Öl- Und Gaskarte Turkmenistans. (© Hendrik Meurs)
Geschätztes BIP pro Einwohner (UN)
3.397 - 7.986 US-$ (genauer Wert unbekannt)
Pro Kopf Einkommen (Kaufkraftparität)
3140 - 7.112 US-$ KKP (genauer Wert unbekannt)
Rang der menschlichen Entwicklung (HDI)
Rang 111 von 187 (2016)
Anteil Armut (unter 2 $ pro Tag)
etwa 40% (2010, keine neuere Schätzung)
Einkommensverteilung (Gini-Koeffizient)
etwa 40 (2011, keine neuere Schätzung)
Wirtschaftlicher Transformationsindex
Rang 108 (von 129) (2014)
Gender Inequality Index
Für Turkmenistan bislang nicht ermittelt

3.1 Wirtschaft

3.1.1 Grundlagen des turkmenischen Wirtschaftssystems

Die inhaltliche Grundlage der turkmenischen Wirtschaft bilden für jeweils 10 oder 20 Jahre formulierte Wirtschaftsprogramme. In diesen werden allgemeine Schwerpunkte der wirtschaftlichen Entwicklung wie die Förderung und Modernisierung der Gasexploration oder der Ausbau des Weizenanbaus festgelegt. Ergänzt werden solche Leitlinien um konkrete Einjahrespläne. Hierin werden für jeden einzelnen Betrieb (Dienstleistungen und Industrie ebenso wie Landwirtschaft) präzise Produktionsziele vorgegeben. Die betrieblichen Ziele werden aufaddiert zu Planvorgaben für die Regierungsbezirke, aus denen sich wiederum die Planvorgaben für die fünf Provinzen errechnen, aus welchen schließlich die Jahrespläne für die nationale Güter- und Warenproduktion sowie das Dienstleistungsangebot errechnet wird. Entsprechende Planvorgaben werden nicht nur für die Produktionsziele formuliert, sondern auch für die verschiedenen Inputs wie Düngemittel, Beton oder Tafelkreide.

3.1.2 Wirtschaftsindikatoren

Einen Überblick zu den wirtschaftlichen Eckdaten des Landes bieten die Datenbank des CIA World Factbook, die Seite Ipicture und die Datenbanken der Weltbank. Die auf diesen Seiten genannten Werte weichen allerdings teilweise sehr deutlich voneinander ab und sind bisweilen auch widersprüchlich. Ursächlich hierfür ist die Zurückhaltung der turkmenischen Regierung bei der Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten. Bei der Interpretation der wenigen offiziell publizierten Daten muss zudem berücksichtigt werden, dass diese fast immer den jeweils zu Beginn des Jahres formulierten Planvorgaben entsprechen. Folglich können die Angaben in regierungsunabhängigen Datenbanken lediglich Schätzwerte sein - die wiederum auf ebenfalls geschätzten Angaben zur turkmenischen Wirtschaftsentwicklung basieren. Entsprechend geben sämtliche Zahlen zum turkmenischen Wirtschaftssystem lediglich einen vagen Orientierungsrahmen. Im "Misery Index" auf Grundlage der Daten des CIA-World Factbook belegt Turkmenistan gegenwärtig Platz 5 und gilt damit als "eines der ärmsten und wirtschaftlich schlechtest gestellten Länder weltweit".
Weitere Informationen zur turkmenischen Wirtschaft, zu Abläufen und Prozessen innerhalb des Wirtschaftssystems sowie einige von der turkmenischen Regierung offiziell veröffentlichte Statistiken:

3.1.3 Wirtschaftspolitik und strukturelle Probleme

Die Währung des Landes ist der Turkmenische Neue Manat (ISO-4217 Code: TMT). Ein Manat entspricht 100 Teňňe. Im Januar 2009 ersetzte der Neue Turkmenische Manat den zuvor gültigen Turkmenischen Manat. Ein neuer turkmenischer Manat entspricht 5.000 turkmenischen Manat.

Das turkmenische Wirtschaftssystem ist nach wie vor weitgehend staatswirtschaftlich organisiert. Gegenüber den Unternehmen tritt der Staat als einziger Anbieter von Inputs auf und ist am Ende der Produktionskette der einzige Abnehmer fertiger Güter und Produkte. Die staatlichen Betriebe und Unternehmen haben keinen Zugang zum Weltmarkt und sind verpflichtet, ihre Produkte zu den staatlich vorgegebenen Preisen  zu verkaufen. Zahlreiche Produkte und Dienstleistungen werden von der turkmenischen Regierung hochsubventioniert oder kostenlos an die Bevölkerung weiter gegeben.

Dieses System der Staatswirtschaft ist nach offiziellen Angaben überaus erfolgreich. Demnach liegt das reale Wirtschaftswachstum jährlich bei mindestens 10% und erreicht damit Jahr für Jahr einen der höchsten Werte weltweit. Im Jahr 2016 bspw. wäre Turkmenistan damit nach Katar und der Mongolei die am drittschnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt gewesen. Eine unabhängige Überprüfung dieser Zahlen ist kaum möglich, Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die staatlichen Meldungen nicht immer zuverlässig sind und die tatsächlichen Wachstumsraten um bis zu 20 Prozentpunkte unterhalb den offiziell verkündeten liegen können. Diese Beobachtung führt zu der wenig hilfreichen Feststellung, dass das turkmenische Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren vermutlich zwischen minus zwei und plus >20% gelegen hat.

Bei sich weiter verschlechternder Tendenz gilt Turkmenistan gegenwärtig noch hinter Ländern wie Nordkorea, Osttimor und Myanmar als das investitionsfeindlichste Land der Welt. 

Jenseits solcher Angaben lassen sich zudem einige Besonderheiten des turkmenischen Wirtschaftssystems ausmachen:

3.1.3.1 Korruption
Eines der größten Hemmnisse nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung ist die sehr stark ausgeprägte Korruption. Diese bestimmt nahezu jeden Bereich des Wirtschaftslebens und erschwert ausländisches Engagement in erheblichem Maße. Entsprechend belegt das Land seit Jahren in dem von Transparency International herausgegebenen Korruptionsindex ebenso einen der letzten Plätze (gegenwärtig Platz 154 von 168) wie im von der Heritage Foundation veröffentlichten Index der ökonomischen Freiheit (2016: 174 von 178). In zahlreichen Unterkategorien des Index belegt das Land den schlechtesten Platz weltweit. Konkret wird von Eurasianews dargestellt, dass das Level der Korrption so allumfassend ist, dass dieses sich unmittelbar dämpfend auf die gesamte Wirtschaftskraft des Landes auswirkt. Letztlich wird hierdurch eine progressive wirtschaftliche Entwicklung deutlich erschwert, wenn nicht gänzlich erstickt. Behördenmitarbeiter erwarten bereits für die Kontaktaufnahme in bürokratischen Standardabläufen finanzielle Gegenleistungen. Auch in anderen Berichten wird das Ausmaß der Korruption in Turkmenistan als umfassend beschrieben. Explizit sieht das Außenministerium der USA verbreitete Korruption in sämtlichen Bereichen des öffentlichen Lebens und des turkmenischen Wirtschaftssystems und erkennt zugleich eine geringe Bereitschaft der turkmenischen Regierung, diese effektiv zu bekämpfen.

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch das International Institute for Political Expertise in seinem umfangreichen Bericht zu den Chancen und Risiken ausländischer Direktinvestitionen in Turkmenistan. Die ausführlichen und inhaltliche größtenteils korrekten Darstellungen des Berichtes (Download als pdf Dokument) bieten eine umfassende Aufarbeitung der wesentlichen Potenziale und Risiken ausländischer Direktinvestitionen in Turkmenistan und dürften entsprechend gerade für mittelgroße ausländische Unternehmen von erheblichem Interesse sein.

3.1.3.2 Infrastruktur
Ein weiteres Problem ist die in vielen Bereichen veraltete Infrastruktur (Landesübersicht - Infrastruktur). Hiervon betroffen sind die Transportinfrastruktur und das Pipelinenetz ebenso wie bspw. die Gas- und Wasserleitungen zu den Endverbrauchern. Größtenteils datiert diese noch auf die Zeit der großen sowjetischen Investitionen während der 1950er bis frühen 1970er Jahre und im Gasbereich v.a. auf die 1960er bis späten 1970er Jahre. Nur vereinzelt wurden Anlagen seither modernisiert oder (meist mit chinesischer Unterstützung) neu errichtet. Und nur in einigen prestigeträchtigen Bereichen (bspw. Flughäfen und Vorführfabriken) sowie im Umfeld der Hauptstadt wurde vermehrt in moderne Infrastruktur investiert. Für weitere Informationen zur turkmenischen Infrastruktur: Nations Encyclopedia, Information Handling Services (mit Fokus auf die turkmenische Gaswirtschaft), Centre for Strategic and International Studies (Turkmenistan im Zeitalter der Re-Vernetzung), Eurasianet (Fokus Wasserleitungen, Bewässerung).

3.1.3.3 Industrie
Zudem fehlt es in den vielen Industriebereichen an Zulieferbetrieben, so dass bestehende Betriebe auf permanente Importe angewiesen sind. Tatsächlich dienen weite Teile der Industrie v.a. dazu, den Arbeitskräfteüberschuss aufzufangen oder prestigeträchtige High-End Produkte (wie beispielsweise Solarzellen) zu produzieren. Hier müssen die Produktionsanlagen, das Know-How und die zur Produktion notwendigen Inputs vollständig bzw. dauerhaft im Ausland erworben werden, so dass in Turkmenistan keine nennenswerte Wertschöpfung erfolgen kann. Zudem konnten bislang keine Märkte oder Kundengruppen für solche Produkte definiert werden. Der Export turkmenischer Waren wird durch den ausgesprochen hohen Wechselkurs des neuen turkmenischen Manat zusätzlich erschwert.

3.1.3.4 Währung
Der turkmenische Manat ist fest an den US-Dollar gebunden. Obgleich die Inflationsrate in Turkmenistan über lange Jahre im zweistelligen Bereich lag und möglicherweise nach wie vor liegt (verlässliche aktuelle Angaben liegen nicht vor), wurde der Wechselkurs unverändert beibehalten. Hieraus folgt eine relative Verteuerung turkmenischer Produkte, die deren Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich verschlechtert. Auf der anderen Seite profitierte die Regierung von dem die realen Verhältnisse kaum noch abbildenden Wechselkurs, da die allermeisten Konsum- und Investitionsgüter importiert werden müssen und entsprechend vergleichsweise günstig eingekauft werden können. Indem die Handelsgesellschaften ausnahmslos in staatlicher Hand sind, kann die Regierung die Wechselkursgewinne entweder selbst einfahren oder in Form subventionierter Preise an die Konsumenten weiter reichen.

Ausnahmslos unangekündigt kommt es in unregelmäßigen Abständen zu Anpassungen des Wechselkurses. Zur Motivation für Anpassungen in die eine oder andere Richtung ist nichts bekannt. Hieraus resultiert auf Seiten der turkmenischen Bevölkerung eine erhebliche Unsicherheit. Die bislang letzte unangekündigte Wechselkursanpassung erfolgte am 01.01.2015, als der Preis für einen US-Dollar von 2,85 Manat auf 3,5 Manat angehoben wurde. Mit der etwa 18-prozentigen Entwertung des Manat ging eine entsprechenden Teuerung bei Importgütern einher. Die angesprochene Unsicherheit ist zugleich eine Ursache dafür, dass sich Gerüchte über bevorstehende Währungsauf- und abwertungen regelmäßig rasant verbreiten können. Infolgedessen kommt es immer wieder zu Panikkäufen und -verkäufen der Landeswährung.

3.1.3.5 Enteignung
Die Eigentumsrechte von Turkmenen werden nur so lange gewahrt, wie sie nicht den Interessen des Staates zuwider laufen. So kommt es bspw. im Rahmen von Infrastruktur- und Bauprogrammen mit großer Regelmäßigkeit zur (weitgehend) kompensationslosen Enteignung von Haus- und Grundstückseigentümern.

3.1.3.6 Weiße Elefanten
Bei einem erheblichen (möglicherweise dem überwiegenden) Teil der staatlichen Ausgaben handelt es sich nicht Investitionen im klassischen Sinne sondern um Ausgaben für "Weiße Elefanten". Hierbei gibt die turkmenische Regierung Geld für Prestigeobjekte aus, die aufgrund ihrer hohen Bau- und Folgekosten den Staatshaushalt ohne erkennbare Wertschöpfung langfristig belasten. So wurden alleine in den Jahren 2010 und 2011 mehr als 23 Milliarden US-Dollar für den Neubau hunderter zumeist mit weißem Marmor verkleideter Gebäude eingeplant.

Gründe für den Bau sind neben dem Versuch der Gewinnung von internationalem Ansehen beispielsweise die Gewährleistung einer konstanten Auftragslage für klientelistisch einzubindene Bauunternehmen oder die Versorgung von Teilen der Bevölkerung mit Arbeit. In diesem Sinne können auch Wohnungen und Fabriken Weiße Elefanten sein, wenn sie (wie in weiten Teilen der Hauptstadt) ohne erkennbaren Bedarf errichtet werden. Derartige machtpolitisch initiierten Entscheidungen sind dementsprechend nur selten (oder zufällig) ökonomisch sinnvoll und produzieren vielfach auch langfristig weniger Output als sie gleichzeitig an Inputs benötigen. 

So wird seit über zwei Jahrzehnten deutlich mehr Geld für die Symbolisierung von Wohlstand aufgewendet als für den wirtschaftlichen Aufbau. Bemerkenswert ist hierbei, dass die teils inakzeptablen Lebensumstände weiter Teile der turkmenischen Bevölkerung zahlreiche Möglichkeiten für eine sinnvolle Investition der Renteneinnahmen anbieten. Die Errichtung der Prestigebauten ist daher nicht nur mit hohen Kosten verknüpft, sondern über den gleichzeitigen Verzicht auf Maßnahmen etwa zur Entwicklung der Infrastruktur, zur Förderung der Lebensqualität oder zum Aufbau einer funktionierenden Wirtschaftsgrundlage auch mit hohen Opportunitätskosten.

Wie massiv die Bauplanung seit Jahrzehnten an den Realbedürfnissen vorbei geht, zeigt sich nicht zuletzt an der ausgesprochen geringen Verkehrsdichte auf den bis zu sechsspurigen Verkehrsachsen, dem Fehlen an Passanten in Malls und Vergnügungsparks, dem extremen Leerstand in den weitläufigen Apartmentsiedlungen und den nur spärlich besuchten Parkanlagen. 

Beispiele für diese Prestigebauten sind:

> 5 Milliarden Euro:

- "Goldenes Zeitalter" See im Nordwesten des Landes (geschätzt: 18 Milliarden €) 

- die 10-tägigen Asian Indoor und Martial Arts Games im Jahr 2017 (geschätzt: mindestens 7,3 Mrd. €, vermutlich >10 Mrd. €) 

- Feriensiedlung Avaza bei Turkmenbaschi (Schätzung 2009: 5 Milliarden US-Dollar, vermutlich deutlich mehr) 

 

> 1 Milliarde Euro:

- Flughafen Aschgabad (geschätzt: 2,25 Milliarden €)

 

> 100 Millionen Euro

- der Präsidentenpalast in Aschgabad (geschätzt : 350 Millionen US-Dollar) 

- der neue Zoo der Hauptstadt (geschätzt: zwei- bis dreistelliger Millionenbetrag)

- der größte achteckige Stern der Welt - Fernsehturm Aschgabad (geschätzt: 184 Millionen US-Dollar) 

- der Hochzeitspalast in Aschgabad (geschätzt: 100 Millionen €)

 

< 100 Millionen Euro

- das größte Indoorriesenrad der Welt (geschätzt: 90 Millionen US-Dollar)

- Verfassungsmonument (60 Millionen US-Dollar) 

3.1.4 Handel und Handelsbilanz

Verlässliche Angaben zum turkmenischen Handel und zur Handelsbilanz sind gegenwärtig nicht erhältlich. Die verfügbaren Angaben weichen so deutlich voneinander ab, dass sie bestenfalls als grobe Orientierungshilfe dienen können. Belastbare Angaben liegen lediglich zur Handelsbilanz mit den USA sowie mit der Europäischen Union vor. Aufgrund des generell ausgesprochen niedrigen Handelsvolumens Turkmenistans mit den USA und der EU lassen sich in zeitlich hochaufläsenden Statistiken erhebliche Schwankungen feststellen, die in der Regel auf individuelle Vertragsabschlüsse zurückzuführen sind. So lag das Handelsvolumen (Importe + Exporte) mit den USA im Januar 2017 bei etwa 2 Millionen US-Dollar um im Februar des gleichen Jahres auf etwa 92 Millionen US-Dollar hochzuschnellen und im März auf lediglich etwa 5 Millionen US-Dollar zurück zu fallen. Für das Gesamtjahr 2016 wird ein Handelsvolumen von etwa 124 Millionen US-Dollar angegeben.

Generell nimmt Russlands Bedeutung als Handelspartner ab und die Chinas zu. China wird momentan zum wichtigsten Empfänger turkmenischen Erdgases, während Russland hier auf den zweiten Platz abgerutscht ist. Zugleich ist China wichtigstes Herkunftsland für Konsumprodukte. Darüber hinaus bestehen relativ enge Handelsverbindungen mit dem Iran, der Türkei und Weißrussland (Maschinen und Maschinenteile).

Neben Gas ist die Baumwolle das wichtigste Exportgut Turkmenistans. Turkmenistan hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten einige Verarbeitungsbetriebe für Baumwolle errichtet und konnte durch die nun innerhalb des Landes erfolgende Wertschöpfung die Einnahmen aus dem Baumwollexport deutlich steigern.

Entsprechend der generell sehr zurückhaltenden Informationspolitik der turkmenischen Regierung und insbesondere des sehr restriktiven Umgangs der mit statistischen Angaben lassen sich keinerlei Angaben zu Volumen, Hauptströmen, Strukturen und Entwicklungstendenzen des turkmenischen Binnenhandels machen.

Ausländische Direktinvestitionen
Ausländische Direktinvestitionen erfolgen nur in begrenztem Umfang. Außerhalb der Öl- und Gasindustrie sowie des Textilsektors stagnieren sie auf sehr niedrigem Niveau. Entsprechend ist die turkmenische Außenhandelskammer aktiv um die Gewinnung internationaler Investoren bemüht. Ein Grund für das weitgehende Ausbleiben von Direktinvestitionen ist die Währungspolitik der turkmenischen Regierung (s. o.).

Darüber hinaus belastet auch die mangelhafte Vertragstreue der turkmenischen Regierung die Entwicklung eines vertrauensvollen Verhältnisses zu ausländischen Investoren. Diesbezüglich sind gegenwärtig vor dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (einem Schiedsgerichtshof der Weltbank) zahlreiche Klagen u.a von mehr 20 türkischen Unternehmen anhängig. Bereits mehrfach wurde Turkmenistan wegen Vertragsbruch durch den Schiedsgerichtshof zur Zahlung von Straf- und Kompensationszahlungen aufgefordert. Die Unternehmen klagen wegen des wiederholten Vertragsbruchs der turkmenischen Regierung und ausstehender Zahlungen in einer Gesamthöhe von einer Milliarde Euro. Einige der klagenden Unternehmen sind aufgrund der getätigten Vorleistungen in Kombination mit der zahlungsunwilligen Regierung in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Obgleich türkische Partner in aller Regel sämtlichen anderen ausländischen Investitionspartnern gegenüber bevorzugt werden (etwa in Form geringerer außervertraglicher Zahlungen oder günstigerer Konditionen bei der Konvertion von in turkmenischen Manat erzielten Gewinnen), haben auch diese mit erheblichen und sich zuletzt deutlich verschärfenden Schwierigkeiten zu kämpfen.

Entsprechend warnt die Botschaft der USA in einem im Jahr 2013 veröffentlichten Bericht davor, dass: "the Government of Turkmenistan has a history of arbitrary expropriation of the property of local businesses and individuals". Darüber hinaus warnt die US-Regierung in einem umfassenden Bericht zum turkmenischen Investitionsklima davor, dass Eigentumsstreitigkeiten grundsätzlich und unabhängig von den in individuellen Verträgen festgelegten Bestimmungen immer vor turkmenischen Gerichten ausgefochten werden. Auch zeigt Turkmenistan bislang kein Interesse an der Einführung und Umsetzung von Gesetzen und Verordnungen zur Achtung geistigen Eigentums. Eine vergleichbar scharfen Tonfall gegenüber dem Vorgehen der turkmenischen Regierung verwendet die US-Amerikanische Botschaft seit 2006 in jedem ihrer Berichte.

Neben den jederzeit drohenden Enteignungen und der Tendenz zur mangelhaften Vertragstreue von Seiten der turkmenischen Regierung, werden ausländische Investitionen auch durch die Erwartungshaltung der turkmenischen Regierung zur direkten Beteiligung an den Gewinnen ausländischer Unternehmen erschwert. Diese Erwartungshaltung wird auch in offiziellen Verkündungen zum Ausdruck gebracht. Eine zu geringe Beteiligung der Regierung an den Gewinnen ausländischer Unternehmen wird daher mitunter auch als Begründung für deren Enteignung genutzt. Die Höhe der Beteiligung wird von der Regierung bestimmt. Kooperiert der ausländische Konzern nicht oder wird die gezahlte Beteiligung von der Regierung als zu gering eingeschätzt, reagiert diese ebenfalls regelmäßig mit kompensationslosen Enteignungsmaßnahmen. Aufsehenerregend war diesbezüglich das Vorgehen gegenüber der turkmenischen Tochter des russischen Mobilfunkkonzerns MTS. Dessen Enteignung wurde in der verlinkten Mitteilung des turkmenischen Außenministerium damit begründet, dass: "MTS transferred only a very small portion of its huge profits to the Turkmen side. This situation was clearly abnormal".

Darüber hinaus müssen ausländische Unternehmen vor Vertragsabschlüssen die Notwendigkeit nicht monetärer Ergänzungsleistungen in ihre Kalkulation mit einbeziehen. Eine unter Präsident Niyazov wie auch unter Präsident Berdimuhamedow praktikable (da nicht finanzielle und daher in den Heimatländern der ausländischen Unternehmen nicht als Korruption geltende) Lösung ist hierbei das Angebot, Werke des Präsidenten in eine andere Sprache zu übersetzen. Die Darstellung solcher Übersetzungen nutzt die Regierung innenpolitisch zur Demonstration des internationalen Ansehens ihres Präsidenten. Entsprechende Übersetzungen werden von Einzelunternehmen ebenso durchgeführt wie von Organisationen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Insbesondere die Daimler A.G. musste in der Vergangenheit für zusätzlich gezahlte finanzielle Anreize zur Initiierung von Verträgen Strafzahlungen in Kauf nehmen. Auf der anderen Seite zeigt der turkmenische Präsident sich unzufrieden, wenn die erbrachten Zusatzleistungen nicht seinen Erwartungen entsprechen. So hatte er beispielsweise vom tatarischen Unternehmen ITERA als Gegenleistung für die gewährte Möglichkeit zur Onshoregasförderung eine deutlich größere Yacht erwartet als das ihm letztlich zugestellte Exemplar im Wert von etwa 60 Millionen US-$.
Abbildungen, die Berdimuhamedow zusammen mit seiner Yacht zeigen sind inzwischen zu vergleichsweise verbreiteten Darstellungen des Personenkultes um den Präsidenten geworden.

Überblicksartig fasst die deutsche Außenhandelskammer die grundlegenden Probleme bezüglich des unternehmerischen Engagements in Turkmenistan wie folgt zusammen:

  • weit verbreitete Korruption.
  • ein nicht entwickeltes Bildungssystem.
  • der Missbrauch von Öl- und Gaseinnahmen.
  • das Zögern der Regierung in Aschgabat gegenüber marktorientierten Reformen.

Konkret werden als größte Herausforderungen die "Erhöhung der Attraktivität für internationale Investoren trotz starker Regulierung durch den Staat (sowie die) Diversifizierung der Wirtschaft zur Verringerung der Rohstoffabhängigkeit" genannt.

3.1.5 Erdgas

Den größten Anteil an der Beschäftigung hat zwar die Landwirtschaft, die Grundlage des gegenwärtigen Wirtschaftsmodells sind jedoch die Gas- und Ölreserven des Landes. Jede genauere Angabe zum Volumen turkmenischer Gasreserven wird von der Regierung als Staatsgeheimnis behandelt. Entsprechend ungewiss sind Angaben zu deren tatsächlicher Größe. Gleichwohl haben einige unabhängige Beobachter basierend beispielsweise auf dem Gasdruck einzelner Extraktionsstellen, dem bekannten Ausmaß einiger Gasfelder sowie den geologischen Gegebenheiten und sowjetzeitlichen Explorationsmaßnahmen Schätzungen angestellt, nach denen Turkmenistan über mindestens 4,5 Billionen m³ bis maximal 17,5 Billionen m³ verfügt. Die Europäische Union gibt sogar Reserven in Höhe von etwa 25 Billionen m³ an, womit Turkmenistan noch vor Katar über die drittgrößten Gasreserven weltweit verfügen würde. Unzweifelhaft ist in jedem Fall, dass Turkmenistan mit dem "Galkynysh"-Gasfeld (alter Name: "South Yoloten Gasfield") über das zweitgrößte und zweitproduktivste Gasfeld der Welt verfügt.

Bei aller Unsicherheit bezüglich der genauen Größe der turkmenischen Gasreserven, besteht unter internationalen Beobachtern weitgehende Einigkeit dahingehend, dass Turkmenistan zu den vier Ländern mit den größten Reserven an konventionell gelagertem Gas weltweit gehört. Unter Fortschreibung des gegenwärtigen jährlichen Extraktionsvolumens reichen diese Reserven (ohne neue Funde) für etwa 250 Jahre. Hinzu kommt, dass die geologischen und die klimatischen Gegebenheiten die Gasförderung in Turkmenistan vereinfachen und entsprechend günstig machen:

  • Das Gas ist auf wenige sehr große Einzelfelder verteilt. Bspw. gilt das südöstlich der Hauptstadt gelegene Süd-Yolotan Feld als eines der größten zusammenhängenden Gasfelder weltweit.
  • Die Gasfelder liegen - von wenigen Ausnahmen abgesehen - relativ oberflächennah und zugleich unterhalb sehr stabiler, harter Gesteinsschichten. Diese seltene Kombination vereinfacht die Erschließung und senkt die Kosten ganz erheblich
  • Die klimatischen Bedingungen vereinfachen die Gasförderung zusätzlich. In Folge der sehr geringen Luftfeuchtigkeit korrodiert das eingesetzte Material kaum. Die Temperaturen erlauben einen ganzjährigen Förderbetrieb.
  • Die meisten Gasfelder liegen im deutlich einfacher zu erschließenden Onshore Bereich. Die Erschließung dieser Gasfelder erfolgt vornehmlich in Kooperation mit chinesischen Partnern. Demgegenüber wurde die RWE mit der Exploration der technisch deutlich anspruchsvolleren Gasfelder im Offshore Bereich betreut (Block 23). Zusätzlich verkomplizier wird die Situation hier durch die instabile Lagerung, den weicheren und zudem kompliziert gelagerten Untergrund sowie die hohe seismische Aktivität. Unter anderem aufgrund unüberbrückbarer administrativer Herausforderungen und entsprechender Verzögerungen kündigte RWE/DEA im Jahr 2015 an, die Aktivitäten in Turkmenistan mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Die sehr große Bedeutung die der Gasförderung aufgrund dieser Voraussetzungen zukommt, lässt sich bereits an einer Zusammenstellung der nach ihrem Umsatz größten turkmenischen Unternehmen erkennen. Diese sind:

  • Turkmengaz (Erdgasextraktion)
  • Turkmengeologiya (Erdölexploration)
  • Turkmenneft (Erdölexploration)
  • Turkmenneftegaz (Öl- und Gashandel)
  • Turkmenneft-gazstroy (Bau von Öl- und Gasanlagen)

Auch die jährlichen Einnahmen aus dem Gasexport werden von der turkmenischen Regierung als Staatsgeheimnis gehandelt und größtenteils unmittelbar vom Präsidenten und seinem Beraterstab verwaltet. Schätzungen gehen davon aus, dass die Einnahmen zwischen 8 und 10 Milliarden US-$ pro Jahr betragen. Der Export erfolgt über zwei kleinere Pipelines in den Iran, eine neu eröffnete volumenstarke Pipeline nach China (deren Kapazität gegenwärtig um einen parallel gebauten zweiten Strang erweitert wird), eine sowjetzeitliche Pipeline nach Russland sowie die Gasverflüssigungsanlage von Turkmenbaschi.

3.2 Entwicklung und Entwicklungspolitik

Turkmenistan spielt in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit bislang keine größere Rolle. Ursächlich hierfür ist vor allem das tiefverwurzelte Misstrauen der turkmenischen Regierung gegenüber der Einmischung internationaler Organisationen in interne Angelegenheiten. Daher waren bereits während der Präsidentschaft Niyazovs nur sehr wenige Organisationen im Land tätig. Seit der Machtübernahme Präsident Berdimuhamedows hat sich deren Zahl weiter reduziert. Zu den bekanntesten Organisationen die seither das Land verließen gehören die Ärzte ohne Grenzen und das us-amerikanische Peace Corps. In einer bereits im Jahr 2006 erstellten ausführlichen Analyse der möglichen Handlungsstrategien der Entwicklungszusammenarbeit mit Turkmenistan wird auf die Probleme, Risiken und möglichen Ansatzpunkte der Arbeit im Land sowie die Erfolge und Defizite bisheriger Projekte eingegangen.

Die Summe der für Turkmenistan jährlich aufgewendeten Gelder der internationalen Entwicklungszusammenarbeit liegt bei etwa 5 Dollar pro Kopf (zum Vergleich: in Kasachstan liegt dieser Wert bei etwa 90$ und in Usbekistan liegt er bei etwa 12 Dollar).

Turkmenistan bezeichnet sich selber als hochentwickelt und sieht daher keinen Bedarf für Maßnahmen zur Armutsbekämpfung.

3.2.1 Internationale Entwicklungszusammenarbeit

Die vor Ort aktiven Geberorganisationen arbeiten vorwiegend in den Bereichen Landwirtschaft sowie Umwelt- und Naturschutz. Hierzu gehören:

  • Die Weltbank mit etwa 30 Millionen US-$ pro Jahr (zu Vergleich: Kasachstan etwa 1,25 Milliarden US-$ pro Jahr; Usbekistan: etwa 310 Millionen US-$ pro Jahr).
  • USAID (US Agency for International Development) zwischen 1992 und 2005 mit einem Gesamtvolumen von etwa 34 Millionen US-$ (zum Vergleich: Kasachstan: etwa 275 Millionen US-$; Usbekistan etwa 85 Millionen US-$). Gegenwärtig werden nur sehr wenige vergleichsweise kleine Projekte in Turkmenistan verfolgt.
  • Aufgrund anhaltender Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit stagniet die Anzahl der vom United Nations Development Programme (UNDP) in Turkmenistan verfolgten Projekte seit einigen Jahren auf sehr niedrigem Niveau
    Infolge dieser Anhaltenden Schwierigkeiten wurde seit dem Jahr 2003 kein turkmenistanspezifischer Bericht zu den Millennium Development Goals mehr veröffentlicht.
  • Aus dem Freedom Support Act der USA wurden in Zentralasien bislang Projekte im Gesamtvolumen von etwa 1,15 Milliarden US-Dollar unterstützt. Hiervon entfielen in der Zeit zwischen 1992 und 2005 etwa 60 Millionen US-$ auf Turkmenistan.

Der International Monetary Fund (IMF) und die Asian Development Bank sind in Turkmenistan (als einzigem Staat Zentralasiens) nicht in Projekten tätig.

Eine Übersicht der in Turkmenistan tätigen internationalen Organisationen bietet der entsprechende Resource Guide der US-Amerikanischen Botschaft in Aschgabad.

3.2.2 Deutsche Entwicklungs- und Hilfsorganisationen

Teil eines abgeschlossenen Projektes der GtZ im Kopet Dag Gebirge: Unterstützung beim Bau von kleinen Dämmen zur Reduktion der Abflussgeschwindigkeit nach Starkregenereignissen. (© Hendrik Meurs)
Abgeschlossenes Projekt der GtZ im Kopet Dag Gebirge. (© Hendrik Meurs)
Teil eines abgeschlossenen Projektes der GtZ im Kopet Dag Gebirge: Unterstützung beim Bau von kleinen Dämmen zur Reduktion der Abflussgeschwindigkeit nach Starkregenereignissen. (© Hendrik Meurs)
Abgeschlossenes Projekt der GtZ im Kopet Dag Gebirge. (© Hendrik Meurs)
Teil eines abgeschlossenen Projektes der GtZ im Kopet Dag Gebirge: Unterstützung bei der Schaffung einer fruchtbaren Ackerfläche zur individuellen Bewirtschaftung, bewässert über ein hierfür angelegtes Wasserrückhaltebecken. (© Hendrik Meurs)
Abgeschlossenen Projektes der GtZ im Kopet Dag Gebirge. (© Hendrik Meurs)
Teil eines abgeschlossenen Projektes der GtZ im Kopet Dag Gebirge: Unterstützung bei der Schaffung einer fruchtbaren Ackerfläche zur individuellen Bewirtschaftung, bewässert über ein hierfür angelegtes Wasserrückhaltebecken. (© Hendrik Meurs)
Abgeschlossenen Projektes der GtZ im Kopet Dag Gebirge. (© Hendrik Meurs)

In den Jahren 2000 bis 2011 unterstützte die deutsche Entwicklungszusammenarbeit insgesamt 136 Projekte in Turkmenistan mit einem Gesamtvolumen von etwa 13,5 Millionen US-Dollar. Der Schwerpunkt lag dabei auf Projekten zur tertiären Bildung und zur Forstwirtschaft (vor allem entlang des Kopet Dag Gebirges), die zusammen gegenwärtig für mehr als 99,5% der geleisteten Ausgaben verantwortlich sind. Eine geringere Summe weisen nur Äqutorial Guinea, Belize, Bhutan, Djibouti, Guinea-Bissau, Surinam und Swasiland auf.

Zu den wenigen derzeit in Turkmenistan tätigen deutschen Organisationen gehört die GIZ - etwa mit ihrem im Auftrag des Auswärtigen Amtes durchgeführten Projekts zum grenzüberschreitenden Wassermanagement in Zentralasien (einschließlich Turkmenistan). Diese ist nach wie vor mit einem Büro in Aschgabad vertreten. Aufgrund ihrer langjährigen Aktivitäten im Land des des breiten Spektrums an bislang verfolgten Projekten und Regionalvorhaben gehört die GIZ zu den Organisationen mit dem größten Erfahrungsschatz zur erfolgreichen Initiierung und Implementierung von Projekten unter den lokalen Bedingungen. Ein aktuelles und noch bis 2018 laufendes Projekt zur Förderung der Rechtsstaatlichkeit in Zentralasien schließt Turkmenistan mit ein.

Darüber hinaus gehört die Succow-Stiftung zu den aktivsten und engagiertesten Organisationen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Turkmenistan. Diese unterstützt die Erschließung der Nationalparke und ist hierfür mit einem Projekt vor Ort vertreten.

Finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) führt das Leibniz Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien aktuell ein sämtliche Staaten Zentralasiens berührendes Forschungsprojekt zur zur Entwicklung der Agrarreformen auch in Turkmenistan durch.

Die deutsche Außenhandelskammer (Delegation der deutschen Wirtschaft für Zentralasien) unterhält eine turkmenistanfokussierte Seite, auf der sie regelmäßig Informationen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Turkmenistan sowie Nachrichten mit wirtschaftsspezifischem Inhalt veröffentlicht.

Seit einigen Jahren ist auch die Sparkassenstiftung in Turkmenistan aktiv. Schwerpunkte der Tätigkeit liegen hier neben dem bankfokussierten interkulturellen Erfahrungsaustausch insbesondere auf Ausbildungsprogrammen zur Einführung der dualen Berufsausbildung für die Kundenberater turkmenischer Banken.

 

 

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zuletzt im Oktober 2017 aktualisiert

Über den Autor

© Hendrik Meurs
© Hendrik Meurs

Dr. Hendrik Meurs

hat nach seinem Studium der Geographie in Bonn und London am Lehrstuhl für Anthropogeographie in Heidelberg über die Politische Geographie Turkmenistans promoviert. Hierzu führten ihn zahlreiche teils längere Forschungs- und Arbeitsaufenthalte in sämtliche Länder Zentralasiens und dort insbesondere nach Turkmenistan. Seit 2012 ist er bei der GIZ Landestrainer für Turkmenistan und Länderredakteuer bei der AIZ.

Literaturhinweis

Eine umfangreiche und kontinuierlich weiter ergänzte, kommentierte Literaturliste finden Sie im Abschnitt Literatur (auf der Seite Alltag und praktische Informationen).

Die GIZ-Literaturdatenbank weist derzeit einen Bestand von 22 Titeln mit Bezug zu Turkmenistan aus. 

Ausführliche Hintergrundinformationen zu angesprochenen Themen:

Eine bemerkenswerte, ausgesprochen dicht geschriebene und sehr detaillierte Auseinandersetzung mit den Entwicklungen und Problemen der Weidewirtschaft in Turkmenistan (und Kasachstan):
Kerven, C. (2003): Prospects for Pastoralism in Kazakstan and Turkmenistan: From State Farms to Private Flocks. In: Central Asia Research Forum (Routledge).

 

Begriffserklärungen und Hintergründe:

 

Altyn Asyr Lake (See Goldenes Zeitalter)

Amu Darja

Binnendelta

Bodenmelioration

Karakum-Kanal

Murgab

Staubewässerung

Tröpfchenbewässerung

Abbildungen

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