwicklung des Landes.

Zwischen Anau und Aschgabad verkehren Busse und Kleinbusse in dichter Taktung. Durch Heranwinken vom Straßenrand können Kleinbusse überall entlang der Strecke bestiegen werden. Am regelmäßigsten ist dies in Aschgabad entlang der Makhtimkuli-Straße möglich (ehemas Swoboda). Die Fahrtdauer liegt je nach Busfahrer bei knapp unter bis deutlich über 10 Minuten, der Fahrtpreis bei etwa 50ct.

Umgebung von Aschgabad

Die Moschee von Geok-Tepe vom Hügel der Festungsanlage betrachtet. (© Hendrik Meurs)
Die Moschee von Geok-Tepe vom Hügel der Festungsanlage betrachtet. (© Hendrik Meurs)
Die Moschee von Geok-Tepe. (© Hendrik Meurs)
Die Moschee von Geok-Tepe. (© Hendrik Meurs)
Im Innenhof der Moschee von Geok-Tepe. (© Hendrik Meurs)
Im Innenhof der Moschee von Geok-Tepe. (© Hendrik Meurs)

Geok-Tepe
Im Jahr 1884 kam es mit der Eroberung der Festung von Geok-Tepe zur endgültigen Niederlage turkmenischer Verbände im Kampf gegen die russischen Eroberer. Die Festung wurde unmittelbar nach der Eroberung geschliffen. Neben Resten der Festungsmauer zeugt daher nur noch ein kleiner Erdhügel etwa 1,2 km nördlich der Saparmurat Hadsch Moschee von dem einstigen Bollwerk.

Die imposante Moschee selbst kann jederzeit besucht werden. Wie die meisten anderen Neubauten dieser Art wird jedoch auch die Saparmurat Hadsch Moschee nur sehr selten von Gläubigen aufgesucht. Der luftige Innenraum bietet vor allem im Sommer eine willkommene Erholung von den bisweilen kaum erträglichen Außentemperaturen. Im Inneren ist das Fotografieren nur auf Nachfrage gestattet. Die Zuwiderhandlung kann streng bestraft werden.

Die Abfahrt zur Höhle von Kow Ata. (© Hendrik Meurs)
Die Abfahrt zur Höhle von Kow Ata. (© Hendrik Meurs)

Kow-Ata
Diese bemerkenswert geräumige Höhle am Fuß des Kopet-Dag Gebirges findet sich (je nach sportlichen Ambitionen des Fahrers) etwa 1 1/4 bis 2 Autostunden (100 km) westlich von Aschgabad (Koordinaten: 38° 18' 3.48" N  57° 31' 5.72" O) nahe der Ortschaft Bakharden. Die Abzweigung zur asphaltierten Zufahrt ist von der Hauptstraße ausgeschildert. Die Hauptattraktion der etwa 230m langen, etwa 60m breiten und etwa 20m hohen Höhle ist ein von warmen Quellen gespeister See. Dieser findet sich etwa 65m unterhalb des Eingangs. Eine (teils beleuchtete) Treppe führt in die Tiefe. Obgleich von erheblicher Größe, ist der See eher für entspanntens Baden geeignet, denn für ausgedehnte Schwimmrunden. Ursächlich hierfür ist weniger der leicht faulige Schwefelgeruch (eine Folge der mineralischen und metallischen Bestandteile des Wassers) als vielmehr die Wasser- und Lufttemperatur von etwa 33 bis 37°C. Eine einfache Raststätte am Höhleneingang bietet Schaschlyk und Softdrinks. Während Turkmenen lediglich einen eher symbolischen Eintrittspreis zahlen, müssen Ausländer (je nach Kontrolleur und Verhandlungsgeschick) mit einem Preis von einem bis 15 Dollar (oder Euro) rechnen.

5.9 Nationalfeiertage

  • 01.01. Neujahr
  • 19.02. Tag der turkmenischen Flagge
  • 08.03. Tag der turkmenischen Frauen
  • 20.03. - 21.03. Nouruz (Frühlingsfest)
  • Erster Sonntag im April: "Ein Tropfen Wasser ist ein Körnchen Gold" - Feiertag
  • letzter Sonntag im April: Tag des turkmenischen Pferdes
  • 08.05. Erinnerung an die turkmenischen Helden des Weltkrieges (1941 - 1945)
  • 18.05. - 19.05. Tag der Wiedergeburt, Einigkeit und Dichtkunst Maghtymgulys
  • letzter Sonntag im Mai: Tag des turkmenischen Teppichs
  • 27.06. Geburtstag Berdymukhamedovs und Tag der Kulturschaffenden
  • Dritter Sonntag im Juli: Tag der Weizenernte
  • Zweiter Samstag im September: Tag der Arbeiter der Öl-, Gas- und Elektroindustrie    und Geowissenschaften
  • Zweiter Sonntag im September: Tag der turkmenischen Volksmusiker
  • 06.10. Volkstrauertag (Erdbeben von 1948)
  • 28.10. - 28.10. Unabhängigkeitstag
  • Erster Samstag im November: Tag der Gesundheit
  • Letzter Sonntag im November: Tag der Baumwollernte (Erntetag)
  • Erster Sonntag im Dezember: Tag der guten Nachbarschaft
  • 12.12. Tag der Neutralität und Tag der Jugend und der Studenten

Bewegliche Feiertage:

  • Erster Tag des Monat Bayram (Schawwal): Oraza Bayram
  • Tag des Fastenbrechens (Eid ul-Fitr) am Ende des Monats Oraza (des neunten Monats im islamischen Kalender)

5.10 Nützliche Adressen und Literatur

5.10.1 Alltagspraktische Internetadressen

5.10.2 Literaturhinweise zum turkmenistanbezogenen Themen (kontinuierlich erweitert)

  • Abazov, R. (2005): Historical Dictionary of Turkmenistan. Scarecrow Press, Lanham, MD.
  • AG-Friedensforschung: Bericht zu den Parlamentswahlen von 2008
  • Akbarzadeh, S. (1999): National identity and political legitimacy in Turkmenistan. In: Nationalities Papers: The Journals of Nationalism and Ethnicity, Bd. 27, He. 2, S. 271 – 290.
  • Amnesty International: Bericht zu Aus- und Einreiseverboten
  • Amnesty International: Bericht zum Besuchsverbot politischer Gefangenen, hier: Nasrullah ibn Ibadullah.
  • Anceschi, L. (2010): External Conditionality, Domestic Insulation and Energy Security: The International Politics of Post-Niyazov Turkmenistan. In: Swanström, N. (Hg.): The China and Eurasia Forum Quarterly, Bd. 8 He. 3, S. 93 -114.
  • Anderson, J. (1995): Authoritarian political development in Central Asia: the case of Turkmenistan. In: Society for Central Asian Studies (Hg.): Central Asian Survey, Bd. 14, He 4, S. 509 – 527.
  • Ärzte ohne Grenzen: Aktuelle Meldung und umfangreicher Bericht zum turkmenischen Gesundheitssystem.
  • Ärzte ohne Grenzen: Bericht zur Beendigung der Zusammenarbeit mit der turkmenischen Regierung.
  • Ataev, M. (1999): Reforms in the agrarian sector of Turkmenistan. In: Russian and East European Finance and Trade, Bd. 35, He. 5, S. 75 – 95.
  • Blank, S. (2007): Turkmenistan and Central Asia after Niyazov. Strategic Studies Institute/U.S. Army War College, Carlisle PA.
  • Blank, S. (2006): The Russia-Turkmenistan gas deal gone awry. In: Central Asia-Caucasus Analyst, 22.02.2006.
  • Borh, A. (2016): Turkmenistan: Power, Politics and Petro-Authoritarianism. In: Chatham House (Hg.): Research Paper.
  • Bohr, A. (2003): Independent Turkmenistan: From Post-Communism to Sultanism. In: Cummings, S. (Hg.): Oil, Transition and Security in Central Asia, S. 9 – 24. Routledge Curzon, London.
  • Boonstra, J. (2010): The EU-Turkmenistan energy relationship: difficulty or opportunity? In: EDC 2020 Policy Brief, He. 5/2010.
  • Boroffka, N. (2010): Archäologische Forschungen in Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Deutsches Archäologisches Institut, Berlin.
  • Brown, B. (2003): Governance in Central Asia: The Case of Turkmenistan. In: Helsinki Monitor, Bd. 14, He. 3, S. 206 – 217.
  • Brummel, P. (2005): Turkmenistan. Brad Travel Guides.
    Hervorragender Reiseführer zu Turkmenistan
  • Central Asian Caucasus Analyst. Täglich aktualsierte Nachrichtenseite mit teils hervorragend recherchierten, fundierten Hintergrundberichten und Analysen aus der Region.
  • Chronicles of Turkmenistan. Täglich aktualisierte, regierungskritische Nachrichtenseite. Vergleichsweise dichtes Netz an (verdeckt operierenden) Berichterstattern im Land, häufiges Ziel von Hackingangriffen.
  • Cummings, S. u. M. Ochs (2002): Turkmenistan: Saparmurat Niyazov's inglorious isolation. In: Cummings, S. (Hg.): Power and Change in Central Asia. S. 115 - 129. Routledge, London, New York NY.
  • Curtis, G. (Hg.) (1997): Kazakstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Turkmenistan and Uzbekistan: country studies. Federal Research Division – Library of Congress, Washington D.C.
  • Curtis, G. (2008): Turkmenistan. Hayes Barton Press, Raleigh NC.
  • Daly, J. (2007): The Curious Death of Turkmenbashi. In: The Jamestown Foundation (Hg.): Occasional Paper.
  • Denison, M. (2007): „Führerkult in Turkmenistan – Überwachen und überzeugen“. In: Osteuropa, Jg. 57, Bd. 8-9, S. 209 – 223.
  • Demidov, S. (2001): Religion in Post-Soviet Turkmenistan. In: CA&CC Press, Bd. 10, He. 4.
  • Deutsche Welle: Bericht zur Entwicklung des politischen und ökonomischen Systems.
  • Deutsche Welle: Hochverrat in Turkmenistan.
  • The Economist: Bericht zur turkmenischen Öl- und Gaswirtschaft.
  • The Economist: Bericht zur Entwicklung der Wirtschaft unter Gurbanguly Berdimuhamedow.
  • Edgar, A. L. (2007): Everyday Life among the Turkmen Nomads. In: Sahadeo, J. u. R. Zanca (Hg.): Everyday Life in Central Asia.
  • Edgar, A. L. (2004): Tribal Nation: The Making of Soviet Turkmenistan. Pricenton University Press, Princeton.
  • Esenov, M. (2001): Turkmenistan and Central Asian Regional Security. In: The Security of the Caspian Sea Region, S. 244 – 254. Oxford University Press, Oxford.
  • Eurasianet: Täglich aktualisiert, hervorragend recherchierte, sehr ausführliche Berichte und thematisch sortierte Wochenrückblicke. Eine der ausführlichsten, aktuellsten,    bestinformtiertesten und informativisten Seiten zu Turkmenistan.
  • Fergana News: Schwerpunkt: (regierungskritische) Berichte zu Usbekistan, gelegentlich auch Turkmenistan.
  • Fet, V. u. K. Atamuradov (Hg.) (1994): Biogeography and Ecology of Turkmenistan. In: H. Dumont u. M. Werger (Hg.): Monographiae Biologicae, Bd. 72. Kluwer Academic Publishers, Dordrecht, Boston MA, London.
  • Forum 18: Berichte mit Schwerpunkt auf Religionsfreiheit und deren Einschränkungen.
  • Freedomhouse: Verschiedene Indizes.
  • Geiß, P. (2005): Regionalismus und Staatlichkeit in Turkmenistan. In: Krämer, R. (Hg.): WeltTrends-Lehrtexte 2: Autoritäre Systeme im Vergleich, S. 169 – 181. Universitätsverlag Potsdam, Potsdam.
  • Gore, H. (2007): Totalitarianism: The Case of Turkmenistan. In: Nowakowski, A. (Hg.): Human Rights in Russia and the Former Soviet Republics, Tropical Research Digest, Human Rights & Human Welfare, S. 107 – 116.
  • Gundogar: Regierungskritische Berichterstattung zu Turkmenistan.
  • Gürgen, E. (1999): Economic reforms in Kazakhstan, Kyrgyz Republic, Tajikistan, Turkmenistan, and Uzbekistan. International Monetary Fund, Washington D.C.
  • Halbach, U. (2006): „Neue Seidenstraße“ und „New Great Game“ – Zentralasien nach dem Zerfall der Sowjetunion. Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin.
  • Hambly, G. (Hg.) (1975): Zentralasien. In: Fischer Weltgeschichte, Bd. 16. Fischer, Frankfurt.
  • Hancock, K. (2006): Escaping Russia, Looking to China: Turkmenistan Pins Hopes on China’s Thirst for Natural Gas. In: China and Eurasia Forum Quarterly, Bd. 4, He. 3, S. 67 – 87.
  • Harmatta, J., Puri, B. u. G. Etemadi (Hg.) (1994): History of civilizations of Central Asia, Volume II: The development of sedentary and nomadic civilizations: 700 B.C. to A.D. 250. UNESCO Publishing, Paris.
  • Havlik, P. u. V. Vertlib (1996). Die wirtschaftliche Lage der zentralasiatischen Nachfolgestaaten der UdSSR. In: Mangott (Hg.): Bürden auferlegter Unabhängigkeit. Neue Staaten im post-sowjetischen Zentralasien, S. 147 - 239. Braumüller, Wien.
  • Heinemann-Grüder, A. u. H. Haberstock (2007): Sultan, Klan und Patronage – Regimedilemmata in Zentralasien. In: Osteuropa 57, Jg. 8-9, S. 121 – 138.
  • Heinritz, K. (2007): „Defekte Demokratisierung“ – ein Weg zur Diktatur? Turkmenistan und die Republik Sacha (Jakutien) in der Russischen Föderation nach dem Ende der Sowjetunion. In: Institut für Ostrecht (Hg.): Studien des Instituts für Ostrecht, Bd. 58. Peter Lang, Frankfurt a. M.
  • Horák, S. u. J. Šír (2009): Dismantling Totalitarism? Turkmenistan under Berdimuhamedow. In: Central Asia- Caucasus Institute, Silk Road Studies Program (Hg.): Silk Road Paper March 2009. Central Asia- Caucasus Institute, Washington D.C.
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  • Horák, S. (2005): The Ideology of the Turkmenbashi Regime. In: Perspectives on European Politics and Society, Bd. 6, He. 2, S. 305 – 319.
  • Institute for War and Peace Reporting: Regierungsunabhängiger Think Tank, zahlreiche Berichte zu Turkmenistan (über seiteninterne Suchfunktion).
  • International Crisis Group: Regierungsunabhängiger Think Tank, zahlreiche Berichte zu Turkmenistan.
  • International Helsinki Foundation: Menschenrechtsfokussierter Think Tank, zahlreiche Berichte zu Turkmenistan (über seiteninterne Suchfunktion).
  • Invernizzi, A. (2009): Nisa partica - le sculture ellenistiche. Le Lettere, Florenz.
  • Jeangène Vilmer, J.-B. (2009): Turkménistan. Non Lieu, Paris.
  • Kadyrov, S. (2003): Turkmenistan: the political elite in an ethnic society. In: Cummings, S. (Hg.): Oil, Transition and Security in Central Asia, S. 108 – 118. Routledge Curzon, London.
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  • Mills, C. (2005): Turkmenbashy: The Propagation of Personal Rule in Contemporary Turkmenistan.
  • Moder, K.-H. (2001): Zentralasien: Aus dem Kalten Krieg in die autoritäre Eiszeit. In: Friedrich Ebert Stiftung (Hg.): Politikinformation Osteuropa, Bd. 93. Bonn.
  • Murat, A. (1975): Turkmenistan and the Turkmen. In: Katz, Z., Rogers, R. u. F. Harned (Hg.): Handbook of major Soviet Nationalities, S. 262 – 282. The Free Press, New York NY.

Wird fortgesetzt!

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zuletzt im Juni 2018 aktualisiert.

Über den Autor

© Hendrik Meurs
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Dr. Hendrik Meurs

hat nach seinem Studium der Geographie in Bonn und London am Lehrstuhl für Anthropogeographie in Heidelberg über die Politische Geographie Turkmenistans promoviert. Hierzu führten ihn zahlreiche teils längere Forschungs- und Arbeitsaufenthalte in sämtliche Länder Zentralasiens und dort insbesondere nach Turkmenistan. Seit 2012 ist er bei der GIZ Landestrainer für Turkmenistan und Länderredakteuer bei der AIZ.

Literaturhinweis

Eine umfangreiche und kontinuierlich weiter ergänzte, kommentierte Literaturliste finden Sie weiter unten auf dieser Seite im Abschnitt Literatur.

Informationen zur Risikominimierung bei Aufenthalten in Erdbebengebieten:

Hintergrundinformationen und Darstellungen der jüngsten Erdbeben:

 

Möglichkeiten zur halbwegs sicheren Nutzung des Internet in Turkmenistan:

Grundsätzlich zu bedenken ist, dass auch gängige Methoden wie die Anonymisierung mittels des Onion Routing (TOR) keine garantierte Sicherheit bieten. Bei sensiblen Daten und Informationen sollte daher immer (!) abgewägt werden, inwieweit tatsächlich die Notwendigkeit besteht, diese aus Turkmenistan zu versenden. Eine gewisse, aber gleichfalls keine endgültige Sicherheit bieten das Surfen mit versteckter IP sowie (meist kostenpflichtige) Proxy-Programme wie Hide my ass, Proxify, German Web oder StrongVPN (Übersicht in deutscher Sprache). Gleiches gilt auch für zahlreiche weitere Vorgehensweisen.

Ist die Nutzung des Internet in Turkmenistan unabdingbar, wird die Nutzung solcher Mechanismen schon aus Gründen des Selbstschutzes sowie des Schutzes der Internetkontakte und ggf. von Personen in Turkmenistan unter allen Umständen drigend empfohlen!

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